Lenovo Yoga Slim 7 im Test: 14-Zoll-Laptop mit Power und langer Akkulaufzeit

Lenovo Yoga Slim 7
Pro und Contra
  • starke Leistung
  • lange Akkulaufzeit
  • toller Sound 
  • nicht für Gaming geeignet
  • nur Full HD
  • mittlere Helligkeit 
  • 4.5

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Das kompakte Lenovo Yoga Slim 7 bietet im 14-Zoll-Format eine gute Ausstattung mit ansprechender Leistung, tolle Verarbeitung und lange Akkulaufzeit. Wir haben den Laptop ab 650 Euro getestet.

Das Lenovo Yoga Slim 7 erfüllt die Spezifikationen von Intel für das Evo-Label. Diese Laptops stellen damit die Nachfolge der „Ultrabooks“ dar. Geräte mit dieser Plakette sind besonders leicht und bieten ausreichend Leistung für den professionellen Einsatz. Damit eignen sich diese Laptops besonders gut fürs mobile Arbeiten eignen.

Um eine Zertifizierung für Evo zu erfüllen, muss das Notebook folgende Kriterien erfüllen: Intel-Core -i5- oder i7-Prozessoren der 11. Generation (Tiger Lake) mit integrierter Intel Iris Xe-Grafik, gleichbleibende Performance im Akkubetrieb, Aufwachen aus dem Stand-By-Modus in weniger als 1 Sekunde, eine Akkulaufzeit von mindestens 9 Stunden, eine Akkukapazität von vier Stunden nach einem Ladevorgang von lediglich 30 Minuten sowie Wifi-6, Thunderbolt 4 und eine gehobene Ausstattung bei Display, Lautsprecher, Mikrofon und Webcam.

Innerhalb der Modellreihe ist das Yoga Slim 7 unterhalb des leichten und kompakten Lenovo Yoga Slim 7 Pro (Testbericht) einzuordnen. Preislich ist das Slim 7 günstiger als das ultraleichte Lenovo Yoga 7i Carbon (Testbericht), wiegt aber etwas mehr. Damit kann es gerade noch den kompakten Laptops unter 1000 Euro (Ratgeber) zugeordnet werden.

Optisch erinnert das dunkelgraue Yoga Slim 7 eher an das Lenovo Yoga Slim 7 Pro (Testbericht) und weniger an das leichtere und schmalere Lenovo Yoga 7i Carbon (Testbericht). Das zeigt sich auch an den größeren Abmessungen von 321 x 208 x 15 Millimeter. Es ist also gut zwei Zentimeter breiter als ein Blatt DIN-A4 oder das weiße Carbon-Modell, aber etwas dünner als die Pro-Version des Yoga Slim 7. Der größte Unterschied im Vergleich zu den anderen beiden Vertretern der Baureihe sind die beiden Lautsprecher links und rechts neben der Tastatur.

Insgesamt hinterlässt das Yoga Slim 7 einen hochwertigen und äußerst seriösen Eindruck – bringt aber verglichen mit einigen anderen Laptops in dieser Größe einiges an Gewicht mit auf die Waage. Das Gehäuse besteht weitgehend aus Aluminium, was zu einem im Vergleich zum Carbon-Modell höherem Gewicht von etwa 1,36 Kilogramm führt. Die Verarbeitung ist tadellos, wie man es von der ganzen Modellreihe her kennt. Nichts knirscht oder klappert. Das Scharnier des Displays ist ausreichend schwergängig, um in jeder gewünschten Position zu verharren.

Der Ein/Ausschalter sitzt auf der rechten Seite seitlich im Gehäuse neben den USB-Anschlüssen. Das hat den großen Vorteil, dass Nutzer nicht versehentlich beim Tippen auf den Knopf gelangen und so den Schlafmodus auslösen. So banal das klingt, kann es doch bei kompakten Laptops ein Ärgernis sein. Die beleuchtete Tastatur ist sehr angenehm beim Schreiben, fühlt sich weich an, sorgt aber für ausreichend Hub. Zudem ist sie leise.

Für Leistung sorgt beim Yoga Slim 7 ein Intel Core i5 der elften Generation („Tiger Lake“). Der Prozessor sorgt für eine starke Leistungsfähigkeit für verschieden Aufgaben mit Fokus auf Produktivität. Beim Benchmark-Test von PCmark 10 erreichten wir damit durchschnittlich 4800 Punkte. Damit liegt das Notebook auf Augenhöhe mit dem Acer Swift 5 (Testbericht) und übertrumpft sogar leicht das Lenovo Yoga 7i Carbon (Testbericht). Mit dem Lenovo Yoga Slim 7 Pro (Testbericht) mit AMD-CPU kann es allerdings nicht mithalten. Der Lüfter ist bei hoher Belastung bemerkbar – der Lärm hält sich jedoch noch angenehm in Grenzen.

Auch wenn Intels Grafikchip Iris Xe verglichen mit seinen Vorgängern deutlich besser geworden ist, kann er nicht mit dedizierten Grafikkarten von Nvidia oder AMD mithalten. Beim Benchmark „Time Spy“ von 3Dmark erreichten wir knapp über 1250 Punkte. Das ist für ein Laptop für die Arbeit in Ordnung – zum ernsthaften Zocken eignet sich das Yoga Slim 7 jedoch weniger, abgesehen von älteren Spieltiteln. Warum das so ist, zeigt der Vergleich mit unserem Referenz-PC: Ausgestattet mit einem Intel Core i5 (8. Generation) und einer Grafikkarte wie der PNY GeForce GTX 1660 Ti XLR8 Gaming OC (Testbericht) erreicht der PC über 6000 Punkte. Wer dennoch öfters Spiele nutzen möchte mit dem Yoga Slim 7, kann über Cloud-Gaming (Ratgeber) nachdenken.

Das von uns getestete Lenovo Yoga Slim 7 hat 8 GByte RAM. Der Arbeitsspeicher ist fest verlötet, wodurch eine nachträgliche Erweiterung nicht mehr möglich ist. Diese unschöne Praxis ist mittlerweile gängig bei leichten Laptops – zum Teil bedingt durch die kompakte Bauart. Es gibt zudem eine Variante mit 16 GByte RAM.

Die NVMe-SSD hat eine ausreichende Speicherkapazität von 512 GByte. Das Tempo der Festplatte ist mehr als zufriedenstellend mit 320 MByte/Sekunde. Beim Storage-Benchmark von PCmark 10 bescherte uns das ordentliche 2000 Punkte, was auf Augenhöhe mit dem Pro-Modell liegt. Dank vorhandenem TPM 2.0 ist ein Update auf Windows 11 direkt nach der Aktivierung verfügbar.

Für einen schlanken PC bietet das Yoga Slim 7 ausreichend Anschlüsse: So finden sich neben zwei Typ-A-Steckplätzen für USB 3.0 auch zwei Anschlüsse für Thunderbolt 4 sowie HDMI, eine Klinke mit 3,5 Millimeter und ein Micro-SD-Karten-Lesegerät. Einer der Thunderbolt-Slots dient als Steckplatz für das Netzteil. Zum Vergleich: Beim Lenovo Yoga 7i Carbon (Testbericht) finden sich nur drei USB-C-Steckplätze.

Einen Fingerabdrucksensor gibt es beim Lenovo Yoga Slim 7 leider nicht. Immerhin erlaubt die Webcam mit 1 Megapixel die Identifizierung über Infrarot und Windows Hello – allerdings kann das bei einer Dienstreise im Zug mit Schutzmaske ein Ergebnis sein. Da sind Fingerabdrucksensoren eindeutig im Vorteil. Für Videokonferenzen liefert die Webcam ein gutes Bild ohne Verzerrungen. Über das integrierte Mikrofon verstehen andere Teilnehmer einen gut. Im Zweifelsfall helfen hier Business-Headsets (Ratgeber) weiter. Besonders gut gefallen hat uns der Sound des Lenovo Yoga Slim 7. Das Lautsprechersystem unterstützt Dolby Atmos – was man sonst vorwiegend aus dem Kino kommt. Sind Inhalte dafür optimiert, sorgt das für einen beeindruckenden und räumlichen Klang.

Das LC-Display mit IPS-Panel hat eine Diagonale von 14 Zoll und löst mit Full HD auf. Eine Toucheingabe gibt es nicht. Die Bildqualität ist erstaunlich gut mit satten Farben und ausgeprägten Kontrasten. Lediglich die gewählte Auflösung ist nicht sonderlich hoch – eines der kleineren Schwächen des Modells. Full HD ist allerdings weiterhin üblich bei Laptops in diesem Größenformat. Allerdings bietet das Lenovo Yoga 7i Carbon (Testbericht) und das Lenovo Yoga Slim 7 Pro (Testbericht) höhere Auflösungen im Bereich von QHD+.

Das Bild ist auch aus schrägen Winkeln noch gut erkennbar. Die maximale Helligkeit beträgt etwa 350 cd/m². Das geht noch in Ordnung, andere Geräte bieten aber teils hellere Bildschirme. So schaffen das Acer Swift 5 (Testbericht) und Lenovo Yoga Slim 7 Pro (Testbericht) Werte über 400 cd/m². Je heller das Display, desto besser ist es bei gutem Wetter unter freiem Himmel ablesbar.

Besonders positiv aufgefallen ist uns die Akkulaufzeit beim Yoga Slim 7. Beim Battery Test von PCmark 10 mit einem simulierten Arbeitsbetrieb hatte der Laptop nach fast 12 Stunden noch immer eine Akkukapazität von knapp unter 20 Prozent. Bei der dauerhaften Wiedergabe von Video hielt das Gerät zudem 11,5 Stunden durch. Unter hoher Auslastung im Gaming-Modus schafft das Notebook noch einen Wert von knapp unter 2 Stunden.

Damit übertrifft das Yoga Slim 7 bei der Akkulaufzeit sogar die Pro-Version und liegt auf Augenhöhe mit dem Honor Magicbook 14 (Testbericht) sowie dem teuren Convertible Microsoft Surface Book 3 (Testbericht). Das Netzteil passt in jeden USB-C oder Thunderbolt 4 Steckplatz und bietet eine Leistung von 65 Watt bei 20 Volt und 3,25 Ampere. Der Laptop ist damit in knapp 2 Stunden wieder vollständig aufgeladen.

Die UVP für das Lenovo Yoga Slim 7 mit Intel-CPU und 8 GByte RAM liegt bei 899 Euro. Den Laptop findet man aber bereits zu fairen Straßenpreisen von 660 Euro und aufwärts. Die Variante mit 16 GByte RAM gibt es bei verschiedenen Händlern ab 830 Euro. Mit Core i7 sind mindestens 1000 Euro fällig.

Saturn bietet derzeit für 750 Euro ein besonderes Angebot für das Yoga Slim 7. Zum Lieferumfang gehört eine Schutzhülle von Lenovo und 2 Jahre Premium Care. Der Dienst bietet einen erweiterten Kundensupport für Käufer des Yoga Slim 7. Dazu gehören unter anderem ein Vor-Ort-Support, Hilfe bei der Einrichtung sowie ein jährlicher PC Gesundheitscheck.

Das Lenovo Yoga Slim 7 überzeugt als schlanker und leistungsstarker Laptop mit Evo-Zertifikat. Neben der starken Arbeitsleistung ist die lange Akkulaufzeit, die hervorragende Verarbeitung sowie der tolle Sound zu betonen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt in unseren Augen ebenfalls – wenn man passende Angebote nutzt. Zu bemängeln gibt es recht wenig: Das Display könnte etwas heller sein und eine höhere Auflösung bieten. Um ein Leichtgewicht handelt es sich beim Yoga Slim 7 aber nicht.

Der Laptop eignet sich durch die kompakten Ausmaße gut für jeden, der häufig mobil arbeiten möchte. Wer ein kleineres und leichteres Gerät sucht mit ähnlicher Leistung, sollte einen Blick auf das Lenovo Yoga 7i Carbon (Testbericht) werfen. Deutlich mehr Leistung bietet zudem das Lenovo Yoga Slim 7 Pro (Testbericht). Beide Geräte kosten aber rund 1000 Euro. Ähnlich bei Preis und Leistung ist zudem das Honor Magicbook 14 (Testbericht). Weitere Alternativen zeigen wir in unserem Ratgeber Leicht aber stark: Kompakte Laptops unter 1000 Euro.

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