Huawei Y7 im Test: edle Mittelklasse mit Schwächen

Huawei Y7 im Test: edle Mittelklasse mit Schwächen
Pro und Contra
  • edles Design
  • brauchbare Kamera
  • aktuelle Software
  • mäßige Performance
  • geringer Speicher und RAM
  • überladene Software
  • 3.0

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Mit Android 8, Quad-Core-Prozessor, 6-Zoll-Display und 13-Megapixel-Kamera kostet das Huawei Y7 knapp 200 Euro. Ob sich die Investition lohnt, verrät unser ausführlicher Test.

[Design]Huawei Y7: Design und Verarbeitung

Während uns der kleine Bruder Huawei Y6 (Testbericht) in Sachen Design und Haptik nicht begeistern konnte, handelt es sich beim Huawei Y7 um ein Mittelklasse-Smartphone im Premium-Look. Das Y7 gibt es in den Farben Blau, Schwarz und Gold. Wir haben ein blaues Testgerät erhalten. Die Rückseite schimmert mit ihrem Metallic-Look je nach Lichteinfall in verschiedenen Nuancen und wirkt edel. Was Fingerabdrücke angeht, ist das Rückteil jedoch sehr anfällig. Das aufgedruckte Herstellerlogo findet sich auf der Rückseite mittig unten. Oben ist ein Fingerabdrucksensor untergebracht, im linken oberen Eck die Hauptkamera.

Der Kartenslot kann zwei SIM-Karten und eine MicroSD-Karte aufnehmen und ist auf der linken Seite des Handys untergebracht. Rechts befinden sich Lautstärkewippe und Power-Button. Unten sitzen Kopfhörereingang, MicroUSB-Eingang und der Lautsprecher. Wie bei den meisten aktuellen Android-Smartphones gibt es keine mechanischen oder berührungsempfindlichen Buttons unterhalb des Displays. Die Bedienung erfolgt über On-Screen-Buttons auf dem Bildschirm. Die Abmessungen des Y7 betragen 158,3 × 76,7 × 7,8 mm bei einem Gewicht von 155 g.

Im Vergleich zum Huawei Y6 gibt es beim Huawei Y7 potentere Hardware in Form eines Octa-Core-Prozessors von Qualcomm. Der Snapdragon 430 taktet mit maximal 1,1 GHz, respektive 1,4 GHz. Es gibt nämlich vier energieeffiziente Kerne für anspruchslosere und vier stärkere Kerne für rechenintensivere Aufgaben. Der Arbeitsspeicher ist hingegen genau so groß wie beim Huawei Y6: Er fasst lediglich 2 GByte. Auch intern bietet das Smartphone nur 16 GByte Speicher, allerdings den – schon erwähnten – microSD-Kartenslot zur Speichererweiterung.

Mobil geht das Huawei Y7 per LTE mit maximal 150 Mbit/s im Downstream online. Ins WLAN kommt das Handy nach 802.11 b, g und n. Neben GPS unterstützt das Huawei Y7 Bluetooth in Version 4.2. NFC ist nicht an Bord. Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 3000 mAh und kommt ohne Schnellladetechnologie.

Auf 5,99 Zoll gibt es beim Huawei Y7 1440 × 720 Pixel, also genau so viel wie beim 5,7-Zoll-Display des Huawei Y6 (Testbericht) . Schon dort wirkt die Darstellung von Inhalten aufgrund der geringen Auflösung etwas verwaschen. Beim Y7 ist dies noch etwas deutlicher wahrnehmbar. Ansonsten gefällt das Panel mit einer ordentlichen Farbwiedergabe und guter Blickwinkelstabilität. Die maximale Helligkeit genügt auch für den Außeneinsatz in Sonnenschein. In den Systemeinstellungen können Nutzer die Farbtemperatur gemäß ihrer Vorlieben anhand dreier Presets und eines Farbkreises einstellen. Von Werk aus hat der Hersteller eine Displayschutzfolie aufgezogen, die sich bei Bedarf problemlos ablösen lässt.

Die Hauptkamera des Huawei Y7 löst 13 Megapixel auf, hat einen Kontrast-Autofokus und einen LED-Blitz. Es könnte sich hierbei um dieselbe Kamera wie beim Y6 handeln. Detaillierte Spezifikationen zur Linse verrät der Hersteller jedoch nicht. Mit 8 Megapixeln bietet das Huawei Y7 eine höhere Auflösung als die Huawei Y6 mit lediglich 5 Megapixeln.

Die Qualität beider Kameras ist für ein Smartphone dieser Preisklasse in Ordnung. Teilweise gelingen recht gute Aufnahmen. Vor allem die Hauptkamera liefert ansehnliche Farben und kann auch bezüglich ihres Detailreichtums überzeugen. Bildrauschen tritt bei schlechterer Belichtung jedoch schnell auf, und richtige Low-Light-Aufnahmen können nicht überzeugen.

Ähnlich wie beim Huawei Y6 suggeriert das AnTuTu-Benchmark-Ergebnis eine bessere Performance beim Y7 als die Praxis zeigt. Bei fast 60.000 Punkten haben wir ein flott laufendes System erwartet, allerdings reagiert das Betriebssystem des Y7 sehr träge. Dies dürfte damit zu tun haben, dass Huawei zu viel Software aufspielt. Trotz aller Gemächlichkeit des Smartphones, stellten wir im Test des Huawei Y7 keine störenden Hänger und Denkpausen fest, wie sie beim Y6 auftraten.

Mit seinen 3000 mAh ist der Akku ausreichend dimensioniert, um Nutzern auch bei starker Belastung über den Tag zu bringen. Bei starker Belastung, muss das Handy allerdings schon früher wieder an die Steckdose. Zusätzlich zur guten Sprachqualität hat uns auch der Lautsprecher des Smartphones gefallen: Wie beim kleinen Bruder tönt er auf Wunsch recht laut, ohne dabei zu verzerren. Und das Y7 bietet über das gesamte Klangspektrum einen ordentlichen Sound. Wie üblich bei Smartphones klingt der Bass dürftig.

Die Software des Huawei Y7 ist identisch mit der des Huawei Y6: Es gibt Android 8 Oreo mit dem Herstelleraufsatz Emui. Dieser enthält zusätzlich zu diversen – ins System implementierten – Features auch eine Menge Bloatware. Hier übertreibt Huawei und bremst das System sogar aus. Viele Features und Apps laufen im Hintergrund und ein Mehrwert hält sich in Grenzen.

Das Huawei Y7 ist zwar ein sehr schickes Mittelklasse-Smartphone, allerdings mit wesentlichen Schwachstellen. Wer ein Smartphone in der Preisklasse um die 200 Euro sucht, dem empfehlen wir einen Blick auf das P Smart (Testbericht) . Es stammt vom selben Hersteller und dürfte dem Y7 das Leben schwer machen. Das P Smart ist mittlerweile schon ab knapp 190 zu haben, hat ebenfalls die aktuelle Android-Version, aber einen stärkeren Prozessor, eine bessere Kamera sowie mehr RAM und Arbeitsspeicher.

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