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Lenovo Yoga Slim 7i Carbon
Pro und Contra
  • sehr leicht und kompakt 
  • schickes Design 
  • starke Arbeits-Performance 
  • Display zu dunkel 
  • Arbeitsspeicher nicht erweiterbar  
  • kein USB-A-Slot 
  • 4.5

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Das Lenovo Yoga Slim 7i Carbon glänzt in strahlend Weiß und wiegt knapp ein Kilogramm. Wir schauen uns das kompakte und leichte Notebook für knapp 1000 Euro näher an.

Mit dem Yoga Slim 7i Carbon bietet Lenovo ein wahres Leichtgewicht unter den Ultrabooks an. Dank einer Core-5i-CPU der elften Generation verspricht das Gerät ausreichend Leistung für Office-Tätigkeiten und Multimedia bei langer Akkulaufzeit. Wie gut der flache Laptop mit QHD-Display wirklich ist, zeigen wir in unserem Test.

Design und Verarbeitung

Das kleine Lenovo Yoga Slim 7i Carbon sieht gleich auf den ersten Blick sehr schick und elegant aus. Anders als viele andere Notebooks in dieser Kategorie setzt es nicht auf Aluminium oder eine dunkle Lackierung, sondern ein Carbon- und Magnesium-Gehäuse in Schneeweiß, wodurch es sich optisch deutlich von der Konkurrenz abhebt.

Mit seinen sehr kompakten Ausmaßen von 30 x 20 x 1,5 Zentimetern entspricht es fast genau einem DIN-A4-Blatt. Dadurch passt es mühelos in eine größere Handtasche oder einen kleinen Rucksack. Absolut herausragend ist das Gewicht von weniger als einem Kilogramm. Damit ist es der bisher leichteste Laptop dieser Klasse, den wir bisher getestet haben. Selbst das ebenfalls leichtgewichtige Acer Swift 5 (Testbericht) liegt über der Kilogramm-Grenze. Das Lenovo Yoga Slim 7i Carbon eignet sich damit besonders gut für Nutzer, die das Gerät häufig mitnehmen.

Die Verarbeitung des Lenovo Yoga Slim 7i Carbon ist hervorragend. Die Spaltmaße fallen sehr gering aus, Druckpunkt und Hub der Tastatur sind fest und knackig. Das Scharnier des Bildschirmes bewegt sich schwergängig und verharrt fest in der gewünschten Position. Der ebenfalls solide An/Ausschalter befindet sich auf der rechten seitlichen Kante neben dem Kopfhörerausgang und einer USB-C-Buchse. Dadurch besteht keine Gefahr, beim Tippen versehentlich den Power-Button zu betätigen – was bei kleineren Laptops schnell passieren kann.

Leistung

Unser Testgerät setzt auf einen Intel Core i5 der elften Generation sowie einen Intel Iris Xe als Grafikchip. Diese Ausstattung findet sich bei vielen kompakten Laptops in dieser Preisklasse und sorgt für eine erstaunlich gute Performance für Allround- und Office-Aufgaben. Beim Benchmark-Test von PCmark 10 erreichten wir über 4500 Punkte. Das liegt fast auf dem Niveau eines Acer Swift 5 (Testbericht) oder Honor Magicbook 14 (Testbericht) und kann sogar mit dem deutlich teureren Lenovo Thinkpad X1 Titanium Yoga (Testbericht) mithalten.

Der Fokus des Lenovo Yoga Slim 7i Carbon liegt bei einer besonders guten Leistung für allgemeine Arbeitstätigkeiten und Medienkonsum. Für aktuelle, grafisch anspruchsvolle Spiele fehlt dem Gerät ein dedizierter Grafikchip. Ältere Spiele packt die Intel Iris Xe in geringerer Auflösung dennoch. Im Benchmark-Test „Time Spy“ von 3Dmark erreichten wir 1200 Punkte – damit liegt das Gerät gleichauf mit den Konkurrenten von Acer oder Honor. Wer dennoch gerne mal eine Runde zocken will mit dem Yoga Slim, sollte Cloud-Gaming (Ratgeber) ausprobieren.

Ausstattung

Der Arbeitsspeicher fällt mit 8 GByte nicht gerade üppig aus, reicht aber für die meisten alltäglichen Aufgaben aus. Dieser ist fest verlötet und kann deshalb nicht erweitert werden. Das Lenovo Yoga Slim 7i Carbon gibt es auch in einer Version mit 16 GByte RAM.

Die SSD-Festplatte bietet mit 512 GByte genügend Speicherplatz und ist dank M.2 PCIe 3.0 auch ziemlich flott bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 275 MByte/s. Im Benchmark-Test von PCmark erreichte die SSD damit ordentliche 1685 Punkte. Das ist deutlich schneller als beim hochpreisigen Microsoft Surface Book 3 (Testbericht), aber langsamer als beim günstigeren Honor Magicbook 14 (Testbericht).

Was die Anschlussmöglichkeiten angeht, sieht es etwas dünn aus – das trifft mittlerweile aber nahezu auf die meisten Geräte in dieser Größe und Preisklasse zu. Anschlüsse für USB-A oder HDMI gibt es nicht – lediglich drei USB-C-Steckplätze. Immerhin unterstützt einer der Anschlüsse USB 3.1 und Displayport 1.4, die beiden anderen Büchsen bieten Thunderbolt 4. Einer der Steckplätze wird bereits vom Netzteil belegt – sodass im Alltag häufig nur zwei freie Slots frei sind. Hier empfiehlt es sich einen Hub oder Dock zu verwenden, um genügen periphere Geräte anschließen zu können. Wenigstens ist ein klassischer Klinkenstecker für Kopfhörer vorhanden.

Die Webcam bietet Standardkost mit 0,9 Megapixel – damit unterstützt sie maximal HD-Videos (720p) für Videochats aus dem Homeoffice. Für die Gesichtserkennung ist Infrarot integriert, was sie sicherer gegen Täuschungsversuche mit ausgedruckten Fotos macht. Diese funktioniert zuverlässig, sofern es nicht zu dunkel ist. Schade: Einen zusätzlichen Fingerabdrucksensor bietet das Lenovo Yoga Slim 7i Carbon nicht.

Für kabellose Verbindungen ist alles auf dem neusten Stand: Das Gerät unterstützt Wifi-6 und Bluetooth 5.1. Erfreulich ist der klare Sound mit räumlichem Klang, mit dazu gibt es Dolby Atmos. Zum Musikhören fehlt es dem Gerät zwar an Tiefen, für Filme oder Videoclips reicht das aber allemal. Das Touchpad verhält sich präzise und macht keine Zicken, die Tastatur überzeugt mit einem guten Hub und solidem Druckpunkt, zudem ist sie angenehm leise.

Bildschirm

Verglichen mit dem Acer Swift 5 oder Honor Magicbook 14 bietet das Lenovo Yoga Slim 7i Carbon eine deutlich bessere Auflösung: Der 13,3-Zoll-Bildschirm löst 2560 x 1600 Pixel (QHD) auf, andere Geräte in dieser Preisklasse bieten meistens nur Full-HD. Das sorgt für eine Pixeldichte von 227 ppi, was für einen Laptop ein guter Wert ist. Die Bildqualität des Displays überzeugt auf ganzer Linie. Neben der hohen Bildschärfe bietet die Anzeige satte und kräftige Farben mit ausgeprägten Kontrasten. Die Blickwinkelstabilität ist zudem ebenfalls aus den meisten Blickwinkeln auf einem hohen Niveau gegeben. Anders als das Swift 5 von Acer bietet das Yoga Slim 7i kein Touch-Display.

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Das trifft in gewissem Umfang auf den Bildschirm zu. Der Schwachpunkt ist die Helligkeit der Anzeige – Lenovo gibt hier 300 cd/m² an, gemessen haben wir maximal 270 cd/qm. Hier wären Werte jenseits der 350 cd/m² schon wünschenswert für ein Gerät in dieser Preisklasse. Für die meisten Aufgaben reicht das bei der Arbeit im Freien aus – sofern die Sonne nicht direkt auf den Bildschirm strahlt. Bei der Wiedergabe von Videoclips im Freien sind die Grenzen aber schnell erreicht. Besonders dunkle Filmszenen sind schwer zu erkennen und spiegeln leicht, obwohl das Display eine matte Oberfläche bietet.

Akku

Das Lenovo Yoga Slim 7i Carbon nutzt einen Akku mit 50 Wh mit einem 65-Watt-Netzteil mit USB-C-Anschluss. Diese Kombination sorgt für eine starke Akkulaufzeit. Beim Battery Test von PCmark erreichten wir knapp über 9,5 Stunden. Das übertrifft viele Konkurrenten, lediglich das teurere Microsoft Surface Book 3 (Testbericht) und das preiswerte Honor Magicbook 14 (Testbericht) sind noch ausdauernder. Damit kann man das Lenovo Yoga Slim 7i Carbon auch einen ganzen Arbeitstag ohne Netzteil für Standardaufgaben nutzen. Bei der Wiedergabe von Videos schafft das Yoga Slim 7i ganze 10 Stunden, bevor der Akku sich entleert. Unter Hochleistung hält der Akku noch etwa 2 Stunden, was ebenfalls in Ordnung geht und unter anderem das Acer Swift 5 (Testbericht) übertrifft. Der Ladevorgang ist ebenfalls flott und braucht knapp 90 Minuten.

Preis, Varianten und Zubehör

Das Lenovo Yoga Slim 7i Carbon gibt es in drei Varianten ausschließlich in der Farbe „Moon White“. Das Einstiegsmodell mit Core i5 und 8 GByte RAM startet bei knapp 1000 Euro. Für etwa 100 Euro mehr bekommt man die Ausführung mit 16 GByte RAM und 1 TByte SSD – einige Anbieter verlangen zeitweise sogar nur 15 Euro Aufpreis zum Einstiegsmodell. Wir empfehlend deshalb gleich zu dieser Variante zu greifen, da der Arbeitsspeicher auch nicht mehr nachträglich aufgerüstet werden kann. Die Top-Variante mit Core i7, 16 GByte RAM und 1 TByte SDD liegt bei 1200 Euro. Mangels Anschlussmöglichkeiten gehören USB-Hubs oder Docks zu sinnvollen Ergänzungen des Laptops.

Fazit

Wer ein leistungsstarkes und vor allem leichtes Notebook sucht, findet im Yoga Slim 7i Carbon eine gute Wahl. Es ist der bisher leichteste von uns getestete Laptop. Der Core i5 der elften Generation sorgt für mehr als ausreichend Leistung; das Gerät hält zudem gut einen Arbeitstag bei gewöhnlicher Nutzung ohne Netzteil durch. Nur für Gamer eignet sich der Laptop weniger.

Das 13,3-Zoll-Display liefert mit einer QHD-Auflösung ein gestochen scharfes Bild mit satten Farben und starken Kontrasten. Lediglich beim Einsatz im Freien schwächelt die Anzeige mangels ausreichender Helligkeit. Eine Touch-Eingabe, einen Fingerabdrucksensor sowie vielfältige Anschlussmöglichkeiten sucht man beim Yoga Slim 7i Carbon allerdings vergebens.

Für knapp 100 Euro mehr bietet das Acer Swift 5 (Testbericht) eine vergleichbare Performance und einen Fingerabdrucksensor, zudem wiegt das Ultrabook fast gleich viel, bietet aber nur eine Full-HD-Auflösung. Etwas günstiger und ähnlich stark ist das Honor Magicbook 14 (Testbericht), das uns mit einer sehr langen Akkulaufzeit überzeugen konnte. Abstriche muss man hier allerdings beim Bildschirm machen. Weitere kompakte Geräte für das Homeoffice zeigen wir in unserem Ratgeber Ultrabook vs. Convertible: Das darf ein Touch-Laptop kosten.

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