Nur 800 Euro und trotzdem gut: E-Bike Eleglide M1 Plus Gen 2 im Test

Eleglide M1 Plus Gen 2
Pro und Contra
  • Preis-Leistungs-Sieger
  • gute 21-Gang-Schaltung
  • Display und großer Akku
  • unaufgeräumtes Kabel-Management
  • viele sehr günstige Komponenten
  • 4.0

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Das Eleglide M1 Plus (Gen 2) bietet für gerade einmal 800 Euro so ziemlich alles, was man von einem E-Mountainbike erwartet. Wir haben das E-Bike getestet.

Schon das Eleglide M1 Plus (Testbericht) der ersten Generation gefiel uns im Test ausgezeichnet. Wir fuhren es seit dem etwa 150 Kilometer. Unsere Erfahrungen fließen in diesen Test mit ein. Denn in großen Teilen sind die beidem Modelle baugleich. Vor allem an einem Punkt besserte Eleglide gehörig nach. Denn das Eleglide M1 Plus Gen 2. hat einen echten Bordcomputer mit Display. Der Vorgänger musste mit ein paar Tastern und LEDs auskommen. Außerdem ist die Federgabel nun hydraulisch und der Lenker ist etwas breiter. Leider verzichtet Eleglide diesmal auf Schutzbleche. Dem Vorgänger lagen noch einfache Kunststoffschützer bei. Diese hielten Wasser jedoch ohnehin nicht zuverlässig vom Hochspritzen ab. Für wenige Euro lassen sich aber Schutzbleche nachkaufen.

Attraktiv wie eh und je ist sein Preis. So kostet das verbesserte Eleglide M1 Plus bei Geekmaxi (Kauflink) 800 Euro. Mit dem Gutscheincode ZUB7HZPN zahlen Käufer für kurze Zeit gar nur 749 Euro. Das ist der beste Preis im Netz. Verschickt wird aus Europa, Zoll fällt also keiner an. Das Eleglide scheint alle Voraussetzungen zu erfüllen, um legal im deutschen Straßenverkehr fahren zu dürfen. Katzenaugen liegen bei. Ein Gashebel gehört zum Lieferumfang, sollte aber hierzulande nicht montiert werden.

Mehr zum Thema Straßenzulassung, Montage, Antrieb und Akku günstiger E-MTBs zeigen wir im Ratgeber E-Mountainbikes unter 1500 Euro: Darauf gilt es bei billigen Offroad-E-Bikes zu achten. Wer sich für faltbare E-Bikes interessiert und dennoch gerne abseits der Straße fahren möchte, sollte einen Blick auf das Fiido M1 (Testbericht), Fiido M1 Pro (Testbericht) oder Mate X (Testbericht) werfen.

Das Rad kommt in Einzelteilen. Zunächst muss der E-Bike-Fahrer den Lenker, das Vorderrad, die Pedale (Links und Rechts beachten!) und das Frontlicht montieren. Das entsprechende Werkzeug liegt bei. Außerdem findet sich im Karton ein Bügel zum Schutz der Schaltung am Hinterrad und Schutzbleche aus Kunststoff. Vor der ersten Fahrt sollten Käufer alle Schrauben nachziehen. In unserem Fall mussten wir zudem die Bremsen justieren, gleiches gilt für die Schaltung.

Optisch gefällt uns das Eleglide M1 Plus. Der matt-schwarze Aluminium-Rahmen ist schmal. Darauf druckt der Hersteller viele kleine graue und gelbe Kreuzchen, zusammen mit dem auffällig gelben Eleglide-Logo. Dieses Muster setzt sich auch auf dem Akku fort, der auf dem Rahmen aufsitzt und nicht integriert wurde.

Gar nicht gefällt dagegen das Kabel-Management. Fahrer könnten sich schnell bei Fahrten durchs Unterholz am Kabelsalat vor dem Lenker verhaken und das E-Bike damit beschädigen. Hier sollten Käufer vor der ersten Fahrt mit Kabelbindern oder ähnlichem die Kabel bündeln.

Der Lenker wirkt vergleichsweise aufgeräumt. Dass er mit der neuen Version etwa breiter geworden ist, wäre uns nicht aufgefallen. Wir kamen auch mit der kürzeren Variante gut zurecht. Es gibt die üblichen Bremsgriffe für die mechanischen Scheibenbremsen vorne und hinten. Ebenfalls auf beiden Seiten sitzen die Hebel zu Steuerung der 21-Gang-Shimano-Schaltung. Dort gibt es auch eine kleine Anzeige, die den eingelegten Gang verrät. Außerdem sitzt auf der rechten Seite eine Glocke.

Der neue Fahrradcomputer mit Display wertet das Fahrrad im Gegensatz zum Vorgänger ordentlich auf. Nun sieht der Fahrer, wie schnell er fährt und wie weit er bereits gefahren ist. Zudem gibt es eine Anzeige der Akkurestkapazität in Balken und der gewählten Assistenzstufe. Über einen langen Tastendruck der Tasten Plus und Minus kommt der Fahrer in die Optionen. Dort kann er viele Parameter bestimmen, unter anderem die maximale Endgeschwindigkeit.

Das Frontlicht ist ausreichend hell, wenn auch nicht so hell wie das Frontlicht des Ado A26 (Testbericht). Ein Rücklicht liegt dem Paket nicht bei, dies sollte sich Käufer für wenige Euro nachbestellen. Wer sich für das Thema interessiert, dem empfehlen wir unseren großen Ratgeber: Helle Fahrradleuchten mit und ohne Akku ab 15 Euro.

Der Sattel ist ausreichend weich und wirkt dennoch nicht wie der eines Rentner-Bikes. Ein Schnellverschluss fixiert ihn in der gewünschten Höhe. Die Pedale sind aus Kunststoff, machen jedoch einen deutlich besseren Eindruck als die Pedale des Ado A26.

Das Eleglide M1 Plus Gen 2 mit seinen 27,5-Zoll-Reifen macht im Feldtest keine schlechte Figur. Für die harten Voraussetzungen einer rasanten Downhill-Fahrt sind seine Komponenten zwar nicht hochwertig genug. Um mit Schwung einen Bordstein in der Stadt zu nehmen, eignet es sich jedoch allemal.

Trotz der günstigen Komponenten ist es mit dem Eleglide M1 Plus im Gegensatz zu vielen anderen chinesischen E-Bikes möglich, einen technisch anspruchsvollen Wald-Trail zu fahren und auch gewisse Steigungen zu überwinden, ohne absteigen zu müssen. Das liegt vorwiegend an der ordentlichen 21-Gang-Schaltung. Auch dass der Motor ohne Mindestgeschwindigkeit anfängt mitzuschieben, hilft. Das ist alles andere als normal. So unterstützt der Motor in Ado Bikes wie dem E-MTB Ado A26 (Testbericht) etwa erst ab 7 Kilometer pro Stunde.

Eine weitere Verbesserung gegenüber dem Vorgänger betrifft die Federgabel, die jetzt hydraulisch federt. Das ist gerade auf wilden Trails eine echte Bereicherung. Auch knallt sie nicht mehr so unangenehm laut zurück in ihre Ursprungsposition. Wer will, kann sie fixieren. Unser Testfahrer hat eine Körpergröße von 186 Zentimeter. Viel größer sollten Käufer des Eleglide M1 Plus aber nicht sein.

Die Elektronik des E-Mountainbikes ist simpel. Einen Drehmomentsensor besitzt es nicht. Das heißt, dass der Motor erst nach etwa einer halben Umdrehung anfängt zu schieben und etwa genauso lange nachläuft. Der Nachlauf kann durch das Betätigen der Bremse gestoppt werden. Auch wenn das verspätete Anspringen des Motors zunächst nervt, gewöhnt man sich unserer Erfahrung nach schnell daran. Noch schneller gewöhnt man sich an die feine manuelle Motorsteuerung über den Gasring, der dem E-Bike zur optionalen Montage beiliegt.

Das Eleglide 27,5 Zoll M1 Plus hat einen großen 450-Wattstunden-Akku. Das ist mehr als die meisten anderen E-Bikes dieser Preiskategorie bieten. Eleglide spricht von einer Reichweite von 100 Kilometern. Realistisch sind das bei ebener Strecke, gutem Wetter, etwa 80 Kilogramm Zuladung und gemischter Motornutzung etwa 50 Kilometer.

Der Akku lässt sich über den mitgelieferten Schlüssel einfach entnehmen und zum Laden mit in die Wohnung nehmen, während das E-Mountainbike etwa im Keller bleibt. Alternativ kann der Akku zum Laden auch am Fahrrad bleiben. Dem Eleglide M1 Plus liegt ein 84-Watt-Netzteil mit 2 Ampere bei. Für eine volle Ladung benötigt es knapp fünf Stunden.

Das Eleglide 27,5 Zoll M1 Plus Gen 2 kostet bei Geekmaxi (Kauflink) 800 Euro und bei Geekbuying (Kauflink) 832 Euro. Abermals günstiger wird es beim Eleglide 26 Zoll M1. Es kostet bei Geekmaxi (Kauflink) 700 Euro, hat jedoch einen schwächeren Akku und kleinere Räder. Ansonsten sind die Ähnlichkeiten zum hier getesteten M1 Plus hoch. Bei beiden E-Bikes verspricht Geekmaxi eine flotte Lieferung aus einem europäischen Lager. Zollgebühren fallen keine an.

Wer lieber bei einem deutschen Händler bestellt, für den verlinken wir hier die günstigen E-Mountainbikes von Geizhals.

Wer für sein E-Mountainbike deutlich unter 1000 Euro ausgibt, braucht nicht mit hochwertigen Komponenten zu rechnen. Das ist auch beim Eleglide M1 Plus Gen 2 der Fall. Trotzdem bessert Eleglide am neuen M1 Plus an entscheidenden Stellen nach. So bietet es jetzt ein Display und eine vernünftige Federgabel. So macht das E-MTB auch abseits befestigter Straßen Spaß. Das liegt auch an der ordentlichen Gangschaltung und der direkten Motorunterstützung in fünf Stufen. Das Eleglide 27,5 Zoll M1 Plus ist für seinen günstigen Preis ein vernünftiges E-Mountainbike und besser als teurere Modelle wie das Ado A26 (Testbericht).

Mehr zum Thema Straßenzulassung, Montage, Antrieb und Akku günstiger E-MTBs zeigen wir im Ratgeber E-Mountainbikes unter 1500 Euro: Darauf gilt es bei billigen Offroad-E-Bikes zu achten. Wer sich für faltbare E-Bikes interessiert, sollte einen Blick in unsere Bestenliste E-Klappräder unter 1000 Euro werfen.

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