Nintendo Switch OLED 05
Pro und Contra
  • Neues Gehäuse fühlt sich im Handheld-Modus qualitativ hochwertig an
  • OLED-Bildschirm punktet sowohl bei farbintensiven als auch dunklen Videospielszenen
  • Neuer Aufsteller erleichtert die Anwendung im Tischmodus enorm
  • Verarbeitung der Ladestation wirkt wie ein qualitativer Rückschritt
  • Neuerungen lediglich im Handheld-Modus bemerkbar, eher ein teures Upgrade anstelle einer neuen Nintendo Switch
  • 4.5

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TechStage testet die Nintendo Switch OLED, die neue mobile Konsole von Nintendo. Wir zeigen, was die Switch OLED besser macht und für wen sie sich eignet.

Mit meiner Nintendo Switch (Testbericht) der ersten Generation halte ich jedes Mal ein kleines Stück Geschichte in den Händen, denn mit den Ausmaßen des Erfolges, die die Hybrid-Konsole seit 2017 feiert, hat wahrscheinlich selbst Nintendo nicht gerechnet. Mittlerweile wurden neue Generationen nachproduziert, die Nintendo Switch Lite (Testbericht) hat sich als minimalistische Version der Konsole dazu gesellt. Nun, mit der Nintendo Switch OLED, stellt sich die Frage: Für wen genau hat Nintendo die neueste Konsolenversion hergestellt?

Wir testen die neue Switch OLED im Rahmen unserer Themenwelt zur Nintendo Switch. Dort sind neben zahlreichen Einzeltests auch unsere Top 10 der Switch Spiele oder Artikel rund um praktisches Switch Zubehör erschienen.

Im Grunde genommen verhält sich das OLED-Modell wie eine Nintendo Switch 2.0: größerer Bildschirm, verbesserter Aufsteller für den Tischmodus, 64 GB interner Speicher sowie qualitativ hochwertige Lautsprecher. Der große Star des Modells ist ohne Frage der 7-Zoll-OLED-Bildschirm, der mit intensiven Farben und einer größeren Bildschirmfläche punktet.

Fans des Handheld-Modus können sich neben dem Bildschirm auch über den Austausch des Plastikgehäuses freuen. Stattdessen erstrahlt das neue Modell in einem schicken Metallgehäuse, das sich beim Halten der Switch qualitativ hochwertig und angenehm kühl anfühlt. Selbst die Power- und Lautstärke-Buttons haben mit neuen weitläufigen Buttons ein kleines Upgrade bekommen, die sich im Handheld-Modus etwas leichter bedienen lassen.

Die Nintendo Switch-Station wiederum verspricht mit einem zusätzlichen LAN-Anschluss besonders für Multiplayer-Fans ein tolles neues Feature, das für eine stabilere Internetverbindung im TV-Modus sorgen soll.

Das OLED-Modell wurde ohne Frage besonders für die verbesserte Spielerfahrung im Handheld-Modus entwickelt. Besonders im Paralleltest von Metroid Dread, ein Spiel mit prächtiger Farbgebung sowie vielen dunklen Hintergründen, fällt das farbintensive Bild auf, das auch bei dunklen Spielszenen nicht ausgewaschen wirkt und weniger reflektiert als das Originalmodell. Legt man die beiden Konsolen nebeneinander, so präsentiert sich das Bild der Nintendo Switch vergleichsweise in blassen, etwas dunkleren Farben. Das OLED-Modell hingegen beeindruckt durch eine unverfälschte Farbgebung, die mit seiner Intensität besonders im Dunkeln so einiges hermacht.

Neben dem Bildschirm ist auch der breite verstellbare Aufsteller für den Tischmodus ein willkommenes Upgrade. Im Laufe des Tests wechselte ich oft rein intuitiv zwischendurch in den Modus um die Position zu wechseln oder die Arme ein wenig zu entlasten. Der Aufsteller des Originalmodells hingegen, mit seinem so zerbrechlichen, dünnen Design, kam seit meinem Kauf im Jahr 2017 kein einziges Mal zum Einsatz. Selbst das Rein- und Rausstecken der microSD, die aufgrund des geringen Speichers des Originals ein Must-Have ist, wurde zum nervigen Akt, bei dem meist der gesamte Aufsteller abfiel. Mit dem OLED-Modell kommt der Tischmodus gewissermaßen zum ersten Mal richtig zur Geltung und dient nun als wahrhaftige Alternative für den TV- und Handheld-Modus.

Doch sind ein etwas größerer Bildschirm und ein neuer Aufsteller tatsächlich triftige Gründe dafür, um 300 Euro in eine neue Konsole zu investieren? Letztlich hängt diese Frage vom Ausgangspunkt eines jeden Spielers ab.

In der Tat wirken die Neuerungen der Konsole etwas zu minimal, um sie beispielsweise mit einem Upgrade im Ausmaß der Playstation 4 und Playstation 4 Pro zu vergleichen. Zwar sorgen der neue Bildschirm und die verbesserte Haptik für ein besseres Gefühl in der Hand, mit Nintendos Fokus auf die Handheld-Funktionen wäre jedoch ebenfalls eine Verlängerung der Akkulaufzeit sehr wünschenswert gewesen.

Der neue LAN-Port der Ladestation verdoppelte im Test zwar die Downloadgeschwindigkeit von 55 Mbit/s auf 104 Mbit/s, doch wer sein Multiplayer-Erlebnis lediglich auf einige Runden Mario Kart (Testbericht), oder ein Besuch auf einer anderen Animal Crossing-Insel (Testbericht) beschränkt, der sieht hierbei keine allzu großen Veränderungen. Tatsächlich fühlt sich die Ladestation des neuen Modells fast schon wie ein qualitativer Rückschritt an. Der zuvor aufklappbare Kabelschutz wurde mit einem dünnen, komplett abnehmbaren Stück Plastik ausgetauscht, dessen Verarbeitung und Handhabung mich beim ersten Mal stark daran zweifeln ließ, ob die Komponente tatsächlich zum Abnehmen vorgesehen war. Während die Nintendo Switch-OLED also im Handheld- und Tischmodus punkten kann, sind die Veränderungen für Benutzer des TV-Modus mehr als ernüchternd.

Für die OLED-Variante der Switch setzt Nintendo eine unverbindliche Preisempfehlung von 360 Euro. Die Konsole gibt es in weißem oder schwarzem Gehäuse, neben einzelnen Konsolen gibt es auch diverse Bundles mit unterschiedlichen Spielen.

Die von Fans erhoffte Nintendo Switch Pro entpuppt sich eher als Nintendo Switch 2.0. Wer bisher mit einem Kauf der Nintendo Konsole gewartet hat, der trifft mit dem rundum technisch aufgewerteten OLED-Modell ohne Frage die beste Wahl. Auch Besitzer einer Switch Lite, die eine Anschaffung einer Zweitkonsole in Erwägung ziehen, werden sich über die hochwertige metallene Verarbeitung des Gehäuses, gute Lautsprecher sowie den größeren und prächtigen Bildschirm freuen.

Wer jedoch bereits eine Nintendo Switch besitzt, der sollte sich gut überlegen, in welchem Modus die Nintendo Switch vorwiegend verwendet wird. Im TV-Modus macht das neueste Modell praktisch keinen Unterschied und fällt mit dem neuen Design der Ladestation sogar etwas negativ auf. Spieler, die ihre Switch jedoch vorwiegend im Handheld-Modus verwenden, dem ist ein Blick auf das Nintendo Switch OLED-Modell wärmstens zu empfehlen. Grafik-intensive Titel wie Breath of the Wild (Testbericht) profitieren sehr von dem 7-Zoll-OLED-Bildschirm und den neuen Lautsprechern, während sich lange Spiel-Sessions im Handheld-Modus durch das neue Gehäuse noch angenehmer anfühlen und sich schnell in den Tischmodus verlagern lassen.

Ob Nintendo zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht doch noch mit dem ominösen Nintendo Switch Pro-Modell um die Ecke kommt und Upgrades in Sachen Performance, Auflösung sowie Akkulaufzeit mit sich bringt, bleibt weiterhin offen. Bis dahin bleibt die Nintendo Switch-OLED auf jeden Fall mein persönlicher Favorit, wenn es um die portable Verwendung der Konsole geht.

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