Logitech Z200 im Test: 2.0-Lautsprecher mit Dampfrad

Logitech Z200
Pro und Contra
  • ordentlicher Klang
  • einfache Bedienung
  • günstiger Preis
  • kaum Bass
  • nur Minimalausstattung
  • 4

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Wer wenig Platz auf dem Schreibtisch hat, aber dennoch besseren Sound für Videos, Musik und Voicechat sucht, kommt um externe 2.0-Lautsprecher kaum herum. Wir haben die günstigen Logitech Z200 ausprobiert.

Viel Sound für wenig Geld versprechen viele Hersteller von Soundsystemen für den PC, etwa Speedlink mit den besonders günstigen Daroc-Lautsprechern (Testbericht) oder Creative mit den Software-optimierten T60-Boxen (Testbericht). Wie so häufig zeigt sich allerdings schnell, dass viele Anbieter den Mund bei ihren Versprechungen deutlich zu voll nehmen, denn „echter Hifi-Klang“ kommt aus günstigen Lautsprechern selten raus. Ganz so vollmundig ist Logitech bei seinem Z200-Lautsprechern nicht, hier ist nur die Rede von „vollem Stereoklang“. Wir haben im Test geprüft, wie gut dieses gemäßigte Versprechen eingehalten wird.

Der Lieferumfang ist schnell aufgezählt: Es gibt das Lautsprecherpaar, ein gesondertes Netzteil mit Kabel und eine kurze Bedienungsanleitung. Letztere ist weitgehend überflüssig, viel zu verstehen gibt es an den einfach aufgebauten Lautsprechern schlichtweg nicht. Verbindungskabel zwischen Master- und Slave-Lautsprecher sowie 3,5-Millimeter-Kabel zum Anschluss an PC oder Laptop sind fest am Hauptlautsprecher installiert. Das Verbindungskabel ist mit fast 1,5 Meter lang genug, um problemlos auch beidseitig sehr großer Monitore stehen zu können.

Design ist zwar immer auch Geschmacksache, uns gefällt der Look der Logitech Z200 allerdings nur bedingt. Das liegt an der wenig wertigen Mischung aus schwarzem Kunststoff für das sehr einfach gehaltene Gehäuse sowie die weißen Zierringen um die Treiber und als Standfuß. Alternativ gibt es auch eine Ausführung mit weißem Gehäuse, schwarzem Zierring sowie Treibern und schwarzem Standfuß – zumindest auf Bildern wirkt das auf uns deutlich edler. Die Verarbeitung ist im Endeffekt dennoch ordentlich.

Ansonsten fällt die schiere Größe der beiden Lautsprecher sofort ins Auge: Sie sind mit etwas über 24 Zentimeter recht hoch aufgeschossen, mit 9 Zentimetern in der Breite, knapp 12,5 Zentimetern in der Tiefe und einem Gewicht von 1 kg ansonsten aber nicht weiter auffällig. Den größten Unterschied der beiden Lautsprecher untereinander stellt der Lautstärkeregler der rechten Hauptbox dar, der unterhalb der beiden Treiber installiert ist. Ganz nach links gedreht schaltet er die Elektronik und damit auch das leichte Rauschen der jeweils oben liegenden Treiber ab.

Links und rechts des Drehknopfes gibt es je einen 3,5-Millimeter-Anschluss für Kopfhörer und Mikrofon, das ist praktisch. Auf der rechten Seite des Hauptlautsprechers gibt es zudem ein Drehrad, über das man die Klangfarbe von klar und wenig Bass bis hin zu vollerem, dafür aber auch undifferenzierterem Sound verschieben kann. Grundsätzlich ist auch das eine sehr praktische Einstellungsmöglichkeit. Anstelle des Lautstärkerades ziert die Slave-Box ein schlichter weißer „Logi“-Schriftzug.

Wie immer im untersten Preisbereich gilt auch bei den Z200-2.0-Speakern von Logitech: Bass gibt es kaum. Wer das sucht, muss entweder wesentlich mehr Geld ausgeben und/oder am besten gleich auf Subwoofer-Unterstützung setzen. Das bedeutet aber nicht, dass der Klang der Z200 schlecht ist.

Tatsächlich sind die Lautsprecher ausreichend klar in den Höhen und nicht übermäßig komprimiert. Sie bieten genügend Breite bei den Mitten und immerhin einen Anflug von Tiefton. Letzterer darf über das bereits erwähnte „Dampfrad“, also den Bassregler, angepasst werden, wobei „Bass“ relativ ist. Generell wird der Klang aber tatsächlich etwas voller, bei ganz aufgedrehtem Bassregler aber auch matschiger – über 2/3 oder 3/4 der maximalen Einstellung sollten Nutzer daher vielleicht nicht unbedingt hinausgehen.

Übrigens: Wirklich aktiv scheinen nur die jeweils oben in den Lautsprechern eingebauten Treiber zu sein, die unteren sind offenbar nur Deko. Logitech gibt 2x 5 Watt RMS als Leistung an – auch das spricht für die Deko-Theorie der unteren Treiber. Die Lautstärke der Z200 ist für so kleine Boxen auch mit zwei der sichtbaren vier Treibern absolut in Ordnung, dabei klirren die Lautsprecher voll aufgedreht kaum. Fraglich ist, warum der Hersteller auf ein zusätzliches Netzteil mit 5,5 Watt setzt – diese Leistung wäre gerade noch per USB-Anschluss möglich gewesen.

Die UVP der in Schwarz und Weiß erhältlichen Logitech Z200 liegt bei knapp 50 Euro, im Handel kosten die Speaker rund 30 Euro.

Die Logitech Z200 richten sich an Gelegenheitsnutzer, die einfach besseren Sound an Laptop oder PC haben wollen, ohne viel Geld auszugeben. Diesen Zweck erfüllen die Speaker auf jeden Fall, denn besser als die typischen Monitor-Lautsprecher oder gar Laptop-Speaker sind sie allemal. Tatsächlich eigenen sie sich sogar gut zur Hintergrundbeschallung oder für Youtube-Videos.

Wer intensiv explosive Shooter oder andere Sound-gewaltige Games zocken oder Musik hören will, wird damit hingegen nicht glücklich – das sollte mangels Subwoofer und bei diesem niedrigen Preis aber auch niemand ernsthaft erwartet haben. Insgesamt haben die Z200 ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Noch günstiger wird es mit den Speedlink Daroc für nur rund 13 Euro (Testbericht), mehr Einstellungsmöglichkeiten über umfangreiche PC-Software und außerdem Bluetooth-Anschlussmöglichkeit bieten die Creative T60 (Testbericht). Generell Kauftipps für PC-Lautsprecher geben wir in unserem Ratgeber Die besten PC-Lautsprecher für Gaming, Homeoffice & Musik ab 25 Euro finden.

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