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Tribit FlyBuds NC
Pro und Contra
  • günstig
  • gute Soundqualität und Geräuschunterdrückung
  • lange Akkulaufzeit
  • keine Lautstärkeregelung
  • Kunststoff anfällig für Fingerabdrücke

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Die FlyBuds NC von Tribit gehören zu den günstigsten komplett kabellosen ANC-Kopfhörern auf dem deutschen Markt. TechStage hat das 50-Euro-Modell getestet und ist vom Preis-Leistungs-Verhältnis positiv überrascht.

Dieser Einzeltest findet im Rahmen unserer Themenwelt True-Wireless-Kopfhörer (TWS) statt, in der wir beispielsweise die Modelle EPOS GTW 270 (Testbericht), die Bose Sport Earbuds (Testbericht) oder das High-End-Modell Momentum True Wireless 2 von Sennheiser (Testbericht) getestet haben.

Die FlyBuds kommen ordentlich verpackt bei uns an. Im Inneren der weißen Pappschachtel liegen eine kurze Betriebsanleitung, Ladeschale inklusive der beiden Ohrstöpsel, USB-C-Ladekabel und verschieden große Ohrpolster aus Silikon.

Das runde Design der aufklappbaren Ladeschale würde auch prima in einen Kosmetikbeutel passen, da es an ein Make-up-Döschen erinnert. Die mattschwarze Box ist zwar vergleichsweise groß, passt mit einem Durchmesser von 60 mm und einer Höhe von 33 mm trotzdem bequem in die Hosentasche. Das Gewicht von knapp 42 g ohne Kopfhörer ist deutlich geringer als beispielsweise die Ladeschale der QuietComfort Earbuds von Bose (Testbericht); diese bringt es auf satte 75 g.

Mehrere Status-LEDs auf der Vorderseite, unterhalb des Deckels, zeigen den Ladezustand der Box an. Der USB-C-Port zum Laden des Akkus sitzt auf der Rückseite. Die Haptik und Verarbeitungsqualität sind für den Preis in Ordnung, auch wenn das Scharnier der Ladeschale ein minimales Spiel von etwa einem Millimeter aufweist. Mit der hohen Qualität der aus Metall gefertigten Ladeschale der EPOS GTW 270 (Testbericht), kann die Kunststoffbox nicht mithalten.

Die Ohrstöpsel wirken hingegen hochwertig, allerdings sind auf der matten Kunststoffoberfläche schnell fettige Fingertapser zu erkennen. Die Kopfhörer sind etwas größer als beispielsweise die Moecen TWS Earbuds (Testbericht), das Gewicht von je 5,5 g ist hingegen völlig unauffällig. Zur Bedienung der Kopfhörer setzt Tribit auf eine berührungsempfindliche Touchfläche auf der Außenseite der In-Ears.

Nach den letzten Einzeltests von hochpreisigen True-Wireless-Kopfhörern wie dem Gaming-Modell EPOS GTW 270 (Testbericht) und dem enttäuschenden Abschneiden der Xiaomi Airdots Pro (Testbericht) waren unsere Erwartungen an den günstigen Kopfhörer nicht besonders hoch. Umso mehr sind wir vom insgesamt sehr ordentlichen Ergebnis überrascht.

Die Kopfhörer hinterlassen sowohl bei Owen Palletts Transformer mit seinen feinen akustischen Gitarrenklängen als auch bei druckvollen elektronischen Songs wie Sun von Christian Löffler einen positiven Eindruck. Auch bei Hip-Hop, Soul oder Rock liefern die Kopfhörer einen insgesamt sehr ordentlichen Sound.

Der Klang bleibt selbst bei hoher Lautstärke klar differenzierbar und überraschend harmonisch abgestimmt. Der Bass ist kräftig und warm, ohne dabei zu sehr in den Vordergrund zu drängen – zumindest, wenn die Kopfhörer ordentlich sitzen. Hoch- und Mitteltöne kommen gut zur Geltung. Bei maximaler Lautstärke sind die Hochtöner im Verhältnis zu den mittleren Tonbereichen nur minimal zu dominant, zumindest im Normal- und Transparenzmodus. Beim insgesamt leicht dumpfen ANC-Modus tritt das Problem nicht auf. Bei der Soundeinstellung Ambient (Transparenzmodus) kommt es zu einem leichten Hintergrundrauschen.

Ja, die Momentum True Wireless 2 von Sennheiser (Testbericht) oder die QuietComfort Earbuds von Bose (Testbericht) sind noch eine Spur feiner abgestimmt, kosten im Verhältnis aber mehr als viermal so viel. Der tatsächliche Unterschied beim Klang steht dazu in keinem Verhältnis. Die Tribit-Kopfhörer hören sich einfach gut an, nicht nur im Hinblick auf den günstigen Preis.

Die aktive Geräuschunterdrückung schneidet im Test ebenfalls gut ab und kann in der Praxis überzeugen. Dumpfe und gleichmäßige Hintergrundgeräusche, wie das Rattern der Bahn, das Brummen eines Lüfters oder eine laufende Spülmaschine sind bei aktiviertem ANC kaum bis gar nicht wahrnehmbar, anders als beispielsweise bei den Xiaomi Airdots Pro (Testbericht). Im optional zuschaltbaren Transparenzmodus sind die Umgebungsgeräusche hingegen deutlich hörbar, was bei der Nutzung Straßenverkehr ein großer Pluspunkt ist.

Die Tribit FlyBuds passen im Test mit den Standard-Silikonpolstern und sitzen bequem und zuverlässig im Ohr. Wie unsere Erfahrungen auch mit anderen True-Wireless-Kopfhörern gezeigt haben, reicht das aber häufig nicht aus. Es lohnt es sich immer alle Größen der Polster einmal auszuprobieren. Denn erst, wenn die Ohrstöpsel wirklich optimal sitzen, liefern sie auch die bestmögliche Soundqualität und eine wirkungsvolle Geräuschunterdrückung.

Das Pairing der FlyBuds den Android-Geräten ROG 3 (Testbericht) und P30 Pro (Testbericht) klappt im Test problemlos. Nach der Entnahme der Ohrstöpsel ertönt zunächst der Kommentar Power-On. Anschließend geben die Kopfhörer ihren Status wieder und es ertönt entweder Pairing oder nach erfolgreicher Kopplung Connected. Den Ladezustand der Kopfhörer ist in der Status-Leiste der verwendeten Android-Smartphones ersichtlich.

Die Bedienung mithilfe der berührungsempfindlichen Flächen auf der Außenseite der Ohrstöpsel klappt gut und zuverlässig. Die Steuerungsmöglichkeiten sind dabei allerdings begrenzt, was auch daran liegt, dass die Befehle an beiden Ohrstöpseln großteils identisch sind. So muss man sich immerhin weniger unterschiedliche Befehle einprägen. Zur Verfügung stehen das Starten und Stoppen von Musik, beziehungsweise das Annehmen oder Beenden eines Telefonats durch zweimaliges Berühren und das Vorspulen zum nächsten Musik-Track durch dreimaliges Berühren. Zurückspulen oder Regulierung der Lautstärke ist nicht möglich und so ist hier der Griff zum Smartphone nötig. Schade, gerade für Sportler wäre die Verstellung der Lautstärke ein wichtiges Kriterium.

Ein zwei Sekunden langer Druck auf den linken Ohrstöpsel startet den Sprachassistenten am Smartphone. Auf dem rechten Kopfhörer angewandt, wechseln die Kopfhörer zwischen Normal- (Ambient off), Transparenz- (Ambient) und ANC-Modus (Noise Cancelling on). Der aktuell gewählte Modus wird per Sprachausgabe angesagt.

Die FlyBuds sind IPX4 zertifiziert und so gegen Regen oder Schweiß ausreichend geschützt. Eine App zur individuellen Belegung der Bedienfunktionen oder der Auswahl eines personalisierten Soundprofils ist nicht verfügbar. Ein Sensor, welcher die Musik automatisch stoppt, wenn man die Kopfhörer abnimmt, ist ebenfalls nicht vorhanden.

Der Hersteller gibt eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden ohne ANC und 8 Stunden mit aktivierter Geräuschunterdrückung an. Diese Werte sind erfahrungsgemäß nur bei niedriger bis mittlerer Lautstärke erreichbar. Im Testbetrieb haben die FlyBuds mit wechselnder Lautstärke und wechselndem Sound Modus (Normal-, Transparenz- und ANC-Modus) über 7 Stunden durchgehalten. Das ist deutlich mehr als wir im Alltag benötigen. 10 Minuten in der Ladeschale füllen den Akku der Ohrstöpsel für weitere 90 Minuten Wiedergabe.

Der Akku in der Ladeschale reicht für zwei zusätzliche Ladungen und sorgt so für eine Gesamtwiedergabedauer von über 21 Stunden. Damit stellt das Budgetmodell so einige Markenkopfhörer in den Schatten. Zum Vergleich: Die über 200 Euro teuren QuietComfort Earbuds von Bose (Testbericht) haben ohne Ladeschale eine Wiedergabedauer von 6 Stunden, die Momentum True Wireless 2 von Sennheiser (Testbericht) halten 7 Stunden durch.

Die Reichweite beträgt bis zu 10 Metern, ist in der Praxis aber von der Umgebung und eventuellen Störquellen abhängig. Im Test war der Gang ins Nebenzimmer problemlos möglich. Die Bluetooth-Verbindung funktioniert während der gesamten Nutzungsdauer zuverlässig und es kam zu keinerlei Aussetzern oder Ähnlichem.

Mit zum Testzeitpunkt aufgerufenen 49 Euro sind die Tribit FlyBuds NC eines der derzeit günstigsten TWS-Modelle mit ANC. Hinsichtlich der Leistung ist der Preis nicht nur gerechtfertigt, sondern sehr fair. Obwohl der Preis zum Veröffentlichungszeitpunkt des Tests um etwa 10 Euro gestiegen ist, können wir die FlyBuds NC guten Gewissens empfehlen.

Um zu zeigen, was andere Hersteller für Ihre vergleichbaren Kopfhörer verlangen, haben wir zusätzlich eine Liste der günstigsten True-Wireless-Modelle mit ANC angehängt.

Die überraschend gute Leistung in Bezug auf die Soundqualität und Akkuleistung machen die Tribit FlyBuds NC zu unserem Preis-Leistungs-Geheimtipp. Wer alltagstaugliche und preiswerte True-Wireless-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung sucht, macht mit diesem Low-Budget-Modell alles richtig.

Einzig die fehlende Lautstärkekontrolle der Ohrstöpsel und das leichte Rauschen im Transparenzmodus fallen negativ auf.

Wer wissen will, worauf man beim Kauf von komplett kabellosen Kopfhörern mit Geräuschunterdrückung achten sollte, findet Tipps in unserer Kaufberatung True-Wireless-Kopfhörer mit ANC ab 49 Euro. Welche Modelle in unsern Einzeltests am besten abgeschnitten haben, zeigt unser Test-Sieger-Artikel zum Thema Kopfhörer.

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