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Mini-Gamepad 8Bitdo Zero 2 im Test: Winziger Retro-Controller
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Das Zero 2 von 8Bitdo ist winzig, unterstützt Switch, Android, Windows und Raspberry Pi und kostet weniger als 20 Euro. Wir testen das Mini-Gamepad.

Retro-Fans haben bei Gamepads eine riesige Auswahl - die meisten sind aber leider Schrott. Der Hersteller 8Bitdo hat sich hier eine Nische erarbeitet. Nicht nur bietet er unterschiedlichste Gamepads in vielen Formen an, die Nutzer schätzen auch die Qualität der vergleichsweise günstigen Controller. Mit dem Zero 2 bekommt der kleinste Controller von 8Bitdo eine Neuauflage. Wir testen das Gerät in Rahmen unserer Themenwelt rund um Gamepads .

Der erste Eindruck: Wow, das Ding ist noch kleiner als auf den Produktbildern. Der Zero 2 misst gerade mal 7 × 3,5 cm, das ist etwas größer als eine Zündholzschachtel. Im Paket liegt neben dem Controller eine kleine Anleitung, eine Silikonschleife fürs Handgelenk sowie ein Micro-USB-Kabel. Letzteres ist nur zum Laden und für das Upgrade der Firmware. Darüber gespielt werden kann nicht.

Spannend war für uns, wie das Gerät in der Hand liegt. Tatsächlich ist es selbst für größere Hände angenehm zu halten. Da es knapp 21 g wiegt, kann man das Gamepad leicht auf den Mittelfingern balancieren während man mit dem Daumen und Zeigefingern die Tasten bedient.

Der Zero 2 setzt in erster Linie auf Bluetooth. Dazu lässt er sich auf fünf verschiedene Arten einschalten. Das klingt kompliziert, im Grunde drückt man aber lediglich den Start-Knopf plus einen weiteren. So kann man schnell zwischen den Modi Switch, Dinput (für Android), Xinput (für Windows), Mac OS oder Keyboard-Emulation wechseln. Im Test funktionierte der Wechsel gut, wir konnten den Zero 2 schnell mit Windows oder Android nutzen. Achtung: Im Gegensatz zum Vorgänger ist der Zero 2 nicht mehr zu iOS kompatibel. Dafür kam neu die Unterstützung für die Nintendo Switch (Testbericht) hinzu. Retro-Konsolen auf dem Raspberry Pi (Themenwelt) können den Controller per Bluetooth ansprechen.

Die Gamepads von 8Bitdo wecken bei uns hohe Erwartungen, die der Zero 2 auch erfüllt. Die Druckpunkte sind sauber, alle Eingaben werden schnell umgesetzt. Damit sind selbst Old-School-Jump-n-Runs sehr gut spielbar. Besonders gut gefällt uns, dass der Controller quasi von allen Emulatoren erkannt wird oder es bereits fertige Profile gibt. Emulatoren wie SNES9x erkennen das Gamepad ohne Probleme.

Für Erwachsene oder Leute mit größeren Händen ist das Gerät wahrscheinlich nicht der Haupt-Controller. Dazu ist er doch zu winzig. Im Test nutzten wir den Zero 2 vor allem unterwegs beim Pendeln in der Bahn oder um auf der Couch am Smartphone schnell eine Runde zu zocken. Die Haptik des Controllers ist um ein Vielfaches besser als die On-Screen-Tasten der Android-Tools.

Wer moderner Spiele zocken möchte, der stößt schnell an die Grenzen des kleinen Controllers. Es fehlen Analog-Sticks wie die Trigger-Tasten an den Schultern. Das schränkt den Controller ein, sobald man etwa in die PS1-Ärea betritt. Solange man aber mit wenigen Tasten zurechtkommt, taugt der Controller für aktuelle Spiele. So zocken wir etwa am PC problemlos Towerfall: Ascension , Kingdom: New Lands oder Celeste .

Trotz des relativ kleinen Akkus von 180 mAh hält der Zero 2 mehrere Stunden am Stück durch. Er besitzt zudem eine gute Stromsparmechanik, die den Controller abschaltet, wenn er nicht genutzt wird. Nach dem Einschalten ist er innerhalb von Sekunden wieder einsetzbar – so muss das sein. Geladen ist der Controller in etwa 90 Minuten per Micro-USB.

Den Zero 2 gibt es in drei verschiedenen Farben. Preislich pendelt er sich zum Testzeitpunkt knapp unter 20 Euro ein.

Nein, der Zero 2 ist nicht als Haupt-Controller gedacht. Dazu ist er zu klein und für wirklich lange Zock-Sessions sollten gerade Leute mit größeren Händen ein größeres Gamepad nutzen. Doch wer einen vielseitigen Zweit-Controller sucht, der mit fast jedem System zurechtkommt und noch dazu so klein ist, dass man ihn auch unterwegs dabeihaben kann, der sollte sich den Zero 2 in jedem Fall genauer ansehen.

Eine zweite Zielgruppe sind Kinder und alle, denen die großen Controller zu viele Knöpfe haben. Gerade um diese Spieler an Klassiker im Bereich NES, SNES oder Mega Drive heranzuführen, ist der Zero 2 super.

Für uns ist der Zero 2 ein idealer Zweit-Controller. Seine großen Stärken spielt er vor allem unterwegs aus. Es hat einfach etwas, einen Klassiker in den Emulator zu laden, sich zurückzulehnen und dann gemütlich mit dem Gamepad zu zocken.

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