Kurz-Review: Sony Xperia ion

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Das im Januar zu der Consumer Electronics Show 2012 vorgestellte und im dritten Quartal auf den Markt gekommene Xperia ion ist ein Highend-Smartphone mit Android OS von Sony Mobile Communications.

Technisch bietet das Xperia ion sehr viel, dabei sticht die 12-Megapixel Kamera wohl am meisten aus dem Datenblatt heraus. Auch der Rest liest sich gut: das Xperia ion hat ein 4,55-Zoll großes LCDisplay mit einer HD-Auflösung (720x1280 Pixel). Android ist in der Version OS 4. vorhanden und wird einem 1,5GHz-starken Dual-Core Prozessor angetrieben. Es ist der QUALCOMM Snapdragon S3 APQ8060 – also leider nicht mehr der aktuellste und damit nicht vergleichbar, zum Beispiel mit dem Snapdragon S4 MSM8260A. Verfügbar ist es in Schwarz und Rot.

In der ungewöhnlich flachen Verpackung findet man zuerst das Sony Xperia ion. Mitgeliefert wird ebenfalls ein USB-Kabel und ein Modul zum Laden. In-Ear Kopfhörer mit Aufsätzen in verschiedenen Größen sind auch dabei. Die üblichen Handbücher in verschiedenen Sprachen findet man ebenso im Lieferumfang, das war's dann auch.

Wenn man das Smartphone dann zum ersten Mal in der Hand hält, ist man positiv überrascht. Das Xperia ion liegt sehr gut und fest in der Hand. Das komplette Smartphone wirkt sehr stabil und edel, besonders die Rückseite mit dem gebürsteten Metall-Look hat was. Diese ist gleichzeitig aber auch ein Fingerabdruck-Magnet, was aber nicht weiter schlimm ist. Unter den vier elektrischen Tasten befindet sich das Logo der Marke Xperia, das etwas am Design stört. Man hätte rund 1cm an Länge sparen können, das Sony-Logo unter der Hörmuschel hätte ja vollkommen gereicht.

Über und unter dem Aluminiumteil auf der Rückseite gibt es jeweils zwei Kunststoffteile, das untere ist fest verbaut und wahrscheinlich für die Verbindungen gedacht. Das Obere kann man öffnen, so kommt man an den micoSIM und microSDHC-Kartenschacht. Sehr cool ist, dass Sony auch sofort einen Adapter für microSIM-Karten mitliefert, wer also beispielsweise von einem iPhone 4S oder ähnliches kommt, braucht keinen zusätzlichen Adapter zu besorgen. Auf der rechten Seite gibt es eine zweistufige Kamerataste, eine Lautstärke-Wippe und die An-/Aus-/Standby-Taste. Auf der anderen Seite gibt es dann, bis auf den microUSB- und microHDMI-Eingang, nichts mehr. Auf der oberen Seite kann man dann die Kopfhörer mit 3,5mm-Anschluss einführen und die untere Seite ist nur mit einem Mikrofon besetzt. Der Akku ist fest verbaut, also kann es sofort losgehen.

Nachdem ich das Xperia ion dann 5 Minuten lang erkundigt habe, ist mir sofort etwas aufgefallen: Die kapazitiven Tasten scheinen etwas über die eigentliche Beschriftung (in diesem Fall Symbolen) gesetzt zu sein. Man vertippt sich also erstmal relativ oft, bis man sich daran gewöhnt hat. Das Display ist ein LCD, das merkt man auch: Die Auflösung ist zwar mit 322ppi erstklassig, aber die Farben und besonders der Schwarzwert sind nicht vergleichbar mit den eines HTC One

X

oder einem Apple iPhone 5. Übrigens: Neben der normalen Folie, die beim Auspacken noch auf dem Xperia ion ist, gibt es noch eine zweite Schutzfolie, die man kaum bemerkt. Am Besten Ihr lässt diese gleich drauf um Kratzer zu vermeiden.

Wie bereits bei den technischen Daten angemerkt ist der QUALCOMM Snapdragon-Prozessor nicht mehr der aktuellste, nichts desto trotz läuft das Xperia ion überall im System schnell und Apps starten in kürzester Zeit. Das gilt, wenn man das Telefon nicht stark nutzt, denn nach ein paar Tagen ohne Neustart merkt man, dass es auch in schwitzen kommen kann. Das Smartphone wird etwas träge und Aussetzer kommen öfter vor, nach einem Neustart läuft's dann aber auch wieder angenehmer. Spiele, die mehr Leistung in Anspruch nehmen, laufen ausgezeichnet, ich konnte kein Ruckeln feststellen. Während des Tests ist das Sony-Gerät einmal komplett abgestürzt und von selbst neugestartet.

Beim Xperia ion kommt Android OS 4.0.4 Ice Cream Sandwich zum Einsatz, darüber legt Sony die eigene Benutzeroberfläche Xperia UI. Diese ist nicht so umfangreich, wie zum Beispiel Sense von HTC. Sieht gut aus und bietet noch einmal einige mehr oder weniger nützliche Funktionen. Was das Personalisieren angeht gibt es neben den gängigen Funktionen von Android noch die Möglichkeit das Design, über das komplette System hinweg, zu verändern. Ein Update auf Android 4.1 Jelly Bean wurde angekündigt, dieses bringt mit Project Butter hoffentlich noch einmal einen Performance-Schub und behebt die sehr wenigen Macken.

Sony ist ein Smartphone-Hersteller, die sehr viel Erfahrung mit Kameras hat. Die Produkte Xperia ion, Xperia S, Xperia T und Xperia V belegen es. Das Xperia ion hat eine 12-Megapixel Kamera, unter dieser befindet sich eine LED. Es gibt glücklicherweise eine Kamerataste, mit dieser lässt die Kamera-App auch direkt öffnen, wenn das Telefon „schläft“. In den Einstellungen kann man entscheiden, ob es nach dem Starten sofort ein Foto schießen, oder ob nur die Kamera-App gestartet werden soll. Deaktivieren kann man die Funktion auch komplett. Kommen wir zur Kamera-App: Sehr übersichtlich, auch wenn ein paar Symbole nicht ganz selbsterklärend sind. Einstellungen gibt es massig: der Fokusmodus, den ISO-Wert, den Weißabgleich und den Wert für die Belichtung sind einige. Einen Selbstauslöser, Bildstabilisator und eine Lächelerkennung gibt es gleicherweise. Neben normalen Fotos kann man auch ein Panoramas erstellen. Einzigartig ist die sogenannte Schwenk-Multi-Angle Funktion, mit dieser macht man, wie bei normalen Panoramas, ein Foto und geht dabei mit dem Smartphone in eine Richtung. Am Ende entsteht ein bewegtes GIF-Foto, welches sich bewegt, wenn man das Smartphone neigt. So entsteht ein cooler räumlicher Effekt.

Die geschossenen Fotos sind scharf, hell und die Farben sind kräftig. Bei gutem Licht entstehen Fotos, die sich sehen lassen können. Bei schlechtem Licht kriegt man dann doch ein paar Probleme. Des Weiteren ist der Autofokus echt stark und macht was er soll. Bei Videos dasselbe, solange das Licht stimmt, werden die Videos erste Klasse, nur das Mikrofon enttäuscht hier ein wenig, aber dazu gleich mehr. Die Frontkamera schießt Fotos in maximal 1,3MP, diese überzeugt und reicht für Videotelefonie und die kurze Nutzung als Spiegel. Scheint besser als andere Frontkameras zu sein.

Die Sprachqualität ist, wie oben angedeutet, eher bescheiden. Dies fällt besonders bei Videos auf. Dahingegen ist der Lautsprecher laut und bietet eine ordentliche Qualität, auch bei höchster Lautstärke. Die Walkman-App bietet unzählige Anpassungsmöglichkeiten und ist in einem schönen Design gehalten. Man kann sogar direkt in der App Musikinfos bearbeiten oder herunterladen. Visualisierungen sind auch möglich. Auch über Kopfhörer gibt es eine viele Optionen zur Sound-Optimierung, der Equalizer bietet Bass Boosts, Surround Sound und xLOUD (Lautsprecherlautstärker erhöhen).

Der Akku ist mit 1.900mAh nicht der Stärkste und das merkt man auch. Bei mittelmäßiger Nutzung ein paar Telefonaten, etwas surfen und Musik hören schafft man mit dem Xperia ion den Tag gerade mal so. Nutzer, die das Gerät stärker beanspruchen, werden es zwischendurch aufladen müssen, denn austauschen kann man den Akku nicht. Bei einer Bautiefe von 10,6mm an der dicksten Stelle hätte Sony einen stärkeren Akku verbauen können.

Das Sony Xperia ion ist kein schlechtes Smartphone, im Gegenteil es ist dank der Kamera und Funktionen, wie dem microHDMI-Eingang ein Multimedia-Monster. Leider gibt es noch viele Schwächen, die Sony locker verhindern könnte. Wer also gerne Fotos schießt, auf jeden Fall noch OS 4.1 Jelly Bean haben will, der ist mit dem Xperia ion sehr gut beraten.

Für alle diejenigen, die ein schnelles Smartphone mit ebenfalls guter Kamera und besserem Display haben möchten, sollten die Finger vom Xperia ion lassen und sich die Konkurrenzprodukte anschauen. Empfehlenswerte Android-Smartphones wären das Samsung GT-I9305 Galaxy SIII LTE oder das bald erscheinende HTC One X+.

Das Xperia ion kostet aktuell 479,90€ bei getgoods.de , die uns das Testgerät freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Die rote Variante ist mit 484,95€ etwas teurer.

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