Joby Gorillapod 3K und 3K Pro im Test: Flexible Stative
Pro und Contra
  • Variabel einsetzbar
  • Gut verarbeitet
  • Gute Ergänzung zu herkömmlichem Stativ
  • Bei Maximalgewicht nicht immer stabil
  • Schwerpunkt bei langen Objektiven
  • Drehfunktion von Kugelgelenk abhängig
  • 4.0

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Die Reisestative von Joby halten Kameras stabil, dabei schlingen sich die Gorillapods fest um Äste oder ähnliches. Wir testen die aktuellen Modelle der flexiblen Stative.

Jobys Gorillapod steht für eine besondere Stativart, die mit gelenkigen Beinen einen flexiblen Stand ermöglicht. So bietet das Ministativ auch Halt für ein Smartphone, ein Mikrofon mit Kaltschuh, ein Aufsteckblitz oder eine Videoleuchte. Die Beine lassen sich nach Belieben in jeder Richtung drehen und verbleiben in der neuen Position. Damit kann man das Joby Gorillapod beispielsweisen an Ästen, Geländern, Stühlen, Tischen, Hängeschränken befestigen. Der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Mittlerweile gibt es Nachbauten wie etwa den Mantona Armadillo oder das Otti PRO Stativ 3000.

In diesem Test sehen wir uns die aktuellen Produkte vom Original an, den Gorillapod 3K und Gorillapod 3K Pro. Beide gibt es als Einzelprodukte und als Kit. Bei Letzteren liegt jeweils ein zusätzlicher Stativkopf mit in der Packung.

Nach unserer Messung bringt das Gorillapod 3K Kit 390 Gramm auf die Waage. Ohne den Kugelkopf der Kit-Variante sind es 243 Gramm. Die Gelenke des Gorillapod 3K sind aus Plastik und die Gummierung aus TPE. Statt aus Plastik sind die Gelenke der Pro-Version Gorillapod 3K Pro aus Metall. Das Stativ ohne Kugelkopf ist mit 276 Gramm etwas schwerer, dafür sind die Beine dünner. Stabil sind beide Modelle.

Verwendet man ein längeres und größeres Objektiv, kann die Kamera unter dessen Gewicht nach vorne kippen. Das Gegengewicht des kleinen und leichten Stativs fehlt mitunter für einen stabilen Stand. Diese Hebelkräfte bewirken bei beiden Stativen, dass sich, je nach Befestigung des Stativs, die Kamera nach unten neigt. Das kann auch dann passieren, wenn das Maximalgewicht der Kamera-Objektiv-Kombo noch nicht erreicht wurde. Möchte man also ein Teleobjektiv mit dem Gorillapod verwenden, kann man sich mit einer Stativschiene behelfen.

Beim Kauf des Stativs spielt das Gewicht der Kamera eine entscheidende Rolle. Für eine kleine Digicam benötigt man einen anderen Gorillapod als für eine ausgewachsene Spiegelreflex. Die Tabelle zeigt, welche Gorillapods für welches Gewicht gedacht sind.

Modell Maximalgewicht
GorillaPod 325 325 g
GorillaPod 500 500 g
GorillaPod 1K 1 kg
GorillaPod 3K 3 kg
GorillaPod 3K 3 kg
GorillaPod 5K 5 kg
GorillaPod 5K Video PRO 5 kg

Unsere Testkamera, eine Canon EOS 550D mit einem 17-70-mm-Objektiv, bringt rund 1140 Gramm auf die Waage und saß im Test auf beiden getesteten Stativen stabil. Auch eine Canon EOS 5D Mark II mit 24-105-mm-L-Objektiv, die etwa ein halbes Kilogramm schwerer ist, sitzt fest auf dem Stativ. Wir raten, dass bei einer Befestigung beispielsweise an einem Geländer oder Ast die Kamera für einen stabilen Halt möglichst leicht sein sollte. Damit der Stand vor allem bei größeren Objektiven sicher ist, sollte ein Bein des Stativs unterhalb des Objektivs befinden. Das Maximalgewicht auszureizen ist nicht ratsam. Im Zweifel sollte man zu der nächsthöheren Version des Gorillapods greifen.

Das Gorillapod 3K und Gorillapod 3K Pro mag unscheinbar wirken, bietet aber die wichtigsten Ausstattungsmerkmale eines ausgewachsenen Stativs. So lässt sich der Stativkopf abnehmen und mit einem Gewindeadapter auf das Stativ schrauben.

Das Joby Gorillapod 3K Kit beinhaltet den Stativkopf Joby Ballhead 3K. Dieser bietet eine Schnellwechselplatte, die allerdings nicht passend zu anderen Systemen ist. Ein weiteres Manko: Der Stativkopf lässt sich zwar für Panorama-Aufnahmen drehen, allerdings nur dann, wenn man die Fixierschraube löst, die auch den Kugelkopf löst. Andere Stativköpfe bieten hier zwei Feststellschrauben, einen für den Kugelkopf und einen zum Drehen. Immerhin: Der Stativkopf ist super verarbeitet und bietet eine Wasserwage. Allerdings rechtfertigt der Kugelkopf nicht den Aufpreis für die Kit-Version. Möchten Sie eine einheitliche Schnellwechselplatte auch für andere Stative nutzen, raten wir zu dem einzelnen Gorillapod 3K und einem passenden Standard-Stativkopf. Sehen Sie dazu die Alternativen weiter unten.

Der Kugelkopf der Pro-Version (Gorillapod 3K Pro) ist hervorragend verarbeitet und bietet sogar eine Schnellwechselplatte, die zum weit verbreiteten Arca-Swiss-System passt. Aber auch dieser Stativkopf bietet nur eine Feststellschraube für den Kugelkopf und die Drehversion. Störend ist dies nur für diejenigen, die Panoramen oder 360-Grad-Aufnahmen erstellen möchten.

Wer mit dem Joby-Kugelkopf nicht zurechtkommt, für den gibt es einige Alternativen. Bei Panoramaaufnahmen sollte man darauf achten, dass die Arretierung zum Drehen des Stativkopfs nicht zugleich den Kugelkopf löst. Wer flexibel bleiben und die Kamera schnell vom Gorillapod auf ein großes Stativ wechseln möchte, sollte darauf achten, dass die die Stativköpfe die gleichen Schnellwechselplatten verwenden.

In der Tabelle zeigen wir unsere Tipps für alternative Stativköpfe samt ungefährem Preis.

Stativkopf Preis, ca Link
Neewer 78088671 23 Euro Preisvergleich
Cullmann CB2.7 19 Euro Preisvergleich
Cullmann CB4.3 40 Euro Preisvergleich
Mantona Kugelkopf Small 20 Euro Preisvergleich
Walimex Pro FW-591 24 Euro Preisvergleich
Novoflex Ball 19 30 Euro Preisvergleich
Joby Gorillapod Ballhead X 75 Euro Preisvergleich

Die Gorillapods 3K und 3K Pro sind eine praktische Ergänzung für Fotografen und Videofilmer. Das kompakte Gorillapod ersetzt zwar kein herkömmliches Stativ, lässt sich aber flexibel und vielseitig einsetzen. Der einzige Kritikpunkt ist der Stativkopf Joby Ballhead 3K der 3K-Kit-Variante: Für den Aufpreis der Kit-Version ist es sinnvoller, den Joby Gorillapod 3K ohne Stativkopf mit einem anderen Stativkopf wie etwa den Neewer 78088671 zu kaufen, der eine ¼-Zoll-Schnellwechselplatte bietet.

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