Garmin Vivomove Sport im Test: Elegante, hybride Sportuhr mit Schwächen

Garmin Vivomove Sport
Pro und Contra
  • Musiksteuerung und Connected GPS
  • umfangreiches Aktivitäts- und Gesundheitstracking
  • etwas hakeliges Touch-Display
  • kurze Akkulaufzeit
  • Design wirkt billig
  • 4

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Die Vivomove Sport von Garmin will als Hybrid-Watch das Beste aus zwei Welten bieten und analoge Armbanduhr sowie Smartwatch in einem sein. Wie sich der Neuling im Garmin-Portfolio in der Praxis schlägt, klären wir in unserem Test.

Analog und smart in einem: Das bietet Garmin seit Neuestem mit der Vivomove Sport an, die ein analoges Ziffernblatt mit einem Touch-Display kombiniert. Ob die Uhr mit normalen Smartwatches mithalten kann, was die smarten Funktionen im Einzelnen taugen und für wen sich diese Uhr lohnt, haben wir in unserem Test geprüft.

Der Test der Vivomove Sport erscheint im Rahmen unserer Themenwelt Sportuhren. Dort haben wir bereits Tests zu vergleichbaren Uhren wie der Fitbit Charge 5 (Testbericht), der Huawei Watch Fit Mini (Testbericht) oder die Amazfit Bip U (Testbericht) ausprobiert. Wer stattdessen eher auf der Suche nach einem Fitnesstracker ist, findet entsprechende Testberichte in unserer Themenwelt Fitnesstracker.

Garmin sieht die Vivomove Sport als Hybrid-Smartwatch mit traditionellem Design, das vor allem Liebhaber analoger Armbanduhren ansprechen soll. Dementsprechend schlicht fällt auch die Optik der Uhr aus. Es gibt keinerlei Knöpfe an den Seiten, die Bedienung erfolgt ausschließlich über das Touch-Display. Die analogen Uhrzeiger werden automatisch mit der Garmin Connect App synchronisiert, damit sie die korrekte Uhrzeit anzeigen.

Weil der Durchmesser der Uhr in etwa mit dem der Garmin Forerunner 245 vergleichbar ist, kommt die Vivomove Sport sowohl an schmalen als auch breiteren Handgelenken zur Geltung. Leider hat Garmin bei der Vivomove Sport auf ein Kunststoffgehäuse gesetzt, was den ansonsten wertigen Business-Look der Uhr ein wenig schmälert. Insbesondere in den Farben Mint und Mokka wirkt die Vivomove Sport eher billig und kann sich einer gewissen Plastik-Optik nicht verwehren. Käufer sollten deshalb darüber nachdenken, ein passendes Lederarmband nachzukaufen, um das Design etwas aufzuwerten.

Die Bedienbarkeit der Uhr konnte uns demgegenüber schon eher überzeugen, auch wenn wir im Test ein paar kleinere Ungenauigkeiten festgestellt haben. Im unteren Bereich des Displays befindet sich eine Anzeige, über die wir das Menü und die weiteren Funktionen der Vivomove Sport aufrufen können. Das Menü bedienen wir über den Touchscreen per Gestensteuerung. Das funktioniert in den meisten Fällen auch recht gut, allerdings registriert die Uhr einzelne Angaben nicht ganz genau, sodass wir statt eines Untermenüs die Zurück-Taste erwischen und wieder neu navigieren müssen. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl und etwas Übung konnten wir dieses Problem aber schnell lösen.

Die Einrichtung der Vivomove Sport funktioniert wie bei allen anderen Smartwatches von Garmin: Ein Download der App reicht aus, damit wir die Uhr in wenigen Schritten per Bluetooth mit unserem Smartphone koppeln können. Das läuft erwartungsgemäß ohne Probleme und absolut intuitiv. Wer schon einmal eine Garmin-Uhr benutzt hat, findet sich hier schnell zurecht, aber auch Neueinsteiger stoßen hier auf keine Hindernisse. Wer möchte, kann sich danach noch über ein rudimentäres Tutorial mit den wichtigsten Funktionen der Uhr vertraut machen.

Daten, die die Vivomove Sport aufzeichnet, werden in der Garmin Connect App übersichtlich aufbereitet. Verbrannte Kalorien, zurückgelegte Schritte, Schlaf und mehr finden hier Platz. Außerdem dürfen wir einstellen, welche Benachrichtigungen wir auf unsere Uhr erhalten möchten.

Weil es sich bei der Vivomove Sport um eine Hybrid-Smartwatch handelt, verfügt die Uhr zwar über diverse Tracking-Funktionen für alltägliche Aktivitäten, allerdings ist die Anzeige auf dem Display stark reduziert. Anders als bei herkömmlichen Smartwatches und Fitnesstrackern zeigt das Display nur einzelne Informationen an – welche das sind, können wir über die App bestimmen. Die Vivomove Sport zeichnet konkret zurückgelegte Schritte, die Herzfrequenz, die Blutsauerstoffsättigung und den Stresslevel auf. Außerdem berechnet sie anhand der Aktivitäten eines Tages und des Schlafverhaltens den aktuellen Energielevel.

Wer möchte, kann außerdem aufgenommene Flüssigkeiten tracken und die Atemfrequenz aufzeichnen. Um zu entspannen, bietet die Uhr die typische Atemübungsfunktion aktueller Garmin-Uhren an, die aber eher ein nettes Gimmick als eine echte Hilfe zur Entspannung darstellt. Das Tracking von Flüssigkeitsaufnahme und Energielevel sowie Blutsauerstoffsättigung kann demgegenüber aber dabei helfen, bestimmte langfristige Trends zu erkennen und negative oder positive Einflüsse auf die eigene Gesundheit zu analysieren. Deshalb empfinden wir diese Funktionen als nützlich, auch wenn sie kein Alleinstellungsmerkmal der Vivomove Sport darstellen.

Was sich beim Aktivitätstracking bereits angedeutet hat, gilt auch und vor allem für das sportliche Training mit der Vivomove Sport. Denn obwohl die Uhr den Begriff Sport im Namen trägt, müssen gerade Sportler ein paar Abstriche im Vergleich zu anderen Garmin-Modellen machen. Zwar gibt es verschiedene Trainingsprofile für Laufen, Radfahren, Wandern, Schwimmen, Yoga und mehr, aber die Anzeige während des Trainings fällt sehr spartanisch aus. Vorinstallierte Trainingseinheiten gibt es übrigens nicht, auch die Trainingsplan-Funktion der Garmin-Connect-App ist nicht mit der Vivomove Sport kompatibel.

Trotzdem leistet die Hybrid-Smartwatch zumindest eine solide Analyse unserer Trainingseinheiten: Herzfrequenz, VO2-Max, Blutsauerstoffsättigung und zurückgelegte Strecke misst die Uhr zuverlässig. Beim Krafttraining, das als separates Trainingsprofil enthalten ist, zeigt die Vivomove Sport aber ähnliche Schwächen wie andere Smartwatches, die den Puls über einen Sensor am Handgelenk messen: Die Uhr kommt mit schnellen Wechseln der Herzfrequenz nicht gut zurecht und misst den Puls bei derartigen Sporteinheiten recht ungenau.

Dazu kommt, dass die Bedienung des Touch-Displays beim Training ziemlich fummelig ausfällt. Die kleine Fläche erfordert eine hohe Präzision bei der Bedienung. Sind die Finger noch dazu feucht oder schmutzig, ist ein Navigieren durch die Menüs praktisch unmöglich – für uns ein K.O.-Kriterium bei ernsthaften Lauftrainings. Wer also über gelegentliche Laufrunden oder Radtouren hinausgeht und eine Uhr sucht, mit der sich das eigene Training vernünftig und umfangreich analysieren lässt, sollte lieber eine echte Sportuhr anstelle der Vivomove Sport nutzen.

Gegenüber anderen Garmin-Modellen ist die Funktionalität begrenzt. Wichtige Zusatzfunktionen wie eine Musiksteuerung, Connected GPS, smarte Benachrichtigungen und eine Wetteranzeige sind aber mit an Bord und funktionieren absolut einwandfrei.

Die Benachrichtigungsfunktion lässt sich über die Garmin-Connect-App konfigurieren. Im entsprechenden Menü können wir genau festlegen, welche App uns Benachrichtigungen auf unsere Garmin-Uhr senden darf. Entsprechende Nachrichten wie E-Mails, Whatsapp-Messages oder andere App-Meldungen erscheinen dann im Display der Vivomove Sport. Weil die Anzeige aber deutlich kleiner ausfällt als bei herkömmlichen Smartwatches, müssen Nutzer hier ein paar Abstriche bei der Lesbarkeit der Nachrichten machen. Trotzdem empfanden wir die Darstellung noch als ausreichend.

Die übrigen Funktionen der Vivomove Sport gehören bei Garmin mittlerweile zum Standard: Musiksteuerung, Livetrack und die Möglichkeit, spezielle Gesundheitswerte für Frauen (etwa den eigenen Zyklus) aufzuzeichnen, funktionierten in unserem Test erwartungsgemäß und ließen keinen Raum für Kritik.

Wie es bei Garmin-Uhren üblich ist, hat auch die Vivomove Sport eine Funktion zur Aufzeichnung des Schlafverhaltens mit an Bord. Die arbeitet mithilfe der Messung von Herzfrequenz, Atmung und Blutsauerstoffsättigung. Auf Basis dieser Daten errechnet die Uhr dann die Body Battery (sprich: den Energiezustand des Körpers) und gibt die einzelnen Schlafphasen an. Dementsprechend gibt es in der App dann konkrete Empfehlungen, ob wir an einem bestimmten Tag besonderen Wert auf Entspannung legen sollten, um unsere Energiereserven wieder aufzufüllen.

Unsere Empfehlung in Bezug auf das Schlaftracking bei der Vivomove Sport gleicht unserem Fazit für alle Garmin-Uhren und vergleichbare Smartwatches: Die ausgegebenen Daten erlauben über einen längeren Zeitraum gewisse Rückschlüsse zur eigenen Schlafhygiene. Allerdings kann die Analyse selbstverständlich nicht mit der Untersuchung in einem Schlaflabor mithalten. Man sollte sich also nicht ausschließlich auf die Werte der Vivomove Sport verlassen, auch wenn diese durchaus eine gute Orientierung für einen langfristigen Trend bieten und dadurch Ungereimtheiten aufzeigen können.

Die Akkulaufzeit der Garmin Vivomove Sport liegt bei fünf Tagen. Damit liegt die Hybrid-Watch eher im unteren Mittelfeld – ein enttäuschendes Ergebnis in Anbetracht der Tatsache, dass Garmin schon länger Uhren im Portfolio hat, die deutlich länger durchhalten. Insbesondere für eine Uhr, die die Vorzüge eines analogen Modells bieten will, empfinden wir das als eine zu geringe Laufzeit.

Garmin kann sich hier auch nicht mit eventuellen Zusatzfeatures herausreden, die die Akkulaufzeit verringern. Denn es gibzt eigentlich nichts, was einen hohen Energiebedarf rechtfertigen würde. Immerhin konnten wir Garmins Angaben zur Akkulaufzeit in unserem Test bestätigen.

Die unverbindliche Preisempfehlung für die Garmin Vivomove Sport liegt bei 179,99 Euro für alle drei Farbvarianten (Mint, Mokka und Schwarz). Wer möchte, kann zu Preisen ab 29,99 Euro verschiedene Wechselarmbänder erwerben (die Ledervarianten kosten 59,99 Euro).

Die Garmin Vivomove Sport hat uns im Test etwas ratlos zurückgelassen. Denn eigentlich liefert Garmin mit dieser Hybrid-Smartwatch zu dem aufgerufenen Preis ein ordentliches Produkt ab. Aber wir sind uns nicht ganz sicher, wer eigentlich die Zielgruppe für diese Uhr sein soll, die unserer Meinung nach weder Fisch noch Fleisch ist.

Optisch macht die Vivomove Sport einfach zu wenig her, als dass sie wirklich als stylisches Modeaccessoire durchgehen könnte – auch wenn sich über Geschmack ja streiten lässt. Bei den Smartwatch-Funktionen kann sie aber ebenfalls nicht mit anderen Garmin-Modellen mithalten und platziert sich dementsprechend ein wenig zwischen den Stühlen. Wer mit dem Design der Uhr und ihren sonstigen kleinen Schwächen leben kann und explizit eine Hybrid-Smartwatch sucht, kann sich die Vivomove Sport aber zumindest einmal näher anschauen.

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