Livy Alive im Test: Alarmanlage mit Überwachungskamera, Akku, LTE und Luftgütesensoren

Livy Alive
Pro und Contra
  • All-In-One Sicherheitslösung mit Überwachungskamera und Luftgütesensoren
  • 180-Grad-Sichtfeld
  • Sirene, LED-Licht
  • Hochwertige Zwei-Wege-Audiokommmunikation
  • Funktioniert dank LTE und Reserver-Akku auch bei einem Stromausfall
  • Bildqualität nur Durchschnitt
  • Zusätzliche Kosten für Abo
  • 4.5

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Livy Alive ist eine All-In-One Sicherheitslösung zur Überwachung von Innenräumen. Bei Stromausfall sorgen eine Mobilfunkanbindung und ein Akku für den Weiterbetrieb.

Das Berliner Start-up HUM Systems GmbH hat mit Livy Alive eine All-In-One Sicherheitslösung entwickelt, die verschiedene Technologien verwendet. Sie bietet eine 8-Megapixel-Überwachungskamera (Themenwelt) mit Nachtsicht und 180-Grad-Sichtfeld, Sensoren (Ratgeber) für Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Luftqualität (VOC), Temperatur, Feuchtigkeit, Luftdruck, Helligkeit und Lautstärke sowie eine Gegensprechfunktion und eine Radar-basierte Bewegungs- und Präsenzerkennung. Zudem verfügt Livy Alive über eine Mobilfunkanbindung, eine Gegensprechfunktion und einen Akku.

Dank der Kombination verschiedener Technologien ist Livy Alive oder Smart Living Station, wie der Hersteller die Lösung auch bezeichnet, für unterschiedliche Anwendungsszenarien optimiert. Mit ihrer 180-Grad-Weitwinkel-Kamera, einer Radar-basierten Bewegungs- und Präsenzerkennung inklusive 90 dB lauter Sirene und einer integrierten LED-Beleuchtung fungiert sie als Alarmanlage für die Überwachung von Innenräumen. Überdies kann sie dank Gegensprechfunktion und Überwachungskamera auch als Kommunikationstool für die Pflege hilfsbedürftiger Menschen aus der Ferne dienen.

Mit den integrierten Raumluftsensoren behält sie wesentliche Werte des Raumklimas im Auge und warnt gegebenenfalls vor Schimmel, Rauch und schlechter Luftqualität. Last but not least können Eltern Livy Alive auch als Babyfon nutzen. Und dank einer integrierten Mobilfunkanbindung und einem 6.800 mAh starken Akku funktioniert die Lösung auch dann, wenn der Strom gerade mal ausgefallen ist. Aber länger als vier bis fünf Stunden sollte der Stromausfall nicht dauern, da die Kapazität der Batterie dann erschöpft ist.

Vor der Einrichtung steht natürlich die Montage. Das 16 × 16 × 3,5 Zentimeter große ovale und 430 Gramm schwere Gerät lässt sich standardmäßig an einer Wand montieren. Hierfür befinden sich im Lieferumfang eine magnetische Halterung sowie zwei Schrauben inklusive passenden Dübeln. Alternativ kann man für die Montage der magnetischen Halterung auch das mitgelieferte beidseitig klebende Pad nutzen.

Die Stromversorgung erfolgt über ein USB-C-Netzteil mit einem zwei Meter langen Verbindungskabel. Für eine Deckenmontage gibt es optional eine passende Montageplatte mit integrierter Stromversorgung, die ans Hausnetz angeschlossen wird.

Anwender steuern und verwalten Livy Alive mit der Livy-App, die für Android und iOS vorliegt. Für die Registrierung wird zunächst eine Mobilfunknummer benötigt. Anschließend müssen außerdem Adresse und Geburtstag angegeben werden. Diese Daten werden für den späteren Betrieb benötigt, der auch einen 24/7-Notfallservice umfasst (dazu später mehr). Während des Setups wird Livy Alive mit einem 2,4 GHz WLAN gekoppelt. Anschließend ist das Gerät betriebsbereit.

Die Startseite (Home) der App zeigt sämtliche Sensordaten in einzelnen Kacheln. Sie umfassen Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftqualität (VOC), Bewegungsalarme, Lärmpegel, Kohlendioxid- und Kohlenmonoxid-Konzentration sowie Luftdruck und Helligkeit. Während die Luftqualität (VOC) in einer Skala zwischen 1 und 10 angegeben wird, befinden sich in den anderen Kacheln die jeweiligen gemessenen Sensorwerte.

Zusätzliche Erklärungen zu den einzelnen Werten erhalten Anwender, indem sie auf die jeweilige Kachel tippen. Zudem bietet die Kachel Healty Air Guide eine Übersicht der aktuellen Werte für Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität (VOC) sowie deren Verlauf in den letzten 24 Stunden. Die unteren drei Kacheln informieren über den Status von WLAN- und Mobilfunkverbindung sowie über den Ladezustand der Backup-Batterie, die für vier bis fünf Stunden den Weiterbetrieb von Livy Alive bei einem Stromausfall gewährleistet.

Im Abschnitt Kamera können Anwender den Livestream der Kamera aktivieren und bislang durch Alarm ausgelöste Videoaufnahmen betrachten. Im Test gelingt aber nur der Zugriff auf die letzten beiden Videoaufnahmen, die bereits direkt auf der Startseite von Kamera als Kacheln ersichtlich sind. Der Abruf von weiteren Videos unter Letzte Aufnahmen bringt leider keine Ergebnisse.

Sobald der Anwender den Livestream aktiviert, leuchten die im Gehäuse an der Rückseite integrierten LEDs. Außerdem ertönt ein akustisches Signal. Das Gleiche passiert beim Beenden des Livestreams. Die akustischen Signale unterscheiden sich in der Tonlage: Ein hoher Doppelton signalisiert den Start der Aufnahme, während ein tieferer Doppelton das Ende der Aufnahme anzeigt.

Bei aktiviertem Livestream besteht die Möglichkeit zur Kommunikation. Hierfür betätigen Anwender das Mikrofonsymbol und halten es gedrückt, solange sie sprechen wollen. Die Tonqualität ist dank Rauschunterdrückung und Signalverstärkung der vier integrierten Mikrofone und des guten Lautsprechers exzellent.

Bis der Livestream erscheint, vergehen ein paar Sekunden. Auch liefert die Kamera nur eine mittelmäßige Bildqualität, besonders bei Dunkelheit. Das können andere Überwachungskameras deutlich besser. Dafür bietet die Kamera ein 180-Grad breites Sichtfeld, sodass ihr in einem normal großen Raum von etwa 30 qm kaum etwas entgeht.

Wie die Kamera erfasst der integrierte auf Radar basierende Bewegungs- und Präsenzmelder bereits kleinste Bewegungen in einem Sichtfeld mit 121 Grad und 111 Grad (horizontal, vertikal). Die Alarmierungen erfolgen unverzüglich. Zudem löst eine Alarmierung auch das Leuchten der integrierten LEDs aus. Die sind zwar nicht besonders hell, aber als Nachtlicht durchaus ausreichend.

Im Abschnitt Alarm regeln Anwender, was bei einem aktivierten Bewegungsalarm passieren soll. Zur Auswahl steht die herkömmliche Alarmierung mit Sirene und LED-Licht und ein stiller Alarm, bei dem Livy Alive keine Geräusche von sich gibt sowie auf visuelle Signale verzichtet, dafür aber eine Push-Benachrichtigung auf das Smartphone des Nutzers sendet.

Die Alarmfunktion kann dank Geofencing automatisiert werden. Aktiviert wird sie, sobald der letzte Benutzer, den Anwender im Abschnitt Community festlegen, die Wohnung verlässt. Betritt ein registrierter Nutzer den überwachten Bereich wird der Alarm automatisch deaktiviert.

Zudem steht im Abschnitt Alarm mit Home Cover anrufen eine weitere Option zur Verfügung. Dahinter verbirgt sich ein Haus- und Wohnungsschutzbrief, der im Livy Plus-Abo enthalten ist (siehe Preise). Hierbei handelt es sich um einen 24/7-Notfallservice mit Kostenübernahme für diverse Haushaltsunfälle, Schäden und weitere Unvorhersehbarkeiten.

Mit Home Cover anrufen wird der Kontakt zu einem zertifizierten Dienstleister hergestellt. Die Kosten dafür werden dreimal im Jahr bis zu einer Höhe von 500 Euro erstattet. HUM Systems bietet diese Leistung in Kooperation mit der Ergo Versicherung an.

Livy Alive ist kompatibel mit den gängigen Sprachassistenten wie Amazon Alexa, Google Assistant und Siri. HUM Systems hat darüber hinaus bereits Kompatibilität zum zukünftigen Smart-Home-Standard Matter angekündigt. Damit soll auch eine Kompatibilität zu Homekit realisiert werden. Überdies kann es über IFTTT mit anderen Smart-Home-Lösungen wie Philips Hue kommunizieren.

Livy Alive kostet regulär 379 Euro. Ohne monatliches Abo sind die Funktionen allerdings eingeschränkt und umfassen Video-Livestreaming, Bewegungsmeldung mit Sirene, Erkennung von Rauchmeldersirenen, CO-Gas-Erkennung mit Sirene und Sprachwarnung, automatisches Nachtlicht bei Bewegung und Dunkelheit, Messung von CO2, Luftqualität (VOC), Temperatur, Feuchtigkeit, Luftdruck, Helligkeit und Lautstärke sowie Community-Funktionen für erweiterte Zugriffsberechtigungen.

Mit Livy Plus für knapp 10 Euro pro Monat erhält man Zugriff auf weitere Funktionen. Sie umfassen eine geobasierte Alarmaktivierung, den Versand von Alarm-SMS für drei Personen, stille Bewegungsmeldung ohne Sirene, Lärmwarnung ab 76 dB, 24-h-Datenhistorie der Luftwerte, Schimmel- und Frostwarnung sowie einen Haus- und Wohnungsschutzbrief. Letztere umfassen einen 24/7-Notfallservice mit Kostenübernahme für diverse Haushaltsunfälle und Schäden.

Das Pro-Abo kostet pro Monat 15 Euro und umfasst zusätzlich 30-sekündige Videoaufzeichnungen im Alarmfall inklusive Video-Cloud-Speicher für die letzten 30 Tage. Außerdem aktiviert es die Zwei-Wege-Sprechfunktion sowie das LTE-Backup bei einem Internet-Ausfall.

HUM Systems bietet Livy Alive aber auch in Kombination mit einem 24-monatigen Pro-Abo für 499 Euro an. Gegenüber den Einzelpreisen von Gerät und Abo-Plan spart man etwa 240 Euro.

Eine günstige Gelegenheit für den Erwerb von Livy Alive bietet Energiekonzern Vattenfall allen Neukunden. Sie erhalten Live Alive gratis inklusive eines 30-tägigen Pro-Abos. Wer das Pro-Abo länger nutzen möchte, zahlt knapp monatlich 10 Euro.

Livy Alive ist ein einzigartiges Produkt. Es kombiniert eine Überwachungskamera mit Gegensprechfunktion, Radar-gestützter Bewegungs- und Präsenzerkennung mit zahlreichen Sensoren, die nicht nur das Raumklima überwachen, sondern bei auffälligen Werten den Nutzer warnen und auch Geräusche erfassen.

Das Gerät ist aber nicht nur eine multifunktionale Alarmanlage, sondern sorgt dank integrierter LEDs zudem noch für Helligkeit in dunklen Umgebungen, sobald es eine Bewegung erfasst. Überdies bietet der Hersteller in Zusammenarbeit mit der Ergo Versicherung einen Schutzbrief, der bis zu dreimal im Jahr Kosten für Notfälle übernimmt.

Dank der Vielseitigkeit ist die Lösung nicht nur als Alarmanlage zur Überwachung von Innenräumen optimal geeignet, sondern auch als Kommunikationstool bei der Pflege von hilfsbedürftigen Menschen verwendbar.

Mehr Hintergrundinformationen und weitere Tests haben wir in unserer Themenwelt Smart Home veröffentlicht, wobei das Thema Energiesparen angesichts steigender Preise für Strom, Öl und Gas in letzter Zeit im Fokus steht:

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