Gigabyte Geforce RTX 3060 Gaming OC 12G im Test: Gaming in Full-HD

Gigabyte RTX 3060
Pro und Contra
  • Hardware-seitiges Raytracing
  • 12 GByte VRAM
  • Preise aufgrund des Krypto-Hypes zu hoch.
  • 3.5

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Die Grafikkarten der RTX-3060-Serie locken alle, die nach einer neuen GPU für Full-HD-Gaming suchen. TechStage testet die Geforce RTX 3060 Gaming OC 12G von Gigabyte, um zu sehen, was diese GPU-Generation auf dem Kasten hat.

Nun soll es also die RTX 3060 richten. Weil die aktuellen Grafikkarten von Nvidia nicht einmal ansatzweise in ausreichenden Maßen verfügbar sind und Maßnahmen wie Anti-Mining-Treiber offenbar nicht fruchten, kommt mit der RTX 3060 eine Produktreihe für den unteren Bereich.

Wie gut das funktionieren kann, hat etwa die RTX 2060 (Testbericht) gezeigt. Die solide Allround-Grafikkarte für Full-HD-Gaming zum günstigen Preis hat in jedem Fall ihre Käufer. Und tatsächlich ist nicht alles an der RTX 3060 abgespeckt, die Grafikkarten kommen etwa mit 12 GByte RAM, die RTX 3060 Ti (Testbericht) setzt auf 8 GByte. Die Tabelle zeigt die Unterschiede der Referenzarchitektur.

Technische Daten RTX 3060 Ti RTX 3060
NVIDIA CUDA-Recheneinheiten 4864 3584
Boost-Takt (GHz) 1,67 1,78
Speichergröße 8 GB 12 GB
Breite der Speicherschnittstelle 256-bit 192-bit
Maximale digitale Auflösung (1) 7680x4320 7680x4320
Leistungsaufnahme der Grafikkarte (W) 200 170
Empfohlene Systemleistung (W) (2) 600 550
Test Zum Test der RTX 3060 Ti

Stellvertretend für die RTX 3060 haben wir uns die Gigabyte Geforce RTX 3060 Gaming OC 12G in die Redaktion kommen lassen. In unserem Test muss sie zeigen, wie weit sie sich vom Preis-Leistungs-Kracher RTX 3060 Ti unterscheidet.

Also, was hat die RTX 3060 auf dem Kasten? Wir schicken sie durch die üblichen Tests aus 3Dmark sowie den Benchmarks in Crysis: Remastered, Borderlands 3, Metro: Exodus und World War Z. Außerdem spielen wir ein paar Runden Fortnite, mit und ohne Raytracing und in verschiedenen Auflösungen.

Die Ergebnisse stimmen dabei gut mit unserem Praxiseindruck überein. Die RTX 3060 ist zwar besser als die RTX 2060 oder RTX 2060 Super, aber weit hinter der RTX 3060 Ti – die ist, falls sich die Preise normalisieren, noch immer unser Favorit.

Dabei gibt es ein etwas seltsames Verhalten, hauptsächlich beim VRmark. Im Benchmark Cyan Room, der die etwas anspruchsvolleren VR-Szenarien testet, fällt die Grafikkarte unglaublich stark ab und das reproduzierbar in mehreren Testläufen. Bei den anderen Tests reiht sich die GPU so etwa dort ein, wo sie sein sollte.

Die RTX 3060 sieht die Zielgruppe bei Leuten, die mit Full HD spielen möchten. Das würden wir unterstreichen, allerdings nur, wenn man nicht alle Details voll auf Anschlag dreht. Die Karte ist deutlich schwächer als die RTX 3060 Ti, was man vorwiegend dann merkt, wenn man mit höherer Auflösung spielt. Alles in allem keine schlechte Grafikkarte, aber trotz des höheren Arbeitsspeichers kommt sie nicht an die RTX 3060 Ti heran.

Die Grafikkarte ist relativ genügsam. Unter Volllast zog das komplette System 235 Watt, das ist sogar noch weniger als bei der RX 6700 XT.

Unter Last ist die GPU von Gigabyte zwar hörbar, aber sie stört niemanden. Und mit 68 Grad wird sie auch nicht besonders heiß, wer sich ans Tuning wagen möchte, der dürfte hier einiges an Spielraum haben.

Aufgrund der schlechten Verfügbarkeit der RTX 3060 verlinken wir nicht nur die getestete Grafikkarte von Gigabyte, sondern alle Karten aus dieser Serie, sortiert nach dem günstigsten Preis.

Anmerkung: Zum Testzeitpunkt im November 2021 raten wir vom Kauf ab. Die GPUs sind völlig überteuert. Um es kurz zu machen: Die Preisempfehlung von Nvidia für die Serie liegt bei 329 Euro, normalerweise kosten die Karten der Hersteller vielleicht 50 bis 100 Euro mehr bei der Einführung. Dafür bekommt man die Karte nicht einmal ansatzweise. Die Straßenpreise beginnen eher bei 800 Euro. Das ist viel zu teuer und vor allem derzeit über den Preisen für die schnellere RTX 3060 Ti.

Die RTX 3060 macht es einem nicht einfach. Um es klar zu sagen: Wenn es genügend Varianten der RTX 3060 Ti gäbe oder die Hersteller effektiv gegen Preistreiber vorgehen könnten, dann bräuchte niemand diese Karte. Ja, sie hat etwas mehr Arbeitsspeicher, das ist dann aber auch schon alles.

Und leider funktioniert es auch mit der RTX 3060 nicht, zumindest nicht so, wie es sich Nvidia oder wahrscheinlich Gigabyte (und alle Gamer) vorgestellte hatten. Die Preise sind zum Testzeitpunkt geradezu lächerlich hoch. Die Leistung dagegen ist solide in der unteren Mittelklasse, immerhin bietet die Grafikkarte Hardware-seitiges Raytracing. Wer die Grafikkarte für 350 bis 450 Euro bekommt, kann zuschlagen. Bei höheren Preisen raten wir zum Abwarten oder einer RX 6700 XT.

Mehr zu dem Thema haben wir in der Themenwelt Grafikkarten veröffentlicht. Dort finden sich Einzeltests zur RTX 3060 Ti (Testbericht), der Radeon RX 6700 XT (Testbericht) oder unsere Bestenliste zu Grafikkarten. Alternativ empfehlen wir unseren Artikel dazu, welche PC-Komponenten man jetzt upgraden sollte und ob sich der Kauf eines Komplett-PCs zum Gaming lohnt.

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