Google Pixel 7 Pro im Test: Ein großartiges Smartphone

Google Pixel 7 Pro
Pro und Contra
  • fast perfektes Display
  • eines der besten Kamerasysteme
  • tolle Software mit exklusiven Funktionen
  • kein schnelles Laden
  • 5.0

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Schon das Google Pixel 7 überzeugte uns im Test. Doch das Google Pixel 7 Pro steckt den kleinen Bruder locker in die Tasche, wie unser Test zeigt.

Bereits seit ihrem Erscheinen genießt die Pixel-Reihe unter Android-Enthusiasten Kultstatus. Denn gerade zu Beginn waren sie die Einzigen, auf denen Android in seiner reinen Form und ohne Anpassungen der Smartphone-Hersteller lief. Mittlerweile gibt es jedoch jede Menge andere Smartphones, die ebenfalls mehr oder weniger Vanilla-Android bieten.

Doch Software ist nach wie vor eines der wichtigsten Kaufargumente für ein Google Pixel. Denn die Pixel-Smartphones haben nützliche Software-Features, die man so auf keinem anderen Smartphone findet.

Jedoch waren wir – ironischerweise aus Software-Gründen – vom Google Pixel 6 (Testbericht) und Google Pixel 6 Pro (Testbericht) zunächst wenig begeistert. Denn die beiden Smartphones zeigten auch wegen der eigenen, erstmals eingesetzten SoC-Architektur Tensor massive Bugs. In den folgenden Monaten beseitigte Google die Software-Probleme. Seitdem gehört ihre Software auch wegen vieler tollen Zusatzfeatures mit zu der besten, die man auf Android-Phones findet.

Beim Google Pixel 7 (Testbericht) schraubt Google weiter an der Software, diesmal gleich zum Marktstart ohne Bugs, aber auch an der Hardware. Im Test räumt es 5/5 Sternen ab. Das hier getestete Google Pixel 7 Pro kostet etwa 200 Euro mehr, schlägt seinen kleinen Bruder aber in vielen wichtigen Hardware-Kategorien. Warum es für uns zur Android-Elite gehört, verraten wir im Testbericht des Google Pixel 7 Pro.

Wie schon das Google Pixel 7, bleibt auch das Google Pixel 7 Pro der Design-Sprache der 6er-Reihe treu. Es ist 163 Millimeter hoch, 77 Millimeter breit und knapp 9 Millimeter tief. Sein Gewicht beträgt 212 Gramm. Damit ist es minimal kleiner und leichter als das Pixel 6 Pro, gehört aber dennoch zu den größeren Smartphones am Markt. Das einhändige Bedienen fällt wie bei den meisten Smartphones mit großen Displays schwer. Wer ein kleines und trotzdem potentes Smartphone sucht, dem empfehlen wir unsere Bestenliste Top 10: Klein und trotzdem stark – die besten Mini-Smartphones.

Wie beim Google Pixel 7 besteht das Visier mit der Kameraeinheit nun aus Metall. Wo das 7-er jedoch auf ein mattes Finish setzt, glänzt und spiegelt es bei Pixel 7 Pro. Eine Design-Entscheidung, die wir nicht nachvollziehen können, denn im Gegensatz zum Pixel 7 zeigen sich beim Visier des 7 Pro Fingerabdrücke.

Die Verarbeitungsqualität ist hoch. Wir können dem Smartphone kein Knacken oder Knarzen entlocken. Auch die Knöpfe sitzen perfekt. Es ist nach IP68 staub- und wasserdicht.

Der Hybrid-Stereo-Lautsprecher ist vergleichbar mit dem des Google Pixel 7, Google Pixel 6 und Google Pixel 6 Pro. Er ist laut und bietet im Landscape-Modus einen dezenten Stereo-Effekt.

Der interne Speicher des 7 Pro beträgt 128 GByte, gegen Aufpreis verdoppelt Google ihn. Es gibt Pixel-typisch keine Möglichkeit, ihn etwa über eine Micro-SD-Karte zu erweitern. Google spendiert dem 7 Pro zusätzlich zum physischen SIM-Kartenslot eine eSIM.

Das AMOLED-Display ähnelt dem Display des Google Pixel 6 Pro (Testbericht) stark. Es hat wieder eine Diagonale von 6,7 Zoll, bietet eine Auflösung von 3120 x 1440 Pixel, kann 120 Hertz und HDR10+. Jedoch beherrscht es diesmal LTPO. Damit kann es die Bildwiederholungsrate auf 10 Bilder pro Sekunde absenken, um etwa den Akku zu schonen. Bemerkt haben wir davon im Test nichts. Allerdings setzt Google hier auf LTPO 1.0, während andere Top-Smartphones wie das Samsung Galaxy S22 Ultra (Testbericht) bereits LTPO 2.0 verwenden.

Verbessert wurde außerdem die Helligkeit. Schon manuell lässt sie sich auf gut 1000 Nits schrauben. Bei direkter Sonneneinstrahlung wächst sie gar auf über 1700 Nits. Auch wenn unter der extremen Helligkeit die Akkulaufzeit leidet, ist so das Display stets gut ablesbar. Positiv sind uns auch die im Gegensatz zum Pixel 6 Pro weniger stark abgerundeten Seiten des Displays aufgefallen.

Das Display des Pixel 7 Pro ist dem Display des Pixel 7 vor allem bezüglich der höheren Bildwiederholungsrate und der Auflösung überlegen. Aber auch DC-Dimming soll besser sein, was das Display-Flackern reduziert. Insgesamt ist das Display des Google Pixel 7 Pro über alle Zweifel erhaben. Es ist schlicht eines der besten Smartphone-Displays am Markt.

Zunächst die Spezifikationen: Die Hauptkamera löst mit 50 Megapixel auf (2x2 Binning), hat eine f/1.85 Blende und 1,2 μm große Pixel. Die Weitwinkelkamera bietet 10 Megapixel, f/2.2 und 1,25 μm Pixel. Sichtfeld: 125,8 Grad. Die 5-fach-Telekamera bietet 48 Megapixel, hat eine f/3.5 Blende und 0,7 μm große Pixel. Alle drei Kameras bieten einen Laser-Autofokus sowie optische Bildstabilisierung. Die Frontkamera löst mit 10,8 Megapixel auf, hat eine f/2.2 Blende, 1,22 μm große Pixel und einen fixen Fokus.

Damit hat das 7 Pro beinahe die gleichen Kamera-Spezifikationen wie das Google Pixel 6 Pro (Testbericht). Wenig überraschend ähneln sich damit auch viele der mit den Geräten geschossenen Fotos. Das gilt jedoch nicht immer. So sind etwa die Nachtaufnahmen des 7 Pro dank des neuen Tensor-G2-SoCs besser, da schneller. Bilder verwackeln weniger und holen mehr Details aus dunklen Umgebungen.

Die Weitwinkelkamera kommt mit einer spannenden neuen Funktion: Sie besitzt nun einen Autofokus und eignet sich dadurch für Makrofotografie. Die so geschossenen Bilder können sich sehen lassen. Beim Fotografieren selbst kann es jedoch zuweilen verwirren, wenn plötzlich die Kamera wechselt und damit eine neue Perspektive bietet. Hier hätten wir uns gewünscht, dass der Fotograf manuell seine bevorzugte Kameraeinheit wählen kann.

Die Telekamera bietet nun im Vergleich zum 6 Pro einen 5-fach- statt 4-fach-Zoom. Im direkten Vergleich ist der damit implizierte Qualitätssprung aber nicht wirklich groß. Dennoch liefert die Telekamera beeindruckende Bilder. Gerade Aufnahmen mit 10x-Zoom wirken natürlich, auch wenn sie im Detail gerne etwas schärfer hätten sein dürfen. Dafür versteht es Google beim 7 Pro hervorragend, die Zwischenzoomstufen, etwa wenn der Nutzer mit den Fingern auf dem Display die Vergrößerung wählt, abzudecken. Google nennt das SuperResZoom.

Auch die Video-Funktionen sind wie schon bei der 6-er-Reihe richtig gut. Auf allen Kameras ­– auch der Frontkamera – kann das 7 Pro 4K bei 60 Hertz. Sollen die Aufnahmen dann noch 10-Bit-HDR-Inhalte darstellen, sinkt die Bildwiederholungsrate auf 30 Hertz. Im Cinematic Mode macht die Software bei 24 Bildern pro Sekunde in Echtzeit den Hintergrund unscharf. Das Ergebnis sieht in den meisten Fällen richtig gut aus. Die Bildstabilisierung arbeitet in allen Modi auf höchstem Niveau.

Beim 7 Pro kommt genauso wie beim Google Pixel 7 (Testbericht) der neue Tensor G2 zum Einsatz. Diesmal sind jedoch 12 statt 8 GByte RAM an Bord. Bezüglich der allgemeinen gefühlten Geschwindigkeit verrichtet der Tensor G2 einen hervorragenden Job. Es gibt auch nach nun zwei Monaten der Nutzung keinen Augenblick, in dem der G2 zu lange nachdenken muss. Wer jedoch großen Wert auf maximale Gaming-Performance legt, sollte vielleicht eher zu einem anderen Modell wie dem Asus ROG Phone 5 (Testbericht) greifen.

In Benchmarks erreicht das Google Pixel 7 Pro gute, aber keine überragenden Werte. Sie sind in etwa mit denen des Google Pixel 7 vergleichbar. Im Work-3.0-Benchmarkt git es 11.250 Punkte, im Wildlife-Benchmark 6500 Punkte und im Wildlife-Extreme-Benchmark 1820 Punkte. Wie wir schon beim Google Pixel 7 feststellten, scheint Google mit dem Tensor G2 nicht unbedingt Benchmark-Rekorde brechen zu wollen. Vielmehr legt das Unternehmen Wert auf die Optimierung der Pixel-KI-Features.

Der Fingerabdrucksensor arbeitet schneller als noch bei der 6-er-Reihe. Allerdings gibt es auch Sensoren anderer Hersteller, die noch einmal flotter sind. Dafür gibt diesmal wieder eine Gesichtserkennung zum Entsperren des Smartphones. Die funktioniert unter normalen Lichtbedingungen gut, ist allerdings nicht sicher. Für sensible Funktionen wie Bezahlvorgänge ist die Gesichtserkennung deswegen nicht nutzbar.

Das Pixel 7 unterstützt Wi-Fi 6E, NFC, 5G und Bluetooth 5.2. Im Telefontest verstand uns das Gegenüber auch in lauten Umgebungen hervorragend. Google filtert effizient Umgebungsgeräusche heraus. Auch die von vielen beim Pixel 6 bemängelten Verbindungsprobleme hatten wir in den ersten Tagen der Nutzung nicht.

Auf dem Google Pixel 7 Pro läuft bereits Android 13. Das Betriebssystem läuft sauber und flott. Wir konnten im Nutzungszeitraum keine Bugs feststellen. Bezüglich Software-Updates verspricht Google, das Telefon fünf Jahre lang mit Sicherheits-Updates und drei Jahre lang mit Major-Android-Updates zu versorgen.

Das Besonderes am Google Pixel 7 Pro sind seine vielen wirklich nützlichen Software-Funktionen. Diese reichen von offensichtlich bis versteckt. Eher versteckt ist etwa die sehr hohe Geschwindigkeit der Sprache-zu-Text-Funktion. Auch Emojis können jetzt angesagt werden. Offensichtlicher: Wer will, kann nun seine Bilder digital nachschärfen. Dank viel KI-Einsatz geht das besser, als wir es für möglich gehalten hätten – auch bei alten, nicht mit dem Smartphone geschossenen Bildern.

Sehr nützlich: Sprachnachrichten im Google Messenger wandeln sich auf Wunsch direkt in Text um. Hoffentlich kommt dieses nützliche Feature per Software-Update auch bald für weitere Messenger wie Whatsapp. Beeindruckend: Die Rekorder-App transkribiert Gesprochenes in Echtzeit. Bald soll die Software sogar verschiedene Sprecher unterscheiden können. Das Google Pixel 7 Pro ist sogar in der Lage, den Schlaf des Nutzers über die Mikrofone zu tracken.

Was sich sonst noch alle getan hat, zeigt unsere Bildergalerie.

Der Akku hat eine Kapazität von 5000 Milliamperestunden und damit ähnlich viel wie der Akku des Google Pixel 6 Pro. Trotzdem hält das neue 7 Pro deutlich länger durch als sein Vorgänger. Wir messen beim PCMark Battery Test 12,5 Stunden. Beim 6 Pro waren es noch 10 Stunden. Das 7 Pro hält damit auch länger durch als das 7 und das 6. Lediglich das 6a kommt mit 13,5 Stunden auf einen noch mal höheren Wert. Insgesamt ist die Akkulaufzeit des Google Pixel 7 pro gut.

Das 7 Pro lädt maximal mit 23 Watt und benötigt für die ersten 50 Prozent knapp 40 Minuten. Das ist zwar schneller als das 7 mit 20 Watt, trotzdem für ein Flaggschiff-Smartphone zu wenig. Zum Vergleich: Das Xiaomi 12 Pro (Testbericht) verträgt 120 Watt, das passende Netzteil liegt bei. Apropos Netzteil: Da dem Google Pixel 7 keines beiliegt, kann der Nutzer entweder ein altes verwenden, oder er gönnt sich ein neues. Wir empfehlen dazu unsere Bestenliste USB-C-Ladegeräte im großen Vergleichstest: Das Beste kostet nur 11 Euro. Übrigens erreicht das 7 Pro auch über die kabellose Ladetechnik Qi 23 Watt. Das passende Qi-Ladegerät zeigt unsere Top 10: Kabellose Qi-Ladegeräte ab 10 Euro – No-Name besser als Apple & Samsung.

Das Google Pixel 7 Pro kommt zu einer UVP von 899 Euro. Wie unsere Preisverlaufskurve zeigt, sank sein Preis bereits auf 779 Euro, bevor er wieder auf 849 Euro stieg. Wir gehen äquivalant zum Preisverlauf des Google Pixel 6 Pro davon aus, dass sich der Preis des 7 Pro weiter nach unten bewegen wird. Das Google Pixel 6 Pro war teilweise bereits für unter 600 Euro zu haben.

Das Google Pixel 7 Pro ist das beste Smartphone, dass Google je auf dem Markt gebracht hat. Es gehört sogar zu den allerbesten Smartphones überhaupt. Dieses Status erreicht es durch seine Kombination vieler hervorragender Funktionen und Hardware-Features. Die Optik ist gut, die Verarbeitung perfekt. Der Prozessor ist schnell genug für alle neuen und alten Funktionen des Smartphones, auch wenn es für Gamer durchaus bessere Optionen gibt. Die Software-Funktionen sind allesamt durchdacht und nützlich. Egal ob Foto oder Video, Nacht oder greller Sonnenschein, Tele oder Makro: Das Kamerasystem gehört zu den allerbesten. Auch das Display kratzt an der Perfektion. Selbst bei der Akkulaufzeit gibt sich das 7 Pro diesmal keine Blöße. Weniger gut gefällt uns, dass das Google Pixel 7 Pro lediglich mit maximal 23 Watt geladen werden kann.

Rieten wir beim Vergleich der Vorgänger noch eher zum Google Pixel 6 (Testbericht) statt zum Google Pixel 6 Pro (Testbericht), sieht es nun anders aus. Wer für das Pro-Modell etwa 200 Euro mehr investieren will, kann das mit gutem Gewissen tun. Denn im Gegensatz zum Google Pixel 7 (Testbericht) bietet das Pixel 7 Pro deutlich mehr. Das Display ist heller, schneller und hochauflösender. Die Telelinse bietet mehr Flexibilität. Auch der neue Makromodus ist ein echter Mehrwert. Noch dazugibt es mehr Arbeitsspeicher und der Akku hält etwas länger durch.

Wer Alternativen zu den Google-Telefonen sucht, der sollte sich unsere Bestenliste Spitzenleistung zum fairen Preis: Tops-Smartphones bis 750 Euro anschauen. Die besten Flaggschiffe küren wir in unserer Bestenliste Top 10: Die besten Smartphones – Samsung vor Xiaomi und Apple.

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