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iPhone-Cardreader im Test: Sehr günstig mit kleinen Mängeln

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Interner Speicher beim iPhone ist extrem teuer und Speicherkarten akzeptieren weder iPhone noch iPad. Halt – das stimmt so nicht ganz: Cardreader mit Lightning-Anschluss machen es möglich. Wir haben den Cardreader i-FlashDeviceHD getestet und erklären, für wen sich die Anschaffung lohnt.

Der Cardreader i-FlashDeviceHD hat die Abmessungen 6,5 × 2,7 × 1 cm und ist damit nicht viel größer als zwei nebeneinander liegende SD-Speicherkarten. Auf der Oberseite sitzt, geschützt durch eine durchsichtige Kunststoffabdeckung, ein für iPhone und iPad passender Lightning-Anschluss. Auf der linken Seite befindet sich der Einschub für SD-Speicherkarten. Gegenüber der Slot für microSDXC-Karten. Auf der Unterseite ist ein kombinierter USB/microUSB-Stecker verbaut. Auch dieser ist bei Nichtbenutzung durch eine Kunststoffabdeckung geschützt. Zur Anbringung eines Schlüsselanhängers ist unterhalb des Lightning-Steckers noch eine kleine Öse vorhanden.

So kommt der Cardreader beim Kunden an.

Das weiße Kunststoffgehäuse ist ordentlich verarbeitet und macht einen robusten Eindruck.

Der kleine Cardreader ist ein echtes Multitalent. Nicht nur das er sowohl große, als auch kleine SD-Karten akzeptiert und mit iOS Geräten kommuniziert – durch den kombinierten USB-Stecker eignet sich der i-FlashDeviceHD auch für Computer und Android-Devices.

Das iFlashDeviceHD funktioniert auch an jedem Computer mit USB-Anschluss.

Mit Hilfe der kostenlosen App iFlashDevice für iOS ist es einfach Daten auf Speicherkarten zu sichern oder von dort auszulesen. Neben der Sicherung von Fotos und Videos kann der Nutzer auch seine Kontakte oder Musikdateien sichern. Wer gerade keinen Platz mehr auf dem internen Speicher frei hat, der kann Stimmaufzeichnungen, Fotos und Videos auch direkt auf einer externen SD oder microSD ablegen. Praktisch, wenn es schnell gehen muss und keine Zeit zum Ausmisten der Fotosammlung vorhanden ist.

Wir haben in erster Linie die App für iOS genutzt und getestet, da der Fokus auf der Speichererweiterung für iPhones gerichtet ist. Trotz teilweise schlechter Übersetzung und seltsamer Beschriftung haben wir uns schnell zurecht gefunden. Ein Beispiel: Statt Abbrechen verwendet die App die Abkürzung AB. Ein häufiges Problem von Apps aus Fernost; Trotzdem ein erwähnenswertes Manko. Wer trotz logischer und intuitiver Bedienung nicht zurecht kommt, findet eine englische Beschreibung innerhalb der App. Ein Druck auf das Buch-Symbol öffnet die bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Dank kombiniertem USB-MicroUSB-Anschluss funktioniert der Cardreader auch mit Android Devices.

Die wichtigsten Funktionen des i-FlashDeviceHD erreichen wir über die Bedienelemente im Hauptmenü. Ganz unten sehen wir außerdem den Status unseres Smartphones und der im Cardreader eingesteckten Speicherkarte. Mit nur einem Blick erkennen wir so die Gesamtkapazität, und den noch verbleibende Speicher. Darüber finden sich die Menüpunkte Album, Backup, Musik, Recorder, Kamera und Video.

Unter Album finden wir unsere auf dem iPhone gespeicherten Fotos und Videos. Ein Klick auf eine Datei öffnet diese – Zur Übertragung auf die Speicherkarte müssen wir oben rechts auf Editor klicken und anschließend die gewünschten Dateien auswählen. Das geht einzeln oder per Klick auf Sie alle – was dann alle Dateien in dem Ordner markiert. Auch hier können wir jederzeit AB – abbrechen. Sind die gewünschten Bilder und Videos gewählt klicken wir auf Fertig. Nun öffnen sich drei Schaltflächen: Lokal, Geräte und AB. AB kennen wir bereits. Lokal bedeutet, dass wir die Daten in einem eigenen Ordner auf das iPhone kopieren würden. Unter Geräte finden wir die Menüstruktur unserer Speicherkarte. Dort können wir die Daten entweder direkt abspeichern oder einen neuen Ordner dafür anlegen. Klingt komplizierter, als es tatsächlich ist.

Unter dem Menüpunkt Backup sichern wir unsere Kontaktdaten oder stellen diese wieder her. Mit einem Fingerzeig auf Musik kommen wir an die auf dem Apple-Device gespeicherten Songs und können diese ebenfalls auf unsere Speicherkarte überspielen. Sehr ungewohnt, so ganz ohne iTunes. Um Sprachaufzeichnungen direkt auf der Speicherkarte aufzunehmen klicken wir auf Recorder. Das funktioniert auch über den Button Kamera mit Fotos oder Videos unter dem Menüpunkt Video. Diese Funktion ist vor allem dann praktisch, wenn der interne des iPhones oder iPads bereits voll ist und wir trotzdem etwas aufzeichnen wollen. Das kleine Zahnrad bringt einen ins Einstellungsmenü. Dort können wir beispielsweise ein Passwort vergeben oder einen Player für die Wiedergabe von Filmen definieren.

Schade das der Hinweis auf die Kapazitätsgrenze von 32 GByte fehlt.

Die Wiedergabe von auf der Speicherkarte abgelegten Videos, Fotos oder Musik klappt problemlos. Auch das Kopieren von Daten klappt und geht dabei noch recht zügig. Die Übertragung eines einminütiges Videos (114 MByte) vom iPhone auf unsere Speicherkarte ist innerhalb von etwa 9 Sekunden abgeschlossen.

Nun zu zwei Dingen die uns weniger gut gefallen. So fehlt auch in dieser App eine automatische Synchronisierungsfunktion, wie sie beim iXpand-Speicherstick von Sandisk vorhanden ist. Zum Sichern unserer Dateien müssen wir diese händisch auswählen, was zwar prima funktioniert, aber zeitaufwendig ist. Zum anderen scheint der Cardreader nur Speicherkarten bis zu einer Kapazität von 32 GByte zu akzeptieren. Alle Versuche mit größeren Karten führten zu Abstürzen der App. Nicht wirklich dramatisch, aber schade; vor allem weil ein Hinweis auf diese Speichergrenze komplett fehlt.

Der Cardreader i-FlashDeviceHD bietet einen super Funktionsumfang für einen sehr fairen Preis von etwa 15 Euro. Positiv finden wir vor allem die große Gerätekompatibilität und die schnelle Datenübertragung. Da lassen sich auch die verunglückten Bezeichnungen in der App verschmerzen. Auch die maximale Kapazität von 32 GByte geht in Ordnung – solange man darüber Bescheid weiß. Zum regelmäßigen Sichern der eigenen Daten außerhalb der iCloud ist der Cardreader aber nur bedingt geeignet, da eine Synchronisierungsfunktion fehlt. Wer Daten zwischen verschiedenen Endgeräten hin und her kopieren oder Fotos aus der Spiegelreflexkamera per iPhone zu verschicken will, der wird mit dem i-FlashDeviceHD sehr zufrieden sein.

Wer seine Daten regelmäßig sichern will, der sollte sich den iXpand-Stick von SanDisk ansehen. Dieser hat eine hervorragende Synchronisierungsfunktion und besitzt einen internen Flashspeicher. Um riesige Datenmengen zu sichern oder mit mehreren Endgeräten auf eine gemeinsame Videosammlung zurückzugreifen eignet sich die LaCie Fuel WLAN-Festplatte besser.

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