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PNY Pro Elite 512 GByte
Pro und Contra
  • geeignet für 4K-UHD
  • immer wieder reduziert



  • Performance auf Smartphone mittelmäßig
  • Vergleichbare Alternativen günstiger
  • 3.5

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Die PNY Pro Elite 512 GByte verspricht viel Platz und flotte Übertragungsgeschwindigkeiten. TechStage zeigt, was die Karte leistet.

Micro-SD-Karten mit hoher Leistung sind nicht nur für Profifotografen interessant. Hobbyfilmer profitieren ebenfalls von hohen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten. Das spart schließlich viel Zeit beim Übertragen von Videoaufnahmen einer Drohne oder Actioncam. Außerdem führen zu langsame Karten zu Abbrüchen bei der Aufzeichnung mit entsprechend hohen Auflösungen und Bitraten und kommen beispielsweise nicht mit hohen Datenmengen von 4K-Serienbildaufnahmen zurecht.

Während günstigere Karten wie eine Intenso Premium R45 für rund 60 Euro laut unseres Preisvergleichs mit maximal 10 MByte/s schreiben, soll unser Testgerät, die PNY Pro Elite, auf 90 MByte/s kommen – und ist damit neun Mal schneller als der günstigere Speicherchip. Hält die Karte in der Praxis, was das Datenblatt verspricht? Und wer braucht dieses Tempo überhaupt?

Die Geschwindigkeit gibt Hersteller PNY für die hier getestete Karte mit 100 MByte/s beim Lesen und 90 MByte/s beim Schreiben an. Zusätzlich verfügt die Pro Elite über Class-10-, UHS-I-,U3-, A2- und V30-Standards und spielt damit in einer Klasse mit der Sandisk Extreme (Testbericht) oder der Adata Premier Pro, die wir demnächst testen werden. In der Kurzfassung heißt das: Wer 4K-Aufnahmen von der Speicherkarte ohne Qualitätsverlust übertragen will, sollte vor dem Kauf schauen, welche Anforderungen das Aufnahmegerät hat. Viele Einsteiger- und Mittelklasse-DSLRs unterstützen UHS-I wie die Kollegen der c't Fotografie im aktuellen Ratgeber (Heft 02/2021) erklären; also eine maximale Schreibgeschwindigkeit von maximal 104 MByte/s. Neuere High-End-DSLRs benötigen UHS-II; etwa für 8K-Aufnahmen, die pro Sekunde Video gut 1 GByte Speicher beschreiben. Dafür reicht auch die Geschwindigkeit der hier getesteten PNY-Karte nicht mehr aus. Die unterschiedlichen Karten-Standards und Geschwindigkeitsklassen erklären wir an anderer Stelle.

TechStage testet die PNY Pro Elite innerhalb der neu aufgelegten Themenwelt Speicherkarten. In den kommenden Wochen werden wir weitere Testberichte zu flotten Micro-SD-Karten mit viel Speicher veröffentlichen. Mehr zum Thema findet sich beispielsweise in unserer Übersicht zu Micro-SD-Speicherkarten ab 400 GByte oder im Vergleichstest: Fünf microSDXC-Karten ab 200 GByte.

Ob die Herstellerangaben stimmen, ermitteln wir im Labor. Benchmark-Programme kopieren systematisch Daten, checken Schreib- und Lesegeschwindigkeiten sowie Zugriffszeiten. Geschwindigkeitsmessungen sind von Gerät zu Gerät und Benchmark zu Benchmark unterschiedlich. Um vergleichbare Werte zu erhalten, nutzen wir für alle Tests die gleichen Tools auf den gleichen Geräten. Neben dem Crystal Disk Mark kommt ein Kopiertest mit echten Daten zum Einsatz. Der Crystal Disk Mark ist ein sehr einfaches, aber akkurates Tool, um sequenzielle Lese- und Schreibgeschwindigkeit zu messen; auch die Kollegen der c't nutzen diesen Benchmark neben dem IOmeter, wie sie im c't-inside-Video zeigen. So wollen wir mögliche Leistungsunterschiede hervorheben. Zusätzlich durchläuft unser Testprodukt von PNY den Disk Speed Test, um das Schreiben von Daten auf Android-Smartphones zu simulieren. Aktuell nutzen wir dafür ein Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G (Testbericht). Wir lassen jeden Test drei Mal laufen und ermitteln dann den Durchschnittswert.

Für den Crystal Disk Mark nutzen wir ein Acer Spin 5 (SP514-54N-58JN). Anstelle des internen Speicherkartenlesers nutzen wir Ankers Powerexpand+ 7-in-1 USB-C-Hub, der mit UHS-I bis zu 104 MByte/s transportiert – denn der im Notebook integrierte Leser ist für die Karte zu langsam. Auch daran sollte man vor dem Kauf denken. Die Datenpakete liest die PNY Pro Elite mit 86,2 MByte/s und schreibt mit 71,53 MByte/s. Das ist beispielsweise für 4K-Aufnahmen problemlos ausreichend. In unserem Test nutzen wir 4K-Datenpakete eines iPhone 12 Mini mit 60 fps. Damit liegt sie zwar unterhalb der Herstellerangabe (100/90), die Werte erscheinen uns für den Praxiseinsatz aber realistisch. Zum Cross-Check haben wir eine Adata Premier Pro mit 512 GByte Speicher gemessen, sie erreicht ein sehr ähnliches Ergebnis: beim Lesen 87,8 MByte/s und beim Schreiben 71,3 MByte/s. Eine Samsung Evo Plus aus der gleichen Kategorie kommt auf 86,5 MByte beim Lesen und 72,5 MByte/s beim Schreiben. Im Umkehrschluss heißt das: Die PNY-Karte und vergleichbare Modelle eignen sich als günstiger Speicher in UHS-I-kompatiblen DLSRs. Das dürfte verlorene Frames in Videoaufnahmen zuverlässig verhindern und eignet sich für das schnelle Schreiben von hochauflösenden Serienbildaufnahmen, die in kurzer Zeit hohe Datenmengen produzieren.

Im praxisnahen Kopiertest ziehen wir Videos mit einer Größe von 1,37 GByte auf die PNY Pro Elite. Dieses Video ist eine 5 Minuten lange 4K-Aufnahme mit 60 fps eines iPhone 12 Mini. Hier liegt die durchschnittliche Schreibgeschwindigkeit bei 63,7 MByte/s; das reicht aus, um das Datenpaket innerhalb von rund 32 Sekunden zu übertragen. Eine Stunde 4K-Material aus dem iPhone braucht bei dieser Geschwindigkeit also knapp 6,5 Minuten. Testweise haben wir auch größeren Datenmengen kopiert; pro Durchlauf haben wir dabei 50 GByte übertragen. Das Ergebnis: Die Schreibgeschwindigkeit liegt ebenfalls bei durchschnittlich 63 MByte/s, die Übertragung dauert knapp 13 Minuten.

Zum Vergleich haben wir auch eine Adata Premier Pro und eine Samsung Evo Plus der gleichen Kategorie mit den Datenpaketen beschrieben. Sie kommen bei 1,37 GByte auf 66 beziehungsweise 67 MByte/s. Beim 50-GByte-Paket schafft die Adata 58 MByte/s und die Samsung 66 MByte/s. Die PNY-Karte liegt also auf einer Höhe mit dem Wettbewerb im Hinblick auf die Schreibgeschwindigkeit.

Im Disk Speed Test für Android-Smartphones schneidet die PNY Pro Elite nicht gut ab. Sie kommt beim Lesen auf 48 MByte/s und beim Schreiben auf 29 MByte/s. Das ist deutlich unter den angegebenen Herstellerwerten, entspricht aber dem Durchschnittswert von drei durchgeführten Messungen. Zum Vergleich haben wir auch die Adata Premier Pro mit 512 GByte durch den Benchmark laufen lassen. Das Ergebnis ist hier besser: Lesen mit 59 MByte/s und Schreiben 26 mit MByte/s.

Die von uns getestete PNY Pro Elite mit 512 GByte gibt es aktuell für 83 Euro. Ende 2020 lag sie sogar schon einmal bei 70 Euro. Weitere Karten der Pro-Elite-Reihe gibt es zwischen 32 GByte und 1 TByte.

Die PNY Pro Elite zählt in der 512-GByte-Version zu den teuren Karten ihrer Kategorie. In Verbindung mit kompatibler Hardware sorgt sie für eine anständige Geschwindigkeit beim Schreiben und Lesen von Dateien. Vergleichbare Karten wie die Adata Premier Pro 512 GByte oder Samsung Evo Plus 512 GByte schneiden in unseren Tests aber besser ab und sind derzeit etwas günstiger. Die PNY-Karte ist nur eine Anschaffung wert, wenn der Preis stimmt. Ende 2020 lag sie bei rund 70 Euro. Die Preise schwanken stark, deswegen ist ein regelmäßiger Blick in den Preisvergleich sinnvoll.

Wer nach älteren Karten in unserer letzten Testreihe stöbern will, findet in unserem Beitrag: Micro-SD-Speicherkarten ab 400 GByte. Wer mit einem kleineren Speicher ab 256 GByte zurechtkommt, findet in unserem Vergleichstest: Fünf microSDXC-Karten ab 200 GByte Auswertung und Kaufempfehlung.

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