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Micro-SD-Karte Toshiba Exceria M303 256 GByte im Test
Pro und Contra
  • sehr günstig
  • konsistente Dauerschreibleistung
  • im Androbench langsamer als unter Windows
Rating:
  • 4.0
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Toshibas Exceria M303 ist in unserem Testfeld von insgesamt fünf Modellen die derzeit günstigste Micro-SDXC-Karte mit mehr als 200 GByte Speichervolumen. Dennoch ist sie mehr als etwa nur eine langsame Alternative für Pfennigfuchser mit hohem Kapazitätsbedarf.

Für unter 90 Euro liefert Toshiba das Nötigste: Eine 256 GByte große Micro-SDXC-Karte nebst SD-Adapter ohne weitere Softwaredreingaben. Die Garantie beträgt zwar nur fünf Jahre und umfasst somit die geringste Zeitspanne im Testfeld, die aber im Großen und Ganzen der tatsächlichen Nutzungsdauer eines solchen Speichermediums entsprechen dürfte und somit völlig ausreicht.

Die Geschwindigkeitsangabe beziffert Toshiba mit 98 bzw. 65 MByte/s (Lesen/Schreiben), zusätzlich verfügt die Exceria M303 über ein Class-10-, UHS-I-U3-, A1- und V30-Zertifikat und damit über ähnlich viele, offiziell verbriefte Mindestgeschwindigkeitsgarantien wie die teure Sandisk Extreme. Neben einer Anwendungsleistung von 1500 beziehungsweise 500 Iops beim Lesen und Schreiben (A1-Geschwindigkeitsklasse) bescheinigen die Angaben der Micro-SDXC-Karte auch eine Dauerschreibleistung von 30 MByte/s. Dadurch punktet sie auch als geeignetes Speichermedium für 4K-Vdieoaufnahmen.

Genau wie Sandisk bringt auch Toshiba die Speicherkarte selbst sowie den SD-Adapter nur in einer durch eine abziehbare Folie verschlossenen Kunststoffbox unter. Nach dem Öffnen eignet sich diese nicht für eine spätere Aufbewahrung oder den Transport.

Da sich die Geschwindigkeitsmessungen je nach verwendetem Gerät oder Benchmark stark unterscheiden, setzen wir neben dem herstellerfreundlichen Crystaldiskmark auch auf einen Kopiertest mit echten Daten, um Leistungsunterschiede beim Lesen und Schreiben unterschiedlich großer Dateien ausmachen zu können. Aktuell erfolgen die meisten Testdurchläufe im UHS-I-kompatiblen SD-Kartenslot eines Dell XPS 13 9350. Zu diesem Zweck verwenden wir jeweils die herstellerseitig mitgelieferten SD-Kartenadapter. Für einen zusätzlichen Durchlauf der Android-App Androbench verbauen wir die gelöschte und anschließend unter Android formatierte Micro-SD-Karte zusätzlich in einem LG-G6-Smartphone mit Android 8. Für sämtliche Messungen gilt: Die hier angegebenen Werte sind das gemittelte Resultat von jeweils drei Einzeldurchläufen. Abschließen erfolgt ein etwa 95-prozentiges Beschreiben unter Windows mit einem sequenziellen Datensatz (ISO-Image), um etwaige Unstimmigkeiten bei der Dauerschreibleistung aufzudecken. Obacht: Aufgrund von Betriebssystemupdates von Windows und Android sowie der Verwendung neuerer Versionen der Benchmarks sind die Ergebnisse nicht mit denen der letztjährigen Micro-SDXC-Kartentests vergleichbar.

Toshibas Exceria M303 bricht keine Geschwindigkeitsrekorde, liefert aber eine mehr also solide Performance zum günstigen Preis. Im Crystaldiskmark bedeutet das einen ordentlichen sequenziellen Datendurchsatz von 83,2 (Lesen) und 40,7 MByte/s (Schreiben) sowie eine etwas schwächere I/O-Performance von 1098 beziehungsweise 359 Iops.

CrystalDiskMark v5.5.0 x64 (Dell XPS 13)
seq. Read QD186,0 MByte/s
seq. Write QD168,7 MByte/s
4K Rd. Read QD11098 IOPS
4k Rd. Write QD1359 IOPS

Auch auf dem Smartphone fällt letztere mit 1509 und 479 Iops etwas geringer als beim übrigen Testfeld aus, wobei sich die Schreibleistung auf Augenhöhe mit der Sandisk Extreme befindet. Bei sequenziellen Schreiboperationen ist die Exceria M303 mit 40,2 MByte nur marginal langsamer als eine Samsung Evo Plus, dafür aber mit 83,0 MByte schneller beim Lesen.

AndroBench v5.0.1 (LG G6)
seq. Read83,0 MByte/s
seq. Write40,2 MByte/s
4k Rd. Read1509 IOPS
4k Rd. Write479 IOPS

Im Kopiertest liegt liest die Exceria M303 gleich schnell wie die Top-Modelle im Test, beim Schreiben einer 25 GByte großen ISO-Datei liegt sie mit immer noch guten 65,4 MByte/s nur 10 MByte/s hinter dem schnellsten UHS-I-Kartenmodell aus unseren aktuellen Tests. Beim Schreiben mittelgroßer Dateien liegt der Abstand im Rahmen der Messungenauigkeit.

Kopiertest
Lesen: kleine Dateien (18.000x128 KByte)10,3 MByte/s
Schreiben: kleine Dateien (18.000x128 KByte)3,0 MByte/s
Lesen: mittelgroße Dateien (Lesen/Schreiben, 3.600x2,5 MByte)64,7 MByte/s
Schreiben: mittelgroße Dateien (Lesen/Schreiben, 3.600x2,5 MByte)32,1 MByte/s
Lesen: große Datei (1x25 GByte)85,6 MByte/s
Schreiben: große Datei (1x25 GByte)65,4 MByte/s
Lesen: gemischter Ordner (9,53 GByte)04:06 min
Schreiben: gemischter Ordner (9,53 GByte)11:49 min

Toshibas Exceria M303 zeichnet sich durch ein hohes Maß an Leistungskonsistenz aus: Im Durchschnitt arbeitet sie im Dauerschreibtest mit 66,3 MByte/s, Abweichungen nach oben oder unten gibt es dabei kaum.

Eine 32-GByte-Version der Exceria M303 bietet Toshiba nicht an, die Micro-SDXC-Karte ist ausschließlich in den größeren Kapazitätsklassen mit 64, 128 und 256 GByte verfügbar. Allerdings sind die meisten 32-GByte-Modelle aus Preis-Leistungs-Sicht ohnehin keine sinnvolle Anschaffung mehr – der Aufpreis zur Alternative mit 64 GByte fällt zu gering aus.

Solide Leistung zum günstigsten Preis im gesamten Testfeld: Toshibas Exceria M303 knackt zwar keine neuen Rekorde im Hinblick auf die Übertragungsgeschwindigkeit und die I/O-Performance, arbeitet jedoch durchgängig schnell und bleibt in Sichtweite der schnellsten Modelle im Testfeld. Somit reicht die Leistung selbst für die Aufnahme von 4K-Videos mühelos aus.

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