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MountainEverestMax-dachbild
Pro und Contra
  • Modular bis ins Kleinste
  • Angenehmes Schreibgefühl
  • Clevere Funktionen
  • Preis
  • 5.0

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Der Hersteller Mountain will mit einer mechanischen Tastatur die Herzen von Spielern und Streamern gewinnen. Dank einer guten Verarbeitung und cleveren Funktionen kann das klappen – für einen Preis.

Mechanische Tastaturen gibt es viele. Große Anbieter wie Corsair, Logitech oder Razer sind die Schwergewichte am Markt, doch es gibt überraschend viel Innovation und kleine Anbieter, die mit speziellen Produkten auf sich aufmerksam machen wollen. Einer davon ist Mountain, die mit ihrer Everest vor allem Spieler und Streamer anlocken wollen. Wir haben die Everest Max für unsere Themenwelt Tastatur ausprobiert.

Mountain hat einiges an Hirnschmalz ins Design gesteckt. Das beginnt bei der Packung. Unter der oberen Klappe ist die Tastatur samt der Handballenauflage. Unten sind drei Schubladen, in denen Werkzeuge, der Zehnerblock und die Kabel stecken. Richtig gelesen, der Zehnerblock ist separat von der Tastatur. Sie lässt sich per USB-C links oder rechts anstecken, je nachdem, wo man sie haben möchte. Diese Modularität setzt sich noch weiter fort, mehr dazu später.

Der Korpus von Tastatur und Zehnerblock besteht aus Metall, blank poliert in “Gunmetal Grey”. Zwischen den Keycaps und dem Korpus ist ein kleiner Abstand, aus denen die LEDs leuchten. Unser Testgerät kommt mit Cherry MX Brown Schaltern, mechanische Switches, denen aber der typische Klick fehlt. Sie sind schwarz und setzen sich gut gegen den metallenen Korpus ab. Mehr zu den unterschiedlichen Switches und ihrem Tippverhalten zeigen wir im Ratgeber mechanische Tastaturen für Zocker: Alles, was man wissen muss.

Bevor wir genauer auf den Aufbau und das Tippgefühl eingehen, kurz zum Lieferumfang. Denn in dem Karton steckt einiges an Zubehör. Neben Tastatur liegt ein ansteckbares Multimedia-Dock sowie ein Zehnerblock im Paket, dazu die notwendigen Kabel, ein Werkzeug und verschiedene alternative Switches, die man in die Tastatur einsetzen kann.

Ihre Modularität unterscheidet die Mountain Everest von vielen anderen mechanischen Tastaturen. Klar, die Keycaps kann man überall austauschen. Bei der Everest kann man zusätzlich die Switches entfernen und austauschen. Keine Lust mehr auf Cherry MX Brown? Dann rein mit anderen, etwa mit mehr Klicken. Das kann man auch nur für einzelne Tasten machen, wenn man möchte. Mountain setzt auf Switches mit zwei Kontakten. Der Austausch ist dank des beiliegenden Werkzeugs ähnlich einfach wie ein Wechsel der Keycaps – einhaken, hochziehen, neuen Switch reindrücken und fertig.

Nicht nur die Tasten sind modular, auch die zusätzlichen Komponenten wie Zehnerblock und Multimedia-Dock. Der Zehnerblock lässt sich links oder rechts ans Keyboard anschließen. Er dockt wahlweise direkt an oder lässt sich mit einem USB-C-Kabel etwas entfernter aufstellen. Das Multimedia-Dock mit eigenem kleinem Display, Drehrad und Tasten lässt sich oben links oder oben rechts an der Tastatur anschließen.

Auf der Rückseite gibt es nicht nur durchdachte Kabelkanäle, um die USB-Kabel zu verlegen, man kann hier einfach einstellen, wie schräg die Tastatur stehen soll. Dazu liegen magnetische Scheiben bei, die man aneinander klicken und hinten an der Tastatur befestigen kann. Ein simples Konzept, mit dem man in der Praxis die Tastatur aber deutlich besser an die eigenen Präferenzen anpassen kann als mit den normalen ausklappbaren Plastikaufstellern.

Bei den Features kann die Mountain Everest punkten und da setzt sich bei der Nutzung im Alltag fort. Unsere Version kam mit Cherry MX Brown Switches, mit denen es sich gut schreiben lässt, ohne dass man mit dem Geklicke andere Leute im (Home-)Office zu sehr auf die Nerven geht. Bei Spielen gibt es ebenfalls keinerlei Probleme. Die Mountain Everest reagiert schnell und zuverlässig. Egal, ob Ego-Shooter oder andere Spiele, Zocken macht mit der Everest einfach Spaß.

Besonders, wenn man die zusätzlichen Tasten am Zehnerblock nutzt. Denn oberhalb der Tasten sind vier Tasten, die jeweils ein Bildschirm mit einer Auflösung von 72 x 72 Pixel besitzen. Diese lassen sich über die Software mit Schnellzugriffen, Makros oder Befehlen belegen, die Displays lassen sich mit Icons verschönern. Spannend ist das für Streamer, denn Mountain liefert eine offizielle Unterstützung für OBS Studio, so dass man zahlreiche OBS-Befehle über die Websocket-Funktion auf die Tasten legen kann.

Neben der Konfiguration der Schnellzugriffe kann die Software noch mehr. Dort kann man Einstellungen an der Hardware vornehmen oder die Unterstützung für Razer Chroma RGB aktivieren, wenn man ein einheitliches Lichtsystem nutzen möchte. Natürlich kann man auch die Beleuchtung der Tastatur selbst anpassen oder Makros erstellen und Tasten zuweisen.

Viele Funktionen der Software kann man auch über das Multimedia-Dock steuern. Nicht nur kann man damit die Lautstärke des Systems steuern, das runde Display zeigt auf Wunsch auch Informationen wie die Auslastung von CPU, GPU oder RAM an.

Die Everest Mountain kostet in der Max-Version (mit Zehnerblock und Dock) 259 Euro. Das ist ein stolzer Preis, dafür bekommt man aber eine sehr gute mechanische Tastatur. Alternativ gibt es die Core-Variante, die ohne Zehnerblock und Dock kommt und knapp 100 Euro weniger kostet.

Ab und zu bekommen wir ein Gerät zum Testen, das neue Standards setzt. Bei der Mountain Everest Max ist es der Zehnerblock. Nicht falsch verstehen, alle andere Komponenten sind High-End und durchdacht, die Tastatur steckt voll guter Ideen. Aber dass ein Zehnerblock abnehmbar und links wie rechts ansteckbar ist, das sollte bitte künftig der Standard für alle teureren Tastaturen werden. Das ist nicht nur für Linkshänder eine praktische Erweiterung, man kann sich beispielsweise Makros darauflegen und den Block links platzieren, in der Näher der Hand, die sowieso auf der Tastatur liegt. Mit den anpassbaren Tasten und der Integration in OBS Studio wird die Tastatur so gleich zu einem kleinen Streamdeck (Ratgeber).

Um es klar auch zu sagen: Die Verarbeitung und die Modularität bei den Switches, der Software und den Zusatzkomponenten lässt sich Mountain bezahlen, die Everest Max gehört zu den teureren mechanischen Keyboards. Dafür brauchen Käufer wahrscheinlich über Jahre keinen Ersatz.

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