Lenovo Yoga Slim 7 Pro
Pro und Contra
  • starke Leistung
  • hohe Display-Auflösung
  • hervorragende Verarbeitung 
  • kein HDMI
  • kein Fingerabdrucksensor
  • Display spiegelt stark 
  • 4.5

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Ein kleiner und leichter Laptop ohne Intel-CPU mit genügend Power? Das Lenovo Yoga Slim 7 Pro verbindet edles Design mit kompakten Ausmaßen und starker Leistung.

Lenovo hat seinem Laptop Yoga Slim 7 ein Upgrade verpasst: Das Lenovo Yoga Slim 7 Pro ist eine kompakte Arbeitsmaschine mit 14-Zoll-Bildschirm. Zum Einsatz kommen bei dem Modell die AMD-Prozessoren Ryzen 7 und Ryzen 9. Anders als der Namenszusatz „Yoga“ vermuten lässt, handelt es sich dabei nicht um einen Convertible-PC (Ratgeber), sondern einen Laptop (Themenwelt) in der Machart eines Ultrabooks. Einen Touchscreen gibt es nicht. Wir haben den kleinen Laptop ausgiebig getestet und zeigen, was das Gerät mit Ryzen-Prozessor im Alltag leistet.

Das Lenovo Yoga Slim 7 Pro setzt auf ein schlichtes und funktionelles Design. Ganz so ein Hingucker wie das Lenovo Yoga Slim 7i Carbon (Testbericht) ist es nicht. Statt in einem strahlenden Weiß glänzt es in hellem Silber. Als Material kommt kein Mix aus Magnesium und Kohlefaser zum Einsatz, sondern ausschließlich Aluminium. Das hinterlässt bei der Verarbeitung einen überaus soliden und seriösen Eindruck. Spaltmaße fallen kaum auf, sämtliche Schalter verfügen über einen festen Druckpunkt. Das Metall macht sich beim Gewicht aber bemerkbar: Das Lenovo Yoga Slim 7 Pro wiegt 1,3 Kilogramm – also gut 300 Gramm mehr als das Yoga Slim 7i Carbon. Das geht dennoch in Ordnung. Ein großes Laptop wie das Huawei Matebook D16 (Testbericht) wiegt fast ein halbes Kilogramm mehr.

Die Abmessungen fallen mit 312 x 221 x 17 Millimeter etwas üppiger aus als beim schlanken Carbon-Modell mit 13,3 Zoll. Mit einem Display von 14 Zoll ist es schon größer als ein Blatt in DIN A4. Damit fällt es etwas schmaler, höher und dicker aus als das fast gleich schwere Honor Magicbook 14 (Testbericht) oder das leichtere Acer Swift 5 (Testbericht). Dennoch sollte es noch gut in eine kleine Arbeitstasche hineinpassen.

Das 14-Zoll-Display nutzt dem Formfaktor 16:10 statt der bei den meisten Geräten üblichen 16:9. Damit ist der Laptop insgesamt etwas höher und sperriger. Das bietet mehr Arbeitsfläche auf dem Bildschirm. Gleichzeitig ist das Notebook aber nicht so lang gezogen wie etwa das Microsoft Surface Laptop mit einem Seitenverhältnis von 3:2. Damit eignet es sich unter anderem besser zum Ansehen von Filmen über Streaming-Dienste. Der Ein/Ausschalter sitzt rechts an der seitlichen Kante neben dem USB-A-Steckplatz und dem Kopfhörerausgang. Das bietet den Vorteil, dass man nicht versehentlich beim Tippen den Power-Button betätigt.

Als Antrieb setzt Lenovo beim Yoga Slim 7 Pro nicht auf Intel – sondern AMD. Zum Einsatz kommt der AMD Ryzen 7 5800H mit Octa-Core-CPU mit einer Taktfrequenz bis 4,4 GHz. Das neue SoC mit Zen-3-Architektur basiert auf dem Cezanne-Modell von AMD und ist seit Anfang 2021 auf dem Markt.

AMD verspricht einen starken Leistungszugewinn – dieser zeigt sich auch beeindruckend beim Benchmark-Test PCMark 10: Der Lenovo Yoga Slim 7 Pro erreicht stolze 6300 Punkte. Damit übertrifft es sämtliche in jüngster Zeit von uns getesteten Laptops mit Intel Core i5 oder Core i7. Das Lenovo Yoga Slim 7i Carbon (Testbericht) mit Core i5 schaffte etwa 4500 Punkte. Selbst das mehr als doppelt so teure Lenovo Thinkpad X1 Titanium Yoga (Testbericht) mit Core i7 kam nur auf 4300 Punkte.

Der integrierte Grafikchip AMD Radeon RX Vega 8 hat hingegen nicht ganz so viel Power. Beim Benchmark-Test „Time Spy“ von 3DMark erreichten wir 1380 Punkte – das liegt nahezu gleichauf mit dem Thinkpad X1 Titanium Yoga oder Yoga Slim 7i Carbon. Zum Vergleich: Unser Referenz-PC mit Intel Core i5 und einer dedizierten Grafikkarte wie der PNY GeForce GTX 1660 Ti XLR8 Gaming OC (Testbericht) kommt auf knapp 6000 Punkte.

Für ernsthaftes Gaming ist der Yoga Slim 7 Pro weniger gedacht. Bei älteren Titeln reicht das aber meistens für eine flüssige Wiedergabe. Eine denkbare Alternative ist mittlerweile Cloud-Gaming (Ratgeber) – dabei übernehmen Server die Rechenleistung für die Spiele.

Die Ausstattung des Lenovo Yoga Slim 7 Pro kann sich sehen lassen. Für genügend Arbeitsspeicher ist mit 16 GByte DDR4-RAM gesorgt. Dieser ist allerdings verlötet und somit nicht erweiterbar. Für genügend Speicherkapazität sorgt die M.2-SSD mit 512 GByte. Beim Storage-Test von PCMark 10 erreichte die SSD eine ordentliche Bandbreite von 305 MBit/Sekunde und damit solide 2000 Punkte. Damit liegt es noch vor dem Yoga Slim 7i Carbon, aber geringfügig hinter dem Magicbook 14 von Honor.

Kompakte Laptops geizen häufig mit den Anschlüssen. Das Slim 7 Pro bietet zwei USB-C-Buchsen mit DisplayPort 1.4 und wenigstens einen USB-A-Anschluss. Alle Ports unterstützten USB 3.2 Gen2. Einer der USB-C-Stecker ist aber durch das Netzteil belegt, sodass nur zwei Steckplätze übrig bleiben. Leider ist das mittlerweile Normalität bei aktuellen Laptops in dieser Größenordnung. Einen HDMI-Anschluss hat der Laptop nicht. Immerhin bietet das Gerät noch einen Klinkenstecker für Kopfhörer.

Bei der kabellosen Konnektivität ist alles auf einem aktuellen Stand: Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2. Ein SIM-Kartenmodul für mobiles Internet bietet das Notebook nicht. Die Webcam bietet mit 0,9 Megapixel eher Standardkost – reicht aber für Videochats in guter Bildqualität vollkommen aus. Sie erlaubt zudem das Entsperren über 3D-Gesichtserkennung mit einem Infrarotsensor. Einen Fingerabdrucksensor gibt es dafür aber leider nicht.

Positiv überrascht hat uns der Sound. Die beiden 2-Watt-Lautsprecher von Harman Kardon unterstützen Dolby Atmos und sorgen für einen satten und räumlichen Klang. Wer etwa einen Film anschauen möchte, braucht nicht unbedingt externe Boxen oder Kopfhörer dafür. Zum Musikhören fehlt es bedingt durch die Bauart an Tiefen. Bei hoher Lautstärke sind die Höhen zu stark ausgeprägt, neigen aber noch nicht zum Scheppern.

Das 14-Zoll-Display im 16:10-Format löst mit bis zu 2880 x 1800 Pixeln auf. Das sorgt für eine scharfe Pixeldichte von gut 243 ppi – das ist viel für ein Laptop. Die Kontraste sind stark ausgeprägt, die Farben kräftig. Zudem bietet der Bildschirm eine Bildwiederholrate von 90 Hz statt der bei Laptops weitverbreiteten 60 Hz. Das sorgt für eine insgesamt flüssigere Bildwiedergabe bei Filmen oder Spielen. Gaming-Monitore (Ratgeber) liegen dabei aber noch deutlich höher.

Die Helligkeit fällt mit gemessenen 410 cd/m² erfreulich hoch aus. Das liegt auf Augenhöhe mit dem Acer Swift 5 (Testbericht) und übertrifft das Yoga Slim 7i Carbon sowie die Notebooks von Huawei und Honor bei Weitem. Ein heller Bildschirm erleichtert allgemein die Nutzung eines Rechners im Freien, allerdings spiegelt die Oberfläche ziemlich stark. Das schränkt die Arbeit mit dem Laptop auf der Terrasse oder im Garten stark ein, wenn die Sonne direkt aufs Display scheint.

Der fest verbaute Lithium-Polymer-Akku hat eine Kapazität von 61 Wh. Das mitgelieferte Netzteil nutzt einen der USB-C-Ports und leistet 95 Watt. Verglichen mit den kompakten 65-Watt-Netzteil beim Yoga Slim 7i Carbon fällt es ziemlich klobig aus und erschwert den Transport. Ein vollständiger Ladevorgang dauert beim Yoga Slim 7 Pro knapp über 2 Stunden.

Beim Batterie-Test von PCMark 10 kommen wir bei einer simulierten Büro-Nutzung mit dem Yoga Slim 7 Pro auf eine Akkulaufzeit von 10,5 Stunden. Das ist ein ordentlicher Wert und dürfte im Alltag je nach Nutzung für einen ganzen Arbeitstag ohne Netzteil ausreichen. Länger durchgehalten haben bei unseren jüngsten Tests nur das Honor Magicbook 14 (Testbericht) und der Convertible Microsoft Surface Book 3 (Testbericht). Das schlanke Yoga Slim 7i Carbon schafft mit dem schwächeren Akku nur 9,5 Stunden. Bei der reinen Videowiedergabe hält das Yoga Slim 7 Pro im Test von PCMark über 11 Stunden durch.

Unter Volllast kommt das Gerät mit dem Ryzen 7 bei der Akkulaufzeit aber schnell an seine Grenzen: Nach 1 Stunde ist bereits Schluss im Gaming-Test bei PCMark. Das von einem Intel-Chip angetriebene Yoga Slim 7i Carbon schafft hier zum Beispiel 2 Stunden, das Surface Book 3 sogar 2,5 Stunden.

Die UVP für das Lenovo Yoga Slim 7 Pro in Silber mit der von uns getesteten Konfiguration mit AMD Ryzen 7 liegt bei 1099 Euro. Bei Händlern gibt es das Gerät bereits für unter 1000 Euro. Die stärkere Variante in Dunkelgrau mit AMD Ryzen 9 kostet bei Händlern 1300 Euro aufwärts. Insgesamt erscheint uns der Preis für ein Gerät der Marke Lenovo nachvollziehbar.

Das Lenovo Yoga Slim 7 Pro überzeugt mit starken Ryzen-Prozessoren und gute Akkulaufzeit. Das macht das kompakte Notebook zu einem idealen Begleiter zwischen Homeoffice, Büro und für unterwegs. Ganz so leicht und handlich wie andere Laptops ist das Yoga Slim 7 Pro nicht – überzeugt dafür aber mit hoher Rechenleistung und einem hellen und hochauflösendem Display. Mit einem Preis von unter 1000 Euro für die „schwächere“ Variante mit Ryzen 7 bietet das Gerät ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis bei ausgezeichneter Verarbeitung.

Sparfüchse können als Alternative einen Blick auf das fast 300 Euro günstigere Honor Magicbook 14 (Testbericht) mit solider Performance und guter Akkulaufzeit werfen. Gleicht teuer aber wesentlich schlanker sowie leichter ist das Lenovo Yoga Slim 7i Carbon (Testbericht) mit etwas schwächerem Intel-Prozessor. Wenn es unbedingt ein Touchscreen sein soll, kommt das ebenfalls kompakte Acer Swift 5 (Testbericht) als Alternative infrage.

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