Microsoft Office Mobile für Android im Test: Viewer Top ...

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... der Rest eher nicht so. Aber der Reihe nach. Microsoft hat den Trend zu mobilen Officelösungen schlichtweg verschlafen: Während DataViz & Co. längst leistungsfähige Produkte anboten, gab es von Microsoft das lachhafte „Pocket Office“. Doch jetzt geht es ganz schnell: Im Rahmen des Aufholens bietet man die Androidversion komplett kostenlos an.

Falls ihr euch nun verwundert die Augen reibt: Nein, das ist kein Tippfehler. Private Nutzer dürfen den Android-Client ab sofort auch ohne kostenpflichtiges Office 365-Konto verwenden. Nur für den Business-Einsatz und um Zusatzdienste wie den angekündigten, unbegrenzten Cloud-Speicher verwenden zu können, muss man weiterhin in die Tasche greifen.

Nach der Installation des Produkts müsst Ihr euch zwangsweise mit dem Internet verbinden, um die App durch Einloggen mit einem Microsoft-Konto zu aktivieren. Danach funktioniert die App auch offline, wenn die zu bearbeitenden Dateien nicht in der Cloud liegen.

Die Zwangsanmeldung ist insofern sinnvoll, als das Programm ab diesem Zeitpunkt mit dem SkyDrive-Konto verdrahtet ist. Dort befindliche Dokumente lassen sich mit einem Klick öffnen und Änderungen wandern auf Wunsch vollautomatisch zurück. Selbstverständlich lassen sich die Daten auch über das in Android integrierte Share-Framework verteilen.

Schon auf dem Smartphone gespeicherte Dateien lassen sich nur über einen externen Dateimanager öffnen. Dies ist nicht überraschend, da die in Windows Phone integrierten Office-Programme ebenfalls durch sehr enge Integration mit SkyDrive auffallen – es wäre trotzdem toll, wenn Microsoft hier noch nachbessern würde.

Große Dateien sind der Schrecken jeder mobilen Officesuite. Wir fütterten Mobile Office deswegen mit einem sehr langen Word-File und einigen dicken PowerPoint-Präsentationen. Unser in Ehren ergrautes Galaxy Note der ersten Generation genehmigte sich die eine oder andere Schrecksekunde, stellte aber auch die “Horrordatei” samt Diagramm und 12-Megapixel-Foto schlussendlich ohne Probleme dar.

Excel-Tabellen erscheinen ebenfalls vollständig. Wenn die in ihnen enthaltenen Formeln ohne exotische Berechnungen auskommen, wirken sich Änderungen im Datenbestand direkt auf alle abhängigen Felder aus.

Word- und Excel-Dokumente lassen sich laut Produktbeschreibung am Telefon bearbeiten. Doch die Beschreibung ist mehr als optimistisch: der Word-Client kennt keine Formatvorlagen und zeigt sich beim Einfärben von Texten auf nur drei Farbschattierungen beschränkt.

Die Tabellenbearbeitung sieht nur wenig besser aus. Office Mobile bietet eine durchaus befriedigende Anzahl von Funktionen an, die sich leider nicht ohne Weiteres anwenden lassen. Das liegt unter Anderem daran, dass das Programm beim Auswählen von Bereichen höchst störrisch agiert.

Fortgeschrittene Funktionen wie das Einfügen von Bildern, Tabellen und Diagrammen sucht man sowohl in Word als auch in Excel vergeblich. Die Tabellenkalkulation bietet immerhin die Möglichkeit an, numerische Informationen (Durchschnitt, Summe, etc) eines selektierten Bereichs auf einen Blick zu erhalten.

Im praktischen Einsatz ist es oft sinnvoller, eine Notiz anzubringen und die eigentliche Korrektur am Notebook zu erledigen. Leider ist das bei PowerPoint-Dokumenten ebenfalls nicht möglich – sie lassen sich wirklich nur anzeigen.

Office Mobile erinnert an vielen Stellen an seinen Vorgänger aus Windows Mobile-Zeiten. Das als Viewer gut geeignete Produkt macht seinem Besitzer so lange keine Probleme, wie er die Dokumente nur ansehen möchte. Sobald die Bearbeitung “anspruchsvoller” ausfällt, stößt man schnell an schmerzhafte und nervende Grenzen.

Es ist mehr als schade, dass Microsoft diese wunderbare Gelegenheit verstreichen lässt. Peinlicherweise bietet Google mit dem ehemaligen QuickOffice ein Produkt an, das – trotz seiner eher lachhaften Leistungen in unserem Test – die offizielle Office-Mobile-App aussticht.

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