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Jabra Evolve2 30
Pro und Contra
  • leicht und angenehm zu tragen
  • guter Sound – auch bei Musik
  • Mikrofon zu nahe am Gesicht
  • viel Kunststoff
  • 4.0

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Ein gutes Headset fürs Büro und Homeoffice sollte bequem sein, schnörkellos funktionieren und klaren Sound bieten. TechStage zeigt, ob das beim Jabra Evolve2 30 im Alltag zutrifft.

Beim Jabra Evolve2 30 handelt es sich um den Nachfolger des Jabra Evolve 30 – ein leichtes, kabelgebundenes Headset für den Einsatz im Büro oder im Homeoffice. Jabra hat sich mit seinen Produkten bisher insbesondere mit hochwertigen Geräten für Geschäftskunden und professionelle Anwender einen Namen gemacht. Das Evolve2 30 könnte aber wegen des Preises von knapp über 60 Euro den Weg ins heimische Büro finden.

Bei der Frage, ob mit oder ohne Kabel, scheiden sich die Geister. Ein Headset mit Kabel funktioniert normalerweise direkt nach dem Einstecken, viele Anwender wollen zudem sichergehen, dass das Headset nicht während einer längeren Telefonkonferenz den Geist aufgibt. Auf der anderen Seite haben kabelgebundene Headsets Nachteile bei der Mobilität. Das Jabra Evolve2 30 richtet sich an alle, die lieber auf Nummer sicherer gehen wollen, aber dennoch Features eines modernen Headsets für Teams und Co. nutzen wollen.

Die Formgebung des Jabra Evolve2 30 prägen angenehme und natürliche Rundungen. Die einzelnen Komponenten bestehend aus Bügel, Ohrmuscheln und Mikrofon fließen harmonisch ineinander. Als Material dominiert bei den On-Ear-Kopfhörern schwarzer Kunststoff – lediglich beim Bügel kommt Metall zum Einsatz, eingefasst in ein Kopfstützelement aus Kunstleder. Der Einsatz von Kunststoff sorgt für das leichte Gewicht von 125 Gramm, hinterlässt auf den ersten Blick aber einen nicht so wertigen Eindruck.

Die Ohrmuscheln des Headsets sind wie bei einem Kopfhörer für DJs jeweils bis zu 90 Grad in jeder Richtung beweglich. Das erleichtert das Verstauen des Headsets für den Transport. Ästhetisch gelungen sind das dezente „R“ und „L“, die jeweils auf der rechten und linken Ohrauflage zu erkennen sind. Diese wurden nicht einfach eingestickt – sondern erscheint durch größere Löcher in den Ohrauflagen.

Weniger gut gefallen uns die kleinen Knöpfe für Start/Stopp, Lautstärke und das Mikrofon an der rechten Ohrmuschel. Der Druckpunkt fühlt sich zu schwammig an – zudem befinden sich keine Symbole daran. Im Gegensatz dazu ist der Button für Microsoft Teams auf der rechten Ohrmuschel gut erkennbar und bietet einen festen Tastendruck. Etwas ungewöhnlich: Das Mikrofon des Headsets befindet sich an der rechten Seite. Bei vielen anderen Kopfhörern befindet es sich links.

Die Verbindung des Jabra Evolve2 30 mit dem Computer erfolgt bei unserem Testmodell über einen USB-A-Stecker – dieser genießt nach wie vor eine große Verbreitung bei heimischen Rechnern. Sowohl auf einem Mac als auch auf einem Windows-PC funktionierte das Headset direkt nach dem Einstöpseln. Die Länge des Kabels ist mit 1,5 Meter ausreichend lang, um komfortabel am Arbeitsplatz zu telefonieren. Zumindest mit einem Notebook. Steht der Office-PC unter dem Schreibtisch, empfehlen wir die Nutzung eines Verlängerungskabels. Das Installieren von Treibern ist nicht nötig. Jabra empfiehlt aber die Installation der Software Jabra Direct. Damit bezieht das Headset regelmäßig Firmware-Upgrades, zudem bietet die Software weitere Features wie einen Equalizer zum Abmischen der Höhen und Tiefen des Kopfhörers.

Bei dem von uns getesteten Jabra Evolve2 30 handelt es sich um eine von Microsoft zertifizierte Variante. Diese verfügt über einen speziellen Knopf für Microsoft Teams auf der rechten Ohrmuschel. Damit nehmen Anwender Anrufe über Teams direkt entgegen oder beenden diese wieder. Zusätzlich bietet das Headset einen Knopf zum Stummschalten des Mikrofons, eine Taste zum Anhalten der Medienwiedergabe sowie jeweils ein Lauter- und Leiser-Taster. An der rechten Ohrmuschel befindet sich zudem ein sogenanntes Busylight – eine Kontrollleuchte, die sich bei eingehenden Anrufen einschaltet.

Sympathisch: Ein eleganter Aufbewahrungsbeutel aus Filz liegt dem Jabra Evolve2 30 für den Transport bei. Ein stabiles Case hätte uns aber noch mehr gefreut. Ein Ladegerät gehört hingegen nicht zum Lieferumfang. Ganz umweltbewusst zeigt sich Jabra bei der Verpackung des Evolve2 30 – einer Tüte aus recyceltem Papier.

Das Jabra Evolve2 30 bietet einen guten Klang. Stimmen sind bei Telefonaten klar und deutlich zu hören. Der Sound ist weder dumpf, noch hallt er. Das Headset eignet sich auch hervorragend zum Musikhören – oft eine Schwachstelle bei vergleichbaren Geräten, die in der Regel nur für Telefonate optimiert sind. Zwei 28-mm-Lautsprecher machen das möglich. Der Bass ist überraschend klar und kräftig – was uns bei Techno und Hip-Hop besonders gut gefallen hat. Die Höhen dominieren ein wenig, bewegen sich aber noch in einem vernünftigen Rahmen. Per Software stellen Nutzer die Höhen und Tiefen auf die eigenen Präferenzen ein.

Das Jabra Evolve2 30 erfüllt zudem die Open-Office-Anforderungen. Headsets mit dieser Zertifizierung zeichnen sich dadurch aus, dass sie Umgebungsgeräusche effizient unterdrücken. Das qualifiziert diese Geräte besonders für große Büros. Tatsächlich dämpfen die Kopfhörer Umgebungsgeräusche, wie Telefongespräche der Kollegen oder von Familienmitgliedern ein wenig – an die Möglichkeiten von Active Noise Cancellation (ANC) reicht das aber nicht mal ansatzweise heran. Man muss die Kopfhörer schon hochdrehen, um nichts von lauten Umgebungsgeräuschen mitzubekommen. Das kann aber auch ein Vorteil sein, wenn man den Postboten nicht verpassen will – oder eingreifen kann, wenn Kinder zu wild am Werk sind.

Die Tonqualität des Mikrofons ist klar und verständlich. Dafür nutzt das Headset gleich zwei Mikrofone, um die Anrufqualität zu steigern. Bei Telefonkonferenzen wusste das Headset damit zu überzeugen. Für etwas Irritationen bei den anderen Teilnehmern sorgten aber die Schwankungen bei der Lautstärke des eigenen Mikrofons. Mal war man lauter, mal etwas leiser zu hören – innerhalb kurzer Zeit. Der herunterklappbare Mikrofonarm befindet sich ferner recht nahe am Gesicht. Das kann dazu führen, dass man mit dem Mund an das Mikrofon stößt – was zu störenden Geräuschen während einer Telefonkonferenz führt, wenn das Mikrofon nicht stumm gestellt ist.

Das Headset von Jabra ist sehr angenehm zu tragen, was das Evolve2 30 in erster Linie dem niedrigen Gewicht zu verdanken hat. Die Ohrmuscheln des On-Ear-Kopfhörers drücken nicht zu fest auf die Ohren, sitzen aber fest genug, um Außengeräusche abzuschirmen. Auch nach einem ganzen Tag mit dem Headset auf dem Kopf konnten wir uns nicht über Beschwerden an den Ohren beklagen.

Das Jabra Evolve2 30 gibt es ausschließlich in der Farbe Schwarz. Neben der Version mit USB-A-Stecker steht auch eine Variante mit USB-C zum Verkauf. Ferner ist jede Variante jeweils für Microsoft Teams oder UC-Plattformen wie Cisco, Mitel oder Avaya zertifiziert. Preislich gibt es zwischen den einzelnen Versionen keine Unterschiede – ab 63 Euro geht es beim Jabra Evolve2 30 los.

Jabra ist mit dem Evolve2 30 ein gutes kabelgebundenes Headset der Mittelklasse gelungen. Wer auf ein leichtes Headset mit gutem Tragekomfort und toller Soundqualität Wert legt und auch gerne Musik bei der Arbeit hört, kann beim Jabra Evolve2 30 bedenkenlos zugreifen. Allerdings gibt es bei anderen Anbietern kabelgebundene Headsets mit USB-Anschluss für unter 40 Euro. Weniger gelungen ist der Mikroformarm, der sehr nahe am Gesicht liegt. Außerdem schwankt die eigene Lautstärke bei einem Anruf immer wieder.

Wer noch weitere Alternativen für Kopfhörer fürs Homeoffice sehen will, sollte einen Blick in unseren Ratgeber Die beliebtesten Headsets für Teams, Skype, Zoom und Co. ab 20 Euro werfen. Ob das heimische Büro auch wirklich vollständig ist, zeigen wir zudem im Ratgeber perfektes Homeoffice: Maus, Tastatur, Hubs & Co.

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