Huawei Matebook 14s
Pro und Contra
  • hochwertige Verarbeitung 
  • starke CPU-Leistung 
  • tolles Touchdisplay 
  • relativ schwer für 14 Zoll 
  • Thunderbolt nur bei Top-Variante
  • teuer
  • 4.5

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Dank scharfem Touchdisplay mit 90 Hertz und starken Intel-Prozessoren verspricht das Huawei Matebook 14s viel Leistung im kompakten Gewandt. Ob das zutrifft, zeigt unser Test.

Das Huawei Matebook 14s ist das neue Premium-Modell unter den kompakten Laptops im Sortiment der Chinesen. Oberhalb des Matebook 14 angesiedelt bietet es einen starken Intel Core i7 sowie ein Touchscreen mit 2,5K-Auflösung bei maximal 90 Hertz. Wir haben das neue Notebook getestet und zeigen, wie gut es sich im Alltag schlägt.

Weitere Geräte dieser Art zeigen wir im Ratgeber Ultrabook vs. Convertible: Das darf ein Touch-Laptop kosten sowie in der Themenwelt Laptop.

Das Huawei Matebook 14s setzt auf ein 3:2-Format wie schon der größere Bruder Huawei Matebook 16 (Testbericht) oder das Lenovo Yoga Slim 7 Pro (Testbericht). In der Folge hat es ein längliches Format. Es überragt 16:9-Notebooks mit 14-Zoll-Bildschirm wie das Honor Magicbook 14 (Testbericht) in der Höhe um gut 1,5 Zentimeter und das Acer Swift 5 (Testbericht) sogar um 2 Zentimeter.

Die Abmessungen betragen 31,4 Zentimeter in der Breite und 23 Zentimeter in der Höhe. Mit einer Dicke von 1,7 Zentimetern gehört es zu den flachen Vertretern seiner Art – vergleichbar mit dem Yoga Slim 7 Pro von Lenovo. Um ein Leichtgewicht handelt es mit 1,4 Kilogramm nicht mehr. Es wiegt gut 100 Gramm mehr als das Lenovo Yoga Slim 7 Pro und liegt sogar 400 Gramm über dem Acer Swift 5. Mit der Größe und dem Gewicht kann man es dennoch komfortabel in einer kleinen Tasche oder einem Rucksack transportieren. Zum Vergleich: Das große Huawei Matebook 16 wiegt fast 2 Kilogramm.

Die Verarbeitung des Gehäuses aus Metall hinterlässt einen erstklassigen und edlen Eindruck. Die Farbe unseres Testgeräts nennt sich „Spruce Green“ (Fichtengrün) und erinnert stark an das „Mist Green“ des Acer Swift 5. Huawei hat sich zur Liebe zum Detail hinreißen lassen. So ist die Lackierung der größeren ebenen Flächen in matt gehalten, die Kanten des Gehäuses wiederum erstrahlen in Hochglanz.

Sehr erfreulich: Huawei scheint aus der Kritik vieler Nutzer an der Webcam gelernt zu haben. Diese befindet sich nun ganz klassisch oberhalb des Bildschirms. Bei den bisherigen Notebooks wie dem Huawei Matebook 16 war die Kamera in einer Taste integriert. Das ermöglichte zwar einen schmalen Displayrand und das zuverlässige Verbergen der Linse, sorgt aber für eine unglückliche Perspektive der Webcam, die dem Nutzer praktisch von unten in die Nasenlöcher hinein filmte.

Huawei setzt beim Matebook 14s den Intel Core i7-11370H ein, der Anfang des Jahres vorgestellt wurde. Der Quad-Core-Prozessor basiert auf der aktuellen Tiger-Lake-Architektur und kann acht Threads gleichzeitig bearbeiten. Die vier Kerne erreichen eine maximale Taktrate von 4,3 GHz, ein einzelner Kern kann sogar kurzfristig mit bis zu 4,8 GHz laufen. Verglichen mit dem Core i7-1185G7 verfügt der Core i7-11370H über eine effektivere Thermal Design Power (TDP), was Vorteile bei längeren Leistungsphasen bietet.

Die höhere Leistung des Prozessors zeigt sich beim Benchmark von PCmark 10. Dieser Test simuliert unterschiedlichste Aufgaben, denen sich ein Rechner im Alltag stellen muss. Das Huawei Matebook 14s erreicht hier durchschnittlich über 5200 Punkte. Das ist ein starker Wert, mit dem der PC für verschiedenste Arbeitsaufgaben mehr als gewappnet ist. Im täglichen Einsatz zeigt sich ein flüssiges Betriebssystem und Anwendungen, die flott starten – auch nach längerem Betrieb. Zum Vergleich: Der hochpreisige Lenovo Thinkpad X1 Titanium Yoga (Testbericht) mit Core i7-1160G7 kam hier auf etwa 4300 Punkte – ein Unterschied von gut 17 Prozent.

Laptops mit Ryzen-Prozessoren von AMD zeigen sich allerdings als starke Alternative beim Test von PCmark 10. So erreicht das Huawei Matebook D16 (Testbericht) mit der älteren Ryzen 5 4600H knapp 5100 Punkte. Das Lenovo Yoga Slim 7 Pro (Testbericht) mit Ryzen 7 5800H schafft mit 6300 Punkten sogar den bisher besten Wert aus unseren Tests. Mehr zu dem Thema erklären wir im Ratgeber Preiswerte Laptops ab 500 Euro: Welcher AMD Ryzen ist die beste Wahl?

Für die Berechnungen von Grafiken unterstützt die integrierte GPU Intel Iris Xe Graphics 96EU/768S den Quad-Core-Prozessor. Beim Benchmark „Time Spy“ von 3Dmark schaffte das Matebook 14s etwa 1800 Punkte. Das ist ein deutlicher Leistungszuwachs verglichen mit älteren Intel-Prozessoren. Das Honor Magicbook 14 (Testbericht) mit Core i5-1135G7 kommt hier etwa auf 1200 Punkte, beim Thinkpad X1 Titanium Yoga sind es 1360 Punkte. An die Leistungsfähigkeit einer Geforce-Onboard-GPU reicht das aber nicht heran. Das Microsoft Surface Book 3 (Testbericht) mit Nvidia Geforce GTX 1650 Max-Q schafft hier über 3000 Punkte.

Fürs Gaming ist das Matebook 14s nicht geeignet, auch wenn Intel den internen Grafikchip verbessert hat. Das zeigt der Vergleich mit unserem Referenz-PC beim Einsatz einer Grafikkarte wie der PNY Geforce GTX 1660 Ti XLR8 Gaming OC (Testbericht). Diese ermöglicht bei 3Dmark bis zu 6000 Punkte.

Der schlanke Laptop ist vor allem als mobiles Arbeitsgerät im Homeoffice oder unterwegs gedacht sowie fürs Surfen und Medienkonsum. Eine Partie mit einem älteren Spiel kann man aber wagen, alternativ bietet sich Cloud-Gaming (Ratgeber) an. Dabei werden die Spiele von Diensten wie Geforce Now in der Cloud gerendert und dann per Stream auf den Rechner übertragen.

Die Ausstattung des Huawei Matebook 14s kann sich sehen lassen. Der Arbeitsspeicher bietet mehr als ausreichende 16 GByte RAM. Dieser ist wie bei den meisten Notebooks verlötet und damit nicht erweiterbar. Die schnelle NVMe-SSD hat eine Kapazität von 512 GByte.

Für einen kompakten Laptop bietet das Matebook ausreichend Anschlussmöglichkeiten. Neben einem Typ-A-Anschluss mit USB 3.2 Gen 1 finden sich zwei USB-C-Steckplätze mit Display Port sowie zusätzlich ein HDMI-Anschluss und ein Eingang für Klinkenstecker. Thunderbolt 4 bietet aber nur das Topmodell des Matebook 14s mit 1 TByte Festplatte. Einen internen Kartenleser gibt es nicht.

Für kabellose Verbindungen mit dem Netzwerk unterstützt das Notebook bereits Wifi-6. Die Verbindung peripherer Geräte erfolgt über Bluetooth 5.1. Besonders gefreut hat uns die Position der Webcam, die in den Rahmen des Displays gewandert ist. Die Auflösung der Kamera beträgt 0,9 Megapixel. Das erlaubt nur Videos mit 720p – das ist nicht einmal Full HD. Für den Preis wäre hier eine Kamera mit höherer Auflösung angebracht – zumal die Bedeutung von Videokonferenzen durch die Pandemie stark zugenommen hat. Allerdings sind solche Webcams weiterhin Standard bei Laptops. Die vier Lautsprecher hingegen hinterlassen einen ausgezeichneten Eindruck. Der Klang ist füllig und übersteuert auch bei hoher Lautstärke nicht.

Sehr gelungen ist die beleuchtete Chiclet-Tastatur. Diese hat einen angenehmen Anschlag und einen komfortablen Tastenhub. Für ein Notebook in dieser Größe fallen die einzelnen Tasten groß aus, was zuverlässig das Risiko eines Vertippers minimiert. Das Schreiben auf dem Matebook fällt leicht und fühlt sich gut und präzise an. Selbst der Klang ist angenehm und nicht übermäßig laut.

Der Fingerabdrucksensor reagiert flott und zuverlässig und ist im Ein/Ausschalter integriert, der sich deutlich von der Tastatur abgrenzt. Dadurch besteht nicht die Gefahr, beim Tippen versehentlich den Powerbutton zu betätigen. Alternativ entsperrt das Matebook den Bildschirm mittels Gesichtserkennung über Windows Hallo. Allerdings kommt hier keine IR-Technik zum Einsatz, weshalb die Lösung anfälliger für Täuschungsversuche ist. Wir empfehlen ohnehin den guten Fingerabdrucksensor zu nutzen, das klappt auch unterwegs in der Bahn mit Schutzmaske.

Das 14,2-Display mit Touch-Funktion im 3:2-Format löst mit 2560 x 1680 Pixel (2,5K) auf. Das sorgt für eine Pixeldichte von 219 ppi und liefert ein scharfes Bild. Die Pixeldichte mag bei einem Smartphone nicht sehr hoch erscheinen, verglichen mit anderen Laptops ist das aber ein guter Wert, da man den PC nicht so nah vor das Gesicht hält. Das Bildformat bietet mehr Arbeitsfläche in der Höhe, was von Vorteil bei der Arbeit mit Textdokumenten oder Tabellen ist. Wer damit Filme im Kinobreitbildformat 21:9 ansieht, muss allerdings mit größeren schwarzen Balken oben und unten leben – diese fallen bei 16:9-Modellen deutlich kleiner aus. Die Bildschirmfläche fällt durch den schmalen Rand mit einer Screen-to-Body-Ratio von etwa 90 Prozent sehr groß aus.

Die Abdeckung der Farbräume, Kontraste und Sättigung überzeugen auf ganzer Linie. Das macht die Wiedergabe von Videos zu einer optischen Freude. Zusätzlich erlaubt das Display eine Bildwiederholfrequenz von bis zu 90 Hertz – anders als bei Smartphones ist das bei Notebooks noch selten zu finden. Das erlaubt eine besondere flüssige Bildwiedergabe bei Videos oder beim Scrollen. Standardmäßig sind 60 Hertz aktiviert. Mit der Tastenkombination Fn + R aktiviert der Nutzer die 90 Hertz. Hier ist zu beachten, dass die höhere Bildwiederholrate den Energieverbrauch steigert. Wir empfehlen daher 90 Hertz nur zu aktivieren, wenn der Rechner am Netzteil hängt.

Eine besondere Erwähnung verdient zudem der Touchscreen. Dieser reagiert direkt und genau auf Eingaben. Abseits von Convertible-PCs gehört Touch-Support noch immer zu einer Seltenheit bei Notebooks. Eine Ausnahme ist das Acer Swift 5 (Testbericht). Weitere Geräte mit Touch zeigen wir im Ratgeber Ultrabook vs. Convertible: Das darf ein Touch-Laptop kosten.

Mit einer maximalen Helligkeit von knapp 400 cd/m² kann man den Bildschirm im Freien bei bedeckten Himmel ausreichend gut ablesen. Das ist vergleichbar mit dem Acer Swift 5 oder Lenovo Yoga Slim 7 Pro. Viele preiswerte Konkurrenten bieten hier nur maximal 350 cd/m². Scheint aber die Sonne direkt auf das Display, wird es wegen des starken Spiegelns schwierig. Dafür bräuchte es eine noch höhere Helligkeit. Die Blickwinkelstabilität des IPS-Panels ist gut, das Bild bleibt aus verschiedenen Betrachtungswinkeln noch gut ablesbar.

Der Akku des Huawei Matebook 14s hat eine Kapazität von 60 Wh. Das beigelegte Netzteil nutzt einen der USB-C-Ports und liefert 90 Watt. Das bietet den Vorteil, dass auch andere Netzteile mit USB im Notfall einspringen können, sofern sie über genügend Leistung verfügen. Eine Schnellladefunktion soll das Matebook zudem besonders flott aufladen. Ein vollständiger Ladevorgang dauert etwas mehr als 90 Minuten. Das ist tatsächlich etwas schneller als bei der Konkurrenz, wo mindestens 2 Stunden nötig sind.

Beim Battery Test von PCmark hielt das Matebook 14s bei 60 Hertz und mittlerer Helligkeit gut 10 Stunden durch, bevor der Akkustand unter 20 Prozent fiel. Bei 90 Hertz verkürzt sich die Laufzeit um knapp 1 Stunde. Das ist ein ordentlicher Wert und überbietet das Acer Swift 5 (Testbericht) um fast zwei Stunden. Einige Mitbewerber sind bei der Akkulaufzeit aber noch besser. Das Honor Magicbook 14 (Testbericht) sowie das Lenovo Yoga Slim 7 (Testbericht) schaffen in unseren Tests über 11,5 Stunden.

Insgesamt hat das Gerät gute Chancen, ohne Netzteil durch einen Arbeitstag zu kommen. Unter Volllast hält das Matebook immerhin knapp 90 Minuten durch.

Das Huawei Matebook 14s ist alles andere als günstig. Die UVP für das Modell mit 512 GByte liegt bei 1299 Euro. Das Topmodell mit 1 TByte SSD und Thunderbolt-Anschluss kostet sogar 1499 Euro. Günstigere Straßenpreise finden sich derzeit nicht.

Das Huawei Matebook 14s überzeugt durch die hochwertige Verarbeitung und das schicke Design. Besonders gut hat uns das hochauflösende 90-Hz-Touchdisplay gefallen. Der Intel Core i7 sorgt für starke Leistung, damit ist der Laptop für die meisten Aufgaben des Alltags gewappnet – abgesehen von Spielen oder aufwendigerer Videobearbeitung. Die Akkulaufzeit geht ebenfalls in Ordnung, auch wenn sie keine neuen Maßstäbe setzt.

Allerdings ist das Matebook 14s trotz der kompakten Ausmaße kein Leichtgewicht. Zudem können wir den fehlenden Thunderbolt-Support beim günstigeren Modell nicht ganz nachvollziehen. Dadurch fehlt dem Gerät unter anderem die Evo-Zertifizierung – die Nachfolge des Labels „Ultrabook“. Der aktuelle Preis erscheint uns zu hoch, auch wenn das Notebook ansonsten hervorragend abschneidet.

Wer ein Laptop mit Touchscreen sucht, sollte alternativ einen Blick auf das günstigere Acer Swift 5 (Testbericht) werfen. Das bietet zwar weniger Leistung und eine kürzere Akkulaufzeit, wiegt aber nur 1 Kilogramm. Noch mehr Leistung, aber keinen Touchscreen bietet das Lenovo Yoga Slim 7 Pro (Testbericht) für knapp 1000 Euro. Unser Preistipp in dieser Kategorie ist das Honor Magicbook 14 (Testbericht). Weitere Alternativen zeigen wir in unseren Ratgebern Leicht aber stark: Kompakte Laptops unter 1000 Euro sowie Ultrabook vs. Convertible: Das darf ein Touch-Laptop kosten.

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