Nakxus 20F057
Pro und Contra
  • gute Fahreigenschaften
  • Wechselakku
  • Ergonomie
  • Schutzblech
  • Gepäckträger
  • Rücklicht
  • Reflektoren
  • keine Straßenzulassung wegen Gasgriff
  • Gangschaltung zu niedrig
  • dunkles Display
  • 4.0

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Das klappbare E-Bike Nakxus 20F057 bietet für seinen Preis von 700 Euro jede Menge Ausstattung wie Schutzblech, Gepäckträger und Wechselakku. Ob sich der Kauf lohnt, zeigt der Test.

E-Bikes aus China sind günstig, zeigen aber häufig Mängel in der Ausstattung. So sind nur selten Schutzbleche vormontiert. Eine Ausnahme bildet das sehr gute Laotie x Fiido D4S Pro (Testbericht). Auch Gepäckträger sieht man kaum. Das Nakxus 20F057 ist das erste E-Klapprad in unserer Testreihe mit Gepäckträger. Aber auch sonst muss sich das Nakxus 20F057 nicht vor der Konkurrenz verstecken.

Wer auf den ersten Blick sehen will, welches E-Klapprad aus unseren Tests das Beste ist, dem empfehlen wir einen Blick in unsere Bestenliste: Die 7 besten E-Klappräder von 500 bis 3000 Euro. Darf es ein wenig größer sein? Dann hilft unser Vergleichstest: Top-6 E-Mountainbikes unter 1100 Euro. Hier geht’s zu unserer Top 10: Die besten E-Scooter 2021 ab 300 Euro im Test.

Auf den ersten Blick wirkt das Nakxus 20F057 auf einige vielleicht altbacken. Das liegt vor allem am auffälligen Akkupack, welcher wie ein klobiger Fremdkörper an der Sattelstange des Nakxus 20F057 hängt. Der Rest des E-Bikes wirkt dagegen fast schon filigran. Auf der schmalen Rahmenstange prangt das Herstellerlogo. Die Streben zum Hinterrad sind leicht geschwungen. Daran befestigt Nakxus den Gepäckträger. Dieser scheint einiges auszuhalten. Ein Gummiband hilft, Gepäck zu fixieren. Die Schutzbleche bestehen aus einem Kunststoff.

Nakxus legt der Verpackung ein batteriebetriebenes Rücklicht bei. Alle von uns bisher getesteten E-Klappräder aus China verzichteten komplett auf ein Rücklicht. Auch kein Ausschlusskriterium, Nachrüstlösung sind günstig, wie auch unser Ratgeber Fahrradleuchten: Helles Licht mit Akku oder Batterie ab 15 Euro zeigt. Im Frontlicht sorgen vier helle LEDs für gut beleuchtete Nachtfahrern. Lobenswert: Nakxus verwendet Reifen mit Reflektionsaufdruck und bringt zusätzlich noch Katzenaugen an den Speichen an.

Die Sattelstange und die Lenkstange sind in ihrer Höhe variabel. Das sorgt dafür, dass sich sowohl kleine als auch große Personen mit einem Gesamtgewicht von maximal 120 Kilogramm auf dem Nakxus 20F057 wohlfühlen. Der Klappmechanismus funktioniert ähnlich wie bei vielen anderen E-Klapprädern. Das Hauptgelenk sitzt recht mittig an der Rahmenstange. Außerdem kann der Nutzer noch die Sattelstange entnehmen, die Lenkstange einfahren, die Lenkstange umklappen und die Kunststoffpedale anlegen. So erreicht das Nakxus 20F057gefaltet kompakte Maße. Allerdings fehlt ein Magnet oder ein Haken, um das E-Bike zusammengeklappt zu fixieren. Trägt man das immerhin 27 Kilogramm schwere Fahrrad so ein paar Meter, läuft man ständig Gefahr, dass es unfreiwillig wieder auseinanderklappt.

Die Griffe des Lenkers sind ergonomisch und fühlen sich beim Fahren gut an. Am rechten Griff sitzt ein Ring zum Durchschalten der Gänge der Shimano-Schaltung. Daneben gibt es einen Daumengriff für den Motor, der jedoch etwas zu weit weg vom Handgriff sitzt. Dieser kann genutzt werden, muss aber nicht. Schließlich hat das Nakxus 20F057 eine Trittunterstützung. Egal, wie man mit dem Daumengriff verfährt, legal ist er nicht. Schade, denn außer dem Handgriff scheint das Nakxus 20F057 alle Voraussetzungen eines legalen Pedelcs zu erfüllen. Wir empfehlen, den Gasgriff abzumontieren.

Direkt neben dem Gasgriff sitzt eine Glocke. Auf der linken Seite zeigt das farbige LED-Display des Fahrradcomputers die Geschwindigkeit, die Unterstützungsstufe, die gefahrenen Kilometer, den Akkustand, die Spannung des Akkus und einiges mehr an. Auch wenn wir das farbige Display schick finden, ist es bei direkter Sonneneinstrahlung nur schwer ablesbar.

Das Nakxus 20F057 fährt sich angenehm. Die 20 Zoll großen Luftreifen fangen die allermeisten Stöße ab. Zusätzlich baut Nakxus vorne noch eine Federung in der Gabel ein. Diese hat einen recht geringen Hub und ist zunächst zu weich eingestellt. Dankenswerterweise ist die Gabelfederung jedoch über zwei Drehknöpfe einstellbar. Sehr schön: Die Federung hat Dämpfer, knallt also auch bei hohen Belastungen nicht lautstark in ihre Ursprungsposition zurück.

Der 250-Watt-Motor reagiert für einen Hinterradmotor recht flott auf das Pedalieren und unterstützt je nach Modus bis zum 25 Kilometer pro Stunde. Der Motor ist nicht der kräftigste, allerdings reicht seine Power in den meisten Fällen aus.

Als etwas unglücklich empfinden wir, dass der höchste Gang der Gangschaltung eigentlich zu niedrig ist. Wer bei der motorseitigen Höchstgeschwindigkeit von 25 Kilometer pro Stunde mitpedalieren will, bekommt eine ordentlich hohe Trittfrequenz vorgegeben. Die Scheibenbremsen vorne und hinten greifen direkt nach dem Auspacken gut. Wir mussten nichts nachjustieren.

Der dicke 360-Wattstunden-Akku hängt an der Sattelstange. An ihm sitzt ein Schlüssel zum Fixieren sowie zum Ein- und Auschalten. Nach dem Ausfahren der Sattelstange kann er dank eines Haltegriffes sehr leicht entnommen werden. Fixiert wird er über eine Führungsschiene, die allerdings keinen stabilen Eindruck hinterlässt. Außerdem komisch: Eingesetzt bleibt ein etwa fünf Millimeter dicker Spalt zwischen Fahrrad und Akku. Im Regen würden wir das E-Klapprad nicht länger stehen lassen, auch wenn es eine IP54-Zertifizierung hat.

Geladen wird er entweder am Fahrrad sitzend oder entnommen mit dem mitgelieferten Netzteil. Für eine volle Ladung benötigen wir etwa 4,5 Stunden. Die Reichweite gibt der Hersteller mit 50 bis 55 Kilometer an. Wir schätzen anhand unseres bisherigen Verbrauchs, dass wir mit einer Ladung gut 40 Kilometer weit kommen.

Das E-Klapprad Nakxus 20F057 kostet bei Geekmaxi (Kauflink) 700 Euro. Mit dem Gutscheincode QPLFJY45 reduziert sich der Preis auf 676 Euro. Da Geekmaxi aus einem EU-Lagerhaus verschickt, müssen Käufer üblicherweise nicht lange warten. Auch Zollgebühren fallen keine an. Hier im Preisvergleich zeigen wir die günstigsten E-Klappräder:

Das faltbare E-Bike Nakxus 20F057 macht vieles richtige. Es fährt sich angenehm, bietet eine gute Trittunterstützung, eine tolle Ergonomie, zuverlässige Bremsen und jede Menge kleine Features, an denen viele andere Hersteller von E-Klapprädern aus China sparen. Dazu gehören der Gepäckträger, die Schutzbleche, das Rücklicht und die Reflektoren.

Allerdings hat das Nakxus 20F057 auch Schwachstellen. So ist der höchste Gang der Gangschaltung nicht hoch genug. Auch wirkt die Verarbeitung nicht an allen Stellen optimal, das Display des Computers ist etwas zu dunkel und der Akku hätte größer ausfallen dürfen. Vor allem aber hätte man den Gasgriff optional halten können. Denn ist dieser montiert, darf man mit dem Nakxus 20F057 strenggenommen nicht auf deutschen Straßen fahren.

Das Nakxus 20F057 ist für seinen günstigen Preis ein gute E-Klapprad. Wer jedoch nach etwas vergleichbar günstigen, aber nochmal etwas besseren sucht, der sollte sich das Laotie x Fiido D4S Pro (Testbericht) genauer anschauen. Dazu empfehlen wir auch unsere Bestenliste: Die 7 besten E-Klappräder von 500 bis 3000 Euro.

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