Ikea Symfonisk 2 im Test: Sonos-Multiroom-Lautsprecher für 129 Euro

Ikea Symfonisk 2 Generation
Pro und Contra
  • Gutes Preis-Leistuns-Verhältnis
  • guter Klang
  • Komplette Sonos-Unterstützung
  • Kein integriertes Trueplay



  • 5.0

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Ikea verkauft unter der Marke Symfonisk Multiroom-Lautsprecher mit Sonos-Innenleben. Sie sind deutlich günstiger als die Sonos-eigenen Geräte. Wir testen, ob darunter die Klangqualität oder der Komfort leidet.

In der Symfonisk-Serie von Ikea stecken waschechte Sonos-Lautsprecher. Nur nicht in deren typischem runden Design, sondern als klassische eckige Box – die man auch ins (Billy-) Regal stellen kann, auch wenn HiFi-Enthusiasten davon abraten. Und zu einem günstigeren Preis. Inzwischen gibt es ihn auch als Leuchte (Testbericht) und als Bilderrahmen (Testbericht) – doch nun wurde das Original runderneuert mit Sonos-Technik der 2. Generation und einigen weiteren Verbesserungen wie längerem Netzkabel, geringerem Standby-Verbrauch oder besser positionierten Tasten. Der neue Symfonisk kann übrigens auch mit dem Symfonisk Lautsprecher (Testbericht) der ersten Generation in Stereo oder Multiroom gekoppelt werden. Dafür hat sich der Preis um 30 Euro erhöht, mit einer UVP von 129 Euro ist er aber immer noch deutlich günstiger als jeder „echte“ Sonos-Lautsprecher.

Sonos steht meist synonym für Multiroom. Da ist es verlockend, günstiger zu einem „echten Sonos“ zu kommen. Dass die Ikea Symfonisk-Lautsprecher von Sonos kommen, ist übrigens kein Geheimnis, sondern ganz offiziell: Das Sonos-Logo prangt auch auf der Verpackung und die Lautsprecher werden in die reguläre Sonos App eingebunden und können auch mit anderen Sonos-Lautsprechern gekoppelt werden.

Das Prinzip der Ikea-Sonos-Lautsprecher ist, dass man sie nicht als solche erkennt. Sie erscheinen als Lampe, als Bild oder eben als eher altmodischer kleiner Regal- oder Wandlautsprecher, wie er zu einer Kompaktanlage der 70er passen würde. Sie sollen nicht nach Technik aussehen, sondern nach Möbel, in die Wohnlandschaft passen. Deshalb kann man die Stoffbespannung auch mit einem beherzten Ziehen am Ikea/Sonos-Label abziehen. Wie beim Bilderrahmen gibt es andere Designs, wenn auch nicht so viele.

Sprachassistenten sind nicht im Gerät, Alexa und Google Assistent müssen draußen bleiben. Ansonsten hat der Ikea Symfonisk dieselben Hardware-Features wie ein aktueller Sonos One der zweiten Generation zu bieten: er wird direkt mit 230 V versorgt, und hat einen Ethernet-Kabel-LAN-Anschluss für den Fall, das kein WLAN zur Verfügung steht.

Der Lautsprecher im abgerundeten Quader-Gehäuse misst etwa 31 x 10 x 15 cm und wiegt knapp über 2 kg. Musik Start/Stop sowie Lauter/Leiser sind die einzigen Bedienelemente, der Rest läuft über die Sonos App.

Die Einrichtung des Lautsprechers ist schnell erledigt. Das unaufschiebbare Update läuft während der Einrichtung in knapp fünf Minuten durch. Mehrere Lautsprecher können in Multiroom-Konfigurationen in unterschiedlichen Gruppen und auch als Paar für Stereo-Wiedergabe eingerichtet werden, und zwar direkt in der Sonos App. Probleme wie bei Chromecast gibt es deshalb nicht. Auch das schnellere 5-GHz-WLAN kann genutzt werden. Für Apple-User steht Airplay 2 zur Verfügung.

Auf der Rückseite des Lautsprechers ist ein Ethernet-Kabelanschluss zu finden, der bei WLAN-Verbindungs- oder Einrichtungsproblemen genutzt werden kann. Wobei mit Einrichtungsproblemen bei Sonos kaum zu Rechnen ist – funktioniert das Einrichten nicht auf Anhieb wie gewollt, versucht die App automatisch Alternativen. Am einfachsten geht es, wenn bereits eingerichtete Sonos Lautsprecher im Netz sein, da die App dann die Einstellungen elegant direkt von diesen kopiert. Der Lautsprecher kann dazu über Bluetooth Low Energy kommunizieren. Zur Musikwiedergabe dient es nicht, die läuft bei Sonos außer bei portablen Lautsprechern Sonos Roam (Testbericht) „nur“ über WLAN. Das ist konsequent, da WLAN gegenüber Bluetooth ohne apt-X ohnehin die bessere Tonqualität bietet und da die Sonos App auch Dateien lokal vom Smartphone oder vom Netzwerk über WLAN abspielen kann, vermisst es auch niemand.

Das Abspielen von Musik aus dem Internet per Streaming ist unkompliziert möglich. Die App ist verständlich, die Auswahl der verschiedenen Streaming-Dienste vorbildlich und auch nischigere Dienste wie Qobuz stehen zur Verfügung.

Radiosender spielen wahlweise über Sonos Radio oder direkt per Tune-In. Sucht man Radiosender nach Namen, so findet man sie allerdings auf Tune-in schneller.

Die mitgelieferte Anleitung ist mittlerweile sehr spartanisch und beschränkt sich auf den Hinweis, die Sonos-App zu installieren, sowie auf den optionalen Wandhalter.

Beim Ikea Symfonisk handelt es sich wie immer bei Sonos um eine aktive Zweiwegebox: Es sind hier ein Hochtöner mit 35 mm Durchmesser und ein Mitteltöner mit 75 mm Durchmesser verbaut. Letzterer übernimmt auch die Bässe. Auch wenn die Sonos App keine Optionen für Aufstellung in Ecken und Regalen hat, reicht die Höhen- und Tiefeneinstellung, um einen angenehmen, nicht dröhnenden Klang auch an schwierigen Aufstellungsorten zu erreichen.

Zudem gibt es eine Loudnessfunktion, mit der der Lautsprecher leise gut klingt, ohne laut auf die Nerven zu gehen. Allerdings ist die Grundausrichtung völlig anders als bei den Sonos-Geräten, eher brav wie die Optik, mit wenig Höhen und Tiefen. Doch das kann ja in der App im Equalizer nach persönlichem Geschmack angeglichen werden.

Die Klangqualität für lokale Dateien, als Stream über Spotify und als Stream von Quboz steigt in dieser Reihenfolge: Die Höhen im Intro von Al Stewarts On the border sind auf allen drei Wegen erkennbar, mit Qobuz ist die optimale Qualität erreicht.

Mit 129 Euro istenpreis liegt der Ikea Symfonisk für ein Sonos-System günstig und bietet außer Sprachassistent auch alles an Funktionen, was die Original-Sonos-Geräte bieten. Hier kann man nichts falsch machen, wenn einem das Design gefällt, zumal der Hersteller seine Produkte auch langfristig unterstützt. Insgesamt ist die Symfonisk-Serie vielleicht nicht die schickste aller Multiroom-Lautsprecher, aber hier trauen sich die Designer endlich auch mal an neue Formate – wie eben einen Sonos-tauglichen Bilderrahmen (Testbericht).

In der Themenwelt Multiroom haben wir noch mehr Tests veröffentlicht, etwa zum Sonos Five (Testbericht), dem Bose Home Speaker 300 (Testbericht) oder dem Revox Studioart A100 (Testbericht). Außerdem ist dort unsere Bestenliste Multiroom: Sonos, Yamaha, Denon & Co im Vergleich zu finden.

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