Grafikkarte Sapphire Pulse Radeon RX 6600 im Test: Preis-Tipp für Full-HD-Gamer

Sapphire Pulse Radeon RX 6600
Pro und Contra
  • Gute Leistung bei Full-HD
  • Vernünftiger Preis
  • Geringe Anforderungen ans Netzteil
  • UHD nur mit Abstrichen
  • Deutlich hörbare Lüfter unter Last
  • 4.5

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Eine vernünftige Leistung bei Full-HD, schnell genug für WQHD-Auflösungen und ein Preis mit etwas Glück unter 300 Euro: Die Grafikkarten der RX-6600-Serie wecken Gamer-Hoffnungen. Wir testen stellvertretend die Pulse Radeon RX 6600 von Sapphire.

Die Grafikkarten aus der RX-6600-Serie von AMD sind immer wieder zu überraschend niedrigen Preisen zu bekommen. Wir haben uns die Sapphire Pulse Radeon RX 6600 ins Testcenter kommen lassen, um der Karte auf den Zahn zu fühlen. Bekommen Gamer damit endlich wieder eine solide Allround-Karte, eine echte Nachfolgerin für die RX 580?

Auf dem Papier macht die RX 6600 einen soliden Eindruck. Die Karten setzen auf den RDNA2-Chipsatz, der unserer Meinung nach mit der Ampere-Generation von Nvidia mithalten kann. AMD gibt der RX-6600-Klasse 8 GByte Grafik-RAM, die Grafikkarten takten mit 2044 MHz und boosten mit bis zu 2491 MHz.

Richtig spannend ist aber der Preis: Die Karten bekommt man immer wieder unter 300 Euro, die Preistendenz zeigt klar nach unten. Die RX 6600 scheint damit vor den Preiskapriolen bewahrt zu sein, die viele der höherwertigen Karten, wie etwa die RX 6700 XT (Testbericht), immer wieder heimsucht. Gegenüber der Vorgänger-Generation mit Radeon 5000 bringen die RX 6600 ein Hardware-seitiges Raytracing mit. Damit sehen Lichter, Schatten und Spiele überhaupt deutlich besser aus.

Anders als hungrige Leistungsmonster wie die RTX 3080 Ti (Testbericht) ist die RX 6600 genügsam. Das Netzteil sollte empfohlene 450 Watt liefern, es reicht ein PCIe-Stecker mit 8 Pins für die Stromversorgung. Damit eignet sich die Karte gut für Leute, die demnächst ein Upgrade des kompletten PCs planen.

Die Sapphire Pulse RX 6600 kam zu einem spannenden Zeitpunkt, denn wir konnten sie in unserer alten Hardware-Umgebung und der neuen TechStage Testplattform testen. Damit zeigen wir also nicht nur, wie gut die Grafikkarte in einer bestmöglichen Umgebung ist, sondern auch, wie sie sich in älteren Systemen schlägt. Neben der CPU ist der größte Unterschied die PCI Express Version. Unser altes Testsystem setzt auf PCI Express 3.0, dessen Durchsatz-Limit bei 15,5 GByte/s liegt. Bemerkt haben wir das etwa im Test zu RTX 3090 (Testbericht), die unser System schlicht ans Limit brachte.

Die neue Hardware-Umgebung auf Basis des Intel Z690-Chipsatz kommt mit PCI Express 5.0 und bis zu 63 GByte/s. Da die Sapphire-Grafikkarte mit PCI Express 4.0 arbeitet, wie übrigens nahezu alle aktuellen Grafikkarten, haben wir einen kompletten Generationssprung Luft. Sprich, hoffentlich limitiert unser neues System nicht so schnell.

In den Testgrafiken taucht die RX 6600 entsprechend mit zwei Einträgen auf. Der mit einem Stern gekennzeichnete Wert ist die Leistung im neuen Testsystem. Bei den Benchmarks zu Metro Exodus, Far Cry 6 oder Cyberpunk 2077 nutzten wir nur das neue System.

Man sieht sehr gut, dass die Grafikkarte vor allem bei Full-HD und, mit Grafik-Abstrichen, bei WQHD zu Hause ist. Entsprechend empfehlen wir sie allen, die mit einer Auflösung von 1080 x 1920 spielen und dabei so viele Optionen wie möglich aktivieren wollen.

Wer eine höhere Auflösung bevorzugt, der muss jetzt nicht wegklicken. Denn die Grafikkarte unterstützt FSR 2.0, AMDs Upscaling-Technik und Antwort auf DLSS von Nvidia. Kurz gesagt: Kompatible Spiele können die Inhalte in einer niedrigeren Auflösung rendern, die Karte rechnet diese anschließend auf die gewünschte Auflösung hoch. Das spart überraschend viel Leistung, die sich in deutlich höheren Bildraten niederschlägt. So kann man beispielsweise problemlos in WQHD spielen. AMD hat eine komplette Liste der kompatiblen Spiele veröffentlicht, es kommen regelmäßig neue (und alte) Titel hinzu.

Nach 15 Minuten unter Volllast sind die Lüfter der Grafikkarte deutlich hörbar, die Temperatur bleibt aber bei guten 73 Grad. Man sollte dennoch auf einen guten Kühlkreislauf achten, etwa indem das Gehäuse kühle Luft an der Front anzieht, über CPU und GPU leitet und nach hinten oder oben abgibt. Beim Strombedarf liegt die RX 6600 etwa auf der Hälfte der RTX 3070 Ti (Testbericht), fast schon harmlose 205 Watt zog unser Gesamtsystem in der Spitze.

Sapphire liefert die Radeon RX 6600 in zwei Ausführungen, mit einem oder drei Display-Port-Anschlüssen. HDMI ist bei beiden Karten zusätzlich vorhanden.

Bei den aktuellen Preisen um die 300 Euro haben die Sapphire Pulse Radeon RX 6600 und die anderen Grafikkarten der Baureihe das Zeug zum Preis-Leistungs-Tipp. Gerade, wenn man hauptsächlich in Full-HD-Auflösung spielen möchte oder FSR 2.0 nutzen kann, liefert die Grafikkarte eine ordentliche Bildrate, ohne dass man zu sehr an den Grafikdetails schrauben muss.

Wir finden die Grafikkarte auch für alle spannend, die vielleicht im nächsten Jahr aufrüsten wollen. Denn in den Tests mit unserem alten System auf Basis von PCI Express 3.0 zeigt sich, dass sie nicht so krass ausgebremst wird wie andere High-End-Karten. Wechselt man später auf ein neues System, bekommt man dennoch einen netten kleinen Leistungsschub kostenlos dazu.

Der Test zur Sapphire Pulse Radeon RX 6600 erscheint in unserer Themenwelt Grafikkarten. Dort haben wir neben weiteren Tests auch unsere Top 10 der Grafikkarten veröffentlicht. Passende weitere Ratgeber sind etwa die Bestenliste NVME-M.2-SSDs, unsere Tipps fürs perfekte Gaming-PC-Gehäuse oder den Ratgeber zum Monitor-Kauf.

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