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Gamepad von Gembird im Test: gut investierte 10 Euro
Pro und Contra
  • sehr günstig
  • funktioniert präzise
  • gute Haptik
  • mittelmäßige Verarbeitung
  • kurzes Kabel
  • kopiertes Design
  • 4.0
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Für alte Retro-Spiele und moderne Jump'n'Runs braucht es vor allem ein vernünftiges Gamepad. Wir haben uns ein kabelgebundenes Modell von Gembird im untersten Preisbereich angesehen und verraten, ob das Einsteiger-Gerät unseren Ansprüchen standhält.

Das USB-Gamepad mit der Typenbezeichnung JPD-UDV-01 ist optisch eine Eins-zu-Eins-Kopie des Playstation-2-Controllers. Es kommt in einer einfachen Blisterverpackung beim Kunden an.

Die zwei Analog-Sticks, ein digitales Vier-Wege-Steuerkreuz und die insgesamt zehn Aktionstasten sind genau wie beim Original von Sony angeordnet (vier Schultertasten, vier Aktionstasten, Select- und Start-Taste). Zusätzlich verfügt unser Testmodell über einen Mode-Taster, um zwischen dem digitalen und dem analogen Modus zu wechseln: Je nach Einstellung funktioniert das digitale Steuerkreuz dann auch als analoger Richtungs-Stick.

Das Gamepad liegt, wie das Original, sehr gut in den Händen. Das Gewicht ist, nicht zuletzt wegen der eingebauten Vibrations-Motoren, relativ hoch und vermittelt so einen wertigen Eindruck.

Die Verarbeitung ist aber nicht besonders hochwertig. Zwar klappert nichts, allerdings stehen die Tasten verhältnismäßig weit aus dem Gehäuse heraus. Ebenso fällt auf, dass die Aktionstasten-Beschriftung nicht perfekt zentriert und die Kanten des Gehäuses nicht gerade liebevoll nachgearbeitet sind. Diese Mängel sind allerdings rein optischer Natur und beeinflussen nicht das Spielerlebnis.

Das USB-Kabel ist mit 140 Zentimeter Länge etwas knapp bemessen. Zum Zocken am Monitor ist die Länge ausreichend, zum Spielen auf einem großen TV-Gerät ist das Kabel aber zu kurz, um sich bequem auf der Couch zurück zu lehnen.

Nach dem Start der Retro-Konsole auf Basis von Retropie muss man den eingesteckten Controller zunächst konfigurieren. Das funktioniert problemlos und dauert gerade mal eine Minute. Danach legen wir los und testen das Gamepad mit mehreren alten Konsolen-Klassikern. Sowohl die Richtungstasten als auch die Aktionstasten reagieren sehr präzise; kein Vergleich zu unserem No-Name-Controller, den wir bisher an der DIY-Konsole genutzt haben. So macht das Zocken von Mario oder Sonic richtig Spaß. Obwohl sich die Schultertasten und die analogen Steuersticks etwas schwammig anfühlen, setzen auch diese alle Eingaben akurat um. Die Vibrations-Funktion spricht während des Spielens mit Retropie übrigens nicht an.

Auch Windows erkennt das Gamepad auf Anhieb. Zum Testen am Computer nutzen wir das Jump'n'Run Cuphead . Zunächst folgt auch hier die Konfiguration im Settings-Menü. Anschließend ist der Controller bereit zum Zocken.

Bei der Testrunde am PC macht das Gamepad einen guten Job und funktioniert zuverlässig und präzise. Der Gembird-Controller macht auch bei ausgedehnten Spiel-Sessions Spaß. Selbst nach zahlreichen Runden liegt das Gamepad noch angenehm in der Hand. Ermüdungserscheinungen in Fingern oder Handgelenken haben wir nicht festgestellt. Die Vibrations-Funktion funktioniert beim Betrieb mit Windows problemlos.

Beim Zocken ist es entscheidend, dass die Befehle des Spielers präzise und ohne Verzögerung umgesetzt werden und die Hände nicht aufgrund einer unnatürlichen Haltung ermüden. Und genau das schafft der günstige Controller von Gembird trotz des niedrigen Preises von deutlich unter 10 Euro. Für Gelegenheitsspieler oder als Zweit-Gamepad können wir das Dual Vibration Gamepad von Gembird deshalb bedenkenlos empfehlen.

Lediglich das kopierte Design, das relativ kurze Kabel und die mittelmäßige Verarbeitung trüben den insgesamt überraschend positiven Eindruck. Bei so einem Kampfpreis sind diese Einschränkungen allerdings zu verschmerzen.

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