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lexar play
Pro und Contra
  • Gute Lesegeschwindigkeit als erweiterter Speicher
  • teuer
  • keine konstante Schreibgeschwindigkeit
  • 3.5

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Die Micro-SDXC-Karte Lexar Play ist teurer als viele vergleichbare Speicherkarten. Leider überzeugt sie auch bei der Leistung nicht. Wir haben sie getestet.

Für große Dateien wie 4K-Videos braucht man nicht nur viel Speicher, sondern auch eine schnelle Schreib- und Lesegeschwindigkeit. Wer viel mit Actioncams wie der Insta360 One R (Testbericht) oder Drohnen wie der DJI FPV (Testbericht) hantiert, sollte beim Kauf der Speicherkarte also genau hinschauen.

Die Lexar Play ist laut Datenblatt für 4K-Videos geeignet. Unser Testgerät bietet 512 GByte Speicher für rund 73 Euro. In diesem Testbericht steigt die Micro-SDXC-Karte in den Ring mit der sehr gut bewerteten Samsung Evo Plus (Testbericht) für rund 70 Euro sowie weiteren vergleichbaren Micro-SDXC-Karten, die wir innerhalb unserer Themenwelt Speicherkarten bereits getestet haben.

Laut Produktinformation kommt die Lexar-Karte auf eine Schreibgeschwindigkeit von bis zu 150 MByte/s. Bei Karten dieser Klasse sind es regulär maximal 100 MByte/s. Eine Info zur Schreibgeschwindigkeit, die für das Übertragen von Dateien wichtiger ist, gibt Lexar nicht an. Hier zeigt unser Benchmark im weiteren Verlauf, was die Karte bietet.

Die Lexar Play verfügt über Class-10-, UHS-I, U3- und V30-Standards und spielt damit in einer Liga mit PNY Pro Elite (Testbericht) und Samsung Evo Plus (Testbericht). Somit ist die Micro-SDXC-Karte von Lexar grundsätzlich für das Übertragen und Speichern von 4K-Aufnahmen geeignet. Die meisten 4K-Aufnahmegeräte, also etwa DSLRs, Drohnen oder Actioncams, setzen mindestens UHS-I voraus, um größere Datenpakete mit bis zu 104 MByte/s zu übertragen. Details hierzu liefern die Hersteller der Aufnahmegeräte; etwa DJI auf seiner Website zur DJI FPV (Testbericht).

Neuere High-End-Aufnahmegeräte benötigen beispielsweise für 8K mindestens den Standard UHS-II. Weitere Details zu den verschiedenen Kartenstandards und Geschwindigkeitsklassen haben wir an anderer Stelle zusammengefasst.

In der Praxis kommt es zudem darauf an, dass eine Micro-SD-Karte konstant schreibt. Ist das nicht der Fall, kann es zu Aussetzern in Aufnahmen kommen. Das war beispielsweise in unserem Test der PNY Pro Elite (Testbericht) der Fall wie das folgende Video zeigt.

In unserer festen Testumgebung prüfen wir Herstellerangaben und setzen Testergebnisse in Relation zu anderen bereits getesteten Karten. Hierfür nutzen wir Benchmark-Programme, die systematisch Daten kopieren und Informationen zu Lese- und Schreibgeschwindigkeit geben. Alle Benchmarks laufen dreimal. Anschließend ermitteln wir den Durchschnittswert.

Damit wir vergleichbare Werte erhalten, nutzen wir bei allen Tests die gleichen Tools auf den gleichen Geräten: Für Tests am PC kommt ein Acer Spin (SP514-54N-58JN) zum Einsatz. Nachdem der integrierte Kartenleser zu langsam für UHS-I-Karten ist, bedienen wir uns an Ankers Powerexpand+ 7-in-1 USB-C-Hub. Als Software kommt der akkurate Crystal Disk Mark zum Einsatz. Unter anderem nutzen ihn auch die Kollegen der c’t als Benchmark.

Für vergleichbare Werte am Smartphone kommt ein Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G (Testbericht) sowie die App Disk Speed Test zum Einsatz.

Im Crystal Disk Mark liest und schreibt die Lexar Play Datenpakete mit 1 GByte. Die durchschnittliche Lesegeschwindigkeit beträgt 86,74 MByte/s, die Schreibgeschwindigkeit 52,95 MByte/s. Damit ist vor allem die Schreibgeschwindigkeit deutlich niedriger als etwa bei einer PNY Pro Elite (Testbericht) mit 71,53 MByte/s oder einer Samsung Evo Plus (Testbericht) mit 71,53 MByte/s, aber höher als bei einer Sandisk Ultra (Testbericht) mit 37 MByte/s.

Entscheidend ist nun der praxisnahe Kopiertest. Er zeigt, ob die Karte zumindest die Schreibgeschwindigkeit konstant hält. Hierzu kopieren wir einmal 1,37 GByte und einmal 50 GByte 4K-Aufnahme mit 60 fps eines iPhone 12 Mini auf die Karte. Beim kleinen Datenpaket beträgt die durchschnittliche Schreibgeschwindigkeit 42 MByte/s. Beim Paket mit 50 GByte liegt sie bei 41 MByte/s. Schwankungen gibt es große; sie liegen zwischen 17, 45 und 64 MByte/s. Somit können wir die Karte nicht uneingeschränkt zum Beschreiben mit großen Dateien wie 4K-Aufnahmen empfehlen.

In unserem letzten Benchmark prüfen wir mit dem Disk Speed Test die Lese- und Schreibgeschwindigkeit auf Android-Smartphones. Wir stellen die Lexar Play mit der allen bisher getesteten Karten gegenüber:

Zusammenfassend zeigen unsere Ergebnisse, dass die Karte weder bei der Lese- noch bei der Schreibgeschwindigkeit überdurchschnittlich gut ist. Sie eignet sich somit nicht uneingeschränkt zum Schreiben großer Dateien wie 4K-Aufnahmen. Auch ist sie beispielsweise als erweiterter Speicher für Smartphone & Co. im direkten Vergleich mit einer Samsung Evo Plus nicht besser geeignet.

Die Lexar Play gibt es in vier Ausführungen von 128 GByte bis 1 TByte. Die Preise liegen zwischen 18 und 160 Euro. Vergleichbare Karten wie die Samsung Evo Plus schneiden nicht nur besser ab, sondern sind auch günstiger, wie unser Preisvergleich zeigt.

Die Lexar Play ist teurer als vergleichbare Karten und schneidet in allen Disziplinen schlechter ab. Für 4K-Aufnahmen können wir sie nicht uneingeschränkt empfehlen. Hier führt weiterhin die Samsung Evo Plus (Testbericht).

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