Hama Fit Watch 5910 im Test: Gute Sportuhr mit GPS für unter 50 Euro

Hama Fit Watch 5910
Pro und Contra
  • Musiksteuerung und GPS
  • Zusatz-Features wie Konkurrent beim Laufen
  • gute Genauigkeit bei Pulsmessung und GPS
  • fairer Preis
  • sehr gute Display-Helligkeit
  • kein allgemeines oder Non-Cardio-Trainings-Profil
  • Akkulaufzeit nur Durchschnitt
  • eingeschränkte Benachrichtigungsfunktion
  • kein SpO2-Sensor
  • 3.5

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Die Hama Fit Watch 5910 schickt sich an, die Riege der günstigen Smartwatches aufzumischen. Ein integriertes GPS und eine IP68-Zertifizierung sollen das Modell von der Konkurrenz abheben. Wir klären in unserem Test, ob die Rechnung aufgeht.

Wer eine Smartwatch mit integriertem GPS kaufen möchte, muss normalerweise recht tief in die Tasche greifen. Unter 100 Euro gibt es kaum Modelle, die ohne ein Strecken-Tracking via Smartphone auskommen. Doch die Hama Fit Watch 5910 bietet genau das: GPS in einer smarten Sportuhr zum günstigen Preis. Was die Uhr taugt und ob die Fit Watch 5910 echtes Potenzial zum Geheimtipp hat, verraten wir euch in diesem Test.

Der Test der Hama Fit Watch 5910 erscheint im Rahmen unserer Themenwelt Sportuhren. Dort haben wir bereits Tests zu anderen Uhren von Garmin wie der Enduro 2 (Testbericht) veröffentlicht. Wer stattdessen eher auf der Suche nach einem Fitness-Tracker ist, findet entsprechende Testberichte in unserer Themenwelt Fitness-Tracker.

Die Hama Fit Watch 5910 erinnert vom Design her deutlich an eine Apple Watch: Ein breites Silikonarmband kombiniert mit einem abgerundeten, rechteckigen Gehäuse sorgen dafür, dass die Smartwatch ihr Vorbild nicht verleugnen kann. Die Bedienung der Uhr funktioniert über ein Touch-Display sowie einen einzelnen Button an der Außenseite des Gehäuses. Das Gehäuse selbst ist nach IP68-Standard zertifiziert und übersteht dementsprechend dauerndes Untertauchen im Wasser. Außerdem ist es staubdicht.

Die Größe der Fit Watch 5910 ist etwa mit der einer Apple Watch vergleichbar, sodass die Uhr sowohl an breiten als auch schmalen Handgelenken gut zur Geltung kommt und weder zu klobig noch zu filigran wirkt. Das Gehäuse der Uhr besteht aus Kunststoff, das Armband aus Silikon und einer Schnalle aus Kunststoff. Hama bietet die Fit Watch 5910 in den Farben Schwarz und Rosé (mit goldfarbenem Gehäuse) an. Trotz des Materials wirkt die Uhr nicht zu billig, sodass man sie durchaus auch zu entsprechend eleganteren Anlässen tragen kann. Obendrein empfanden wir die Qualität des Armbands und des Gehäuses dem Preis der Uhr angemessen.

Bei der Bedienung konnte uns die Uhr ebenfalls überzeugen. Das Touch-Display reagiert gut auf Eingaben, auch leichte Feuchtigkeit oder Schmutz stellen kein Problem dar. Die Gestensteuerung funktioniert intuitiv und ohne größere Verzögerung. Auch die Taste am Gehäuse der Uhr erfüllt ihre Funktion einwandfrei. Ein weiterer Pluspunkt ist die Helligkeit des Displays: Das lässt sich nämlich auch bei starker Sonneneinstrahlung noch gut ablesen, was die Uhr auch für Outdoor-Aktivitäten interessant macht. Wer möchte, kann die Helligkeit des Displays außerdem in den Einstellungen der Uhr nach eigenen Wünschen regulieren.

Wie bei den meisten anderen Smartwatches auch benötigen wir eine Smartphone-App, um den vollen Funktionsumfang der Watch Fit 5190 nutzen zu können. Die Hama-Fit-Pro-App lässt sich im Google Play Store sowie Apple Appstore kostenlos herunterladen und erfordert kein separates Benutzerkonto. Starten wir die App zum ersten Mal, erkennt sie direkt Geräte in der Umgebung, die sich verknüpfen lassen. Das Pairing mit der Watch Fit 5190 funktionierte in unserem Test ohne Probleme und dauerte nur ein paar Sekunden.

Haben wir die Uhr mit der App verknüpft, fragt die App ein paar Daten ab (Körpergröße, Gewicht, Geschlecht, Alter), bevor wir ein Zielgewicht und ein tägliches Schrittziel festlegen können. Vom Design erinnert die App ansonsten an Huawei Health, ähnliche Funktionen und Diagramme zur Aufbereitung der gemessenen Daten inklusive.

Drei Reiter informieren übersichtlich zu Aktivität, Schlaf und Herzfrequenz. Wer möchte, kann außerdem diverse Detailinformationen abrufen (wie Schritte, Entfernung, Kalorien und entsprechende Durchschnittswerte pro Woche und Monat, oder entsprechende Schlafdaten). Die App erlaubt zudem die Konfiguration von Benachrichtigungseinstellungen, der Musiksteuerung und der automatischen Bewegungserkennung.

Als smarte Sportuhr verfügt die Hama Watch Fit 5910 über verschiedene Features zum Tracking täglicher Aktivitäten. Die Uhr misst neben dem Puls über einen optischen Sensor auch die zurückgelegten Schritte, die gelaufene Strecke sowie den Kalorienverbrauch. Alle gemessenen Daten bereitet die App dann in übersichtlichen Diagrammen auf, die auf einen Blick die Entwicklung über mehre Tage oder Wochen zeigt. Nutzer können zusätzlich Durchschnittswerte für die eigenen Aktivitätsdaten für einzelne Wochen und Monate ablesen. Eine Bewegungserinnerung, die sich in der App konfigurieren lässt, ist ebenfalls mit an Bord.

Zusatzfunktionen wie etwa ein Tracking zur Flüssigkeitsaufnahme oder konkrete Empfehlungen zur täglichen Aktivität basierend auf den gemessenen Daten liefert die Watch Fit 5910 nicht. Allerdings lassen die Werte in der App ausreichende Rückschlüsse zu, um langfristige Trends abzulesen.

Ebenso verfügt die Uhr über eine automatische Aktivitätserkennung, die sich in der App aktivieren lässt. Die Watch Fit 5910 registriert dann selbstständig, wenn Nutzer über einen längeren Zeitraum eine Aktivität (Laufen oder Gehen im Freien) ausführen. Das Feature arbeitete in unserem Test problemlos und erwies sich insbesondere bei regelmäßigen und häufigen Spaziergängen als nützliche Zusatzfunktion.

Obwohl die Watch Fit 5910 in vielen Punkten mit Konkurrenzmodellen im günstigen Preissegment mithalten kann, fällt bei den Trainingsfunktionen ein Punkt direkt negativ auf: Die Uhr verfügt nämlich nur über sieben Trainings-Profile, die ausschließlich Cardio-Sportarten abdecken (Laufen, Radfahren, Schwimmen, Gehen). Es gibt weder eine Funktion für freies Training noch für andere Sportarten wie Kraftsport, Yoga oder Ähnliches. Hier wäre zumindest ein allgemeines Profil wünschenswert gewesen, mit dem sich zumindest die Kalorien während einer Non-Cardio-Sporteinheit aufzeichnen lassen.

Dafür punktet die Watch Fit 5910 aber in anderer Hinsicht. Die Tatsache, dass die Uhr über ein eigenes GPS verfügt, haben wir bereits erwähnt. Die Erkennung funktionierte im Test auch sehr gut und die Watch Fit 5910 hatte innerhalb weniger Sekunden unseren Standort ermittelt. Die Genauigkeit der GPS-Messung stimmte mit unserem Vergleichsgerät überein (Garmin Forerunner 245).

Was uns ebenfalls positiv aufgefallen ist, war die Bedienbarkeit der Uhr beim Training. Wer sich einmal mit der Gestensteuerung auf dem Touch-Display vertraut gemacht hat, kommt selbst in Bewegung gut zurecht und kann auch beim Laufen ohne Schwierigkeiten die einzelnen Anzeigen durchwechseln oder die Musiksteuerung bedienen.

Als besonderes Extra ist die Watch Fit 5910 sowohl mit Google Fit als auch mit Strava kompatibel. Wer möchte, kann beim Lauftraining ergänzend einen sogenannten Konkurrenten einstellen, etwa eine bestimmte Ziel-Pace, die es zu halten gilt. Das ist zusätzlich motivierend beim Training und kann insbesondere bei Tempoläufen dabei helfen, eine bestimmte Geschwindigkeit zu laufen, ohne ständig das Display der Uhr im Blick behalten und die Pace kontrollieren zu müssen.

Die Hama Watch Fit 5910 besitzt eine Reihe von Zusatz-Features, die zwar bei den meisten höherpreisigen Smartwatches zum Standard gehören, in niedrigeren Preisklassen aber nicht unbedingt selbstverständlich sind. Hervorzuheben wäre hier neben dem bereits erwähnten integrierten GPS auch eine Musiksteuerung, die automatische Bewegungserkennung und die Option für weibliche Nutzer, den eigenen Menstruationszyklus zu überwachen.

Alle diese Zusatzfunktionen ebenso wie die Benachrichtigungen lassen sich in der App anpassen und ein- beziehungsweise ausschalten. Die Musiksteuerung erlaubt das Festlegen eines Standard-Players, während wir bei der Benachrichtigungsfunktion einstellen können, von welchen Apps wir Nachrichten auf dem Display der Uhr angezeigt bekommen möchten. Einziger Haken: Nicht jede App, die Benachrichtigungen senden kann, steht für die Benachrichtigungsfunktion auf der Watch Fit 5910 zur Verfügung. E-Mails, SMS, Whatsapp, Instagram und Youtube sowie der Kalender werden allerdings unterstützt.

Wie es sich für eine smarte Sportuhr gehört, bietet auch die Watch Fit 5910 eine Option zur Aufzeichnung der eigenen Schlafdaten. Hier gibt es vor allem Standardkost: Die Uhr misst die Gesamtdauer des Schlafs sowie die einzelnen Schlafphasen (Tiefschlaf, leichter Schlaf, Wachphase), während die App diese Werte in einem Diagramm aufbereitet und Durchschnittswerte für die gesamte Woche ausgibt. Eine Bewertung der einzelnen Daten findet hier nicht statt – das bleibt dem Nutzer überlassen. Auch konkrete Tipps zur Schlafhygiene suchen wir vergebens.

Die Watch Fit 5910 bietet also quasi das absolute Minimum beim Schlaf-Tracking, was unserer Meinung nach in dieser Preisklasse aber auch vollkommen ausreicht. Die Aussagekraft von Schlafdaten, die über Smartwatches gemessen werden, ist bekanntermaßen ohnehin begrenzt, sodass die Uhren nur eine grobe Orientierung bieten können. Trends lassen sich aber mit der Watch Fit 5910 genauso erkennen wie mit höherpreisigen Modellen – und wer sich zum Thema Schlafhygiene genauer informieren möchte, wird auch andernorts fündig.

Hama gibt die Akkulaufzeit der Watch Fit 5910 mit sechs Tagen an, die Ladezeit des Akkus beträgt 1,5 Stunden. Diese Akkuleistung kann sich – gemessen am Preis der Uhr – durchaus sehen lassen. Zwar gehört die Watch Fit 5910 damit nicht zu den Spitzenreitern und kann mit der Konkurrenz aus China nur zum Teil mithalten, aber unserer Meinung nach geht die Laufzeit, die sich im Test auch bestätigt hat, für den aufgerufenen Preis der Uhr absolut in Ordnung.

Die Watch Fit 5910 kostet der UVP zufolge 69 Euro in beiden Farbvarianten (Schwarz, Rose). Je nach Modell ist die Uhr aber in einigen Online-Shops bereits ab 48 Euro zu haben. Für das Gebotene sind sowohl die UVP als auch der Straßenpreis durchaus fair bemessen, auch wenn Käufer bei einzelnen chinesischen Modellen noch etwas günstiger wegkommen. Allerdings muss man dann häufig auch auf ein integriertes GPS verzichten.

Die Hama Watch Fit 5910 hat uns im Test positiv überrascht. Der günstige Preis gepaart mit der guten Bedienbarkeit und einem soliden Portfolio an Features und Zusatzfunktionen macht die Uhr tatsächlich zu einem Geheimtipp für Sparfüchse.

Weil die Watch Fit 5910 über ein eigenes GPS verfügt, einige interessante Zusatz-Features mitbringt und Daten wie Puls und Kalorien brauchbar aufzeichnet, können wir sie für Hobby-Athleten fast uneingeschränkt empfehlen. Einziger Haken ist das Fehlen eines Profils für Non-Cardio-Training. Wer aber eine günstige Smartwatch mit GPS und Musiksteuerung sowie brauchbarem Sport-Tracking für Hobby-Athleten sucht, sollte der Watch Fit 5910 definitiv eine Chance geben.

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