Huawei Watch Fit Mini im Test: Fitness-Uhr mit Tracking-Funktionen

Huawei Watch Fit Mini
Pro und Contra
  • Sehr gute Akkulaufzeit
  • Hohe Display-Helligkeit
  • Gutes Aktvitäts-Tracking
  • Zahlreiche Gesundheitsfunktionen
  • Preis deutlich höher als Huawei Band 6
  • Kein GPS
  • Konservative Kalorienberechnung
  • 4.0

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Huawei legt den Fitness-Tracker Watch Fit Mini neu auf. TechStage testet die Mischung aus Smartwatch und Fitness-Tracker.

Moment Mal, Huawei Watch Fit, da klingelt doch was? In der Tat haben wir die Watch Fit von Huawei bereits im vergangenen Jahr 2020 getestet. Jetzt aber bringt der chinesische Hersteller mit der Watch Fit Mini eine neue Version der Fitness-Uhr auf den Markt, die sich optisch in einiger Hinsicht von der Watch Fit unterscheidet.

Tatsächlich basiert die Watch Fit Mini aber auf dem Huawei Band 6 (Testbericht) und bietet dieselben Funktionen wie der Tracker. Wir haben uns die neue Uhr im Test genauer angeschaut und klären die Frage, ob sich der Kauf der im Vergleich zum Huawei Band 6 um 40 Euro teureren Watch Fit Mini lohnt.

Der Test zur Huawei Watch Fit Mini erscheint in unserer Themenwelt Fitness-Tracker. Dort haben wir neben dem Vorgänger auch Beiträge zur Fitbit Charge 5 (Testbericht), Amazfit Bip S (Testbericht) oder Fitbit Versa 3 (Testbericht) veröffentlicht.

Huawei liefert die Watch Fit Mini wie gewohnt in einer zweckmäßigen Pappschachtel aus. Ein Ladekabel und eine Bedienungsanleitung sind im Lieferumfang enthalten, ein zusätzliches Armband für größere Handgelenke gibt es allerdings nicht.

Das Gehäuse der Watch Fit Mini besteht – anders als beim Huawei Band 6 – aus Aluminium mit einer leichten Goldtönung. Das AMOLED-Display misst 1,47 Zoll und gleicht damit dem des Band 6. Damit verringert sich die Größe gegenüber der Watch Fit, deren OLED-Display noch mit 1,64 Zoll daherkam. Die Watch Fit Mini hat dadurch ein schmaleres Gehäuse und kann dadurch an kräftigeren Männerhandgelenken unter Umständen etwas zu fein wirken.

Huawei liefert die Uhr wahlweise mit Silikon- oder Lederarmband aus. Was uns dabei positiv auffiel: Der Hersteller verzichtet auf eine Druckschließe mit Gummiknopf und liefert die Uhr stattdessen mit einer klassischen Metallschließe aus.

Die Einrichtung der Watch Fit Mini erfolgt wie von anderen Huawei-Uhren und -Trackern gewohnt über die Huawei Health App. Die Uhr unterstützt Bluetooth 5.0 BLE und lässt sich problemlos mit dem eigenen Smartphone koppeln. Die zugehörige App setzt ein kostenloses Huawei-Konto voraus. Nach ein paar Handgriffen ist die Einrichtung dann innerhalb weniger Minuten abgeschlossen.

Weil die Huawei Watch Fit Mini dieselben Funktionen wie das Huawei Band 6 bietet, erwarten Kenner des Fitnesstrackers hier keine Überraschungen. Wie auch das Huawei Band 6 zählt die Watch Fit Mini zurückgelegte Schritte zuverlässig und genau, ohne dass schnelle Armbewegungen oder das Schütteln der Uhr die Schrittzahl beeinträchtigt.

Wer möchte, kann in der App ein Schrittziel festlegen und sich auf dem Display der Uhr informieren lassen, wenn das Ziel erreicht ist. Die App selbst liefert darüber hinaus Details zur zurückgelegten Strecke pro Tag, Woche, Monat und Jahr inklusive Geh- und Laufstrecken sowie Strecken mit Steigung.

Über das Display der Watch Fit Mini können wir außerdem Aktivitätsdatensätze abrufen. Die Uhr zeigt uns dann an, wie viele Kalorien wir an einem Tag bereits verbrannt, wie viele Schritte wir zurückgelegt, wie viele Minuten wir aktiv verbracht und welche Distanz wir absolviert haben. Das alles ist übersichtlich aufbereitet.

Daneben können wir unseren Stresslevel anzeigen lassen, den die Uhr anhand unserer Herzfrequenz feststellt. Fühlen wir uns stark gestresst, können wir über die Uhr eine Atemübung starten, die uns beim Entspannen helfen soll. Das funktionierte im Test problemlos, ist unserer Meinung nach aber nicht mehr als ein nettes Gimmick.

Anders als die erste Huawei Watch Fit müssen Nutzer bei der Watch Fit Mini auf ein integriertes GPS verzichten. Wer die Uhr zum Tracken einer Lauf- oder Radfahrstrecke nutzen möchte, muss sie also wie das Huawei Band 6 per Bluetooth mit dem Smartphone verbinden. Ohne Smartphone und GPS funktioniert das Lauftracking zwar auch, aber die Uhr zeichnet die Strecke dann nur anhand unserer Schritte auf. Das ist ungenauer als das GPS-Tracking, reicht aber für die gelegentliche Runde um den Block gerade noch aus.

Was die Watch Fit Mini in Sachen GPS vermissen lässt, macht sie bei der Auswahl der Trainingsmodi zumindest ein Stück weit wieder wett. Insgesamt 96 unterschiedliche Sportprofile stehen uns zur Auswahl, darunter Standards wie Laufen, Radfahren und Schwimmen, aber auch Exoten wie Bogenschießen oder Tauziehen. Die automatische Trainingserkennung, die wir wie beim Huawei Band 6 aktivieren können, funktionierte in unserem Test tadellos: Die Uhr erkennt, wenn wir Sport machen und zeichnet die Aktivität auf. Anschließend geben wir an, welche Sportart wir ausgeübt haben.

Bei der Pulsmessung hingegen müssen ambitioniertere Athleten wenig überraschend nachhelfen. Denn während die Uhr den Puls bei überwiegend konstanter Herzfrequenz (etwa bei Ausdauersportarten) durchweg gut misst, hat der optische Sensor mit schwankenden Pulsraten (etwa Kraftsport oder HIIT) einige Probleme. Hier wird die Messung schnell ungenau, sodass sich die Nutzung eines externen Sensors empfiehlt.

Worin sich das Huawei Band 6 und die Watch Fit Mini ebenfalls gleichen, ist die Berechnung des Kalorienbedarfs. Der gemessene Kalorienbedarf lag auf einer Laufstrecke von 5 Kilometern gegenüber unserem Kontrollgerät (Garmin Vivoactive 3 (Testbericht)) um 40 kcal niedriger. Was für Hobbysportler vielleicht wenig ins Gewicht fällt, kann für andere Athleten schon ein Ärgernis sein.

Deutlich zuverlässiger als die Pulsmessung funktioniert bei der Watch Fit Mini das Schlaftracking. Die Uhr erkennt zuverlässig Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt und misst unsere Schlafphasen. Das Ergebnis sehen wir dann als übersichtlich aufbereitetes Diagramm in der App. Zwar sollten Nutzer sich darüber im Klaren sein, dass diese Daten gewissen Schwankungen unterliegen können, als grobe Orientierung taugen sie aber allemal und können mitunter dabei helfen, anhaltenden Schlafproblemen auf den Grund zu gehen.

Wie auch beim Huawei Band 6 gibt es bei der Watch Fit Mini an der Benachrichtigungsfunktion nichts auszusetzen. Wir können über die Huawei Health App festlegen, von welchen Apps wir Benachrichtigungen erhalten wollen. Trifft eine E-Mail, eine SMS oder eine andere Nachricht ein, erscheint eine Meldung auf dem Display der Watch Fit Mini. Einziger Wermutstropfen: Nutzer müssen auf eine Antwortfunktion ebenso verzichten wie auf die Möglichkeit, Anrufe über ein eingebautes Mikrofon zu beantworten – eine Option, die die erste Watch Fit noch bot und die bei der Neuauflage nur im Fall der Watch Fit New mit an Bord ist.

Immerhin besitzt die Watch Fit Mini wie auch das Huawei Band 6 eine eigene Musiksteuerung. Zwar suchen wir einen internen Speicher für Musik vergebens, aber können auf dem Smartphone wiedergegebene Musik einfach und intuitiv über das Display der Uhr bedienen. Da wir das Smartphone für das GPS-Tracking ohnehin mitnehmen müssen, fällt das Fehlen eines Musikspeichers wenig ins Gewicht.

Huawei gibt die Akkulaufzeit der Watch Fit Mini bei typischer Nutzung mit 14 Tagen an. Bei intensiver Nutzung soll der Akku rund zehn Tage halten. Da die Uhr nicht über ein integriertes GPS-Tracking verfügt, gibt es auch praktisch keine Funktion, die den Akku wirklich belastet. Je nachdem, wie hell wir das Display einstellen und wie oft wir es aktivieren, hält der Akku mal mehr, mal weniger lange durch. Die Angaben des Herstellers konnten wir im Test aber durchweg bestätigen – und eine rund 14-tägige Akkulaufzeit kann sich definitiv sehen lassen.

Huawei bietet die Watch Fit Mini in drei Varianten (zwei verschiedene Lederarmbänder, einmal mit Silikonarmband) zum Preis von 99,99 Euro (UVP) an. Außerdem gibt es die Watch Fit New als Neuauflage der bereits bekannten Watch Fit von 2020 mit einem größeren Display, aber einer geringeren Akkulaufzeit für ebenfalls 99,99 Euro (UVP).

Der Preis für beide Uhren liegt damit 40 Euro über dem des Huawei Band 6, das abgesehen vom Gehäuse gegenüber der Watch Fit Mini baugleich ist und dieselben Features besitzt. Ob das Metallgehäuse und ein Lederarmband diesen Aufpreis wert sind, muss jeder für sich entscheiden.

Da die Huawei Watch Fit Mini und das Huawei Band 6 vom Gehäuse abgesehen absolut baugleich sind, gelten für die Watch Fit Mini dieselben positiven und negativen Punkte wie bei dem Fitnesstracker: Huawei liefert ein gutes Gerät ab, das mit ein paar Schwächen zu kämpfen hat – und auch ein paar Rückschritte gegenüber der Watch Fit macht.

Der Verzicht auf GPS-Tracking und ein integriertes Mikrofon, mit dem wir bei der Watch Fit (New) auch Anrufe beantworten können, ist für uns nicht nachvollziehbar. Immerhin bietet Huawei beide Funktionen in der Watch Fit New an, die – erstaunlicherweise – genauso viel kostet wie die Watch Fit Mini und noch dazu ein größeres Display bietet.

Ansonsten hinterlässt der leider etwas ungenaue Herzfrequenzsensor einen faden Beigeschmack. Wer viel Wert auf ein Metallgehäuse legt und auf Mikrofon und GPS zugunsten einer besseren Akkulaufzeit verzichten kann, macht aber mit der Watch Fit Mini nichts falsch. Dennoch: Alle anderen kaufen sich lieber das Huawei Band 6 (Testbericht). Weitere Alternativen sind etwa die Fitbit Versa 3 (Testbericht), die Amazfit T-Rex Pro (Testbericht) oder im Artikel Testsieger: Smartwatches, Fitness-Tracker und Sportuhren mit der längsten Akkulaufzeit.

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