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Micro-SD-Karten
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Viel Speicher, hohe Geschwindigkeiten und konstante Performance gegen Ruckler im Video: TechStage vergleicht fünf Micro-SDXC-Karten und zeigt, welche sich am besten für 4K-Aufnahmen von Drohnen, Actioncam & Co. eignen.

Wer eine Speicherkarte ohne größere Ansprüche sucht, hat die Qual der Wahl. Soll die Karte schnell genug sein für flotte Drohnenflüge mit DJI FPV (Testbericht) & Co., werden die Hürden größer. Innerhalb unserer Themenwelt Speicherkarten haben wir in den letzten Wochen die fünf beliebtesten Karten laut unseres Preisvergleichs mit 512 GByte mit mindestens 100 MByte/s Lesegeschwindigkeit bis maximal 100 Euro getestet. Folgende Testberichte sind hier bisher erschienen:

Lexar und Kingston haben leider nicht auf unsere Anfragen reagiert.

Class-10, UHS-I, U3, A1 und V30: Micro-SD-Karten sind mit Labels für Schreib- und Lesestandards überladen. Viele davon sind veraltet. Einen detaillierten Einblick zu Karten-Standards und Geschwindigkeitsklassen geben wir an anderer Stelle.

Die folgende Tabelle zeigt, welche der hier getesteten Karten über welche Standards verfügen:

UHS-IUHS-IIU1U3V30A1A2
Adata Premier Projaneinneinjajaneinja
Blitzwolf BW-TF1janeinneinjajaneinnein
PNY Pro Elitejaneinneinjajajanein
Samsung Evo Plusjaneinneinjaneinneinnein
Sandisk Ultrajaneinjaneinneinjanein

Wer 4K-Aufnahmen mit seiner Actioncam, Drohne oder DSLR machen will, muss nur auf ein paar Herstellerangaben achten. Zuerst sollte man sicher gehen, welche Karten das gewünschte Aufnahmegerät überhaupt unterstützt. DJI gibt auf seinen Produktseiten beispielsweise sehr detaillierte Infos; hier ein Beispiel zur FPV-Drohne. Dort findet sich die Angabe UHS-I, die eine maximale Schreibgeschwindigkeit von 104 MByte/s voraussetzt. Auch viele Einsteiger- und Mittelklasse-DSLRs wollen diesen Standard, wie die Kollegen der c't Fotografie in ihrem Ratgeber (Heft 02/2021) erklären. Entsprechend sollte eine gute Karte für 4K-Aufnahmen also UHS-I bieten.

Zusätzlich sollte man sich vor dem Kauf informieren, wie konstant eine Micro-SDXC-Karte schreibt. Sind häufige Schwankungen der Übertragungsrate erkennbar, sollte man die Finger davon lassen. Ein Beispiel ist hier die von uns getestete PNY Pro Elite (Testbericht). In der Praxis konnte diese die 4K-Aufnahmen einer Videodrohne nicht konstant schreiben, sodass es zu Aussetzern und Rucklern im Video kam.

Für alle Micro-SDXC-Karten nutzen wir die gleiche Testumgebung. Alle Benchmarks führen wir dreimal durch und ermitteln dann den Durchschnittswert.

Für Tests am PC kommt ein Acer Spin 5 (SP514-54N-58JN) mit USB-C-Hub Anker Powerexpand+ 7-in-1 zum Einsatz, der Daten mit UHS-I bis zu 104 MByte/s transportiert. Als Benchmark-Tool nutzen wir den Crystal Disk Mark. Zudem führen wir Kopiertests mit echten Daten durch. Hier prüfen wir, ob die Karten konstant hoch Schreiben oder Abbrüche in der Geschwindigkeit haben

Bei Tests am Smartphone nutzen wir das Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G (Testbericht) mit dem Benchmark Disk Speed Test. Hier schauen wir uns an, ob die Karte als erweiterter Speicher für Android-Smartphones nutzbar ist; schließlich können auch immer mehr Handykameras 4K-Aufnahmen filmen.

Zuerst werten wir die Ergebnisse des Crystal Disk Mark am PC aus. Jede Karte wird mit 1 GByte großen Datenpaketen beschrieben. Bei der durchschnittlichen Schreibgeschwindigkeit führt Samsung Evo Plus mit 75,1 MByte/s, PNY Pro Elite folgt mit 71,5 MByte/s, danach kommt Adata Premier Pro mit 71,3 MByte/s. Die weiteren Karten von Blitzwolf und Sandisk sind weit abgeschlagen, wie unsere Übersicht zeigt.

Dass die durchschnittliche Schreibgeschwindigkeit eines Benchmarks aber nicht ausschließlich entscheidend ist, zeigt unser folgender praxisnaher Kopiertest. Hier ziehen wir ein Video mit einer Größe von 1,37 GByte auf die Karten. Das Video ist eine 5 Minuten lange 4K-Aufnahme mit 60 fps eines iPhone 12 Mini.

Bei der real gemessenen Schreibgeschwindigkeit belegt die Samsung Evo Plus mit 67 MByte/s Platz 1, gefolgt von der Adata Premier Pro mit 66 MByte/s auf Platz 2 und der PNY Pro Elite mit 63,7 MByte/s auf Platz 3. Darüber hinaus schauen wir uns an, wie konstant die Karten schreiben.

Hier setzt sich erneut die Samsung Evo Plus auf Platz 1 durch, direkt gefolgt von der Sandisk Ultra, die mit 35 MByte/s eher langsam schreibt. Dennoch sichert sich die Sandisk-Karte damit ihren Platz in unserem Vergleichstest, denn sie beweist, dass man auch mit ihr 4K-Aufnahmen zuverlässig schreiben kann. Weiter abgeschlagen mit unregelmäßiger Schreibgeschwindigkeit folgen Adata Premier Pro, PNY Pro Elite und Blitzwolf BW-TF1. Bei allen drei Karten ist das Risiko von Fehlern in 4K-Aufnahmen entsprechend deutlich höher.

Unser letzter Test ist der Disk Speed Test für Android-Smartphones. Hier prüfen wir, was die Karten als erweiterter Smartphone-Speicher leisten. Die Sandisk Ultra belegt mit 63 MByte/s Platz 1 auf dem Siegertreppchen der Schreibgeschwindigkeit. Die Adata Premier Pro folgt mit 58 MByte/s auf Platz 2 und die Blitzwolf BW-TF1 sowie die Samsung Evo Plus belegen Platz 3 mit 50 MByte/s. Mit Blick auf eine konstante Performance fällt die Empfehlung auf die hier erstplatzierte Sandisk Ultra und die drittplatzierte Samsung Evo Plus.

Geschwindigkeit ist nicht alles, vor allem, wenn die Karte diese nicht halten kann. Eine PNY Pro Elite oder eine Blitzwolf BW-TF1 mögen zwar im Einzelsprint gute Werte liefern, bei konstanter Belastung überzeugen aber fast durchgehend die Samsung Evo Plus und die Sandisk Ultra.

Wer einen guten Speicher mit viel Platz für 4K-Aufnahmen sucht, wird um die 70 Euro fündig. Besonders haben uns die Samsung Evo Plus (Testbericht) und die Sandisk Ultra (Testbericht) überzeugt. Eine Erwähnung ist auch die Adata Premier Pro (Testbericht) wert, die in Hinblick auf den Preis aber einfach durch bessere Alternativen ausgestochen wird. Von Karten wie der PNY Pro Elite (Testbericht) und der Blitzwolf BW-TF1 (Testbericht) raten wir für die Nutzung als Speicher für 4K-Aufnahmen ab.

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