Oneplus Watch Aufmacher
Pro und Contra
  • Hochwertige Verarbeitung, ansprechende Optik
  • Einfache Bedienung
  • Lange Akkulaufzeit
  • Keine Apps installierbar
  • Keine EKG-Funktion
  • Nur Android-Unterstützung
  • 4.0

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160 Euro für eine Smartwatch mit AMOLED-Display und schönem Design? TechStage testet die Oneplus Watch, die für diesen Preis einiges an Features verspricht. Wir zeigen, was sie halten kann und was nicht.

Oneplus war bisher vor allem für seine Smartphones bekannt. Mit der Watch hat das Unternehmen jetzt seine erste Smartwatch auf den Markt gebracht. Für knapp 160 Euro gibt’s die Uhr zum echten Kampfpreis.

Die erste Einschränkung gleich vorweg: Die Oneplus-Uhr eignet sich lediglich für Besitzer eines Android-Smartphones, iPhone-Nutzer schauen in die Röhre. Ob sich das ändert, ist unklar. Wie sich die erste Smartwatch der Chinesen schlägt, durch welchen Funktionsumfang sie möglicherweise punktet und auf welche Akkulaufzeit man sich einstellen kann, das klärt unser Test.

Die Oneplus Watch ist in der so genannten „Classic“-Variante in den Farben Midnight Black und Moonlight Silver erhältlich. Das Armband besteht jeweils aus Silikon. Für kurze Phasen wurde bisher zudem das Modell „Cobalt Limited Edition“ über Instagram vertrieben. Hier liegt zusätzlich ein Lederarmband bei. Das Gehäuse der „Classic“-Smartwatches besteht aus Stahl, bei der „Cobalt“-Variante kommt eine Kobaltlegierung zum Einsatz. Die Displays sind immer 1,39 Zoll groß, die Gehäuse haben einen Durchmesser von 46 Millimeter. Unterschiede in der Ausstattung bestehen nicht, Oneplus bietet seine Watch nicht als Cellular-Modell mit LTE-Modul und eigener eSIM an.

Für knapp 160 Euro wirkt die Smartwatch erstaunlich hochwertig. Das Stahlgehäuse ist ebenso wie das Saphirglas über dem Display angenehm kratzfest und sieht auch nach längerer Nutzung aus wie am ersten Tag. Der Gehäuseboden besteht hingegen nur aus Kunststoff. Mit einer Höhe von 10,9 Millimeter trägt die Uhr nicht allzu dick auf und ist am Handgelenk eine gleichermaßen schicke wie stilvolle Erscheinung. Das Silikonarmband (kann gegen alternative Armbänder getauscht werden) ist weich und liegt angenehm auf der Haut. Es lässt sich einfach öffnen und schließen. Die Watch bringt 76 Gramm auf die Waage und ist 5 ATM wasserdicht. Den Optik-Check meistert die Oneplus-Uhr schon mal mit Bravour.

Das 1,39 Zoll große AMOLED-Display löst mit 454 x 454 Pixel auf. Bei der Helligkeit kann man zwischen geringer, mittlerer und hoher Leuchtkraft wählen, außerdem gibt es eine Option zur automatischen Anpassung an die Umgebungs-Helligkeit. Die Oneplus Watch besitzt zudem eine Always-on-Funktion, damit das Display dauerhaft im Betrieb ist. Auf Touch- und Wischgesten reagiert die Smartwatch sehr zuverlässig und sensibel.

Wie bei einem AMOLED-Panel zu erwarten ist das dargestellte Schwarz richtig schön tief dunkel, die Farben sind kräftig, die Schärfe von Schrift und Symbolen ist ordentlich. Auch im Hellen ist die Ablesbarkeit gut. Rund 50 Zifferblätter sind verfügbar, um den Look der Uhr zu individualisieren. Dazu zählen Rubriken wie „Klassisch“, „Praktisch“ oder „Sport“. Diese Auswahl reicht aus, damit jeder die für sich passende Optik findet.

Zum Prozessor seiner Smartwatch macht Oneplus keine Angaben. Der Speicher ist 4 GByte groß, von dem das Betriebssystem aber selbst noch Platz in Anspruch nimmt. Zur Positionserkennung unterstützt die Armbanduhr GPS, GLONASS, Galileo und Beidou. Die Ausstattung ist für ein Modell in dieser Preisklasse ordentlich. Dazu gehören Beschleunigungssensor, Gyroskopsensor, geomagnetischer Sensor, optischer Herzfrequenz- und Blutsauerstoffsensor, Umgebungslichtsensor sowie Luftdrucksensor und Bluetooth 5.0. Eingehende Nachrichten wie E-Mails und WhatsApp werden zwar angezeigt, zum Antworten darf man allerdings nur aus vier Standardvorschlägen wählen.

Solange sich das Smartphone in Bluetooth-Reichweite befindet, kann man dank Mikrofon und Lautsprecher telefonieren, die Sprachqualität ist solide. Apps von Drittanbietern lassen sich leider nicht auf die Oneplus Watch herunterladen, so ist man auf das überschaubare Angebot an Bord angewiesen. Dazu gehören ein Musikplayer (MP3-Titel kann man auf der Uhr speichern), Wettervorschau, Wecker, Stoppuhr, Timer, Taschenlampe, Barometer, Kompass und ein Fernauslöser für die Smartphone-Kamera. Bargeldloses Bezahlen per NFC beherrscht die Oneplus nicht, auch Sprachassistenten werden nicht unterstützt. Es fehlt leider auch ein EKG-Modul, wobei das in dieser Preisklasse eher ungewöhnlich ist.

Bei der Ermittlung der Herzfrequenz lieferte die Uhr meistens plausible Werte, der Sauerstoffgehalt im Blut lag bei uns im Test immer oberhalb von 95 und hat wie bei den Modellen der Mitbewerber keine medizinisch relevante Aussagekraft. Auch bei der Zahl der zurückgelegten Schritte und der verbrannten Kalorien waren die Messwerte für uns nachvollziehbar. Der Schlaf wurde ebenfalls mehrheitlich mit schlüssigen Ergebnissen aufgezeichnet – in der „Oneplus Health“-App für Android-Geräte kann man die durchschnittliche Schlafdauer pro Nacht sowie die Zeiten der Tief- und der Leichtschlafphasen erkennen.

Um mit der Oneplus Watch zurechtzukommen, benötigt man keine Eingewöhnungszeit. Das Display reagiert sehr präzise auf Touch- und Wischgesten. Über die obere der beiden seitlichen Tasten gelangt man zu den Apps, mit der unteren öffnet man das Training. Durch Wischen vom Startbildschirm aus navigiert man zur Herzfrequenzmessung, zur Schlafanalyse und zum Musikplayer. Das Bedienkonzept ist einfach und intuitiv, hier kommen keine offenen Fragen auf. Beim Betriebssystem setzt Oneplus auf das eigenentwickelte Real-Time OS, das durchaus Parallelen zu Wear OS erkennen lässt.

Über die obere Taste gelangt man zum „Training“. Hier sind die Disziplinen „Laufen im Freien“, „Fitnesslauf“, „Marathonlauf“, „Radfahren im Freien“, „Radfahren drinnen“, „Gehen im Freien“, „Schwimmen“, „Ellipsentrainer“, „Rudergerät“, „Badminton“, „Bergwanderung“, „Off-Trail-Wanderung“, „Yoga“ und „Freies Training“ hinterlegt. Noch mehr Sportarten wie „Fechten“, „Bodybuilding“, „Boxen“ und „Judo“ lassen sich hinzufügen. Oneplus verspricht rund 110 Trainingsarten.

Die Aufzeichnung mussten wir im Test selbst starten. Beim Laufen werden auf dem Display neben der Entfernung unter anderem auch die Dauer der Trainingseinheit, die durchschnittliche Herzfrequenz (der dargestellte Wert war teilweise viel zu hoch), verbrauchte Kalorien, Schritte und erklommene Höhenmeter dargestellt. Informativ: Anhand unterschiedlicher Farben erkennt man sofort, in welcher Herzfrequenzzone man trainiert, also beispielsweise im Ausdauer- oder im anaeroben Bereich.

Mit der App „Oneplus Health“ kann man die Fitnesswerte noch einmal detailliert analysieren und beispielsweise die zurückgelegte Route auf Google Maps anzeigen lassen. Die GPS-Genauigkeit ist mittlerweile besser als direkt in der Anfangszeit nach der Auslieferung der Watch.

Auch der ermittelte Stresslevel lässt sich über den Tag verteilt darstellen. Andere Apps und Hersteller liefern noch mehr Fitness- und Gesundheitswerte, aber das Angebot der Oneplus reicht im Alltag vollkommen aus.

Zum Laden wird die Oneplus Watch in eine kleine Ladeschale gelegt. Der 402 mAh starke Akku muss hier laut Hersteller nur etwa 5 Minuten liegen, um Saft für einen ganzen Tag zu tanken, 20 Minuten Laden soll für die ganze Woche reichen. Dies klappt jedoch nur, wenn man ein Netzteil von Oneplus verwendet, sonst muss man mit längeren Ladezeiten rechnen. Ist Bluetooth nur gelegentlich aktiviert, kommt man auf eine Nutzungsdauer von rund 10 Tagen, ohne Bluetooth sind sogar zwei Wochen und noch etwas länger drin. Bei normaler Nutzung gilt die Faustregel: Pro Tag verliert die Oneplus etwa zehn Prozent ihrer Akku-Kapazität. Für eine Smartwatch sind wir mit der Akku-Laufzeit insgesamt sehr zufrieden.

Oneplus gibt eine Preisempfehlung von knapp 160 Euro für für seine Watch in den Versionen Midnight Black und Moonlight Silver. Einige Händler sind da bereits drunter. Die „Cobalt Limited Edition“ war bisher nur für eine kurze Dauer über Instagram für 219 Euro erhältlich.

Die Oneplus Watch ist eine preiswerte und hochwertig verarbeitete Smartwatch mit gutem Display und langer Akkulaufzeit. So wirklich „smart“ ist die Uhr allerdings nicht. Fremde Apps lassen sich nicht installieren, ein LTE-Modul ist nicht verfügbar, und die GPS-Genauigkeit ist nicht immer optimal. Dazu muss man auf eine EKG-Funktion verzichten.

Insgesamt erhält man mit der Oneplus Watch eine günstige Smartwatch mit dem Fokus auf Fitness, die leider aktuell lediglich für Android-Benutzer zu gebrauchen ist.

Der Test zur Oneplus Watch erscheint in unserer Themenwelt zu Smartwatches. Dort haben wir bereits zahlreiche Alternativen getestet, etwa die Oppo Watch (Testbericht), die Huami Zepp Z (Testbericht), die Samsung Galaxy Watch 3 (Testbericht) und natürlich die Apple Watch Series 6 (Testbericht). Wer stattdessen lieber eine richtige Multi-Sportuhr holen möchte, dem empfehlen wir einen Blick in die Themenwelt Sportuhren. Preislich liegt die Oneplus Watch etwa auf dem Niveau einer Fitbit Versa 3 (Testbericht) oder einer Garmin Venu Sq (Testbericht).

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