Laser, Fräse und 3D-Drucker in einem: Snapmaker 2.0 A350T im Test

Snapmaker A350T
Pro und Contra
  • bedienerfreundliches Gesamtpaket
  • 3-in-1-System aus 3D-Drucker, Laser und Fräse
  • hochwertige Komponenten, gute Verarbeitung
  • hoher Preis
  • Modulumbau ist aufwendig
  • Software hat noch Bugs
  • 4.5

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CNC-Fräse, Lasergravierer und 3D-Drucker: der Snapmaker 2.0 A350T mit automatischer Kalibrierung und bedienerfreundlicher Software bietet selbst Neulingen einen schnellen Weg in die gängigsten digitalen Bearbeitungstechniken. TechStage hat ihn getestet.

Wer schon mal intensiv auf der Suche nach einem hochwertigen 3D-Drucker war, der ist bestimmt über den Snapmaker 2.0. A350T gestolpert. In nur einem Gerät ist ein 3D-Drucker, ein Laser-Engraver und eine CNC-Fräse untergebracht. Ein Traum, der Preis eher nicht so. Ein ähnliches, sehr viel preiswerteres System vom chinesischen Hersteller Ecubmaker, hatten wir schon im Test: Der Toydiy 4-in-1 3D Printer für 250 Euro hat uns im Test aber nicht überzeugt. Bei über 2000 Euro sind wir zuversichtlich, dass der Snapmaker 2.0 A350T in allen Bereichen besser abschneidet.

Dieser Test gehört zu unserer Themenwelt 3D-Drucker. Hier finden sich Ratgeber wie 3D-Drucker: Alle wichtigen Informationen für den Einstieg oder die Kaufberatung zu den 15 günstigsten FDM-Druckern. Zudem finden sich hier Vergleichstest und Einzeltests.

Der Snapmaker 2.0 A350T hat dann auch in fast allen Aufgabenbereichen unsere Erwartungen übertroffen. Schon beim Aufbau war klar, das Gerät spielt in einer anderen Liga. Beinahe alle Teile sind von höchster Qualität und mit hoher Präzision bis ins Detail ausgearbeitet. Selbstredend ist alles transportsicher und schick verpackt. Das Design ist der Funktion angepasst, fast alle Metallteile sind entweder eloxiert oder pulverbeschichtet veredelt. Wir hatten stets das Gefühl, der Hersteller will in jedem Detail das Bestmögliche herausholen.

Ein Filetstück des Snapmakers sind dessen geschlossenen Linearschienen. Warum? Für die CNC-Funktion, mit der hohen Spanentwicklung müssen diese vollständig geschlossen sein. So ist in jeder Schiene das komplette Steuerungssystem verbaut. Ein dünnes Federstahlblech schützt die innenliegende Motorik, elektronische Steuerung und sonstige mechanischen Bauteile.

Der große 5-Zoll-Touchscreen mit seinen abgerundeten Ecken und minimalen Fasen erinnert stark an die früheren iPhones. Der Bildschirm liegt schwer in der Hand, was hochwertig wirkt. Das hochauflösende Display und der zuverlässig schnelle Touchscreen hinterlassen einen positiven Eindruck: Hier entspricht die Qualität dem hohen Preis.

Der Aufbau des Snapmaker 2.0 A350T inklusive der Einhausung nimmt trotz einiger Erfahrung mit 3D-Druckern knapp einen halben Tag in Anspruch. Allerdings ist die Montage auch für Einsteiger problemlos machbar. Alle Teile passen perfekt aneinander und jeder noch so kleine Arbeitsschritt ist in der Aufbauanleitung präzise bebildert beschrieben. So würden wir uns das öfter wünschen. Uns erinnerte der Zusammenbau an die aufregenden Lego-Technik-Bausätze aus der Kindheit, ein gutes Gefühl!

Der Snapmaker 2.0 A350T und das Zubehör stecken beim Transport in einer großen, schweren Kiste. Die Einhausung kommt in einer zusätzlichen Box. Ist der Karton des Druckers offen, erwarten uns zahlreiche Einzelteile, einige vormontierte Komponenten, Werkzeuge, Anleitung und mehr. Obenauf liegt zunächst die ausführliche Bedienungsanleitung und die Module für die verschiedenen Betriebsmodi. Diese sind nochmals einzeln in Kartonagen verpackt. Auch der Rest der Maschine ist vorbildlich verpackt und gegen Beschädigungen gesichert. Snapmaker bietet seinen Kunden schon beim Auspacken ein positives Produkterlebnis.

Insgesamt erwartet uns eine Mischung aus passgenauen Modulen, präzis gefrästen Bauteilen und sehr, sehr, vielen Schrauben. Trotzdem gestaltet sich der Aufbau verhältnismäßig einfach. Da der Aufbau sehr umfangreich ist, gehen wir hier nur auf die groben Arbeitsschritte ein:

Zunächst werden die zwei y-Schienen in die Vertiefungen der pulverbeschichteten Plattform eingelegt und von unten mit Schrauben fixiert. Vorsicht, es gibt jeweils drei Schienen mit einer Führung (Lead) von 20 mm und zwei mit 18 mm. Die drei Schienen für die y- und x-Achse sind die Linearschienen mit 20 mm Lead. Nun die Winkelhalterungen der z-Schienen anbringen. Danach die z-Schienen locker anschrauben, aber noch nicht festziehen. Jetzt die x-Schiene mit beiden z-Schienen verbinden. Danach die z-Schienen an der Plattform festziehen.

Anschließend können wir den Laufschlitten, die Kabelverteilerbuchsen der Schienenpaare und den Hub für die Elektronik anbringen. Jetzt werden die Kabel angeschlossen. Alle Kabel sind ordentlich beschriftet oder haben eindeutige Steckverbindungen. Im Großen und Ganzen ist der Aufbau dank ausführlicher Bedienungsanleitung und genauer Teilebeschriftungen sehr einfach.

Zwei kleine Kritikpunkte haben wir dennoch. Die Qualität der Schrauben ist nicht mit der restlichen Materialqualität zu vergleichen. Auch sind die Kabelführungen nicht gerade unauffällig. Für etwas mehr Ordnung sorgen klassische Kabelbinder aus dem eigenen Bestand.

Wer beim Einsatz der 3-in-1-Maschine keine Probleme bekommen möchte, muss präzise arbeiten! Am besten sollte man alle Teile, vor allem aber Laufschienen und das Gerüst der Einhausung, doppelt und dreifach auf deren korrekte Ausrichtung und Positionierung kontrollieren!

Sind alle Teile zusammengebaut und verkabelt, kann der Snapmaker zum ersten Mal starten. Zur Steuerung dient die hauseigene Software Snapmaker Luban. Hier sind alle Bearbeitungswerkzeuge von 3D-Druck-Slicer bis zu 4-achsigen CNC-Fräse enthalten. Auf der Startseite kann direkt ein Programm angewählt oder im unteren Bereich ein Testmodell geladen werden. Zudem gibt es noch einige nützliche Erklärungen zur Steuerung und Bedienung. Nach der Einrichtung der WLAN-Verbindung bekommen wir prompt die Meldung, dass die Systemsoftware veraltet ist. Ein Knopfdruck und der Snapmaker aktualisiert sich eigenständig – sehr bequem

Zunächst testen wir den 3D-Druck. Nachdem die 3D-Modelle aufbereitet und gecodet sind, kann der G-Code direkt vom PC auf den Drucker geladen werden. Vorteil dieser Methode ist die direkte Werkzeugsteuerung. Der Nachteil: Der Computer muss mit dem Snapmaker verbunden bleiben und darf auch nicht in den Ruhemodus schalten. Alternativ wird die Datei via WLAN oder per USB-Stick auf den Snapmaker übertragen. Dann arbeitet das Gerät eigenständig, ohne angeschlossenen Computer. Überwachung und Steuerung sind dann allerdings begrenzt.

Die dazugehörige Software Luban ist intuitiv und übersichtlich aufgebaut. Die Performance der Software ist aber leider nicht mit der des Snapmakers zu vergleichen. Wir hatten beim 3D-Druck-Slicer Aufbauprobleme der einzelnen Schichten. Bei der Vektorumwandlung eines Fotos in der Laser Software fror und das Programm immer wieder kurzzeitig ein. Außerdem gibt es sporadisch Verbindungsprobleme beim Wechsel von Vorbereitungsfenster zu Arbeitsbereich. Dort kann es auch vorkommen, dass sich die Software völlig aufhängt, was einen Neustart erfordert.

Das ist aber nicht dramatisch, schließlich gibt es gerade im Bereich des 3D-Drucks großartige, teils kostenlose, Alternativprogramme. In den Slicern Prusa Slicer und Ultimaker Cura kann der Snapmaker ebenso als Druckerprofil angelegt werden. Wir raten dazu, eines dieser Programme zu nutzen.

Die Lasersoftware vom Snapmaker ist vollkommen ausreichend für einfache Foto- und Vektorgravuren. Wirklich viele Einstellungsmöglichkeiten gibt es allerdings nicht – zumindest im Vergleich mit kommerzieller Software. Wer mehr aus dem Laser herausholen will, sollte sich hier etwa das Programm Lightburn ansehen. Die Software gibt es als kostenlose Testversion.

Die CNC-Software des Snapmakers arbeitet mit SVG-Dateien oder STL-Dateien. SVG-Dateien (Vektorgrafiken) arbeiten mit Linien, die sich aufeinander beziehen. STL-Dateien beschrieben hingegen die Oberfläche von 3D-Modellen mit Dreiecksfacetten.

Bei SVGs fährt der Fräskopf ganz einfach die Linien der Vektordatei ab und der Nutzer entscheidet, wie tief die Linien eingefräst werden. Bei STL-Dateien wandelt Luban die Draufsicht des Modells in ein Höhenrelief um. Dieses Relief wird dann Schicht für Schicht abgetragen.

In Luban sind die hauseigenen Fräsköpfe bereits angelegt (siehe Bildergalerie, Software). Nach der Montage von Werkstück und Fräskopf muss der Mittelpunkt und Starthöhe knapp oberhalb der zubereitenden Fläche definiert werden. Dazu muss man mittig in der horizontalen zentrieren, danach den z-Abstand bis auf die 0,1 mm Abstandskarte absenken. Nun sollte der Nutzer unbedingt den Button Center of Origin betätigen, erst dann schaltet der Bearbeitungsmodus auf der Anzeige korrekt auf das CNC-Programm um.

Je nachdem, welche Funktion genutzt wird, muss der Snapmaker umgebaut werden. Anbei ein paar Fotos mit verschiedenen Ausstattungen.

Zunächst benutzen wir im Test die beigelegte Software Luban. Wenn der Nutzer sich den Luxus der herstellereigenen Filament-Sorten leistet, gibt es hier sogar schon vorgefertigte Slicer-Einstellungen. Für andere Filamente müssen die Profile erst angepasst werden. Sind alle Settings festgelegt, reicht ein Druck auf den Gcode-Button und wenige Sekunden später ist das Modell druckfertig aufbereitet. Wir hatten hier im Test keine Probleme mit dem auf USB-Stick mitgelieferten Modell einer Vase. Doch bei unseren eigenen 3D-Modellen stiegen wir nach den ersten missglückten Versuchen mit Luban auf Cura um. Die Modelle aus Cura wurden dann auch alle wunderbar gedruckt.

Worauf noch hinzuweisen ist, der Extruder hat nur ein Förderrad für den Filament-Vorschub. Das ist leider nicht mehr ganz Stand der Technik. Das kleine Aufklappfach für den Wechsel des Materials ist hingegen ein Traum. Dieses hilft auch bei verstopftem Extruder: einfach das Fach öffnen und raus mit dem Filament.

Wir haben aus PLA den Big Ben, das Pantheon, die auf USB-Stick gespeicherte Vase und einen Drachen gedruckt. Mit TPU wurde dann noch der klassische Benchy, ein Belastungstest in Form eines Schiffchens, gedruckt.

Der Drucker liefert insgesamt ein ordentliches bis hervorragendes Druckbild. Es gibt keinerlei Versatz in den Schichten, allerdings minimale Muster im Vasendruck. Bei den selbst bearbeiteten Modellen taucht das Problem nicht auf. Die Bauteilkühlung des 3D-Druckmoduls ist so leistungsstark, dass sie perfekte Abschlüsse von Modellen mit feinen Spitzen ermöglicht.

Bei TPU schwächelt dann aber der einseitige Extruder. Es ist möglich, mit dem Snapmaker TPU zu drucken. Doch muss die Geschwindigkeit stark gedrosselt werden. Mit langsamen 20 mm/s Druckgeschwindigkeit hatten wir dann ein ausreichendes Druckergebnis. Wer TPU mit dem Snapmaker verarbeiten möchte, sollte das Tempo im Idealfall sogar auf zwischen 10 und 17 mm/s reduzieren.

Mit einer Druckbetttemperatur von 80 Grad und einer Düsentemperatur von 275 Grad ermöglicht der Snapmaker zwar eine große Materialvielfalt. Zuverlässig drucken kann er etwa PLA, PLA+, PETG. TPU klappt auch, aber nur bei niedrigem Drucktempo. ABS, ASA und CPE sind mit einer Druckbetttemperatur von nur 80 Grad möglich, wir empfehlen aber zusätzlich den Einsatz von Fall Haftmittel, wie den klassischen Klebestift, verdünnten Holzleim oder Haftmittel von Magigoo. Der Snapmaker kann die Materialien auf jeden Fall verarbeiten, aber ohne wirklich luftdichte Einhausung, kann es Sprünge in größeren Druckmodellen geben.

Insgesamt ist der Snapmaker ein gut und zuverlässig funktionierendes 3D-Drucksystem für die gängigsten Materialien. Bei Exoten wie Nylon, PC und größeren Drucken aus ABS, ASA und CPE kommt der Snapmaker allerdings an seine Grenzen.

Der Wechsel auf den Laser ist einfach, allerdings müssen zunächst vier Schrauben getauscht werden. Der Snapmaker erkennt anschließend eigenständig den Werkzeugwechsel. Bei uns wurde zunächst eine veraltete Firmware des Lasermoduls erkannt und umgehend via WLAN aktualisiert. Etwa 20 Schrauben später ist dann endlich auch das Heizbett des Druckers abmontiert und die Arbeitsfläche bereit für die vier schwarzen gerippten Alu-Schienen für die Arbeit mit dem Laser. Durch die gerippte Oberfläche wird weniger Hitze auf die Unterseite des zu gravierenden Bauteils abgestrahlt. Resultat sind saubere Schnitte und weniger verbrannte Unterseiten. Die vier Schienen werden sind mit je vier Schrauben am Rahmen fixiert.

Selbst für unerfahrene Nutzer erschließt sich die Funktionsweise der Software schnell. Die Video-Anleitungen geben zudem einen schnellen Einblick, wo die wichtigen Tasten liegen. Im Prinzip ganz einfach: Ein Foto oder sonstiges JPEG über die Software laden, per Mausklick die Datei auf richtige Größe skalieren und auf der Arbeitsfläche positionieren. Wird der Snapmaker direkt über die Arbeitsfläche von Luban gesteuert, kann mittels der Kamera sogar ein Livebild der Arbeitsfläche inklusive Werkstoff aufgenommen werden. So kann die Gravur dann genau ausgerichtet werden – eine sehr komfortable Lösung und eine ideale Voraussetzung für gelungene und korrekt positionierte Gravuren. Werden die Daten per USB oder WLAN gesendet, ist das Positionieren des Werkstücks etwas kniffliger. Mit etwas Übung funktioniert aber auch das.

Mit einer beigelegten Holztafel starten wir den Test. Diese wird positioniert und mit kleinen Silikonnoppen auf allen vier Seiten fixiert. Diese Silikonnoppen sichern das Material auf dem Werktisch und verhindern ein Verschieben während des Arbeitsvorgangs. Vorsicht ist trotzdem geboten. Durch die Hitzeentwicklung können sich einige Werkstoffe, wie Holz, so stark erwärmen, dass sie sich während der Gravur krümmen. Man sollte den Laser deshalb nie unbeaufsichtigt lassen!

Als Erstes haben wir die Box aus den Testdateien der Luban-Arbeitsoberfläche ausgewählt. Zu Beginn des Laserprogramms kann zwischen automatischer oder manueller Kalibrierung gewählt werden. Bei der automatischen Kalibrierung muss erst die Werkstoffstärke angegeben werden. Danach wird ein fünf Zentimeter langer Teststreifen mit unterschiedlichen Höhen auf den Werkstoff gelasert. Mittels der Kamera justiert der Laser eigenständig die ideale Brennweite. Bei der manuellen Kalibrierung wird der Ursprung selbst definiert.

Im laufenden Betrieb können LED-Beleuchtung, Absaugung der Einhausung, Arbeitsgeschwindigkeit und Laser-Leistung gesteuert werden. Die Einhausung mit dem gegen das Laserlicht schützenden Spezialglas registriert offene Türen und unterbricht dann das Programm. Hier hat der Hersteller mitgedacht und alles richtig gemacht. Offene Gehäuse und Gefahr für die Augen sind die Hauptkritikpunkte bei den meisten Lasern.

Das Lasermodul mit einer Ausgangsleistung von 1,6 Watt eignet sich gut für Lasergravuren. Danach ist aber auch schon Schluss. Wer mit dem Laser schneiden will, wird enttäuscht sein. Mit den 1,6 Watt ist dünne Pappe das Maximum, was wir schneiden konnten. Bei der mitgelieferten 1,5 mm starken Holztafel hat der Laser dann mindestens drei Durchgänge gebraucht, besser wären vier. Bei einem 4,5 mm starkem Pappelschichtholz haben selbst zehn Durchgänge nicht gereicht, um das Material ganz zu durchtrennen. Von der Theorie her ist es zwar möglich, doch in der Praxis werden die Schnitte dann nicht mehr sauber. Selbst ein Absenken des Lasers, um den Fokus zu verändern, hilf hier nicht. Kurzum, zum Laser-Cutten ist das kleine Modul nicht geeignet. Snapmaker bietet allerdings ein kraftvolles 10-Watt-Lasermodul als Add-on. Dieses werden wir in einem kommenden Update inklusive der sogenannten Mini-Drehbank testen und vorstellen.

Mir den Gravuren hatten wir hingegen großen Erfolg und sind sehr zufrieden. Es gibt in der Software eine Auswahl aus den vier klassischen Verarbeitungsmodi: Black&White, Graustufen, Punkt- und Linienraster und Vektor-Zeichnung. Bei den Feineinstellungen der Vektor-Zeichnung friert uns das Programm im Test immer wieder kurzzeitig ein, aber es kommt wieder zu sich und wir können weiter machen. Bei uns sind die Fotogravuren auf Holz alle gelungen. Das Ergebnis ist klar, gleichmäßig und scharf. Es gab während der auch Tests keine Ausfälle oder erkennbaren Versatz. Das Lasermodul hat hier ganze Arbeit geleistet.

Edelstahl-Fitting, solide Aufnahme und ein schweres CNC-Modul sind gute Anzeichen für ein anständiges Werkzeug. Nach erfolgreicher Montage und Ausrichtung haben wir zunächst den Flachkopf-Fräskopf volle Kanne ins Werkstück gefahren. Der Fehler: Wir hatten den Button Center of Origin nicht bestätigt. Also am besten, die ersten Versuche mit dem stabileren Rundkopf machen und die Hand am Power-Schalter haben.

Der Antrieb des CNC-Moduls läuft insgesamt schön rund und ruhig. Im laufenden Arbeitsbetrieb mit dem Rundkopf-Fräskopf hören wir im Test trotzdem sporadisch störende Vibrationen. Daraufhin drosseln wir die Arbeitsgeschwindigkeit und die Vibrationen wurden weniger. Nach eineinhalb Stunden war der unser erstes Testmodell, ein Telefonhalter, fertig. Die Kanten wurden alle sauber ausgefräst. Bedingt durch den runden Kopf gibt es hier aber eine unsauber gefräste Schlusskante.

Bei unserem Höhenrelief lief der Rundkopf-Fräser deutlich ruhiger. Mit dem Ergebnis sind wir schon fast zufrieden und blicken mit Zuversicht auf die nächsten Tests. CNC-Fräsen ist für uns eine weitgehend neue Technik – deshalb wurden jetzt erst mal neue Fräsköpfe, Aluminium- und Sikablöcke bestellt.

Es gibt für das Fräsmodul zusätzlich noch eine Mini-Drehbank zum 4-Achs-Fräsen. Außerdem gibt es noch sogenannte Schnitzer-Fräsköpfe. Im Gegensatz zu Flach- und Rundkopf ähneln diese einem doppelten, sehr spitzen Messer. Beides stellen wir zusammen mit dem 10-Watt-Lasermodul in einem Update vor.

Aktuell liegt der Preis bei knapp über 2170 Euro. Der Snapmaker ist ein tolles Gerät, aber im Vergleich zum Kauf günstiger und guter Geräte, ist das trotzdem kostspielig.

Der Snapmaker 2.0 A350T ist ein hochwertiges, schickes und zuverlässiges 3-in-1-System mit einer übersichtlichen, aber noch nicht ganz ausgereiften Software. Ohne langes Tüfteln oder Basteln ist der Snapmaker 2.0 A350T ist ein gelungenes, sehr teures, Rundum-sorglos-Paket mit faszinierenden Möglichkeiten.

Die Druckqualität mit Standard-Filamenten ist hoch, bei exotischen Materialien kommt das Druck-Modul aber doch an Grenzen. Immerhin sind TPU und ABS ab Werk druckbar. Unser Tipp: Für Druck-Jobs empfehlen wir eine alternative Software, wie das kostenlose Cura.

Das im Bundle enthaltene Lasermodul hat in Sachen Gravur voll überzeugt. Leder, Holz oder Steinoberflächen zu gravieren funktioniert prima und macht Spaß. Die Geruchsentwicklung ist allerdings nicht zu unterschätzen. Die Möglichkeit Motive per Kameraansicht zu positionieren ist genial und macht den Einstieg besonders einfach. Wer mit dem Laser schneiden will, benötigt allerdings mehr Power. Hier raten wir auf unser Update mit dem 10-W-Modul zu warten, oder sich unsere Einzeltests in der Themenwelt Laser anzusehen.

Beim Gravur-Modul sind uns der gute Rundlauf und die erträgliche Lautstärke positiv aufgefallen. Für mehr als ein paar Tests fehlten uns leider Zeit, Werkstoffe und Fräsköpfe. Diese sind aber bestellt und so werden wir diese Informationen in einem Update verarbeiten. Das Gravieren weicher Materialien klappt auf jeden Fall gut. Wie gut sich der Fräser mit Schnitz-Fräser und optionalem Drehbank-Modul schlägt, werden die nächsten Wochen zeigen.

Hard- und Software von Snapmaker arbeiten dank geschlossenem Systemaufbau perfekt miteinander und bieten einen komfortablen Einstieg in die Bereiche 3D-Druck, Laser und CNC-Fräsen. Trotz sehr guter Ergebnisse bleibt ein großer Wermutstropfen: der extrem hohe Anschaffungspreis. Vergleichbar gute Druckergebnisse gibt es schon deutlich günstiger, wie ein Blick in die Themenwelt 3D-Drucker oder auf die Top-10-Filament-Drucker zeigt. Auch Laser-Engraver und Cutter gibt es in deutlich stärkerer Ausführung für einen Bruchteil der Kosten. Ob sich die Fräs-Funktion mittelfristig auszahlt, muss sich zeigen.

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