Ezviz C6 2K+ im Test: Indoor-PTZ-Überwachungskamera mit Bewegungsverfolgung

Ezviz C6 2k+
Pro und Contra
  • Bewegungserkennung kann zwischen Menschen, Haustieren und anderen sich bewegenden Objekten unterscheiden
  • Kompakte Abmessungen und dank drei Meter langem Micro-USB-Kabel halbwegs flexibel positionierbar
  • Dank microSD-Karten-Support kostenloser Speicherplatz für Videos
  • Optionale Cloud-Speicherung
  • Verschlüsselte Videoübertragung
  • Unterstützung für Amazon Alexa und Google Assistant
  • Haustiererkennung unzuverlässig
  • Wechsel zwischen farbiger Darstellung und Schwarz-Weiß dauert
  • Wechsel der Netzwerkverbindung nur über Reset möglich
  • Übersetzung teilweise verwirrend
  • Keine Integration in gängige Smart-Home-Systeme
  • 4

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Die Ezviz C6 2K+ bietet über ein schwenk- und neigbares Objektiv eine 360-Grad-Rundumsicht. Dank Geräuscherkennung ist sie auch als Babyfon geeignet, für die auch die integrierte Gestenerkennung nützlich ist.

Die Überwachungskamera (Themenwelt) Ezviz C6 2K ist für Innenräumen vorgesehen. Mit einem schwenk- und neigbaren Objektivs, das Videos mit bis zu 2560 × 1440 Bildpunkten aufzeichnet, erfasst sie dabei einen Bereich von fast 360 Grad. Die Bewegungserkennung soll zwischen Menschen, Haustieren und anderen sich bewegenden Objekten differenzieren können. Da sie außerdem auf Geräusche reagiert, kann sie auch als Babyfon verwendet werden. In diesem Einsatzszenario ist die integrierte Gegensprechfunktion, die per Geste aktivierte werden kann, ein nützliches Feature. Videos speichert sie entweder lokal auf einer microSD-Karte, die allerdings nicht zum Lieferumfang zählt, oder in der Ezviz-Cloud, die Anwender bis zu 30 Tage kostenlos testen können.

Das rundliche Gehäuse der 325 Gramm schweren Ezviz C6 2K+ misst 100 × 100 × 96,5 mm für Breite, Tiefe und Höhe. Die Kamera ist laut Hersteller im Temperaturbereich zwischen -30 und 60 Grad Celsius bei einer Luftfeuchte von bis zu 95 Prozent einsatzbereit. An der abgeflachten Unterseite des Gehäuses sorgen drei Gumminoppen dafür, dass sie auf planen Flächen nicht verrutscht. Sie kann aber dank einer mitgelieferten Plastikhalterung inklusive Bohrschablone, Schrauben und Dübeln auch fest montiert werden. Die Montage kann dabei auch umgekehrt, etwa an einer Decke, erfolgen, da die App das Bild der Kamera spiegeln kann. Die Stromversorgung erfolgt über das mitgelieferte 10-Watt-USB-Netzteil in Kombination mit dem drei Meter langen Micro-USB-Kabel. Alternativ lässt sie sich auch einer USB-Steckdose betreiben, sofern diese die Leistungsaufnahme der Kamera von etwas über 2,5 Watt bereitstellen kann.

Die Kurzanleitung, die auch in deutscher Sprache vorliegt, enthält nur wenige Informationen zur Inbetriebnahme. Über den dort aufgedruckten QR-Code können Anwender aber das vollständige Handbuch herunterladen (PDF), das auf insgesamt elf Seiten ausführlich die Funktionen der Kamera sowie die Montage erklärt. Abgerundet wird die Kurzanleitung mit einer FAQ.

An der Vorderseite des runden Gehäuses aus Plastik gibt es eine ovale Öffnung, die etwa 7 cm lang und 4,5 cm breit ist. Hinter dieser Öffnung erkennt man das innere Gehäuse, das Objektiv, zwei IR-LEDs, zwei Mikrofone sowie eine LED-Anzeige enthält. Das Innengehäuse lässt sich um 133 Grad neigen, während die Schwenkmechanik sich im unteren Teil des Gehäuses befindet, die den oberen Teil mit bis zu einem Winkel von 355 Grad schwenken kann.

Oberhalb des Objektivs gibt es zwei IR-Lichter, die bei Dunkelheit mittels eines Lichtsensors mit einem wahrnehmbaren Klacken aktiv werden und für die bis zu acht Meter weite Nachtsichtfähigkeit der Kamera sorgen. LED-Scheinwerfer für eine farbige Nachtsicht (Ratgeber) gibt es nicht. Unterhalb des Objektivs informiert eine LED über den Betriebszustand. Sie leuchtet oder blinkt entweder in Rot oder Blau. Dauerhaft rot leuchtet die LED beim Start der Kamera und blau, wenn der Livestream in der App angezeigt oder ein Video aufgezeichnet wird. Ein langsames Blinken in Blau signalisiert den normalen Betrieb. Ein rotes Blinken signalisiert entweder einen Netzwerkfehler (langsam) oder eine Fehlfunktion in der Kamera wie ein Problem mit der microSD-Karte (schnell).

Ist der Privatmodus der Kamera aktiv, fährt das innere Gehäuse nach oben, sodass das Objektiv verschwindet. Stattdessen kommt ein durch zwei Halbkreise und einer ovalen, ausgefüllten Ellipse angedeutetes Gesicht zum Vorschein. Darüber befindet sich hinter einer Gummiabdeckung der microSD-Card-Slot und daneben die Reset-Taste. Zur Speicherung von Videos kann ersterer microSD-Speicherkarten (nicht im Lieferumfang enthalten) mit bis zu einer Größe von 256 GByte aufnehmen. Optional können Anwender auch ein Cloud-Abo abschließen, das sie zuvor bis zu 30 Tage lang testen können. Für einen siebentägigen Ereignis-basierenden Videoverlauf für eine Kamera sind monatlich 4,99 Euro fällig, 30 Tage kosten 9,99 Euro. Hat man mehrere Ezviz-Kameras im Einsatz, erhöhen sich die Kosten auf 7,49 Euro respektive 14,99 Euro. Allerdings umfassen die höherpreisigen Tarife nur bis zu vier Kameras.

An der Rückseite der Ezviz C6 2K+ gibt es einen Micro-USB-Port für die Stromversorgung und einen Ethernet-Anschluss. Die Kamera erlaubt also nicht nur die Verbindungsaufnahme zu einem WLAN-Router über ein 2,4- oder ein 5-GHz-Netzwerk, sondern ganz klassisch über eine kabelgebundene Netzwerkverbindung.

Im hinteren Bereich des Gehäuses befindet sich auf der Oberseite hinter einem etwa 2,5 × 2,5 cm großen Gitter ein Lautsprecher. Zusammen mit den Mikrofonen an der Front wird damit eine Gegensprechfunktion realisiert. Man kann also mit einer Person vor der Kamera kommunizieren. Zudem dient der Lautsprecher als Alarmsirene. Man kann ihn aber auch so konfigurieren, dass er personalisierte und bis zu 10 Sekunden lange Töne von sich gibt, sobald eine Bewegung erkannt wird. Trotz des kompakten Lautsprechers sind diese deutlich wahrnehmbar und durchaus geeignet, ungebetene Gäste abzuschrecken. Und auch die Gegensprechfunktion funktioniert im Test einwandfrei. Die Sprache ist beidseitig gut verständlich. In Verbindung mit der Geräuscherkennung kann man die Ezviz C6 2K+ hervorragend auch als Babyfon verwenden. Hierfür ist auch die Gestenerkennung nützlich: Winkt etwa das Baby oder eine Person vor der Kamera mit der Hand, erhält man in der App einen Videoanruf. Das hat im Test mit Erwachsenen zumindest gut funktioniert. Mit einem Kleinkind konnten wir das Feature leider nicht testen.

Die Inbetriebnahme der C6 2K+ ist, wie von anderen Ezviz-Kameras (Testbericht Ezviz BC2) gewohnt, prinzipiell einfach, setzt aber ein Nutzerkonto voraus. Dafür muss man mindestens eine E-Mail-Adresse hinterlegen, über die der zur Einrichtung nötige Bestätigungscode empfangen wird und den man in der App eingibt. Der Zugang zur App kann zusätzlich mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung abgesichert werden. Statt sich jedes Mal manuell mit Eingabe von Benutzer-ID und Kennwort anzumelden, können Anwender dafür auch im Smartphone integrierte biometrische Authentifizierung wie Face-ID oder den Fingerabdruck nutzen.

Nach der Anmeldung erfolgt die Koppelung der C6+ mit der App. Hierfür klickt man auf das Plus-Symbol rechts oben und wählt Gerät hinzufügen und dann Kameras aus. Anschließend öffnet sich ein QR-Code-Reader, mit dem man den QR-Code auf der Unterseite der Kamera einscannt. Zudem muss man noch ein Gerätepasswort vergeben und die C6 2K+ mit dem heimischen WLAN-Netzwerk koppeln, sofern die Kamera nicht mit einem Ethernetkabel mit dem Router verbunden ist. Anschließend ist die C6 2K+ einsatzbereit und per Smartphone-App steuerbar (siehe auch Bildergalerie).

Zusätzlich zur App können Anwender die Kamera mit der für macOS und Windows vorliegenden Ezviz-Desktop-Anwendung steuern. Mobile App und Desktop-Anwendung unterscheiden sich allerdings in den Möglichkeiten zur Darstellung der Live-Bilder sowie in der Konfiguration der Kamera. Die Desktop-Anwendung unterstützt lediglich die Änderung der Auflösung und ist ansonsten für die Darstellung des Livestreams interessant. Wer mehrere Ezviz-Kameras im Einsatz hat, kann mit der Desktop-App bis zu 25 Livestreams gleichzeitig darstellen. Prinzipiell beherrscht auch die mobile Anwendung die parallele Darstellung von mehreren Streams, doch ist das auf dem Smartphone wegen des kleineren Bildschirms nicht so interessant. Zudem gibt es noch eine für Tablets optimierte App.

Nach dem Start der App werden die verbundenen Kameras mit dem zuletzt aufgenommenen Live-Bild angezeigt. Über die große runde und weiß-blaue Schaltfläche am unteren Rand können Anwender die Alarmfunktion ein- und ausschalten. Allerdings gilt das für alle mit der App verbundenen Geräte. Einzeln lassen sich die Kameras über das Drei-Punkte-Menü im Vorschaubild einer jeden Kamera aktivieren. Der Klick auf Bibliothek rechts unten öffnet die Verlaufsansicht bisheriger Warnungen inklusive der dazugehörigen aufgenommenen Videos. Die Schaltfläche Geräte aktiviert wieder die Startseite. Mit einem Klick auf das zuletzt aufgenommene Bild der Kamera gelangt man zur Live-Ansicht. Am unteren Bildschirmrand stehen die Optionen Schnappschuss, Aufnehmen, PTZ, Sprechen, Auflösung, Privatmodus und 360°-Bild zur Steuerung parat. Die Reihenfolge der Optionen können Anwender über Neu ordnen anpassen. Hierfür drücken sie auf das Drei-Strich-Symbol der entsprechenden Option und verschieben den Eintrag an die gewünschte Stelle. Mit einem Klick auf die falsch übersetzte Option „Wiederholungsaufnahme“ ganz unten, wird die ursprüngliche Sortierung wieder hergestellt. Korrekt übersetzt müsste die Option also „Standardreihenfolge wiederherstellen“ heißen. Auch die Aktivierung von Privatmodus zeigt, dass Ezviz bei der Übersetzung der App noch Luft nach oben hat. Statt etwa „Privatmodus aktiv. Kamera pausiert.“ erscheint der verwirrende Hinweis „Intelligente Maske ist aktiviert. Datenschutzmodus deaktiviert.

Nach einem Klick auf das Live-Bild zeigen sich dort weitere Konfigurations- respektive Bedienmöglichkeiten. So kann man das Video anhalten, die Tonübertragung ausschalten oder die Gegensprechfunktion nutzen. Ein Klick auf das Symbol mit zwei Rechtecken unterschiedlicher Größe und einem Pfeil rechts in der Mitte der Live-Ansicht verkleinert das Videobild und stellt es überlappend dar: In dieser Darstellung ist der Live-Stream verkleinert und verschiebbar dauerhaft auf dem Smartphone aktiv – auch bei anderen Anwendungen. Will man den Livestream wieder in der App betrachten, klickt man erneut ins Bild und dann auf das Symbol rechts oben. Die Einstellungen der Kamera erreichen Anwender entweder über das Werkzeug-Symbol rechts oben in der Live-Ansicht oder über das Drei-Punkte-Symbol und der Auswahl EZVIZ einrichten in der Geräteübersicht. Damit können Anwender die intelligente Erkennung, Benachrichtigungen, Audio- und Bildeinstellungen sowie die Statusleuchte (Licht) und PTZ-Einstellungen konfigurieren.

Unter Allgemeine Einstellungen können Anwender außerdem ein Cloud-Abo abschließen, die Videoverschlüsselung abschalten, das Gerät entfernen oder neu starten und die Netzwerkeinstellungen ändern. Letzteres ist leider nur über einen Werksreset möglich. Hierfür muss man die Reset-Taste etwa fünf Sekunden lang drücken, bis der englischsprachige Hinweis „Reset successfully“ das Zurücksetzen bestätigt.

Alarmmeldungen übermittelt die Kamera per E-Mail oder Pushnachrichten an den Nutzer. Anwender können unter Einstellungen – Intelligente Erkennung festlegen, ob die Kamera bei sämtlichen Bewegungen (Bildänderungserkennung), bei Erkennung menschlicher Körper, bei einer Haustiererkennung oder der Erkennung abnormaler Geräusche alarmiert. Diese Optionen können Anwender alle zusammen aktivieren oder nur einzeln nutzen. Mit der Einstellung Bildänderungserkennung werden Anwender über jede von der Kamera registrierte Bewegung informiert. Das führt in der Praxis häufig zu Fehlalarmen. Daher ist die Einschränkung auf die Erkennung menschlicher Körper sehr sinnvoll. Im Test klappt das einwandfrei. Menschen werden damit erkannt, Haustiere (Katze) aber nicht. Anders sieht es bei der Haustiererkennung aus: Ist sie aktiv, identifiziert die Kamera auch Menschen als Haustiere. Und die Option Erkennung abnormaler Geräusche (Geräuscherkennung wäre als Übersetzung sinnvoller) können sich Anwender alarmieren lassen, wenn die Kamera ein Geräusch erkennt. Mit der Einstellung der Empfindlichkeit zwischen niedrig, mittel und hoch können Anwender die Ezviz C6 2K+ für den Einsatz als Babyfon optimieren.

Obendrein können Nutzer festlegen, wie der Gerätealarm arbeiten soll. Zur Auswahl stehen die Optionen Stark, Schwach, Lautlos-Modus und Benutzerdefinierter Ton, die sich nach Wochentagen und Zeiten festlegen lassen. Die Option Intensiv hat zur Folge, dass die Sirene über den in der Kamera integrierten Lautsprecher ertönt, wenn die Kamera einen Bewegungsalarm erkannt hat. Mit der Option Schwach wird ein kurzer Piepton abgespielt. Zudem ist es möglich, über Benutzerdefinierter Ton personalisierte Sprachaufnahmen mit einer Länge von bis zu 10 Sekunden als Warnmeldung zu konfigurieren. Während die Sirene trotz der kompakten Abmessungen laut ertönt, muss man aber bei der personalisierten Sprachnachricht schon genau hinhören, um sie wahrzunehmen. Hier sollte Ezviz die Software für die Aufnahme optimieren, zumal die Gegensprechfunktion mit ausreichender Lautstärke funktioniert.

Der in der Kamera integrierte CMOS-Sensor nimmt Videos maximal mit einer Auflösung von 2560 × 1440 Pixel und bis zu 15 Bildern pro Sekunde auf. Laut technischem Datenblatt soll sie mit bis zu 25 fps Videos aufzeichnen – je nachdem wie gut die Netzwerkanbindung ist. Allerdings gelangen im Test – auch bei einer Ethernet-Verbindung – Aufnahmen nur mit maximal 15 fps.

Die Aufnahmequalität ist bei Tag und bei Nacht für eine Überwachungskamera gut. Nachts leuchtet sie die Umgebung mit zwei IR-LEDs bis zu einer Entfernung von fünf Metern aus. Bei genügend Helligkeit nimmt sie Videos in Farbe auf. Wegen fehlender Spotlights gelingen bei wenig Licht Aufnahmen meistens aber nur in Schwarzweiß. Auf plötzliche Lichtveränderungen reagiert die Kamera zum Teil sehr langsam. Während beim Ausschalten des Lichts der IR-Nachtmodus relativ zügig zum Einsatz kommt und für eine gute Schwarzweiß-Aufnahme sorgt, dauert es umgekehrt deutlich länger. Nach dem Einschalten der Beleuchtung reagiert die Kamera erst nach sieben Sekunden mit einem farbigen Bild. Bei wenig Licht, etwa die Abstrahlung eines großen Monitors, gelingen die Aufnahmen in Farbe. Schaltet man diese Lichtquelle aus und wieder ein, bleibt die Kamera allerdings im Schwarzweißmodus.

Obwohl die Kamera für Aufnahmen den datensparsame Codec HEVC alias H.265 unterstützt, nimmt sie im Test Videos unabhängig von der Wahl der Auflösung immer mit H.264.

Mit der Aktivierung von WDR liefert die Kamera auch bei schwierigen Lichtverhältnissen, etwa bei Gegenlicht, eine gute Darstellungsqualität.

Die Kamera bietet eine automatische Bewegungsverfolgung und einen automatischen Zoom. Das hat im Test ausgezeichnet funktioniert, wenn man die Kamera aus einigen Metern Entfernung passiert. Dann folgt sie einem auf Schritt und Tritt. Wie bei vielen anderen Überwachungskameras mit einer solchen Technik, versagt diese aber auch bei der Ezviz C6 2K+, wenn man nahe an ihr vorübergeht. Cool ist auch der automatische Zoom, der dafür sorgt, dass ein erkanntes Objekt vergrößert als verkleinertes Bild im Video erscheint. Das kann hilfreich für eine schnelle Identifizierung sein.

Die Ezviz C6 2K+ ist kompatibel zu den Sprachassistenten Google Assistant und Amazon Alexa. In Verbindung mit einem smarten Display (Ratgeber) können Anwender den Kamera-Livestream auch an ein kompatibles Gerät wie Nest Hub oder Echo Show ausgeben. Hierfür muss man allerdings die standardmäßige verschlüsselte Bildübertragung deaktivieren, da ansonsten kein Livebild auf den smarten Displays erscheint.

Ansonsten bietet die Ezviz C6 2K+ nicht direkt in gängige Smart-Home-Systeme wie Aqara (Ratgeber), Bosch (Testbericht), Elesion (Ratgeber), Homekit (Ratgeber), Homey Pro (Test), Tuya (Ratgeber) oder Smartthings (Testbericht) einbinden. Allerdings ist sie kompatibel zur Smart-Home-Lösung von Ezviz und zu Homematic IP (Testbericht). Zudem kann sie über IFTTT mit anderen Smart-Home-Lösungen indirekt verbunden werden.

Die Ezviz C6 2K+hinterlässt optisch und haptisch einen guten Eindruck. Ezviz verkauft die Kamera für etwa 105 Euro. Aktuell gibt es bei Amazon einen Rabatt von 8 Euro, sodass sie für weniger als 100 Euro erhältlich ist.

Ezviz bietet mit der Ezviz C6 2K+ vielseitige Überwachungskamera für Innen. Dank eines neig- und schwenkbaren Objektivs bietet sie eine 360-Grad-Rundumsicht. Die Bildqualität kann sich dabei im wahrsten Sinne des Wortes durchaus sehen lassen. Vor allem dank WDR gelingen auch bei schwierigen Lichtverhältnissen gute Aufnahmen. Positiv ist auch, dass Anwender für die Speicherung von Videos oder Nutzung bestimmter Funktionen kein kostenpflichtiges Cloud-Abo abschließen müssen. Es entstehen also keine Folgekosten.

Dank der Möglichkeit, zwischen Bewegungen aller Art und Menschen zu unterscheiden, sind Fehlalarme praktisch ausgeschlossen. Allerdings funktioniert die Haustiererkennung im Test nicht zufriedenstellen. Mit der App können Anwender die C6 2K+ umfassend konfigurieren und bedienen. Allerdings sollte Ezviz an einigen Stellen fehlerhafte respektive verwirrende Übersetzungen korrigieren. Die Bewegungsverfolgung und der automatische Zoom funktionieren im Test fehlerlos, auch die Gegensprechfunktion gibt keinen Anlass zu Kritik. Zusammen mit der integrierten Geräusch- und Gestenerkennung lässt sich die Ezviz C6 2K+ prima auch als Babyfon verwenden.

Mehr Informationen zum Thema finden TechStage-Leser im Themenschwerpunkt Überwachungskameras. Nützliche Informationen zur Auswahl einer Überwachungskamera bietet der Beitrag WLAN, Cloud, Solar: Überwachungskameras für innen & außen ab 30 Euro. Darin erläutern wir die wichtigsten Kaufkriterien und präsentiert die besten Überwachungskameras der verschiedenen Kategorien mit Preisen zwischen 30 und 500 Euro.

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