Kabellose Solar-Rückfahrkamera im Test: Leicht zu montieren

Kabellose Solar-Funk-Rückfahrkamera von Lescars
Pro und Contra
  • Montage ohne Bohren oder Verkabeln 
  • einfache Handhabung
  • solide Verarbeitung 
  • passt eventuell nicht zu jedem Kennzeichenhalter
  • Akku nicht separat herausnehmbar  
  • 4.0

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Dank Akku und Solarpaneel ist die Funk-Rückfahrkamera von Lescars einfach zu montieren. Wie gut die Einparkhilfe zum Nachrüsten ist, zeigt der Test.

Bei einem Neuwagen oder jungem Gebrauchtauto gehört eine Rückfahrkamera meistens schon zur Standardausstattung. Wer sich von seinem älteren Kraftfahrzeug nicht trennen möchte, auf die erweitere Sicht nach hinten aber nicht verzichten will, muss nachrüsten. Das kann in der Autowerkstatt mit Originalteilen kostspielig sein und lohnt bei älteren Pkws daher nicht.

Eine günstigere Alternative ist das Nachrüsten mit einer Funk-Rückfahrkamera. Als besonders praktisch erweisen sich Modelle, die über eine eigene Stromversorgung über Batterien oder einen Akku verfügen. Mehr dazu erklären wir im Ratgeber Kabellose Rückfahrkameras zum Nachrüsten ab 80 Euro.

Bei der kabellosen Funk-Solar-Rückfahrkamera von Lescars handelt es sich um eine Lösung zum Nachrüsten mit Akku und Solarpaneel. Wie gut dieses Modell ist und ob der Einbau auch reibungslos klappt, verrät unser Test.

Zum Lieferumfang gehören Kamera, Solarpaneel, LCD-Monitor, Saugnapfhalterung, Netzteil für den 12-Volt-Anschluss im Pkw sowie ein USB-Ladekabel mit USB-A- und Micro-USB-Anschluss.

Die Verarbeitung der Kamera und des Zubehörs macht einen tadellosen und hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse der Kamera ist wetterfest und nach IP68 zertifiziert. Das bedeutet, es ist staubdicht und übersteht einen Aufenthalt in Süßwasser für einen längeren Zeitraum. Damit sollte es auch bei jedem Regenwetter in Mitteleuropa standhalten. Als Betriebstemperatur gibt der Hersteller -20 bis 65 Grad Celsius an.

Das Solarpaneel steckt man bei Bedarf auf das Kameramodul – das klappt reibungslos. Zum Fixieren stehen zwei Schraublöcher parat. Die Kamera hat eine Größe von 178 x 29 x 26 Millimeter, damit fällt sie ein wenig wuchtig aus. Dadurch ist sie gut sichtbar, was sie möglicherweise interessant für Langfinger macht. Den Blickwinkel der Kameralinse stellt man von Hand ein. Diese bewegt sich schwergängig genug, um dann in der gewünschten Position zu verharren. Vor der ersten Nutzung muss man den Akku über das mitgelieferte USB-Kabel aufladen. Ein zusätzliches Netzteil dafür gibt es nicht. Der Ladevorgang dauert knapp 3 Stunden und klappt mit einem handelsüblichen Smartphone-Netzteil mit USB-A-Anschluss.

Das zylinderförmige Kameramodul ist in eine Halterung integriert, die mit Schrauben am Kennzeichenhalter befestigt werden muss. Dabei liegt das Kameramodul entweder ober oder unterhalb des Kennzeichens, je nachdem, wo die Schraublöcher eingelassen sind. Abhängig vom Kfz-Modell und der Halterung klappt das meistens gut. In einigen Fällen kann es sein, dass die Position der Bohrlöcher zu ungünstig für die Kamera gelegen sind. Alternativ klebt man die Kamera am Nummernschildhalter fest. Beim Vorgänger der Lescars Solar-Funk-Rückfahrkamera (Ratgeber) sowie bei der Garmin BC40 (Testbericht) hat uns die Befestigung besser gefallen, denn hier liegt eine komplette Halterung für das Kfz-Kennzeichen bei.

Anschließend schaltet man die Kamera über einen Knopf an der Seite ein und steckt den LCD-Monitor im Cockpit in den 12-Volt-Anschluss ein. Zum Befestigen liegt eine Saugnapfhalterung bei – diese ist mit einem klebrigen Film versehen, was die Montage erleichtert. Vorher sollte man die gewünschte Stelle an der Scheibe jedoch gut reinigen. Dabei muss man darauf achten, dass die Sicht nicht durch den kleinen Monitor behindert wird. Das Pairing zwischen Kamera und Bildschirm über eine 2,4 GHz-Verbindung klappt automatisch und auf Anhieb.

Die Handhabung der Solar-Funk-Rückfahrkamera von Lescars ist kinderleicht. Beim Startvorgang des Autos springt das Display automatisch an und zeigt das Bild der rückwärtigen Kamera. Über ein Zeitintervall stellt man ein, ob das Bild nach 45, 60 oder 90 Sekunden automatisch ausgeht. Zusätzlich befindet sich im 12-Volt-Stecker ein Knopf, um die Bildwiedergabe der Rückfahrkamera am Monitor wieder einzuschalten. Praktisch: Im Stromstecker des Monitors befindet sich ein USB-A-Anschluss, um ein weiteres Gerät während der Fahrt aufladen zu können, etwa ein Smartphone.

Je nachdem, wie die Kamera am hinteren Teil des Autos befestigt ist, kann man über die Einstellungen das Bild vertikal spiegeln. Hier stehen auch Möglichkeiten zur Anpassung der Helligkeit und es Kontrasts parat. Hilfslinien schaltet man bei Bedarf an oder aus. Auf Wunsch dreht man die Kamera weiter nach oben oder unten, falls die Linien nicht passen sollten. Anders als es bei Bord-Rückfahrkameras oder Varianten, die über die Rückleuchten mit Strom versorgt sind, aktiviert sich die Lescars-Kamera nicht automatisch, sobald man den Rückwärtsgang einlegt. Hier müssen Nutzer den Knopf betätigen.

Für die Stromversorgung der Kamera kommt ein Li-Ion-Akku (Lithium-Ionen) mit 3.300 mAh zum Einsatz. Das optionale Solarpaneel lädt bei Sonnenschein den Akku zusätzlich auf – was die Laufleistung zusätzlich erhöhen kann. Steht das Auto ohnehin viel im Freien, muss die Kamera nur selten aufgeladen werden. Wie gut das klappt, können wir erst ach einem Langzeittest feststellen. Wer sein Auto allerdings in der Garage parkt, profitiert seltener von dem Solarpaneel.

Wie lange der Akku hält, hängt letzten Endes von der Häufigkeit der Nutzung ab. Lescars gibt an, dass mit einer Akkuladung bis zu 500 Übertragungen möglich sein sollten. Die Stand-by-Zeit beträgt bis zu 75 Tage. Ärgerlich: Den Akku kann man zum Laden nicht separat von der Kamera abnehmen. Das bedeutet, dass man eine Powerbank zum Laden benötigt. Eine Auswahl an Geräten zeigen wir im Ratgeber Die richtige Powerbank für Smartphones, Notebooks und Co.

Der LCD-Bildschirm hat eine Diagonale von knapp 5 Zoll mit Ausmaßen von 133 x 90 x 24 Millimeter. Die Größe des Displays ist ausreichend. Die Auflösung des Bildschirms fällt mit 480 x 272 Pixel allerdings sehr gering aus. Das sorgt für eine unscharfe und verpixelte Sicht. Diese erfüllt aber ihren Zweck und ist ausreichend, um Gegenstände hinter dem Fahrzeug zu erkennen. Das Ablesen von Schildern oder Kennzeichen gestaltet sich damit aber schwierig – was auch nicht Sinn und Zweck dieser Lösung ist. Das Bild wirkt etwas dunkel bei schlechten Lichtverhältnissen, die Kontraste sind zudem recht grob.

Die Kameralinse selbst schafft eine theoretische Auflösung von 800 x 480 Pixel. Der Bildwinkel deckt horizontal etwa 110 Grad ab. Damit sind Elemente seitlich hinter dem Auto nicht immer ideal zu erkennen. Beim Einparken erkennt man aber gut, wie nahe man sich an einer Wand oder einem anderen Fahrzeug befindet. Allerdings bedarf es hier etwas Übung und Eingewöhnung, bis man die Abstände mittels der Hilfslinien auf dem Kamerabild richtig deuten kann.

Mit der Bildqualität und Perspektive einer On-Board-Rückfahrkamera bei einem neueren Pkw kann die Rückfahrkamera von Lescars nicht mithalten. Aber das System bietet dennoch eine ausreichende Sicht auf den Bereich hinter dem Auto, was die Gefahr von Blechschäden beim Parken deutlich verringern dürfte – vorausgesetzt, die Kamera ist gut ausgerichtet und der Fahrer hat sich auf das Ablesen der Hilfslinien eingestellt.

Die UVP der kabellosen Solar-Funk-Rückfahrkamera von Lescars liegt bei 299 Euro. Aktuell kostet die Kamera 170 Euro bei Amazon (Kauflink).

Eine Alternative für Nutzer von Garmin-Navigationsgeräten ist die Garmin BC40 (Testbericht) für 132 Euro. Diese funktioniert nur in Verbindung mit AA-Batterien und einem kompatiblen Navi und kann nicht über Solarzellen aufgeladen werden. Das Angebot an Funk-Rückfahrkameras mit eigenem Akku und Solarzellen ist insgesamt klein. Hier folgt eine Auswahl an Alternativen:

Für die Lescars kabellose Solar-Funk-Rückfahrkamera spricht in erster Linie die einfache Montage. Dank eines eigenen Akkus ist es nicht nötig, die Kamera aufwendig mit den Rücklichtern zu verbinden. Das Verlegen von Kabeln entfällt dank zuverlässiger Funkverbindung über 2,4 GHz. Die Einrichtung klappt auf Anhieb. So rüsten Autofahrer ohne Werkstattbesuch auf einfache Art und Weise eine Rückfahrkamera nach.

Eine kleine Herausforderung bleibt die Befestigung am Nummernschildhalter – was je nach Kraftfahrzeug unterschiedlich aufwendig ausfallen kann. Im Zweifelsfall braucht es einer neuen Halterung oder man klebt die Kamera unter oder über das Nummernschild. Schade ist, dass der Akku nicht herausgenommen werden kann. Deshalb empfiehlt sich eine Powerbank, um die Kamera ab und an wieder aufzuladen. Immerhin lädt ein Solarpaneel den Akku während der Fahrt zusätzlich auf.

Mit der Bildqualität einer Rückfahrkamera des Autoherstellers mag das Modell von Lescars nicht mithalten. Zum Erkennen von Hindernissen reicht sie aber aus und ist deutlich günstiger als eine aufwendige Nachrüstung.

Wer bereits ein Navi von Garmin nutzt, kann als Alternative zur Garmin BC40 (Testbericht) greifen. Die Funk-Rückfahrkamera nutzt das Navigationsgerät als Monitor, als Stromquelle dienen AA-Batterien. Weitere Lösungen zeigen wir im Ratgeber Kabellose Rückfahrkameras zum Nachrüsten ab 80 Euro. Noch mehr praktisches Autozubehör präsentieren wir im Beitrag Dashcam, Rückfahrkamera und mehr: Praktisches Autozubehör. Für Pkw-Halter, die das Smartphone als Navi nutzen, ist folgender Ratgeber interessant: Kabellos Laden und mehr: Smartphone-Halterungen fürs Auto ab 10 Euro.

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