Hoflicht mit Überwachungskamera: Eufy Floodlight Cam im Test

Eufy Floodlight Cam (2500 Lumen, Full-HD)
Pro und Contra
  • Full-HD-Auflösung mit farbiger Nachtsicht
  • LEDs leuchten mit bis zu 2500 Lumen
  • Stabile WLAN-Verbindung und schnelle Aktivierung des Livestream
  • Intuitive App
  • Optionale Cloud-Speicherung
  • Unterstützung für Amazon Alexa und Google Assistant
  • Desktop-Anwendung eingeschränkt
  • Eingeschränkte Integration in Smart-Home-Systeme
  • 4.0

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Dank der starken LED-Strahler können Anwender mit der Eufy Floodlight Cam eine größere Hofeinfahrt überwachen – mit farbiger Nachtsicht in Full-HD.

Aus zwei mach eins – so könnte man die Eufy Floodlight Cam beschreiben. Sie beleuchtet mit ihren 2500 Lumen starken LEDs nicht nur größere Hofeinfahrt problemlos, sondern überwacht diese auch noch in Full-HD. Dank der starken LED-Strahler zeichnet die Überwachungskamera auch nachts Videos in Farbe auf. Im Fachjargon heißt das Feature farbige Nachtsicht.

Immer mehr Überwachungskameras gibt es mit integrierter Beleuchtung (Ratgeber). Sie reichen von Spotlight-Cams wie die Eufy Solocam S40 (Testbericht) über LED-Außenleuchten mit Kamera wie die Ezviz LC3 (Testbericht) bis hin zu sogenannten Floodlight-Cams. Letztere verfügen über eine starke Leuchtkraft von bis zu 3000 Lumen. Allen gemeinsam ist, dass sie mithilfe der Beleuchtung eine farbige Nachtsicht bieten. Das Bild ist zudem klarer, sodass ungebetene Gäste besser identifiziert werden können. Sie bieten damit ein höheres Sicherheitsniveau als Modelle ohne Lampen.

Die Floodlight Cam mit Full-HD-Auflösung ist Eufys Einstiegsmodell seiner Überwachungskameras mit starken Scheinwerfern – den sogenannten Flutlicht-Kameras. Anders als das Spitzenmodell Floodlight Cam 2 Pro (Testbericht), das über ein schwenk- und neigbares Objektiv verfügt, ist die Linse beim Einstiegsmodell fest ausgerichtet. Zudem erleuchtet sie die Nacht nur mit 2500 Lumen starken LEDs, während die Floodlight Cam 2 Pro mit einer 3000 Lumen starker Leuchtkraft aufwarten kann.

In Sachen Auflösung muss sich das Einstiegsmodell mit Full-HD begnügen, während die Floodlight Cam 2 Pro Videos mit bis zu 2K (2304 × 1296 Pixel) auflöst. Videoaufnahmen speichert die Floodlight Cam auf dem im Gerät integrierten 4 GByte großen Speicher. Hierfür verwendet sie wie ihre große Schwester das platzsparende HEVC-Format (H.265).

Ist der Speicher voll, werden die ältesten Videos überschrieben. Zuvor erhält der Benutzer darüber eine Mitteilung. Eine NAS als Speichermedium unterstützt die Kamera genauso wenig wie die hauseigene Homebase, die etwa zusammen mit der Video Doorbell Dual (Testbericht) oder Eufy Cam 2 (Testbericht) ausgeliefert wird. Dafür können Anwender als Alternative zur lokalen Speicherung auf das Cloud-Angebot von Eufy zurückgreifen. Der Basis-Tarif für 2,99 Dollar umfasst ein Gerät und speichert Videos bis zu 30 Tage. Mit dem 9,99 Dollar teuren Plus-Abo steht der Cloud-Speicher für bis zu zehn Geräte parat.

Aufgrund ihrer Leuchtstärke und des damit verbundenen hohen Energiebedarfs benötigt die Eufy Floodlight Cam einen festen Stromanschluss. Verbindung zum Netzwerke nimmt sie über ein 2,4-GHz-WLAN auf. Zudem bietet sie eine Gegensprechfunktion und eine mit 100 dB sehr laute Sirene, die bei Bedarf automatisch Alarm schlägt.

Die gut 1,5 Kilogramm schwere Eufy Floodlight Cam (T8420S) kann anders als ihre große Schwester Floodlight Cam 2 Pro nur an der Wand und nicht wie diese an der Decke montiert werden. Sie misst 31 × 20 × 18 cm, ist wetterfest nach IP65 und laut Hersteller im Temperaturbereich zwischen -20 und 50 Grad Celsius einsatzbereit.

Im Lieferumfang sind ein Installationshaken für die Montage, eine Bohrschablone sowie Schrauben zur Befestigung enthalten. Die Kurzanleitung, die auch in deutscher Sprache vorliegt, enthält detaillierte Informationen zur Montage inklusive Verbindung der Kamera mit dem Stromnetz.

Die Inbetriebnahme der Floodlight Cam ist wie bei anderen Eufy-Überwachungskameras prinzipiell einfach, setzt aber ein Nutzerkonto bei Eufy voraus. Dafür muss man eine E-Mail-Adresse angeben und ein Passwort einrichten. Die anschließende E-Mail, im Test ist diese im Spam-Folder gelandet, enthält einen Bestätigungslink über den die Registrierung abgeschlossen wird.

Der Installationsassistent zeigt während der Inbetriebnahme detailliert die einzelnen Schritte. Nach erfolgter Registrierung und Anmeldung in der Eufy-App wählen Anwender über das Plus-Zeichen als Modell Floodlight Cam und scannen den QR-Code auf der Kamera.

Anschließend wird die Montage inklusive Verkabelung der Kamera in der App detailliert inklusive Schaubildern und Video erläutert. Alternativ dazu finden sich diese Informationen auch in der Schnellstartanleitung. Damit dürfte die Montage in den meisten Fällen problemlos verlaufen. Dennoch gilt wie immer beim Anschluss von Geräten ans Stromnetz, dass die Montage qualifiziertem Fachpersonal vorbehalten ist. Dank der ausgezeichneten Anleitung in der App ist die Befestigung der Kamera nach gut 15 Minuten erledigt.

Es folgen noch einige Konfigurationsschritte wie Namen vergeben und WLAN koppeln inklusive Verbindungstest. Danach ist die Kamera einsatzbereit und per Smartphone-App steuerbar. Zusätzlich zur App können Anwender Livestream und Gerätedaten auch über eine Web-Anwendung auf dem Desktop abrufen. Allerdings ist damit keine Konfiguration der Geräte möglich. Eine leistungsfähige Desktop-Anwendung, wie sie etwa Reolink (Test) bietet, hat Eufy bislang nicht im Angebot.

Nach dem Start zeigt die Eufy-App alle bislang registrierten Kameras mit dem zuletzt aufgenommenen Live-Bild inklusive eines Sicherheitsberichts über aufgelaufene Alarme.

Die Einstellungen der Kamera erreicht man in der Standardansicht über das Drei-Punkte-Menü und das Zahnradsymbol. Auf der Startseite der Konfigurationseinstellungen werden Kameraname inklusive WLAN-Status sowie Bewegungserkennung und Beleuchtungseinstellungen als oberste Menüpunkte angezeigt. Mit dem Schalter neben dem Kameranamen lässt sich die Floodlight deaktivieren. Als weitere Menüeinträge folgen Video, Audio, Benachrichtigungen, Allgemein, Gerätefreigabe und Feedback. Weiter unten gibt es noch Schaltflächen, um die Kamera neu zu starten oder zu entfernen.

In Abschnitt Bewegungserkennung können Anwender den Aktivitätsbereich der Kamera festlegen. Nur wenn die Kamera Bewegungen innerhalb dieses Bereichs registriert, startet die Videoaufnahme. Eine Option Datenschutzzone wie bei der Eufy Cam 2 Pro (Testbericht), mit der man Bereiche festlegen kann, die während der Aufnahme geschwärzt werden, gibt es hingegen nicht.

Zusätzlich lässt sich unter Empfindlichkeit noch die Entfernung in fünf Stufen festlegen, bei der die pyroelektrischen Sensoren (PIR) der Kamera reagieren sollen. Maximal liegt dieser bei 12 Metern. Wie gut die Einstellungen zum gewünschten Ergebnis passen, können Anwender anhand der Option Bewegungs-Testmodus ausprobieren. Dabei blinkt die Kamera rot und gibt einen Signalton aus, wenn eine Bewegung erkannt wird.

Um Fehlalarme zu vermeiden, können Anwender die Erkennungsart auf Menschen begrenzen. Im Test hat das die Floodlight Cam einwandfrei hinbekommen und bei Menschen alarmiert, bei Haustieren (Katze) zum Beispiel aber nicht.

Die Beleuchtung der Kamera lässt sich manuell oder automatisch einschalten. Unter Umgebungslicht können Anwender Zeiten definieren oder die Voreinstellung Sonnenauf- und -untergang nutzen. Die Option Bewegungsaktivierte Beleuchtung wählen Anwender, wenn bei einer Bewegungserkennung die LED der Kamera automatisch leuchten soll. Dort lässt sich außerdem noch ein Timer für die Dauer der Beleuchtung konfigurieren. Sämtliche Optionen erlauben zudem, die Helligkeit der LED-Leuchte einzustellen.

In den Videoeinstellungen können Anwender die Status-LED ein- und ausschalten, die automatische Nachtsicht aktivieren, sowie das Wasserzeichen modifizieren oder deaktivieren. Zudem könne sie die Länge der aufgenommenen Videos zwischen 30 und 120 Sekunden sowie das Intervall für das erneute Auslösen einstellen. Die Einstellungen der Streamingqualität Hoch (Full-HD), Mittel (1280 × 720 Pixel) und Niedrig (640 × 360 Pixel) hat auch zufolge, dass Videoaufnahmen entsprechend dieser Formate aufgezeichnet werden.

Die Lautstärke der Sirene respektive des Lautsprechers können Anwender in den Audioeinstellungen festlegen. Dort können sie zudem einstellen, ob bei einer Videoaufnahme auch Audio mit aufgezeichnet wird oder ob sie das Mikrofon verwenden möchten oder nicht.

Und wie bei Eufy üblich, können Anwender die Steuerung der Kamera mit anderen Personen teilen. Hierfür müssen diese die Eufy-App installieren und sich registrieren.

Wie bei anderen Eufy-Kameras bietet auch die Floodlight Cam eine gute Videoqualität. Die Aufnahmen sind detailreich und überzeugen durch eine ausgewogene Farbdarstellung. Und mit zugeschalteter Beleuchtung nimmt sie auch nachts Videos in Farbe auf, wobei das 130° Grad große Sichtfeld gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Mit voller Leuchtstärke erhellt die Eufy Floodlight Cam einen großen Bereich wie eine Hofeinfahrt. Die Leuchtstärke ist anpassbar, sodass sich die Kamera auch für eine gedimmte Beleuchtung, etwa bei einem Grillabend, nutzen lässt. Hierfür wären RGB-LEDs natürlich besser geeignet.

Die Sirene ist mit bis zu 100 dB sehr laut und die integrierte Gegensprechfunktion ohne Fehl und Tadel. In Sachen Benachrichtigungen bietet die Eufy lediglich eine Push-Funktion, die Bewegungsalarme unverzüglich signalisiert. Warnmeldungen über E-Mail verschickt sie hingegen nicht.

Die WLAN-Verbindung war zu jederzeit stabil, auch zu etwas weiter entfernten Routern, mit denen andere Überwachungskameras wie die Ezviz LC3 (Testbericht) Schwierigkeiten hatten. Dementsprechend stellt die App den Livestream der Kamera nahezu verzögerungsfrei dar.

Dank einer intuitiven Benutzeroberfläche dürften sich die meisten Anwender mit der Eufy-App sicher schnell zurechtfinden, sodass sie die Floodlight Cam effizient steuern können. Sehr praktisch ist dabei der tägliche Sicherheitsbericht, der die wichtigsten Daten zu allen verwendeten Eufy-Kameras oder zu einzelnen Modellen übersichtlich auflistet. Nützlich ist auch, dass die App in Verbindung mit der Floodlight Cam zudem Geofencing unterstützt. Das ist nicht bei jeder Eufy-Cam der Fall. Mit dem optionalen Feature wird die Floodlight Cam automatisch scharf gestellt, sobald sich Nutzer nicht mehr in der Nähe der Kamera befindet.

Die Eufy Floodlight Cam arbeitet auch in Verbindung mit den Sprachassistenten Google Assistant und Amazon Alexa. In Kombination mit einem smarten Display (Ratgeber) können Anwender den Kamera-Livestream mit einem kompatiblen Gerät wie Nest Hub oder Echo Show verfolgen. Allerdings dauert es im Test anders als bei der App schon einige Sekunden, bis der Livestream der Floodlight Cam auf dem Echo Show 8 erscheint. Auch mit Google Nest Hub vergehen einige Sekunden, bis das Kamerabild auf dem smarten Display erscheint.

Leider bietet Eufy für die Floodlight Cam 2 Pro keine Integrationsmöglichkeiten für andere Smart-Home-Systeme wie Aqara (Ratgeber), Bosch (Testbericht), Elesion (Ratgeber), Homekit (Ratgeber), Homey Pro (Test), Tuya (Ratgeber) oder Smartthings (Testbericht). Immerhin ist sie dank einer Community-App kompatibel zu Homey Pro (Testbericht). Den Standard Open Network Video Interface (ONVIF) unterstützt die Kamera ebenfalls nicht.

Die Eufy Floodlight Cam hinterlässt optisch und haptisch einen ausgezeichneten Eindruck. Regulär kostet sie knapp 160 Euro. Aktuell ist sie mit einem Rabatt in Höhe von 40 Euro schon für knapp 120 Euro erhältlich. Der Tiefstpreis lag vor wenigen Wochen bei knapp 110 Euro. Neben der hier getesteten Full-HD-Variante gibt es mit der Floodlight Cam 2 ein nahezu baugleiche Variante, die aber 2K auflöst und aktuell bei Otto für 119 Euro im Angebot ist.

Im Test überzeugt die Eufy Floodlight Cam nahezu in jedem Bereich. Bewegungen erkennt sie zuverlässig und dank der Unterscheidung zwischen Menschen und anderen Objekten sind Fehlalarme so gut wie ausgeschlossen. Jedenfalls haben wir keine registriert. Pushnachrichten über festgestellte Bewegungen erreichen unverzüglich den Adressaten. Die laute Sirene dürfte viele ungebetene Gäste zuverlässig abschrecken. Auch dass man die Beleuchtung in Sachen Helligkeit für verschieden Situationen anpassen und die Aktivierung automatisieren kann, stehen auf der Habenseite. Die stabile WLAN-Verbindung und die schnelle Aktivierung des Livestreams sind weitere Pluspunkte.

Weniger gut haben uns die Integrationsmöglichkeiten in gängige Smart-Home-Systeme gefallen. Zwar unterstützt die Kamera die digitalen Sprachassistenten von Google und Amazon, doch außer mit Homey Pro (Testbericht) lässt sich die Kamera mit anderen Smart-Home-Lösungen nicht kombinieren. Insgesamt dürfte es aber zum Preis von aktuell knapp 120 Euro kein besseres Hoflicht mit integrierte Überwachungskamera geben.

Mehr Informationen zum Thema finden TechStage-Leser im Themenschwerpunkt Überwachungskameras. Nützliche Informationen zur Auswahl einer Überwachungskamera bietet der Beitrag WLAN, Cloud, Solar: Überwachungskameras für innen & außen ab 30 Euro. Darin erläutern wir die wichtigsten Kaufkriterien und präsentiert die besten Überwachungskameras der verschiedenen Kategorien mit Preisen zwischen 30 und 500 Euro.

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