TechStage | Tests, Ratgeber und Kaufberatungen zu Smartphones, Smart Home, Computer und Technik, die Spaß macht

Matebook X Pro: Edel-Notebook von Huawei im Test
Pro und Contra
  • starke Performance
  • lange Akkulaufzeit
  • bequeme Tastatur
  • sehr hochpreisig
  • 4.0

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Überflüssig oder genial: Kuriose China-Gadgets unter 30 Euro

Wann die Apple Watch 7 günstiger wird und was die Alternativen ab 180 Euro taugen

Monitore ab 129 Euro: Darum sollte jeder Monitor USB-C haben

Mini-Handkreissäge und Mini-Kettensäge: Kleine Kraftpakete ab 30 Euro

Die Matebook-X-Pro-Serie von Huawei bietet Technik vom Feinsten zu gehobenen Preisen. Unser Test zeigt, ob sich die Investition von 1500 Euro für den Laptop lohnt.

Das Matebook X Pro hat ein sehr gut verarbeitetes Aluminium-Gehäuse, das so edel wirkt, wie der Preis erwarten lässt. Für einen Laptop mit knapp 14 Zoll großem Bildschirm bietet das Matebook X Pro aufgrund sehr schmaler Ränder um das Display noch verhältnismäßig kompakte Abmessungen. Sie betragen 304 mm in der Breite, 217 mm in der Höhe und 14,6 mm in der Tiefe. Das Gewicht liegt bei circa 1,33 kg. Erhältlich ist das Gerät in den Farben Grau und Silber.

Auf der linken Seite des Matebook X Pro finden sich eine 3,5-mm-Audiobuchse, ein USB-Type-C-Anschluss und ein Thunderbolt-3-Port. Rechts gibt es nur einen USB-Type-A-Anschluss, der mit USB-3.0-Standard arbeitet. Für mehr Anschlussmöglichkeiten befindet sich ein „Matedock 2“ von Huawei im Lieferumfang. Es dient zur Verbindung mit externen Anzeigen per HDMI- oder VGA-Kabel, bietet außerdem zwei zusätzliche USB-Anschlüsse.

Auf der Unterseite des Gerätes finden sich in den Ecken die typischen Gummielemente, die für einen rutschfesten Stand sorgen. Der auf der Oberseite oben rechts untergebrachte Power-Button ist gleichzeitig auch Fingerabdruckscanner. Ein interessantes Design-Feature ist die versteckte Frontkamera. Diese klappt sich nach Drücken der entsprechend gekennzeichneten Taste auf dem Keyboard heraus und wird durch Herunterdrücken wieder in der Tastatur versenkt.

Das mit Windows 10 Home laufende Matebook X Pro gibt es in verschiedenen Ausstattungsvarianten, wahlweise mit Intel-Core-i5-8250U- oder Core-i7-8550U-Prozessor, 256 oder 512 GByte SSD und 8 oder 16 GByte Arbeitsspeicher. Wir hatten im Test die Ausführung mit i7-8550U-Prozessor, 8 GByte RAM und 512 GByte großer SSD. Diese kostet aktuell um die 1600 Euro. Alle Modelle des Edel-Notebooks haben eine dedizierte Grafikkarte, eine Nvidia Geforce MX150 mit 2 GByte GDDR5-Speicher.

Ins Internet kommt der Laptop per WLAN nach 802.11 a, b, g, n und ac, mit anderen Geräten verbindet er sich per Bluetooth in Version 4.1. Der Akku im Inneren hat eine Leistung von 57,4 Wh, das im Lieferumfang befindliche Netzteil lädt mit 65 W. Huawei spendiert dem Matebook X Pro ein ungewöhnliches Lautsprecherdesign. Vier Speaker arbeiten dabei mit einem Split-Frequenz-Setup: Auf der Oberseite links und rechts sitzen zwei Hochtöner, unten seitlich am Gehäuse links und rechts jeweils ein Subwoofer.

Das 13,9 Zoll große 10-Punkt-Touchscreen-Display des Matebook X Pro kommt im 3:2-Verhältnis mit einer Auflösung von 3000 × 2000 Pixel. Somit kommt es auf eine Pixeldichte von 260 ppi und stellt Inhalte ausreichend scharf dar. Das Screen-to-Body-Ratio des IPS-Panel beträgt dank der sehr schmalen Ränder außen herum 91 Prozent. Zum Schutz des Displays setzt Huawei auf eine dünne und kratzfeste Beschichtung aus Gorilla Glas. Diese ist gleichzeitig Fett abweisend und verschmiert bei der Nutzung mit den Fingern nicht so schnell. Auf Eingaben reagiert der Touchscreen gut und präzise.

Der Bildschirm des Laptops leuchtet verhältnismäßig hell. Für die Nutzung im Freien ist das Gerät trotzdem nur bedingt geeignet, da das Display bei direkter Sonneneinstrahlung stark spiegelt. An der Blickwinkelstabilität gibt es nichts zu mäkeln, auch die Farbdarstellung des Bildschirms gefällt uns gut. Die ungewöhnliche Position der in der Tastatur versteckten Kamera führt zu einem etwas merkwürdig anmutenden Betrachtungswinkel. Da der Nutzer von unten eingefangen wird, sieht dies es für den Gegenüber eventuell etwas merkwürdig aus. Von der Qualität der Kamera waren wir überrascht, bei einer Auflösung von gerade mal einem Megapixel hätten wir nicht mit einem durchaus brauchbaren Bild gerechnet.

Tastatur und Touchpad des Matebook X Pro waren uns im Test eine wahre Freude. Das Chiclet-Keyboard hat eine gute Größe und einen angenehm weichen, aber trotzdem präzisen Druckpunkt. Auch die in zwei Stufen einstellbare Tastaturbeleuchtung gefällt uns gut und sorgt für entspanntes Arbeiten in der Dämmerung oder in komplettem Dunkel. Das Touchpad reagiert präzise auf Eingaben und ist ordentlich groß dimensioniert.

Mit 8 GByte RAM und einem i7-Prozessor bietet das Matebook X Pro eine flotte und flüssige Performance im Office-Betrieb. So ausgestattet sind auch Bildbearbeitung und Videoschnitt mit dem Laptop drin. Dann könnte es sich jedoch lohnen, zur Ausführung mit 16 GByte Arbeitsspeicher zu greifen. Was das Thema Gaming angeht, lassen sich mit dem Matebook X Pro weniger grafiklastige Titel wie beispielsweise Fifa 19 in Full-HD-Auflösung und in hohen Grafikqualitätseinstellungen spielen. Aktuelle Grafikkracher wie Far Cry 5 hingegen sind auch in der niedrigsten Einstellung kaum spielbar.

Huawei verspricht eine Akkulaufzeit von bis zu 12 Stunden. Im Test kratzten wir bei gemischter Nutzung maximal knapp an der Zehnstundengrenze, immer noch ein sehr guter Wert. Der im Power-Button sitzende Fingerabdrucksensor arbeitet zuverlässig und schnell. Sehr gut gefallen uns die Lautsprecher des Matebook X Pro. Die Konstellation aus insgesamt vier Lautsprechern klingt nicht nur klar, fein und präsent in den oberen Frequenzen, die für den Bassbereich zuständigen Woofer auf der Unterseite sorgen außerdem für einen ordentlichen Anteil an tiefen Frequenzen.

Das Matebook X Pro ist ein Laptop zum Wohlfühlen. Gutes Display, lange Akkulaufzeit, ordentliche Performance, top Tastatur und Touchpad – das hat allerdings seinen Preis. Wer das nötige Kleingeld hat, der findet im Matebook X Pro ein klasse Arbeitsgerät für den mobilen Einsatz. Wem über 1500 Euro zu teuer sind, der findet aber auch in der Preisklasse bis 500 Euro durchaus brauchbare Notebooks (Vergleichstest Notebooks bis 500 Euro ).

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.