Garmin Dash Cam Mini 2 im Test: Winzig, gut und ab 100 Euro

Garmin Dash Cam Mini 2
Pro und Contra
  • sehr kompakt 
  • einfache Montage
  • Spracherkennung  
  • preiswert 
  • kein Display
  • unkomfortabel abzunehmen
  • kein interner Akku 
  • 4.0

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Winzig und preiswert, aber mit allen nötigen Funktionen versehen: Wir haben die Garmin Dash Cam Mini 2 getestet und zeigen, was sie im Alltag leistet.

Die Garmin Dash Cam Mini 2 gehört aktuell zu den kleinsten Autokameras, die man hierzulande kaufen kann. Bereits die Garmin Dash Cam 67W (Testbericht) ist verglichen mit der Konkurrenz sehr kompakt. Die Neuauflage der Dash Cam Mini ist sogar noch deutlich kleiner. Das bietet den Vorteil, dass die Dashcam das Sichtfeld des Fahrers möglichst wenig beeinträchtigt. Um Platz zu schaffen, verzichtet Garmin bei der Dash Cam Mini allerdings auf ein eigenes Display.

Wie gut sich die kompakte Kamera in der Praxis schlägt und ob wir einen Monitor wirklich vermissen, zeigt unser Test. Mehr Ratgeber und Tests zu Autozubehör sowie Dashcams finden sich in unseren Themenwelten.

Die winzige Dash Cam Mini 2 von Garmin misst gerade einmal 3,1 x 5,3 x 2,9 Zentimeter. Damit ist sie kürzer als ein handelsübliches Feuerzeug. Das Gewicht von 30 Gramm fällt zudem überaus niedrig aus. Möglich macht das der Verzicht auf einen separaten Bildschirm.

Entsprechend minimalistisch ist der Aufbau der Dashcam gehalten. Hinten im unteren Bereich ist mittig ein Knopf platziert, um manuell ein Foto und Videoclip auszulösen. Daneben findet sich noch auf der linken Seite der Schacht für eine Micro-SD-Karte sowie ein Knopf zum Aktivieren der Tonaufnahme der Kamera. Auf der anderen Seite befindet sich die Buchse für das Stromkabel. Das Gehäuse ist komplett aus Kunststoff gefertigt, hinterlässt dennoch einen wertigen Eindruck bei der Verarbeitung.

Oberhalb der Linse befindet sich der Steckplatz für das Kugelgelenk der Halterung. Diese klebt man an der Windschutzscheibe einfach fest. Sie sitzt überaus solide, sodass sich Fahrer keine Sorgen machen müssen, dass die Dashcam während der Fahrt herunterfällt. Verglichen mit einer Saugnapflösung ist der Halt fester, zudem bedeckt die Halterung weniger Fläche an der Frontscheibe. Der Nachteil: Das nachträgliche und dauerhafte Entfernen der Halterung ist umständlich, hier bedarf es in der Regel eines dünnen Drahts oder Fadens, um die Klebefläche abzulösen. Um die Kamera mit in die Wohnung zu nehmen, stöpselt man diese vom Haltegriff ab. Das klappt leider nicht ganz so komfortabel wie bei der magnetischen Lösung der Garmin Dash Cam 67W (Testbericht).

Zum Lieferumfang der Dashcam von Garmin gehören jeweils ein Kabel mit einer Länge von 1,5 und 4 Metern mit einem USB-Anschluss nach Typ-A. Zusätzlich liegt ein Adapter für den 12-Volt-Anschluss mit zwei USB-A-Buchsen bei. Das längere Kabel ist für den Einsatz im Cockpit gedacht. Hier sollten Fahrer darauf achten, dass das Kabel nicht störend herumhängt und sich gegebenenfalls in der Schaltung verheddert. Idealerweise führt man das Kabel hierzu entlang der Verkleidung des Fahrzeugs an der Windschutzscheibe. Eine gute Platzierung der Kamera ist im oberen Bereich mittig vor dem Rückspiegel.

Einen internen Akku wie bei der Garmin Dash Cam 67W (Testbericht) gibt es bei der Dash Cam Mini 2 nicht. Stattdessen kommt ein Superkondensator zum Einsatz. Dieser gibt der Autokamera genügend Zeit, um herunterzufahren und die letzte Aufnahme zu sichern, sollte die Stromversorgung mit dem 12-Volt-Anschluss bei einem Unfall abreisen.

Ein G-Sensor ist mit an Bord. Dieser erkennt, wenn das Fahrzeug losfährt und startet die Dashcam automatisch. Zusätzlich bemerkt der G-Sensor, wenn das Fahrzeug abrupte Bremsmanöver durchführt. In diesem Fall startet die Ereigniserkennung. Das Gerät speichert automatisch das Video 15 Sekunden vor und 15 Sekunden nach dem erkannten Vorfall im separaten Ordner 100EVENT ab, der nicht automatisch überschrieben wird.

Im Normalbetrieb zeichnet die Dashcam immer einen Videoclip von 30 Sekunden auf und startet dann eine neue Aufnahme. In den Einstellungen können Nutzer festlegen, dass die Kamera immer wieder neue Videos anfertigt, bis der Speicher voll ist. Danach überschreibt die Dashcam jeweils die älteren Clips. Bei der zweiten Option wird nur eine Aufnahme erstellt und dann alle 30 Sekunden neu überschrieben. Bei einem starken Bremsmanöver legt die Kamera das Video automatisch in einen geschützten Speicher ab.

Wir empfehlen aus Datenschutzgründen die Option zu wählen, bei der nur ein Clip erstellt wird. Dann laut einem BGH-Urteil darf eine Autokamera nur anlassbezogen und niemals permanent genutzt werden. Mehr zur rechtlichen Lage erklären wir im Ratgeber Dashcam: Rechtliche Fragen, technische Details und Modelle ab 40 Euro. Zusätzlich sollte man am besten täglich prüfen, ob die Kamera weitere Aufnahmen abgelegt hat und diese dann löschen, wenn man sie nicht mehr braucht.

Die Garmin Dash Cam Mini 2 verfügt zudem über ein Mikrofon. Ob damit auch Ton aufgezeichnet werden soll, können Nutzer in den Einstellungen festlegen. Alternativ startet man die Tonaufnahme per Knopfdruck. Ferner bietet die Autokamera die Möglichkeit der Sprachsteuerung.

Die Datenübertragung mit dem PC per Kabel erfolgt mit dem Standard USB 2.0. Zusätzlich ist eine Verbindung mittels Bluetooth mit dem Smartphone möglich. Das ist auch nötig, um Einstellungen vorzunehmen oder übers Smartphone Aufnahmen der Kamera anzusehen. Zusätzlich kann sich die Kamera per WLAN verbinden, etwa um Aufnahmen für 24 Stunden im Online-Speicher Garmin Vault abzulegen. Wer die Aufnahmen für 7 Tage behalten will, muss ein Abonnement für 6 Euro monatlich abschließen.

Bevor es losgeht, muss man eine Micro-SD-Karte einlegen. Diese gehört nicht zum Lieferumfang. Hier ist eine Micro-SD-Karte mit hoher Lese- und Schreibgeschwindigkeit ratsam. Worauf Käufer achten sollten, erklären wir im Ratgeber Speicherkarten: Die richtige Karte für Handy, Kamera oder Drohne finden.

Anschließend zieht man die Schutzfolie von der Klebefläche an der Halterung ab und befestigt diese an der Windschutzscheibe. Vorab sollte die Stelle gereinigt werden. Jetzt verlegt man das Kabel und steckt es in den USB-A-Steckplatz des 12-Volt-Adapters. Um die Micro-SD-Karte zu formatieren, drückt man den Knopf zum Starten von Tonaufnahmen für 8 Sekunden. Alternativ wählt man diese Option nach erfolgreicher Kopplung mit dem Handy in der Drive App. Die Kamera startet automatisch, sobald man die Zündung betätigt und losfährt. In diesem Fall leuchtet die LED-Lampe rot.

Um die Einstellungen der Dashcam anzupassen, müssen Nutzer die Garmin Drive App installieren und dann eine Verbindung zwischen der Kamera und dem Smartphone herstellen. Während dieses Vorgangs leuchtet die LED-Lampe blau auf. Über die Apps sind jetzt Anpassungen der Einstellungen möglich. Dazu gehören unter anderem die Art und Weise der Speicherung der Videoclips, die Auflösung sowie weitere Kameraeinstellungen und die Empfindlichkeitsstufe für die Unfall-Benachrichtigung.

Den Sprachmodus aktiveren Fahrer per Aktivierungswort „Ok, Garmin“ und anschließend einem weiteren Befehl wie „Video speichern“, „Bild aufnehmen“, „Ton aufzeichnen“ oder „Tonaufnahme stoppen“. Das Aktivierungswort kann per App neu vergeben werden.

Die einzige Sonderfunktion ist der Parking Guard. Dieser überwacht mit dem Beschleunigungssensor, ob Erschütterungen am Auto wahrzunehmen sind, etwa bei einem Parkrempler. In diesem Fall zeichnet die Kamera automatisch auf. Dafür ist mangels Akku allerdings eine fortwährende Stromverbindung nötig, wenn das Auto abgestellt ist. Dafür braucht es ein weiteres spezielles Kabel für die Konstantstromquelle über den ODB2-Anschluss des Fahrzeugs. Das wiederum geht zulasten der Autobatterie. Ist der Parking Guard aktiv, blinkt die LED langsam rot.

Die Kameralinse löst mit maximal 2.1 Megapixel auf. Das erlaubt Videoaufnahmen in Full HD mit 1920 x 1080 Pixel bei 30 fps. Der Blickwinkel, auch FOV (Field of View) genannt, beträgt 140 Grad. Das ist mehr ausreichend, um den Bereich vor dem Auto gut abzudecken. Als Untergrenze sehen wir hier 130 Grad. Eine leichte Fischaugenoptik lässt sich bei großen Blickwinkeln meist nicht vermeiden.

Die Kontraste und die Farbdarstellung wirken etwas kraftlos und schwach ausgeprägt, zudem ist das Bild recht grobkörnig. Die Bildqualität der Aufnahmen geht ansonsten aber weitestgehend in Ordnung. Details und andere Verkehrsteilnehmer sind ausreichend gut zu erkennen, um einen möglichen Unfallhergang zu rekonstruieren. Eine leichte Unschärfe erschwert allerdings das Erkennen von Kfz-Kennzeichen aus größerer Entfernung.

Die UVP der Garmin Dash Cam Mini 2 beträgt 130 Euro. Bei Onlinehändlern gibt es die Autokamera bereits ab knapp über 100 Euro. Wer den Parking Guard nutzen möchte, braucht ein spezielles Stromkabel für den ODB2-Anschluss für 30 Euro. Eine Saugnapfhalterung gibt es zudem als Zubehör statt des Haltearms zum Ankleben. Für den Betrieb ist zudem eine schnelle Micro-SD-Karte nötig, die nicht im Lieferumfang enthalten ist.

Die Garmin Dash Cam Mini 2 ist extrem handlich. Sie stört kaum das Sichtfeld des Fahrers. Der Funktionsumfang konzentriert sich auf die nötigsten Funktionen, die eine Dashcam braucht. Die Qualität der Full-HD-Aufnahmen erfüllt ihren Zweck. Auf ein Display müssen Nutzer allerdings verzichten, die Konfiguration der Kamera erfolgt per Smartphone-App. Den Bildschirm haben wir im Alltag aber nicht vermisst. Einen Akku für Notfälle gibt es ebenfalls nicht. Dafür bietet die Autokamera einen fairen Preis.

Wer auf einen zusätzlichen Monitor nicht verzichten möchte, aber dennoch ein kompaktes Gerät sucht, sollte sich die Garmin Dash Cam 67W (Testbericht) näher ansehen. Einen zusätzlichen Blick auf Fahrer und Passagiere gewährt die Garmin Dash Cam Tandem (Testbericht). Top-Bildqualität mit 4K-Videos und Alexa-Anbindung bietet die hochpreisige Nextbase 622GW (Testbericht). Weitere Alternativen zeigen wir im Ratgeber Dashcam: Rechtliche Fragen, technische Details und Modelle ab 40 Euro. Worauf man im Ausland achten muss, erklären wir zudem im Ratgeber Dashcam im Urlaub: Rechtlich absichern und hohe Strafen bis 10.000 Euro vermeiden.

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