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Symfonisk-Bilderrahmen-dachbild
Pro und Contra
  • Guter Klang
  • Clevere Idee
  • Komplette Sonos-Unterstützung
  • Nur spezielle Motiv möglich
  • Kein integriertes Trueplay
  • 5.0

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Ikea und Sonos haben einen neuen vernetzten Symfonsik-Lautsprecher vorgestellt. Der Symfonisk Bilderrahmen hängt wie ein Bild an der Wand und liefert ordentlichen Sound. TechStage testet den Multiroom-Lautsprecher.

Ikea hat den Symfonisk platt gemacht: Den neuesten von Sonos gefertigten WLAN-Lautsprecher des schwedischen Möbelhauses kann man sich nun als Bild mit Ton an die Wand hängen. Praktisch, wenn die Lautsprecher als solche nicht erkennbar sein sollen – und auch als Rücklautsprecher für Surround-Systeme. Doch was ist mit dem Sound: ist der flach wie der Bilderrahmen-Lautsprecher – oder doch schön füllig?

Sonos ist bei den vernetzten Lautsprechern eine Referenz: Der Hersteller hatte als einer der ersten Drahtlos-Multiroom-Produkte im Sortiment, er hat eine der besten Apps mit den meisten Funktionen und liegt auch im Klang vorne. Für Ikea fertigt Sonos eigene Modelle: einen günstigen Regallautsprecher (Testbericht), eine Tischlampe (Testbericht), bei der die WLAN-Speaker schon etwas versteckt waren, und nun einen Bilderrahmen, bei dem sich das Bild zwar nicht bewegt, aber dafür tönt!

Dass die Ikea Symfonisk-Lautsprecher von Sonos kommen, ist übrigens kein Geheimnis, sondern ganz offiziell: Das Sonos-Logo prangt auf der Verpackung und die Lautsprecher werden in die reguläre Sonos App eingebunden und können auch mit anderen Sonos-Lautsprechern gekoppelt werden.

Ein beliebiges Bild kann nicht auf den Symfonisk Bilderrahmen montiert werden – es muss ja schalldurchlässig sein. Ein helles oder ein dunkles Motiv, das an einen Stoffbezug von Lautsprechern erinnert, ist ab Werk aufgezogen. Andere können für je 20 bis 30 Euro einzeln in einem Ikea-Markt oder auch online nachgekauft werden. Sprachassistenten sind nicht dabei – es hätte sicher zu durchgeknallt gewirkt, wenn man nun auch noch ein Bild mit „Alexa, wie spät ist es?“ anreden würde.

Ansonsten hat der Rahmen dieselben Funktionen wie ein aktueller Sonos One der zweiten Generation zu bieten: Er wird direkt mit 230 V versorgt, wobei die mitgelieferte Anschlussleitung 3,5 m lang ist und den klingenden Bilderrahmen so auch an höherer Stelle gut versorgt. Der Ikea Symfonisk hat zusätzlich einen 230-V-Ausgang zum Weiterverbinden mit einem weiteren Symfonisk Bilderrahmen sowie einen Ethernet-Kabel-LAN-Anschluss für den Fall, das kein WLAN zur Verfügung steht.

Der Lautsprecher im abgerundeten Quader-Gehäuse misst etwa 57 x 41 x 6 cm und wiegt 3,76 kg. Musik Start/Stop sowie Lauter/Leiser sind die einzigen Bedienelemente am Lautsprecher, die sich hinter dem Rahmen verbergen. Alles andere läuft über die Sonos App.

Der Symfonisk Bilderrahmen ist innen komplett Sonos-Technik. Die Einrichtung des Lautsprechers ist schnell erledigt – auch wenn wie bei vielen Multiroom-Lautsprechern als Erstes ein nicht aufschiebbares Update fällig ist, ist dies in fünf Minuten erledigt. Mehrere Lautsprecher, ob von Ikea oder original von Sonos, können in Multiroom-Konfigurationen in unterschiedlichen Gruppen und auch als Paar für Stereo-Wiedergabe eingerichtet werden, und zwar direkt in der Sonos App. Probleme wie bei Chromecast gibt es deshalb nicht. Auch das schnellere 5-GHz-WLAN kann genutzt werden. Für Apple-User steht Airplay zur Verfügung.

Auf der Rückseite des Lautsprechers ist ein Ethernet-Kabelanschluss zu finden, der bei WLAN-Verbindungs- oder Einrichtungsproblemen genutzt werden kann. Wobei mit Einrichtungsproblemen bei Sonos ohnehin kaum zu rechnen ist – funktioniert das Einrichten nicht auf Anhieb wie gewollt, versucht die App Alternativen. Sollten bereits Sonos-Lautsprecher im Netzwerk aktiv sein, kopiert sich der Ikea Symfonisk Bilderrahmen die Einstellungen samt Streaming-Diensten elegant direkt von den bereits eingerichteten Geräten.

Hierzu wird auch das bereits erwähnte Bluetooth Low Energy genutzt. Zur Musikwiedergabe dient es nicht, die läuft bei Sonos außer bei portablen Lautsprechern mit integriertem Akku ausschließlich über WLAN. Das ist konsequent, da WLAN gegenüber Bluetooth ohne apt-X ohnehin die bessere Tonqualität bietet und da die Sonos App auch Dateien lokal vom Smartphone oder vom Netzwerk über WLAN abspielen kann, vermisst es auch niemand.

Also alles anschlussfertig? Kein Inbusschlüssel? Nein, der bleibt einem zwar erspart, aber ganz ohne das für Ikea-Käufer verpflichtende Heimwerken geht es natürlich auch beim Symfonisk Bilderrahmen nicht. Schließlich muss das Bild – pardon, der Lautsprecher – an die Wand. Und das sollte schon ordentlich ausgeführt werden, damit er nicht wieder herunterfällt. Alternativ kann man ihn auch auf dem Boden oder in einem Regal abstellen – aber auch für diesen Fall ist eine Wandbefestigung vorgesehen, damit er nicht umfallen kann. Gummifüße, damit er stabil steht und bei starken Bässen nicht das Wandern anfängt, liegen bei. Die Anleitung hierzu ist, auch wenn sie wie bei Ikea üblich auf Text verzichtet, gut verständlich. Eine zweite Kurzanleitung für die elektrische Inbetriebnahme des Lautsprechers und die Installation der Sonos App ist dann nur 1,5 Seiten lang, aber in 30 Sprachen.

Das Abspielen von Musik aus dem Internet per Streaming ist unkompliziert möglich, wobei die Dienstauswahl vorbildlich ist und auch Qobuz zur Verfügung steht.

Radiosender können über den Streaming-Dienst Sonos Radio abgespielt werden. Dort sind neben den klassichen Radiosendern auch eigene Radio-Stationen hinterlegt. Sucht man Radiosender nach Namen, so findet man sie allerdings auf dem ebenfalls verfügbaren Dienst Tune-In schneller.

Beim Ikea Symfonisk Rahmen handelt es sich um eine aktive Zweiwegebox: Es sind ein Hochtöner mit 35 mm Durchmesser und ein Mitteltöner mit 94 mm Durchmesser verbaut. Letzterer übernimmt auch die Bässe. Vermutlich ist dies die schon vom Sonos One bewährte Ausstattung.

Auch wenn die Sonos App keine Optionen für Aufstellung in Ecken und Regalen oder gar hier direkt an der Wand hat, reicht die Höhen- und Tiefeneinstellung, um einen angenehmen, nicht dröhnenden Klang zu erreichen. Zudem gibt es eine Loudnessfunktion, mit der der Lautsprecher leise gut klingt, ohne laut auf die Nerven zu gehen. Die Lautstärke ist so begrenzt, dass der Lautsprecher nicht an der Wand scheppert und die Nachbarn nervt.

Für einen Partyabend dürfte der Symfonisk Bilderrahmen ohnehin nicht die richtige Wahl sein, aber unauffällige Hintergrundbeschallung, für die er konstruiert ist, schafft er bestens. Dabei bleibt auch der Klang nicht auf der Strecke: Lokale Dateien, Musik-Streaming von Spotify und Quboz steigen in dieser Reihenfolge in der Wiedergabequalität, wobei die Höhen im Intro von Al Stewarts On the border auf allen drei Wegen gut hörbar sind. Dass der Unterschied zwischen Spotify und Qobuz erkennbar ist, zeigt, dass der Lautsprecher eine vernünftige Höhenwiedergabe bietet.

Der Ikea Symfonisk Bilderrahmen kostet 180 Euro. Zum gleichen Preis gibt es die Symfonisk Tischleuchte (Testbericht), günstiger ist der Symfonisk Lautsprecher (Testbericht).

Mit knapp 180 Euro Listenpreis liegt der Ikea Symfonisk Bilderrahmen knapp unter dem Sonos One SL. Den kann man aber nicht an die Wand hängen und als moderne Kunst ausgeben. Mit der Möglichkeit, die Lautsprecher in die Sonos-Familie zu integrieren, und dabei vielleicht auch noch eines der anderen Ikea Symfonisk-Produkte einzubauen, ist man sehr flexibel.

Der Test zum Ikea Symfonisk Bilderrahmen erscheint in unserer Themenwelt Multiroom-Lautsprecher. Dort sind bereits Tests zum Symfonisk Lautsprecher (Testbericht) oder der Symfonisk Tischleuchte (Testbericht) erscheinen, ebenso Alternativen wie der Braun LE03 (Testbericht), der Denon Home 150 (Testbericht) oder der Sonos Roam (Testbericht), der ebenfalls knapp 180 Euro kostet.

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