Gaming-Notebook im Test: MSI GS63

Pro und Contra
  • Sehr leicht
  • viele Anschlüsse
  • wird sehr warm
  • durchschnittliches Touchpad
  • hohe Lautstärke
  • 4.0

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Gamer, die für unterwegs einen guten Spielelaptop haben möchten, müssen meist sehr viel Geld auf den Tisch legen. MSI bietet deshalb mit dem GS63 ein Mittelklasse-Gerät für unter 2000 Euro an, mit dem Ihr dennoch ordentlich zocken könnt. Wie genau das aussieht, lest Ihr hier im Test.

Das Äußere des MSI GS63 7RE-011 Stealth Pro, wie es mit vollem Namen heißt, besteht aus schwarzem, gebürsteten Aluminium. Das sieht schick aus, zieht aber Fingerabdrücke recht stark an. Mir gefällt das kompakte, leichte Design des Laptops. Obwohl er einen großen Bildschirm bietet, ist er durch die geringe Höhe von weniger als 18 Millimetern sehr portabel und mit 1,8 Kilogramm sehr leicht. Die Unterseite des Notebooks ist fast vollständig mit einer Art Stoff oder Filz überzogen. So könnt Ihr den Laptop sogar auf dem Schoß betreiben, ohne von der entstehenden Wärme gebrandmarkt zu werden – theoretisch. Denn praktisch wird er unter Last trotzdem sehr heiß.

Leider hapert es auch an der Stabilität. Nahezu an allen Stellen lässt sich der Laptop eindrücken oder verwinden. Das wird besonders am Bildschirm und an der Tastatur deutlich. Es knarzt. Die Verarbeitung ist davon abgesehen aber sehr gut gelungen.

Der Bildschirm hat eine Diagonale von 15,6 Zoll und löst mit Full HD (1920 × 1080 Pixeln) auf. Das reicht für die Größe des Gaming-Laptops aus. Das Panel ist matt. Dadurch habt Ihr bei der Benutzung im Freien einen Vorteil, da das Licht nicht so stark reflektiert. Doch leider ist der Bildschirm nicht hell genug, um die Sommersonne auszugleichen.

Im Inneren arbeitet Intels vierkerniger i7-7700HQ Prozessor, der mit 2,8 GHz bis 3,8 GHz taktet. Dazu kommen Nvidias Grafikkarte GeForce GTX 1050 TI, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher (32 GByte sind möglich) und ein Hybrid-Speicher bestehend aus 256 GByte SSD und ein TByte-HDD. Als Betriebssystem ist Windows 10 vorinstalliert.

Dünne Laptops sind meist ein Kompromiss zu Lasten der Leistung. Auch mit dem MSI GS63 Stealth Pro könnt Ihr Highend-Games nicht auf den höchsten Grafikeinstellungen spielen. Dafür reicht die verbaute Nvidia Grafikkarte GTX 1050 TI nicht aus. Doch die Performance der getesteten Games auf niedrigeren Grafikeinstellungen war sehr zufriedenstellend. In der folgenden Tabelle seht Ihr detailliert unsere Durchschnittswerte der Benchmark-Messungen.

Ultra Sehr hoch Hoch Mittel Niedrig
Rise of the Tomb Raider - (Maximales Preset ist Sehr hoch) 41 52 58 70
Batman Arkham Knight - (Maximales Preset ist hoch) - (Maximales Preset ist hoch) 39 Nvidia Gameworks an, 62 Nvidia Gameworks aus - -
Deus Ex: Mankind Divided 27 33 38 46 57
Mittelerde: Mordors Schatten 62 - - - -
GTA V 25/20/26/28/26 (alles maximal, MSAA 8x) 36/26/37/40/36 (alles maximal, MSAA 4x) 52/49/56/59/54 (MSAA 4x) 74/82/76/78/87 (erweiterte Grafikoptionen aus, MSAA 4x) -

Unter Last ist neben dem starken Rauschen leider ein hoher Pfeifton zu hören, der beispielsweise das laufenden Spiel an ruhigeren Passagen übertönen kann. Sind alle Lüfter aktiv, wird es richtig laut. Was ebenfalls negativ auffällt sind die hohen Temperaturen. In der Mitte des Bodens wird der Laptop richtig heiß. Da hilft auch kein Stoffüberzug auf der Unterseite. Unter Last hält der Akku leider nur knapp eine Stunde. Hier hätten wir durch die sparsame Grafikkarte mehr erwartet.

Vorinstalliert ist wie für MSI typisch das Software MSI Dragon Center. Hier regelt Ihr unter anderem die Beleuchtung der Tastatur und stellt die Lüfter ein. Zusätzlich könnt Ihr alle wichtigen Werte wie Prozessorauslastung und aktuelle Temperatur ablesen. Wer sich gerne beim Zocken filmt und streamt kann sich beim potentiellen Kauf des Laptops über eine Jahrespremiummitgliedschaft bei Xsplit Gamecaster freuen.

Das MSI GS63 Stealth Pro misst 380 x 249 x 17,7 Millimeter und wiegt gerade mal 1,8 Kilogramm. Auf der linken Seite habt Ihr Platz für ein Kensington-Lock. Daneben sind Anschlüsse für LAN, SD-Karte, drei Mal USB 3.0, Kopfhörer und Mikrofon. Auf der rechten Seite wird der Strom angeschlossen. Dazu kommen miniDisplay-Port, HDMI-Ausgang, Thunderbolt 3 mit USB Type C Gen 2 sowie ein USB 2.0-Anschluss. Die Power-Taste ist ebenfalls hier an der Seite platziert. Hinten befinden sich keine Anschlussmöglichkeiten, da der Platz vollständig vom Kühlkörper eingenommen wird.

Die Vielzahl an Anschlüssen fällt zuerst positiv auf. Doch bei näherem Betrachten sitzen die USB-Ports auf der linken Seite recht nah beieinander. Als Rechtshänder habe ich kein Problem, wenn ich eine externe Maus anschließe. Doch wenn ich links die Maus anstecken müsste und zusätzlich noch weitere USB-Geräte betreibe, wird es recht eng auf dieser Seite.

So dünne Laptops haben noch einen weiteren Nachteil: sie sind meistens schlecht wartbar. Auch bei diesem MSI-Gerät habt Ihr nicht viele Möglichkeiten. Ihr könnt die Bodenplatte des Laptops mit ein bisschen Mühe durch ein paar Schrauben entfernen. Eine sitzt allerdings unter dem Aufkleber des Garantiesiegels. Habt Ihr den Boden abgenommen, seht Ihr das Mainboard von unten und müsst dieses ebenfalls entfernen, wenn Ihr an Speicher und Co heran wollt. Insgesamt ist das Upgraden wie zum Beispiel beim Austauschen der Festplatte ohne Kenntnisse sehr mühsam.

Die Tastatur des Laptops ist sehr flach, wirkt aber stabil. MSI setzt hier wiederholt auf Steelseries' Chiclet-Modell. Die Tasten klappern nicht an den Rändern und geben ein deutlich Druck-Feedback. Auch langes Tippen war kein Problem. Allerdings platziert MSI (wie immer) die Windows-Taste rechts neben der Leertaste. Ist man daran nicht gewöhnt, gibt es Probleme. Zum Beispiel funktionieren gelernte Shortcuts nicht mehr. Ein Nummernblock ist zwar vorhanden, wirkt aber ein bisschen gequetscht. Zumindest ragt die rechte Pfeiltaste in das Zahlenfeld hinein.Beleuchtet wird die Tastatur in drei Zonen und drei Intensitäten. Ob Ihr gerne eine einzelne Farbe oder fortlaufende Wellen in Regenbogenoptik mögt, stellt Ihr in der dazugehörigen Software ein.

Das Touchpad ist Geschmackssache, denn es ist recht glatt. Mir persönlich fehlen die separaten Maustasten. Ihr könnt zwar über die gesamte Höhe einen Linksklick durch Drücken auslösen, doch das Klickpad reagiert darauf recht schwerfällig und gibt ein lautes Geräusch von sich. Auch ist es nicht hoch präzise. Eine minimale Verzögerung bei der Mausbewegung und teilweise auch beim Linksklick ist spürbar. Positiv ist allerdings die Größe, denn es misst 105 × 70 Millimeter und bietet so angenehm viel Platz für Gesten oder Mausbewegungen.

Für knapp 1800 Euro erhaltet Ihr ein leistungsfähiges Notebook, das Ihr zum Arbeiten und auch zum Zocken verwenden könnt. Mit der Tastatur lässt es sich auch lange angenehm tippen. Doch während das MSI GS63 Stealth Pro im Idle-Modus leise vor sich hin werkelt, wird es unter Last sehr laut. Auch die hohen Temperaturen haben uns beim Testen gestört.

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