Mobiler Monitor LG Gram 16 +View im Test: Bequem unterwegs arbeiten

LG Gram 16 +View 16MQ70
Pro und Contra
  • mobil und leicht
  • hohe Auflösung und Farbtreue
  • braucht kein Netzteil 
  • kein integrierter Standfuß
  • nur Helligkeit per Taste anpassbar  
  • kein eigener Akku
  • 4.0

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Als portabler Monitor mit WQHD-Auflösung ist der LG Gram 16 +View eine praktische Ergänzung zum mobilen Office. Ob das Display mit USB-C überzeugt, klärt dieser Test.

Ein mobiles Display ist eine praktische Ergänzung für alle, die viel mit dem Laptop unterwegs sind, aber mehr Bildschirmfläche brauchen. Auf Dauer kann es anstrengend sein, nur mit dem Screen des Notebooks zu arbeiten. Hier setzen tragbare Monitore an, die über USB-C mit dem Laptop verbunden werden und von dort auch ihren Strom beziehen. Auf dem zweiten Bildschirm kann man dann etwa Mails bearbeiten, während man auf dem Laptop-Screen den Browser nutzt oder ein Word-Dokument.

Der LG Gram 16 +View 16MQ70 ist ein mobiles 16-Zoll-Display mit WQHD-Auflösung. Dieses ist als Zubehör für das schlanke und leichte Laptop LG Gram 16 (Testbericht) konzipiert, eignet sich aber als Zweit-Display für jeden Laptop – vorausgesetzt, dieser verfügt über einen USB-C-Anschluss mit integriertem Displayport.

Wir haben den kleinen 16-Zoll-Monitor getestet und zeigen, wie gut er sich als Ergänzung eignet. Mehr zu diesem Thema erklären wir detailliert im Ratgeber Mobile Monitore: Zweit- und Dritt-Display für unterwegs ab 100 Euro.

Optisch erinnert der LG Gram 16 +View an ein übergroßes Tablet im 16-Zoll-Format (40,6 Zentimeter). Das rechteckige Gehäuse aus Aluminium hinterlässt einen hochwertigen Eindruck ohne störende Spaltmaße. Zum Lieferumfang gehören ein USB-C-Kabel sowie eine Abdeckung zum Schutz des Displays. Diese haftet magnetisch am Monitor. Zusammengefaltet dient sie gleichzeitig als Ständer – so wie man es von Tablets her kennt. Einen ausklappbaren Aufsteller bietet der Bildschirm leider nicht, sodass immer die Abdeckung benötigt wird – diese steht nicht immer ganz stabil. Das setzt wiederum eine ebene Fläche voraus, beim Arbeiten im Zug etwa könnte der Monitor leicht umkippen. Möglich sind zwei Einstellungswinkel: 105 und 120 Grad.

Die Abmessungen des LG Gram 16 +View betragen 362 x 249 x 11,3 Millimeter. Damit fällt der Bildschirm minimal größer aus als das LG Gram 16 (Testbericht). Das Gewicht liegt bei 990 Gramm. Damit passt der Monitor gemeinsam mit einem Laptop noch gut in eine Tasche für Notebooks, sofern diese für Geräte bis zu einer Größe von 16 Zoll ausgelegt ist.

Die Bildschirmfläche ist in etwa identisch mit dem LG Gram 16, der Display-Rand unten fällt etwas größer aus als oben oder an den Seiten. Jeweils links und rechts befinden sich insgesamt zwei USB-C-Ports. Im Gehäuserand sitzt rechts eine Taste zum Einstellen der Helligkeit.

Das Display nutzt ein Seitenverhältnis von 16:10. Die Auflösung fällt für die Größe recht hoch aus mit 2560 x 1600 Pixel (WQHD) – das sorgt für ein stets scharfes Bild. Verglichen mit einem Smartphone mag die Pixeldichte von 189 ppi (Pixel pro Zoll) nicht hoch erscheinen, im Verhältnis zur Entfernung der Augen zum Bildschirm sind Pixel aber nahezu nicht sichtbar. Die Bildwiederholfrequenz beträgt 60 Hz – ein typischer Wert für einen reinen Office-Monitor.

Die Beschichtung des Bildschirms ist matt und entspiegelt, was Reflexionen deutlich verringert – aber nicht gänzlich verhindern kann. Als Panel-Technologie kommt IPS zum Einsatz, was für eine hohe Blickwinkelstabilität von 170 Grad ermöglicht. Die maximale Helligkeit liegt bei über 350 cd/m². Das ist für einen Monitor oder Notebook prinzipiell ein guter Wert. Um mit dem Zweit-Monitor im Freien zu arbeiten, ist er bei Sonnenschein aber nicht hell genug. Hier empfiehlt es sich immer, ein schattiges Plätzchen zum Arbeiten aufzusuchen.

Der Monitor überzeugt mit einer guten Bildqualität. Die Farbraumabdeckung fällt mit knapp 98 Prozent laut DCI-P3 und 85 Prozent nach Adobe RGB hoch aus. Das sieht man den Farben auch an, die kräftig leichten. Kontraste sind ausgeprägt und bieten ein Verhältnis von 1:1200. Für unseren Geschmack fällt die Sättigung von Haus aus etwas zu hoch aus. Hier bietet es sich an, nachzusteuern. Verglichen mit einem stationären Monitor ist die Reaktionszeit von 30 ms deutlich langsamer – fürs Gaming ist der ergänzende Bildschirm also nicht gedacht, dafür wurde er aber auch nicht konzipiert.

Den Monitor verfügt über zwei USB-C-Steckplätze. Damit verbindet man den Bildschirm mit dem Laptop. Diese eignen sich allerdings nur der Übertragung der Bildsignale und zur Stromversorgung über das Notebook.

Datenübertragung ist nicht möglich. Damit kann man den zweiten USB-C-Anschluss zum Beispiel nicht für einen Datenträger nutzen. Es ist auch nicht möglich, das Netzteil des Laptops im zweiten Port zu nutzen, um beide Geräte mit Strom zu versorgen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass man ein Notebook mit mindestens zwei USB-C-Slots haben sollte. Denn ohne Netzteil geht dem Rechner im Verbund mit dem Zweit-Display deutlich schneller der Saft aus. Das halbiert die Akkulaufzeit.

Der LG Gram 16 +View verfügt lediglich über eine Taste zur Einstellung der Helligkeit. Es gibt nicht einmal einen Power-Button. Das Display springt von allein an, sobald man es mit einem Computer via USB-C-Kabel verbindet.

Zum Feintuning der Bildeinstellungen, etwa der Kontraste, muss man zur Software Onscreen Control von LG greifen. Das ist ziemlich umständlich und erfordert vorab den Download plus Installation. Dort stehen dann vorgefertigte Profile zur Verfügung, etwa fürs Streaming oder für Spiele.

Ergänzend kommt ein Fenster-Manager hinzu, mit dem man vorgefertigten Layouts für geöffnete Programme nutzen kann. Zudem gibt es einen Hochkant-Modus (Pivot). Ärgerlich: Die Software gibt es nur für Windows und Mac OS – aber nicht für Linux.

Die UVP für den LG Gram 16 +View liegt bei 249 Euro. In diesem Bereich bewegen sich auch die Angebote bei Online-Händlern.

Verglichen mit anderen Produkten dieser Art verfügt LG Gram 16 +View über eine hohe Auflösung, große Fläche und gute Bildqualität. Wer sich schon mit Full-HD zufriedengibt, bekommt für knapp 200 Euro einen Zweit-Monitor mit 15,6 Zoll, etwa den Viewsonic VA1655. Günstigste Alternative ist der Hannspree HL162CPB ab 150 Euro.

Eine größere Varianten ist der Asus Rog Strix XG17AHPE mit 17,3 Zoll. Dieser verfügt sogar über einen Akku, was den längeren Betrieb auch ohne Netzteil ermöglicht. Er kostet aber fast das Doppelte. Weitere Alternativen zeigen wir in unserem Ratgeber Mobile Monitore: Zweit- und Dritt-Display für unterwegs ab 100 Euro.

Wer viel mobil arbeitet und unterwegs ist, bekommt mit dem LG Gram 16 +View einen kompakten und mobilen Zweit-Monitor für mehr Bildschirmfläche zum vernünftigen Preis. Verarbeitung und Bildqualität überzeugen. Die Auflösung ist für ein Gerät in dieser Größe ziemlich hoch. Es ist damit eine ideale Ergänzung zum LG Gram 16 (Testbericht).

Ein zusätzliches Netzteil braucht es fürs Display nicht. Allerdings sollte immer eines für den Laptop dabeihaben, denn die Nutzung des Zweit-Bildschirms halbiert die Akkulaufzeit. Hier empfiehlt es sich, zum Notebook mit zwei USB-C-Anschlüssen zu greifen, damit immer zeitgleich Monitor und Netzteil eingesteckt sind. Wir vermissen zudem einen im Gehäuse integrierten Ständer zum Ausklappen. Die Lösung über die Display-Abdeckung steht leider nicht immer stabil genug. Genervt hat uns auch, dass per Tastendruck nur die Helligkeit anpassbar ist. Für weitere Einstellungen muss man zur Software greifen.

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