Honor Magicbook 16 im Test: Schneller Business-Laptop mit tollem Display

Honor Magicbook 16
Pro und Contra
  • leistungsstarke AMD-CPU
  • gute Ausstattung mit Fingerabdrucksensor
  • tolles Display mit 144 Hertz 
  • GPU nicht Gaming-tauglich
  • Akkulaufzeit könnte besser sein
  • teuer
  • 4.0

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Beim Honor Magicbook 16 handelt es sich um ein elegantes Laptop im 16-Zoll-Format. Wie gut es sich in der Praxis schlägt, zeigt der TechStage-Test.

Das Magicbook 16 ist der große Bruder des Honor Magicbook 14 (Testbericht). Als Laptop im 16-Zoll-Format bietet es eine um bis zu 24 Prozent größere Display-Fläche, als das kleine Notebooks mit 14 Zoll. Dafür fällt es allerdings größer und schwerer aus, was den Transport nicht erleichtert. Damit eignet es sich eher als Arbeitsgerät, das vorwiegend im Homeoffice verbleibt sowie als potenzieller Desktop-Ersatz (Ratgeber).

Zu den ungewöhnlichen Features gehört das LC-Display mit bis zu 144 Hertz. Das gibt es sonst nur bei Gaming-Laptops (Ratgeber). Wir zeigen in diesem Test, wie gut sich das Magicbook 16 als Multimedia- und Business-Laptop eignet.

Die Abmessungen des Magicbook 16 betragen 36,8 x 23,6 x 1,8 cm. Das Bildformat entspricht mit 16:9 dem Magicbook 14 (Testbericht). Das sorgt für eine etwas größere Breite, dafür aber eine geringere Bautiefe als bei einem Notebook im 3:2-Format wie dem Huawei Matebook 16 (Testbericht). Damit ist es 4 cm breiter als das 14-Zoll-Modell. Verglichen mit einem 15,6-Zoll-Laptop im 16:9-Format fällt es hingegen mit knapp 0,5 cm nur minimal breiter aus. Das Gewicht von 1,8 kg ist nicht ungewöhnlich für ein Gerät dieser Größe. Ein Laptop mit 17,3 Zoll (Ratgeber) ist je nach Modell nochmals gut 4 bis 6 cm breiter und 0,2 bis 1,0 kg schwerer.

Optisch erinnert das Magicbook 16 stark an das Matebook 16 von Huawei. Auch wenn beide Unternehmen mittlerweile getrennte Wege gehen, dürfte das kein Zufall sein. Zwei Lautsprecher flankieren die Tastatur. Trotz des größeren Gehäuses muss es ohne einen Ziffernblock auskommen. Das finden wir etwas schade, würde es sich doch bei einem größeren Laptop anbieten. Der Power-Button mit darin integriertem Fingerabdruck-Scanner ist deutlich von der Tastatur abgegrenzt und innerhalb des rechten Lautsprechers platziert. Das verringert schon mal das Risiko, dass beim fleißigen Tippen jemand versehentlich auf den An/Ausschalter kommt.

Design und Verarbeitung hinterlassen einen tadellosen Eindruck. Dafür sorgt das Gehäuse aus Aluminium, die faktisch nicht vorhanden Spaltmaße und das ausreichend schwergängige Scharnier des Laptop-Deckels. Großer Erleichterung erleben wir bei der Webcam: Diese ist endlich wieder im Display-Rand und nicht, wie noch beim 14er-Modell, in einer Taste im Keyboard untergebracht. Diese Unsitte stammt noch aus der Zeit der Zugehörigkeit zu Huawei. Zwar erlaubt eine Webcam in der Tastatur meistens einen schmaleren Bildschirmrand, die Kamera bietet aber eine ungünstige Frosch-Perspektive, die in die Nase des Anwenders hinein filmt. Beim Magicbook 16 ist das zum Glück nicht mehr der Fall. Dennoch bleibt der Rand um das Display angenehm schmal.

Als Prozessor setzt das Magicbook 16 auf den AMD Ryzen 5 5600 H. Der SoC (System-on-a-Chip) basiert auf der Cezanne-Architektur und bietet sechs Kerne mit bis zu 4,2 GHz. Die CPU liefert enorme Power für Produktivitäts- und Alltagsaufgaben, wie der Benchmark aus PCmark 10 belegt. Wir kommen im Schnitt auf über 6000 Punkte. Eine bessere Leistung erzielte bei unseren jüngsten Laptop-Tests nur der hochpreisige Ryzen 7 5800H aus dem Huawei Matebook 16 (Testbericht). Laptops mit Intel Core i5-1135G7 haben hier eindeutig das Nachsehen. So kommt das Lenovo Yoga Slim 7 (Testbericht) damit auf höchstens 4800 Punkte.

Wer jetzt darauf hofft, mit dem Magicbook auch Spiele zocken zu können, den müssen wir enttäuschen. Dafür ist die integrierte GPU AMD Radeon Vega einfach zu schwach. Beim Benchmark „Time Spy“ von 3Dmark erreichten wir damit 1200 Punkte. Das ist für einen Onboard-Grafikchips ordentlich, aber weit entfernt von der nötigen Performance. Wer mit dem Honor Magicbook 16 also spielen will, muss auf Cloud-Gaming (Ratgeber) setzen. Bei Battlefield V erreichten wir nur etwa 30 fps – dabei macht sich das Display mit 144 Hz kaum bemerkbar.

Die Ausstattung beim RAM ist gut mit 16 GByte. Dieser ist wie bei den meisten neuen Laptops fest verlötet, kann also nicht nachträglich erweitert werden. Die Kapazität der SSD mit 512 GByte ist ebenfalls ordentlich. Es handelt sich dabei zudem um eine schnelle NVMe-SSD (PCIe 4.0). Beim Storage-Test von PCmark erreichten wir 2500 Punkte, das ist einer der besten Werte unser jüngsten Laptop-Tests. Der Speicher erreicht dabei eine Bandbreite von fast 290 Mbyte/s.

Für genügend Anschlüsse ist ebenfalls gesorgt: 1x HDMI, 2x USB-C 3.0 (mit Netzanschluss), 2x USB-A 3.0 und 1x 3,5-mm-Klinke. Die Webcam befindet sich im Display-Rand und löst mit 0,9 Megapixel auf. In heimischen Netzwerken surft das Magicbook 16 mit maximal Wifi-6 – das ist ebenfalls äußerst zufriedenstellend. Positiv aufgefallen sind uns zudem die guten Stereolautsprecher. Diese eignen sich im Prinzip auch zum Musikhören und für Filme. Der Sound ist ausgeprägt und geizt auch nicht mit Bässen, auch wenn bedingt durch die Bauart die mittleren und hohen Töne eher dominieren.

Ein Fingerabdruckleser ist im Power-Button integriert und arbeitet flott und zuverlässig. Verglichen mit der Gesichtserkennung von Windows ist das eine deutliche Erleichterung im Alltag – speziell, wenn man unterwegs im Zug eine Maske trägt.

Das 16,1-Zoll-Display im 16:9-Format löst mit 1920 x 1080 Pixel (Full-HD) auf. Die Bildqualität ist überzeugend, bietet gute Kontraste und satte Farben. Die Blickwinkelstabilität des LCD-IPS-Panels ist zudem aus allen Lagen gegeben.

Sehr ungewöhnlich für ein Laptop dieser Art ist die maximale Bildwiederholfrequenz von 144 Hertz. Da kennen wir so nur von Gaming-Monitoren. In diesem Fall ist es wenig sinnvoll, denn für Spiele ist die eingebaute Grafikeinheit zu schwach. Für ein Laptop ordentlich ist zudem die maximale Helligkeit von 330 cd/m². Das erleichtert die Ablesbarkeit im Freien, solange man nicht direkt der Sonne ausgesetzt ist.

Der Akku bietet eine Kapazität von 56 Wh. Honor verspricht eine Akkulaufzeit von 8 Stunden – was auch mit dem Battery-Test von PCmark 10 ziemlich genau hinhaut. Bei reiner Videowiedergabe hält das Gerät etwa 6 Stunden durch, bei voller Auslastung knapp 1,5 Stunden. Der große Bildschirm mit 144 Hertz scheint hier ein Stromfresser zu sein. Das deutlich kleinere, aber ähnlich ausgestattete Honor Magicbook 14 (Testbericht) kam in diesem Test etwa auf über 11 Stunden.

Etwas schwachbrüstig ist das Netzteil für den USB-C-Anschluss: Es schafft nur 65 Watt, hier wären eigentlich 90 oder 100 Watt üblich. Ein vollständiger Ladevorgang dauert etwa 1,5 Stunden, was ein akzeptabler Wert ist.

Das Honor Magicbook 16 kostet aktuell bei Amazon 956 Euro – es gibt derzeit lediglich eine Ausführung des Laptops.

Das Honor Magicbook 16 ist ein leistungsstarkes und edles Laptop sowohl für den produktiven Einsatz als auch für Unterhaltung. Nur zum Spielen eignet sich das Gerät trotz der ausgezeichneten CPU nicht. Dank des großen Display ist es ein guter Kandidat für einen Ersatz als Desktop-PC. Die 144 Hertz des Bildschirms sind ungewöhnlich, bringen aber wenig Mehrwert im Alltag. Die Akkulaufzeit geht nicht in Ordnung, fällt aber bei kleineren Laptops meistens besser aus. Insgesamt erscheint uns der Preis etwas hoch für das Gebotene.

Eine starke Alternative in dieser Größe ist das Huawei Matebook 16 (Testbericht). Es ist sogar günstiger als das Magicbook. Das 3:2-Format erweist sich praktischer beim Arbeiten, hat aber Nachteile bei der Videowiedergabe. Unser Preistipp ist das schon ältere, aber immer noch ordentliche Huawei Matebook D16 (Testbericht).

Weitere Alternativen zeigen wir im Ratgeber Desktop-Ersatz: Was taugen große Laptops bis 17 Zoll ab 350 Euro? Wer es lieber handlicher mag, dem empfehlen wir den Beitrag Leicht und trotzdem stark: Kompakte Laptops unter 1000 Euro.

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