iPhone 13 Mini im Test: Das beste kleine Smartphone

Apple iPhone 13 Mini
Pro und Contra
  • hervorragende Verarbeitung
  • exzellente Performance
  • kompakt und handlich
  • ausgezeichneter Software-Support
  • keine Telelinse
  • nur 60 Hertz
  • Notch wirkt nicht mehr zeitgemäß
  • 4.5

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Als kleinstes Modell von Apple bietet das iPhone 13 Mini Ausstattungsmerkmale wie ein großes Smartphone. Wie gut der Winzling ist, zeigt der Test.

Das iPhone 13 Mini ist das kleinste erhältliche Smartphone von Apple. Es ist sogar noch einen Hauch kompakter als das iPhone SE, bietet allerdings ein größeres Display. Während Android-Nutzer in der Regel mit deutlich größeren Mobilgeräten vorliebnehmen müssen und die wenigen Mini-Handys mit Android (Ratgeber) oft nur veraltete Technik bieten, müssen Käufer bei Apples Mini-Version nicht auf eine gute Ausstattung verzichten. Technisch entspricht es weitgehend dem größeren Bruder iPhone 13. Damit bekommt man ein wirklich handliches Endgerät mit Flagship-Qualitäten.

Nicht umsonst hat sich das iPhone 13 Mini den ersten Platz in unserer Top 10 der Mini-Handys: Die besten kleinen Smartphones gesichert. Wir haben das kleine Apple-Handy getestet und zeigen, wo der Winzling wirklich großartig ist und welche Schwächen zu finden sind.

Optisch bleibt hier im Vergleich zum großen Modell eigentlich alles gleich – nur ist es eine Spur kleiner. Das iPhone 13 Mini orientiert sich optisch weitgehend an der Vorgänger-Generation des iPhone 12. Die Ausmaße sind mit 131,5 mm x 64 mm x 0,77 mm cm äußerst kompakt für ein aktuelles Handy. Selbst das iPhone SE, das optisch weitgehend auf dem iPhone 8 aufbaut, ist nicht kleiner. Mit 140 g ist es zudem ein Fliegengewicht unter den Smartphones.

Das Gehäuse setzt auf klare Kanten und gradlinige Formen. Die Ecken des Gehäuses sind dezent abgerundet, das Display und die Rückseite sind eben. Der Edelstahlrahmen sowie die Vorder- und Rückseite aus Glas bieten eine tadellose und hochwertige Verarbeitung. Weder Spaltmaße noch klapprige Elemente stören das haptische Erlebnis. Die Druckpunkte der Knöpfe sind äußert fest und solide. Die Hauptkamera ragt nur minimal hervor, wodurch das Smartphone nicht so stark kippelt, wenn es auf der Rückseite liegt.

Weniger schön, aber eben ein typisches Merkmal von Apple, ist die ausgeprägte Notch an der oberen Kante des Displays mit integrierter Frontkamera. Diese sieht einfach nicht schön aus und stört. Hier sollte sich Apple vielleicht doch mit dem Gedanken einer Punch-Hole-Notch im Bildschirm beschäftigen, wie sie bei hochwertigen Androiden längst zum Standard gehört. Sehr lobenswert: Das Gehäuse ist wie bei den Vorgängern dank Zertifizierung nach IP68 effektiv vor Wasser und Staub geschützt.

Das Display des iPhone 13 Mini kommt auf eine Diagonale von 5,4 Zoll. Das ist etwas etwa 1,8 cm kürzer als beim regulären iPhone 13. Damit bietet es ein Verhältnis von Bildschirm zu Gehäuse (Screen-to-Body-Ratio) von 85 Prozent. Das ist ein ordentlicher Wert, wenn auch nicht überragend. Gehobene Android-Smartphones bieten hier meistens knapp über 90 Prozent. Die Auflösung von 2340 x 1080 Pixel sorgt für ein gestochen scharfes Bild mit einer beeindruckenden Pixeldichte von 476 ppi (Pixel pro Zoll).

Das Display bietet eine ausgezeichnete Bildqualität. Als Technologie kommt OLED zum Einsatz und sorgt für ausgeprägte Kontraste und tiefste Schwarzwerte. Farben wirken äußerst kraftvoll und lebendig, bleiben dabei aber stets natürlich. Einziger echter Wermutstropfen bleibt die Bildwiederholungsfrequenz von 60 Hertz – was verglichen mit Androiden nicht mehr zeitgemäß ist. Je höher diese ist, desto flüssiger wirkt das Bild beim Scrollen oder bei Spielen. Wer 120 Hertz will, muss zum größeren und teureren iPhone 13 Pro greifen.

Die Helligkeit ist ebenfalls ausgesprochen gut. Wir konnten bei Sonnenschein und aktiver Helligkeitsanpassung etwa 825 cd/m² messen. Damit bleibt das iPhone 13 Mini auch im Freien meistens gut ablesbar. Noch etwas heller ist das Samsung Galaxy S22 (Testbericht) mit 870 cd/m². Das iPhone 13 Pro erreicht hier punktuell sogar Werte über 1000 cd/m². Beim wuchtigen Samsung Galaxy S22 Ultra (Testbericht) konnten wir sogar 1350 cd/m² messen.

Wie schon der Vorgänger nutzt auch das iPhone 13 Mini eine Kamera mit zwei Objektiven. Die Hauptlinse bietet 12 Megapixel mit einer f/1.6-Blende sowie Phasenvergleich-AF und Dual-LED-Blitz mit einem optischen Bildstabilisator (OIS). Die zweite Linse für Ultraweitwinkelaufnahmen nutzt 12 Megapixel mit einer f/2.4-Blende. Eine Telelinse gibt es leider nicht, diese bekommt man nur beim iPhone 13 Pro und Pro Max.

Aufnahmen bei Tageslicht bieten eine gute Bildqualität mit stimmigen Kontrasten und natürlicher, aber kraftvoller Farbwiedergabe. Bei gutem Wetter neigen einige Aufnahmen zum Überbelichten. Weitwinkelaufnahmen weichen farblich nicht von den normalen Fotos ab. Lediglich Bilddetails scheinen ein wenig schwächer ausgeprägt zu sein. Bei Dämmerlicht hilft der Nachtmodus dabei, die Bilder spürbar aufzuhellen. Ohne Stativ neigen diese aber zum leichten Verwackeln und mäßigen Bilddetails.

Videos gelingen hingegen einwandfrei mit einer Auflösung von bis zu 4K bei 60 fps (Frames pro Sekunde). Der OIS macht hier eine gute Arbeit und verhindert verwackelte Bewegtbilder. Selfies können sich ebenfalls sehen lassen, der Porträtmodus sorgt für ein gelungenes Bokeh ohne erkennbare Bildfehler. Die Kamera überzeugt insgesamt, aber einige Android-Smartphones haben hier mittlerweile die Nase vorn. Mehr dazu erklären wir in der Bestenliste Google, Samsung, Apple: Das sind die besten Kamera-Smartphones 2022.

Was die CPU angeht, sind die iPhones seit jeher über jeden Zweifel erhaben. Beim iPhone 13 Mini verrichtet der Apple A15 Bionic seine Arbeit. Dieser stützt sich auf sechs Kerne, die GPU nutzt zudem vier Kerne. Schon der A14 Bionic im iPhone 12 Pro (Testbericht) war bärenstark. Der A15er legt nochmals eine kleine Schippe darauf.

Im Alltag äußert sich das an einem immer flotten und geschmeidigen System, das auch nicht zu ruckeln beginnt, wenn Spiele oder Videobearbeitung für TikTok auf der Tagesordnung stehen. Noch mehr Power hat in der Apple-Welt nur noch das iPhone 13 Pro, das bei der GPU sogar auf einen fünften Kern setzt. Unser üblicher Leistungs-Benchmark von PCmark für den Alltag ist leider für iOS nicht verfügbar. Deshalb greifen wir ausnahmsweise auf Daten aus Antutu (780.000 Punkte) und Geekbench (4500 Punkte) zurück. Das sind starke Werte, die bei Apple nur vom iPhone 13 Pro und Pro Max übertroffen werden. Der A15 kann hier mit dem Snapdragon 8 Gen 1 definitiv mithalten.

Bei „Wild Life“ von 3Dmark wollte der Test keine Punkte ausgeben, da das Handy „unterfordert“ war. Wir haben deshalb gleich zum „Wild Life Extreme“ gegriffen und erreichten 2370 Punkte. Der direkte Vorgänger iPhone 12 Mini schafft bei dem Benchmark ebenfalls starke 2250 Punkte. Ähnliche Werte bei der „Extreme“-Ausführung schaffen in der Android-Welt vor allem Geräte mit dem neuen Snapdragon 8 Gen 1. Allerdings ist hier ein Vergleich aufgrund der unterschiedlichen Betriebssysteme trotz gleichem Benchmark immer mit Vorsicht zu genießen.

Der Arbeitsspeicher von 4 GByte wirkt auf den ersten Blick im Vergleich zu Android-Smartphones überschaubar. Aufgrund des perfekten Zusammenspiels aus Hard- und Software ist die RAM-Ausstattung aber stimmig. Mehr bietet erneut nur das Pro-Modell mit 6 GByte. Der interne Speicher liegt bei 128, 256 sowie 512 GByte. Eine Erweiterung ist allerdings nicht möglich, weshalb wir den Griff zur Variante mit 256 GByte empfehlen.

Durch heimische Netzwerke surft das iPhone 13 Mini mit Wifi-6. Mobil steht 5G zur Verfügung. Bluetooth 5.0, NFC und UWB sind ebenfalls mit an Bord. Als physische Schnittstelle dient der proprietäre Standard Lightning. Zur Ortung greift das Mini auf A-GPS, GLONASS, Beidou, Galileo und QZSS zurück.

Einen Fingerabdrucksensor gibt es nicht. Zum Entsperren kommt die 3D-Gesichtserkennung Face ID zum Einsatz. Diese ist äußert zuverlässig und relativ sicher gegen Täuschungsversuche. Das funktioniert auch, wenn man eine Gesichtsmaske trägt. Hierzu gibt es den Modus "Face ID mit Maske", der sich dann vor allem auf die Augenpartie beschränkt. Das erhöht den Komfort, allerdings zu Lasten der Sicherheit. In Zeiten von Masken im ÖPNV wäre deshalb eine zusätzliche Lösung per Fingerabdruck schön gewesen neben der Gesichtserkennung sowie PIN oder Muster.

Eine der größten Stärken beim iPhone ist der jahrelange Software-Support mit regelmäßigen Sicherheits-Updates durch Apple. Während so mancher Käufer eines Android-Smartphones nicht weiß, ob und wie oft er ein Update bekommt, müssen sich Apple-Kunde diese Sorge nicht machen.

Einen Nachteil hat das kleine Gehäuse: Die Akkukapazität fällt mit 2438 mAh eher gering aus. Das sind zwar über 10 Prozent mehr als beim Vorgänger, das größere iPhone 13 kommt hier aber auf 3240 mAh – Werte, bei denen jeder Android-User in Panik ausbrechen würde. Geladen wird per Lightning mit 20 Watt in knapp 90 Minuten. Per Magsafe sind 15 Watt und mittels Qi 7,5 Watt fürs Aufladen möglich.

Der von uns favorisierte Battery Test von PCmark funktioniert nur bei Android. Deshalb müssen wir uns auf unsere Erfahrung im Alltag stützen. Trotz der kleinen Kapazität des Akkus kommt man mit dem iPhone 13 Mini bei „normaler“ Nutzung vorwiegend mit Web-Browsing und Chatten sorglos über einen ganzen Tag. Letzten Endes hängt das aber von der Nutzung ab. Wer viel zockt oder Videos filmt und dann bearbeitet oder hochlädt, wird mit einer Akkuladung einen ganzen Tag nicht überstehen.

Die UVP für das iPhone 13 Mini in der kleinsten Speicherausführung mit 128 GByte liegt bei 799 Euro. Für 256 GByte sind 919 Euro und für 512 GByte 1149 Euro fällig. Als Farben stehen Rot, Schwarz, Weiß, Blau, Grün und Rosé zur Auswahl. Mit etwas Glück finden sich günstigere Angebote für das iPhone 13 Mini mit 128 GByte, etwa für 675 Euro bei Ebay. Das iPhone 13 Mini mit 256 GByte gibt es bei Ebay bereits ab 750 Euro.

Ein besseres Smartphone mit so kompakten Ausmaßen bekommt man derzeit nicht. Was die Ausstattung angeht, ist das iPhone 13 Mini dem iPhone 13 bis auf die Akkukapazität ebenbürtig. Der A15-Bionic-Chip entfaltete enorm viel Power, die sich nicht hinter einem Qualcomm Snapdragon 8 Gen 1 verstecken muss. Das kompakte OLED-Display bietet eine tolle Bildqualität, die Kamera schießt gute Bilder. Damit bewegt sich das kleine iPhone fast auf Flagship-Niveau.

Perfekt ist es aber nicht. So flimmert das Display noch mit 60 Hertz, eine Telelinse gibt es nicht, die Fotos sind zudem nicht so gut wie bei einigen hochpreisigen Konkurrenten aus Asien. Diese Schwachstellen bügelt erst das größere und noch teurere iPhone 13 Pro aus. Die große Notch über dem Display wirkt zudem nicht mehr zeitgemäß.

Wer speziell zum Fotografieren ein perfektes Smartphone sucht, dem empfehlen wir die Bestenliste Google, Samsung, Apple: Das sind die besten Kamera-Smartphones 2022. Weite Alternativen auf Top-Niveau zeigen wir in der Top 10: Die besten Smartphones – Samsung vor Xiaomi und Apple. Weitere kleine Smartphones präsentieren wir im Beitrag Top 10 der Mini-Handys: Die besten kleinen Smartphones.

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