KFA2 RTX3060Ti db
Pro und Contra
  • Leistung auf dem Niveau einer RTX 2080 Super
  • Nur ein achtpoliger Anschluss notwendig
  • Wird warm und vergleichsweise laut
  • Preis & Verfügbarkeit wegen Kryptowährungs-Hype schlecht
  • 4.5

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TechStage testet die RTX 3060 Ti von KFA2 und ist von der Leistung der Karte beeindruckt. Ohne den Bitcoin-Boom wäre sie wahrscheinlich die neue Preis-Leistungs-Referenz.

Die Grafikkarten aus der RTX 3060 Ti-Serie richten sich an alle, die in Full-HD mit allen Optionen auf Anschlag spielen, Raytracing-Funktonen nutzen und dabei nicht zu viel zahlen möchten. Nvidia sieht sie als die Einstiegsklasse mit Ampere-Chipsatz. Wir testen die Grafikkarte von KFA2 im Rahmen unserer Themenwelt Grafikkarten.

Anmerkung: Der Mining-Boom um Bitcoin und Etherum schlägt erneut zu, zum Zeitpunkt des Tests sind die Preise für alle Grafikkarten völlig überzogen. Das betrifft nicht nur neue Karten wie die RTX 3060 Ti, auch Oldtimer wie die RX 580 (immerhin vom April 2018) gehen für über 700 Euro über den Ladentisch. Diese Karten wurden im August letzten Jahres für etwa 170 Euro gehandelt. Wir haben uns entschlossen, die massiven Preisverzerrungen der Karte nicht negativ anzulasten. Dennoch: Wer aktuell nicht unbedingt aufrüsten muss, der sollte warten, bis die Preise wieder in vernünftige Gegenden fallen.

Die KFA2 RTX 3060 Ti ist zwar für das Einsteigersegment gedacht, sie bringt aber wie alle Karten aus dieser Familie überraschend viele Anschlüsse mit. Dreimal Display-Port 1.4a sowie ein HDMI 2.1-Anschluss versorgen sowohl aktuelle Gaming-Monitore (Kaufberatung Gaming-Monitor) wie auch VR-Headsets (Themenwelt VR).

Ansonsten entspricht sie dem Standard von Nvidia. Der GPU mit 4864 Cuda-Kernen stehen 8 GByte Grafik-RAM zur Seite, das reicht auch für anspruchsvolle Spiele. Sie benötigt etwas Platz, die Karte ist knapp 30 cm lang und knapp 14 cm hoch. Beim Strom kommt man mit nur einem achtpoligen PCIe-Stecker klar. Das ist bei der RTX 3090 (Testbericht) anders, dort wollte unser Testgerät drei achtpolige Verbindungen zum Netzteil.

Die spannendste Frage ist die Leistung der KFA2 RTX 3060 Ti und der kompletten Familie. Und hier erlebten wir eine enorme Überraschung: Die Karte kann locker mit einer RTX 2080 Super mithalten, eine der schnellsten Grafikkarten der Vorgängergeneration. Besonders beeindruckend ist, dass die RTX 3060 Ti viel günstiger ist, die UVP für die Serie beginnt bei 499 Euro.

Die Benchmarks sind nicht nur bei generischen Tests gut, sie setzen sich auch in Spielen fort. Die Bilderstrecke zeigt die Grafikkarte im Vergleich mit anderen getesteten GPUs auf unserem Testsystem.

Neben der reinen Leistung kann die Karte auf zahlreiche Features von Nvidia zurückgreifen. Neben Shadowplay, mit dem sich inzwischen coole Aktionen in vielen Spielen automatisch aufzeichnen lassen, gehört dazu DLSS (Deep Learning Super Sampling). Wird das jeweilige Spiel unterstützt, kann die GPU auf KI-Techniken zurückgreifen, um die trotz hoher Auflösung und realistischer Lichtberechnung per Raytracing die Frame-Zahl möglichst hochzuhalten. Das funktioniert inzwischen mit immer mehr Titeln und hilft bei der Entscheidung zwischen Frames und Aussehen. Man merkt DLSS vor allem bei höheren Auflösungen, etwa 1440p oder UHD. Die Kollegen von heise online fühlen der Technik im Artikel DLSS im Praxistest: Das bringt Nvidias intelligentes Upscaling der Technik auf den Zahn. Wir schließen uns dem Fazit an: Wenn DLSS sauber funktioniert und vom Spiel unterstützt wird, ist es ein Gamechanger, das jeder ausprobieren sollte.

Unser Testsystem benötigte mit der KFA2 RTX 3060 Ti unter Volllast 293 Watt, damit liegt die Grafikkarte etwa auf dem Niveau einer RTX 2070 Super (280 Watt) aber weit unterhalb der RTX 3080 (422 Watt). Im Lasttest gab die Grafikkarte nach 15 Minuten eine Temperatur von 89 Grad aus, die Lüfter waren bei geschlossenem Gehäuse deutlich zu hören. Hier wird die KFA2 RTX 3060 Ti wärmer als die RTX 3080 (81 Grad). Entsprechend sollte man ein Gehäuse mit einem guten Kühlsystem verwenden (Ratgeber PC-Gehäuse).

Zum Testzeitpunkt ist das die Krux: Als wir den Beitrag begannen, war die Karte erhältlich, als der Beitrag ein paar Tage später online war, gab es die Grafikkarte nicht mehr. Wie eingangs erwähnt setzen Bitcoin-Miner dem Markt extrem zu, was sowohl Verfügbarkeit als auch Preise angeht. Mehr als 550 Euro sollte man für die RTX 3060 Ti eigentlich nicht zahlen. In der Hoffnung, dass sich die Preise mittelfristig stabilisieren, zeigen wir hier die zehn günstigsten GPUs mit RTX 3060 Ti. Die Ergebnisse sollte im Allgemeinen vergleichbar sein, auch wenn übertaktete Varianten (meist mit OC im Namen) etwas flinker sein können.

Achtung: Man darf die RTX 3060 Ti nicht mit der RTX 3060 verwechseln. Letztere ist ein Versuch von Nvidia, den Markt zu versorgen - wir sind dran, ein Testgerät zu bekommen.

Ach, wäre nur dieser unsägliche Bitcoin-Hype am Ende. Der hat schon die letzten Grafikkarten-Generationen heimgesucht und kehrt nun wie ein Wiedergänger zurück, um GPUs zu fressen und Preise zu treiben.

Denn die KFA RTX 3060 Ti liefert, wie auch die anderen Karten dieser Klasse, eigentlich eine sehr gute Leistung für die ursprünglich definierte Preisklasse. Ohne Kryptowährung wäre der Preis wahrscheinlich inzwischen eher Richtung 399 Euro gegangen - und für diesen Preis kann man wirklich nicht meckern. Wer eine RTX 3060 Ti günstig bekommt, sei es von KFA2 oder anderen Herstellern, der hat eine Grafikkarte, die ihm über Jahre hinweg bei Full-HD- oder 1440p-Auflösungen stabil hohe Frameraten bei hohen Details bringt.

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