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 Kamera-Drohne DJI Mini 2 im Test: 4K, RAW & fette Reichweite
Pro und Contra
  • RAW & 4K
  • super Flugcharakteristik
  • Preis-Leistungsverhältnis
  • teurer als Vorgänger
  • Akkus entladen sich
  • keine Hinderniserkennung
Rating:
  • 5.0
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DJI hat die Ende 2019 vorgestellte Mavic Mini überarbeitet und ordentlich nachgelegt. Neben 4K-Auflösung und RAW-Format hat die Drohne nun auch die OcuSync-Übertragung an Bord. TechStage hat sie getestet.

Drohnen für Luftaufnahmen sind bei für Hobby-Piloten sehr beliebt. Top-Modelle wie die DJI Mavic 2 Zoom (Testbericht) kosten allerdings mehr als 1000 Euro. Für Profis und Berufsfotografen sind solche Preise in Ordnung, doch für Hobby-Regisseure ist das häufig zu viel. Das haben auch die Hersteller verstanden; so gibt es mittlerweile eine ganze Reihe an Einsteiger-Drohnen wie die DJI Mavic Mini (Testbericht) , die Parrot Anafi (Testbericht) oder die Yuneec Mantis Q (Testbericht) . Mit der Mini 2 verzichtet DJI auf den Namenszusatz Mavic und bringt einen neuen Anwärter auf die Krone bei den Einsteiger-Drohnen ins Spiel.

Das Design der neuen Mini 2 unterscheidet sich kaum von der ersten Mavic Mini. Die offensichtlichste Veränderungen sind die neuen Status-LEDs an Vorder- und Rückseite und der Schriftzug mit dem Namen. Auch das neue Modell ist hellgrau und verfügt über den beliebten Klappmechanismus der Motorenausleger, kraftvolle Brushless-Motoren, eine Kamera und ein Drei-Achs-Gimbal zur Bildstabilisierung. Die Ausleger hat DJI überarbeitet und insgesamt stabiler und verwindungssteifer gemacht. Insgesamt hinterlässt die neue Mini 2 einen stabileren Eindruck als das Vorgängermodell.

Die an der Front montierte 4K-Kamera erinnert an die Gimbal-Kamera DJI Pocket 2 (Testbericht) . Beim Transport der Drohne sind Kamera und Gimbal durch eine durchsichtige Kunststoffabdeckung vor Beschädigungen geschützt. Neu hinzugekommen ist der Propellerschutz für den Transport in Tasche oder Rucksack. Dieser sorgt dafür, dass sich die Enden der Propeller nicht verfangen und an der Tasche hängen bleiben.

Neben den Erscheinungsbild ist das Abfluggewicht von knapp unter 250 Gramm gleichgeblieben – trotz der verstärkten Ausleger. Dies erlaubt den Flug der Mini 2 ohne Kenntnisnachweis – auch nach der zukünftigen Drohnenverordnung. Eine Modellflugversicherung ist allerdings immer noch Pflicht. Die maximakle Flugzeit ist um eine Minute länger geworden und beträgt 31 Minuten. Durch das niedrige Gesamtgewicht sollte die Mini 2 leichte Abstürze weitgehend unbeschadet überstehen.

Im zusammengeklappten Zustand misst die Drohne gerade einmal 138 × 81 × 58 mm. Auseinandergeklappt betragen die Abmessungen 159 × 203 × 56 mm. Damit ist die Mavic Mini ein Ideechen größer als die DJI Spark (Testbericht) mit den Abmessungen 143 × 143 × 55 mm und deutlich kleiner als die Mavic 2 mit den Maßen 322 × 242 × 84 mm. Anbei ein Größenvergleich zwischen DJI Mavic 2 Zoom (Testbericht) , Mavic Air 2 (Testbericht) und der Mini 2.

Wie die Mavic Mini besitzt die Mini 2 zweiteilige Klapp-Propeller. Ein Schnellwechselsystem, wie bei der Mavic-2-Serie (Ratgeber) , ist nicht vorhanden. Zum Wechseln der Propeller ist deshalb ein Schraubendreher nötig; dieser gehört mit zum Lieferumfang. Die Vorteile der zweiteiligen Propeller sind die Gewichtsersparnis und der sehr niedrige Fluglärm. In der Praxis zieht die Drohne so weit weniger Aufmerksamkeit auf sich.

Speicherkartenslot und USB-C-Buchse zum Nachladen des Akkus sitzen auf der Rückseite der Drohne. Direkt darüber befindet sich die Klappe des Akkufachs.

Der Handsender der Mini 2 erinnert allerdings gar nicht mehr an die Fernsteuerung der Mavic Mini. Stattdessen setzt DJI auf das Controllerdesign der Mavic Air 2. Uns gefällt das gut, da wir das Smartphone oberhalb der Steuerung besser im Blick haben. Ob die Fernsteuerungen von Mini 2 und Mavic Air 2 kompatibel zueinander sind, werden wir zeitnah ausprobieren und hier ergänzen.

Neben GPS und Glonass bekommt die Mini 2 ihre Positionsdaten nun zusätzlich über das Galileo-System. Ein Barometer und eine nach unten gerichtete Positionskamera sind ebenfalls wieder an Bord. Die überarbeitete Foto- und Videokamera wird wie bei anderen Video-Drohnen mit einem Dreiachs-Gimbal stabilisiert.

Über eine automatische Hinderniserkennung mit Hilfe von Sensoren verfügt die neue Mini 2 nicht. Zwar sieht es so aus, als würde sie über die von der Mavic Pro bekannten, nach vorne gerichteten Hindernissensoren verfügen, dies täuscht aber. Wer mit der Mini 2 unterwegs ist, kann sich also nicht wie bei teureren DJI-Drohnen blind auf die Technik verlassen – Hindernisse erkennt auch die neue Version der Einsteiger-Drohne nicht. Die von der Mavic Air 2 bekannte automatische Motivverfolgung Tracking 3.0 ist nicht implementiert. Wer Verfolgungsflüge plant, muss diese selbst steuern.

Nun zu einer der größten Neuerungen der Mini 2, der maximalen Reichweite. Statt per WLAN nutzt die Drohne nun das von Mavic-2 oder Mavic Air 2 bekannte OcuSync-System von DJI. Die maximale Reichweite, mit der in Deutschland und der EU konformen Einstellung (CE), liegt jetzt bei satten 6 km; in den USA sind sogar bis zu 10 km möglich. In der Praxis fliegt die Mavic Mini also deutlich weiter, als es die aktuell gültige Drohnenverordnung erlaubt. Laut der Verordnung muss der Pilot das Fluggerät ohne Hilfsmittel erkennen und dessen Lage einschätzen können, was bei der Mini 2 bereits ab einigen hundert Metern schwerfällt.

Nun die zweite große Neuerung der Mini 2: der Kamera. Diese zeichnet jetzt in 4K auf und nutzt einen 12-Megapixel-1/2,3-Zoll-CMOS-Sensor mit einer festen Blende von f/2,8 und einem Sichtfeld von 83 Grad. Die Bitrate der Aufnahmen beträgt satte 100 MBit/s (H.264-Codec). Zum Vergleich, das Vorgängermodell nimmt lediglich mit einer Bitrate von 40 MBit/s (H.265-Codec) auf. Die maximale Videoauflösung (4K) beträgt nun 2840 × 2160 Bildpunkte bei maximal 30 fps. Videos in 2,7K sind ebenfalls mit 30 fps möglich. Bei Full-HD-Aufnahmen beträgt die Bildwiederholungsfrequenz bis zu 60 fps.

Die Fotos der Mini 2 landen nun nicht mehr nur als JPEG auf der Speicherkarte. Wer möchte, kann diese nun endlich im RAW-Format (DNG) abspeichern und so im Nachhinein noch viel mehr aus den Bildern herausholen. Die Auflösung liegt wieder bei maximal 4000 × 3000 Bildpunkten.

Der neue 2-Zellen-Akku ist nicht zu den Akkus der Mavic Mini kompatibel. Statt auf Li-Ion-Akku kommt nun ein Lipo-Akku mit einer Kapazität von 2250 mAh zum Einsatz. Dies hat aus unserer Sicht einen entscheidenden Nachteil. Während die Akkus der Mavic Mini Wochenlang vollgeladen in der Tasche liegen konnten, bis sie gebraucht wurden, ist dies so nicht mehr möglich. Da die Lipo-Technik verhältnismäßig anfällig ist, hat DJI nun auch bei der Mini 2 eine automatische Selbstentladung im Akku implementiert. Nach etwa fünf Tagen beginnt sich der Akku auf einen Ladestand von 72 Prozent, die sogenannte Lagerspannung, zu entleeren. Wer die Drohne benutzen will, sollte sie dementsprechend immer erst einen Tag vor dem Flug aufladen. Gerade für Wenigflieger ist dies deutlich weniger bequem als das Handling mit der Mavic Mini.

Der Akku wird von hinten in die Drohne eingeschoben und durch eine Klappe geschützt. Die maximale Flugdauer liegt laut DJI bei 31 Minuten. Unter Realbedingungen – mit Wind und sportlichen Manövern – erreichen wir etwa 26 Minuten Flugzeit, bevor wir den Hinweis bekommen, zum Startpunkt zurück zu kehren. Der Ladestand des Akkus wird während des gesamten Fluges überwacht und mittels App am Smartphone angezeigt. Geladen wird direkt in der Mini 2 oder im dreifach-Ladegerät der Fly-More-Combo. Zum Laden direkt in der Drohne kommt nun ein USB-C-Kabel zum Einsatz.

Die Fernsteuerung liegt gut in der Hand und bietet im ausgeklappten Zustand genügend Platz für das im Test verwendete Huawei P30 Pro mit 6,47 Zoll großem Display. Die beiden Steuers-Sticks sind lediglich angeschraubt und lassen sich zum Transport in einer Aussparung im Senders verstauen.

Das Livebild zur Überwachung auf dem Smartphone hat eine Auflösung von 720p bei 30 fps. Bei den Testflügen (bei einer maximalen Entfernung von etwa 600 Metern) ist die Bildübertragung mit einem Huawei P30 Pro ruckelfrei und sehr stabil. Wer mit der Mavic Mini Reichweitenprobleme hatte, wird sich darüber besonders freuen.

Anbei die wichtigsten Daten von Mavic Mini und Mini 2 im direkten Vergleich:

DJI Mini 2DJI Mavic Mini
Gewicht< 249 g< 249 g
Abmessungen gefaltet138 × 81 × 58 mm (L×W×H) 140 × 81 × 57 mm (L×W×H)
Abmessungen ausgefaltet159 × 203 × 56 mm (L×W×H) 159 × 202 × 55 mm (L×W×H)
PositionierungssensorenUnterseiteUnterseite
Frequenzbereich2,4 GHz, 5,8 GHz2,4 GHz, 5,8 GHz
NavigationGPS, GLONASS, GalileoGPS, GLONASS
Maximale Reichweite CE/FCC6 km/10 km500 m/ 2 km
Maximale Betriebshöhe4000 m3000 m
Umgebungstemperatur0° bis 40 °C0° bis 40 °C
Flugzeit31 Minuten30 Minuten
FlugakkuLiPo 2s (7,7 V) 2250 mAhLi-Ion 2s (7,2 V) 2400 mAh
Geschwindigkeit (S/N/C)16/10/6 m/s13/8/4 m/s
Steiggeschwindigkeit (S/N/C)5/3/2 m/s4/2/1,5 m/s
Sinkgeschwindigkeit (S/N/C)3,5/3/1,5 m/s3/1,8/1 m/s
Maximale Windgeschwindigkeit8,5 bis 10,5 m/s (ca. 38 km/h)8 m/s (ca. 29 km/h)
Livebildqualität720p @ 30 fps720p @ 30 fps
Bildverzögerungca 200 ms240 ms
Speicherkartemindestens UHS-I Speed Class 3mindestens UHS-I Speed Class 3
GimbalDreiachsDreiachs
Schwenkbereich-90° to +20°-90° to +20°
Bildsensor1/2,3” CMOS 1/2,3” CMOS
Native Auflösung12 Megapixel12 Megapixel
Sichtfeld (FOV)83°83°
Blendef/2,8f/2,8
ISO100 bis 3200100 bis 3200
Verschlusszeit4 bis 1/8000 s4 bis 1/8000 s
Fotoauflösung (4:3/16:9) 4000 × 3000/4000 × 2250 4000 × 3000/4000 × 2250
Bildformate FotoJPEG, JPEG + RAW (DNG)JPEG
Video 4K3840 × 2160 @ 24/25/30 fps -
Video 2,7K2720 × 1530 @ 24/25/30 fps 2720 × 1530 @ 25/30 fps
Video FHD1920 × 1080 @ 24/25/30/48/50/60 fps1920 × 1080 @ 25/30/50/60 fps
Maximale Bitrate100 MBit/s40 MBit/s
Bildformate VideoMP4 (H.264/MPEG-4 AVC)MP4 (H.264/MPEG-4 AVC)
Zoom (4K/2,7K/FHD)2×/3×/4×-
Quickshot-ModiDronie, Helix, Rocket, Circle, BoomerangDronie, Helix, Rocket, Circle

Zur Überwachung des Fluges kommt die kostenlose App DJI Fly zum Einsatz. Hier hat sich im Vergleich zur Mavic Mini nichts verändert und so finden wir uns im Test problemlos zurecht. Im Vergleich zur Mavic-2-App sind insgesamt weniger Einstellungsmöglichkeiten vorhanden. Dies ist für Anfänger deutlich weniger verwirrend und vereinfacht die Bedienung. Flugverbotszonen um Flughäfen oder Gefängnisse erkennt die Mini 2 dank der Satellitennavigation automatisch und startet gar nicht erst. Auch wenn DJI so gegen Missbrauch vorbeugt, mit der Drohnenverordnug sollten sich als Piloten trotzdem vertraut machen.

Wer bereits Flugerfahrung mit Drohnen hat, fühlt sich mit der Mini 2 sofort vertraut. Die gute und sehr direkte Flugcharakteristik macht Spaß und ist mit der anderer Mavic-Modelle vergleichbar. Die Drohne reagiert präzise und zuverlässig auf jede noch so kleine Richtungseingabe des Piloten. Neben dem Normal-Modus (N) stehen auch bei der Mini 2 ein Kino-Modus (C) und ein Sport-Modus (S) zur Verfügung. Letztlich haben die Flugmodi nur Einfluss auf die Geschwindigkeit der Drohne. Diese ist im direkten Vergleich zur Mavic Mini etwas angestiegen. Die Spitzengeschwindigkeit im Sportmodus liegt jetzt bei knapp 58 km/h, statt vormals 47 km/h. Ohne eingehende Steuerbefehle steht die Mavic Mini auch bei Wind wie angewurzelt in der Luft. Die von DJI angegebene maximale Windgeschwindigkeit, bei der die Drohne noch vernünftig fliegt, beträgt nun 38 km/h statt vormals 29 km/h.

Die automatische Rückkehr bei leerem Akku, Funkabriss (oder auf Befehl des Piloten) klappt im Test gewohnt zuverlässig und präzise. Wichtig ist es hierfür eine vernünftige Rückkehrhöhe in der App zu hinterlegen. Die Standardeinstellung von 20 m ist aus unserer Sicht zu niedrig und so läuft man Gefahr, dass die Mini 2 in einem Baum hängen bleibt.

Die teil-automatisierten Flugmanöver funktionieren bei den Tests ebenfalls zuverlässig. Folgende Manöver, die sogenannten Quick-Shots, sind verfügbar:

  • Rocket: Die Mavic Mini fliegt schnell in die Luft, wobei die Kamera nach unten zeigt und ihrem Motiv folgt.
  • Kreisen: Die Mini 2 umkreist ihr Motiv in konstanter Höhe und Entfernung.
  • Dronie: Die Mini 2 fliegt rückwärts und gleichzeitig aufwärts, während die Kamera auf das Motiv ausgerichtet bleibt.
  • Helix: Die Mini 2 fliegt spiralförmig aufwärts und entfernt sich gleichzeitig vom Motiv.
  • Boomerang: Die Mini 2 umkreist den Piloten in einem elliptischen Verlauf.

Leider noch nicht in der Vorabversion der App verfügbar ist die Hyperlapse-Funktion in 4K-Auflösung. Diese hat uns bei der Mavic Air 2 sehr gut gefallen und deshalb werden wir sie so bald wie möglich nachtesten.

Gleich vorweggesagt, das Wetter war während der ersten Testflüge alles andere als ideal für Foto- und Filmaufnahmen. Die Qualität ist trotz der schlechten Bedingungen sehr ordentlich, für eine bessere Einordnung werden wir in den nächsten Tagen weiteres Material hochladen.

Die Videoqualität der Mini 2 kann sich, soviel kann man jetzt schon sagen, sehen lassen und muss sich nicht vor teureren Modellen wie der Mavic Air 2 verstecken. Durch den kleineren Bildsensor ist die Mini 2 insbesondere bei schwierigen Lichtverhältnissen leicht im Nachteil. Hier kommt es schneller zu Bildrauschen und insgesamt ist die Bilddynamik nicht ganz so hoch. Die Aufnahmen wirken in Summe etwas weniger brillant. Das ist allerdings Kritik auf sehr hohem Niveau, denn die 4K-Videos sehen tatsächlich sehr gut aus. Wer nicht plant die Aufnahmen kommerziell zu nutzen, sollte mit der gebotenen Bildqualität auf jeden Fall zufrieden sein. Durch die neue 4K-Auflösung ist es möglich, per Software verlustfrei auf bis zu 1080p heran zu zoomen. Selbst ohne Nachbearbeitung am PC und bei Nutzung der automatischen Belichtung entstehen beeindruckende Videoaufnahmen.

Die Fotoqualität der Mini 2 ist für den kleinen Sensor vollkommen in Ordnung und dank des RAW-Formates kann der Nutzer nun per Bildbearbeitungsprogramm noch viel mehr aus den Bildern herauskitzeln. Neu hinzugekommen ist die Panoramafunktion der Mini 2. Diese war beim Vorgängermodell nicht vorhanden. Neben mehrreihige Panoramen, 180-Grad-Aufnahmen erstellt die Drohne nun auch eindrucksvolle 360-Grad-Fotos. Die für die Rundumaufnahmen nötigen 26 Einzelbilder nimmt die Mini 2 automatisiert nacheinander auf und setzt sie selbstständig zusammen. In diesem Punkt ist die Einsteigerdrohne nun ebenbürtig zur größeren Mavic Air 2.

Bei Bedarf können die Aufnahmeparameter, wie Belichtungszeit oder ISO-Wert, manuell eingestellt werden. Im Test haben wir uns allerdings auf die Automatik verlassen.

Ob sich die knapp 90 Euro Preisdifferenz zwischen Mavic Mini und Mini 2 lohnen, hängt vonden eigenen Ansprüchen ab. Wird das Bildmaterial nur in 1080p aufzeichnet und bearbeitet und außerdem im Nahbereich bis maximal 500 m geflogen, dann reicht der Griff zur günstigeren Mavic Mini locker. Hinsichtlich des Akkus ist diese sogar im Vorteil. Wer sich für die Mini 2 entscheidet, muss seine Flug-Akkus regelmäßig laden. Die gefüllten Akkus mit der Drohne im Auto zu deponieren, funktioniert nur mit der älteren Mavic Mini.

Sind 4K-Auflösung, RAW-Format oder hohe Reichweite wichtig, muss es die besser ausgestattete Mini 2 sein. Wer automatisierte Panoramen oder Hyperlapse-Videos aufnehmen will, braucht ebenfalls die neue Version oder aber eine alternative Software für die Mavic Mini.

Wer sich lieber auf Sensorik als auf die eigenen Flugkünste verlässt, der ist mit der Mini-Serie falsch beraten. Hier kommt letztlich nur die Mavic-2-Serie (Kaufberatung) in Frage. Wer auf die Sensorik, nicht aber auf die automatischen Aufnahmeprogramme verzichten will, kann sich alternativ die Parrot Anafi (Testbericht) ansehen.

Zum Lieferumfang der Mini 2 gehören die Drohne samt Akku, USB-Netzteil, Handsender, ein Satz Ersatzpropeller und alle benötigten Anschlusskabel. Für den Test hat uns DJI die etwas teurere Fly-More-Combo zur Verfügung gestellt. Neben dem Standardzubehör sind hier zwei zusätzliche Akkus, eine Tagetasche und ein Dreifach-Ladegerät im Lieferumfang enthalten. DJI hat bereits eine Reihe an Zubehör für die Mini 2 angekündigt. Sobald auch Taschen, Filter und weitere Gadgets für die Drohne verfügbar sind, werden wir das wichtigste Zubehör in einem eigenen Artikel vorstellen.

Mit der Mini 2 hat DJI einen Großteil der Wünsche der Mavic-Mini-Community umgesetzt. Die neue Version ist zwar etwas teurer als das Vorgängermodell, aber im Preis-Leistungsverhältnis ist sie ungeschlagen. Eine super Flugperformance, eine halbe Stunde Flugzeit, brillant stabilisierte Aufnahmen in 4K und RAW-Format zu einem Preis von unter 500 Euro machen die Mini 2 zur optimalen Drohne für Einsteiger mit hohen Ansprüchen.

Lediglich Extras wie automatisches Tracking, Follow-Funktion, höhere Bildraten bei 4K oder ein optischer Zoom sind beim Einsteigermodell DJI Mini 2 nicht an Bord. Wer das volle Programm an Möglichkeiten will, sollte sich unseren Ratgeber Pro, Air oder Zoom: Welche DJI Mavic ist für wen geeignet ansehen.

Mit einem Abfluggewicht von unter 250 Gramm sind für den Flug auch keine Namensplakette oder Registrierung nötig. Wer die kleine fliegende Kamera nutzen will, braucht lediglich eine Modellflugversicherung. Auch nach der neuen Drohnenverordnung ist der Betrieb zukünftig problemlos möglich.

Der einzige Nachteil im Vergleich zum Vorgängermodell DJI Mavic Mini (Testbericht) ist der neue Akku. Dieser entlädt sich nun nach einigen Tagen selbst, ähnlich wie beim Rest der Mavic-Serie. Wer seine Drohne gerne immer geladen griffbereit hat, wird sich umstellen müssen, da die jetzt verwendeten Lipos schlicht nicht dafür geeignet sind.

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