Pearl Auvisio ZX-1645
Pro und Contra
  • Solides Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Viele Zuspieloptionen
  • Holprige Einrichtung
  • Kein AptX
  • 4.0

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Ein großer Lautsprecher, Multiroom- und Streaming und ein günstiger Preis? Techstage testet, was der 150-Euro-Lautsprecher von Pearl kann.

Wenn Multiroom gefragt ist, es aber nicht so klein und trotzdem preiswert sein soll, ist der Auvisio ZX-1645 einen Blick wert: Hier bekommt man ohne Zweifel die meisten cm und kg pro Euro. Aber wie steht es mit der Qualität, etwa bei Sound, Bedienung oder Funktionsumfang? Kann das Pearl-Gerät mit Platzhirschen, etwa von Sonos mithalten?

Wir testen den Lautsprecher in unserer Themenwelt Multiroom. Dort haben wir bereits andere Geräte getestet, etwa den Pure Discovr (Testbericht), die Symfonisk-Geräte von Ikea (Übersicht) oder den Braun LE 03 (Testbericht). Außerdem zeigen wir im Ratgeber Airplay 2, Spotify und Co: Streaming und Multiroom für Hi-Fi-Anlangen nachrüsten, wie man bestehende Lautsprecher oder Anlagen fit für Streaming und Multiroom macht.

Kein laufender, aber ein lauter Meter – die Abmessungen lauten 100 x 30,5 x 21 mm – ist dieser vom Anbieter als “schwarzer Obelisk” bezeichnete Multiroom-Lautsprecher. Das ist deutlich mehr als bei den meisten anderen Geräten. Eine gute Basswiedergabe sollte so auch ohne technische Tricks möglich sein. Sprachassistenten gibt es beim Auvisio-Lautsprecher nicht.

Ein/Aus, Musik Start/Stop, voriges Stück, nächstes Stück, Modus und PAIR sowie ein richtiger Lautstärke-Drehknopf sind die Bedienelemente vorne oben. Der Lautsprecher wird direkt mit 230 V versorgt, auf der Rückseite findet sich noch ein “richtiger“ Netzschalter, der das Gerät bei Nichtgebrauch komplett vom Stromnetz trennt und damit auch den Stromverbrauch auf 0 setzt. Neben diesem sind außerdem ein Bass- und ein Höhenregler eingebaut. Analoge Tonquellen oder USB-Sticks mit Audiodateien lassen sich ebenfalls anschließen, die Betriebsbereitschaft und der Moduswechsel wird per Display kundgetan und auf Englisch angesagt. Am USB-Port lassen sich auch Geräte mit 5 V / 0,5 A laden. Alles andere läuft drahtlos über WLAN oder Bluetooth, auch DLNA-Server können als Musikquelle genutzt werden.

Der “Obelisk” ist mit 9,4 kg Lebendgewicht im Auslieferungszustand allerdings auch eine reale Gefahr für Kinder und Haustiere, weil er unten schmaler ist, bevor man den mitgelieferten Standfuß angeschraubt ist. Das ist schnell erledigt. Nun muss nur noch die App namens Muzo Player (iOS und Android) geladen und der Lautsprecher dort eingebunden werden.

Das erwies sich zunächst als etwas holperig: Es wollte weder so funktionieren, wie es in der mitgelieferten Schnellstartanleitung beschrieben wird, noch so, wie es die App empfiehlt. Zudem kann der ZX-1645 nur mit 2,4-GHz-WLANs verbunden werden.

Nach etwas Bastelei war der Lautsprecher dann doch im Netz. Dann zeigten sich Lautsprecher und App als sehr vielseitig: Lokale Dateien vom Smartphone können über Bluetooth oder WLAN abgespielt werden. Letzteres bietet “dank” des fehlenden apt-X-Codecs, den man in dieser Preisklasse allerdings auch nicht erwartet hätte, die bessere Klangqualität. Internetradio ist nicht über Tune-In, sondern das weniger bekannte, aber ebenso leistungsfähige iHearts zugänglich. Hinzu kommt Streaming von vielen Anbietern, darunter auch Tidal und Qobuz, wobei auch der Unterschied zwischen Spotify und Qobuz bei “On the Border” von Al Stewart deutlich hörbar wird. Der Lautsprecher bietet mit seinen Systemen mit 2 x 5 W Hochton, 2 x 15 W Mittelton und 1 x 40 W Subwoofer also zwar kein High End, aber eine brauchbare Klangqualität.

Eine Überraschung hatte die eher unbekannte Muzo-App noch in Petto: In ihr erschien neben dem Auvisio ZX-1645 auch der Pure Discovr (Testbericht) aus einem früheren Test. Man könnte also diese beiden preisgünstigen Lautsprecher, die sich sonst nur mit ihresgleichen verkoppeln lassen, eventuell auch gemeinsam in einem Multiroom-System spielen lassen, etwa den ZX-1645 im Wohnzimmer und den Discovr auf dem Balkon. Eine Stereo-Paarung von ZX-1645 und Discovr ist allerdings nicht zu empfehlen und wäre mit einer Heirat zwischen Maus und Elefant zu vergleichen. In der Praxis klappte dies allerdings wegen Versionsunterschieden nicht, wohl aber ließ sich auch der Pure-Lautsprecher mit der App des Auvisio steuern. Multiroom dürfte auch nur mit digitalen Quellen möglich sein, die über die App ausgewählt werden, nicht über den Analogeingang.

Der Auvisio ZX-1645 kostet um die 150 Euro, liegt damit preislich zwischen den Symfonisk-Produkten.

Mit knapp 150 Euro Listenpreis ist der Auvisio ZX-1645 wirklich gut ausgestattet, so man keine Sprachassistenten im Lautsprecher benötigt und genügend Platz hat. Auf dem Nachtkästchen wäre er zugegeben nicht die richtige Wahl, am Boden im Partyraum durchaus. Den Unterschied merkt man dann in der App, vor allem, wenn mehrere Produkte gesteuert werden sollen. Hier haben andere Systeme, etwa Heos von Denon oder eben Sonos die Nase vorne. Dennoch, wer einen günstigen Lautsprecher will, der Musik von vielen Quellen streamt, der kann zuschlagen.

Weitere Tests zeigen wir in der Themenwelt Multiroom. Dort haben wir neben Test zu Sonos-Produkten wie dem Roam (Testbericht) oder dem One SL (Testbericht) auch die Konkurrenz wie den Citation One Mk II von Harman-Kardon (Testbericht), den Denon Home 150 (Testbericht) , Denon Home 350 (Testbericht) oder den Bose Portable Home Specker (Testbericht) getestet.

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