Epowerfun EPF-2 XT 600: Einer der besten E-Scooter im Test

Epowerun EPF-2 XT 600
Pro und Contra
  • starker Motor, sehr gute Bremse, großer Akku
  • Federung & Blinker
  • hoher Fahrkomfort
  • Rücklicht leuchtet nicht beim Bremsen
  • Blinker kann vergessen werden
  • 5.0

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Mit dem EPF-2 XT 600 ist Epowerfun ein großer Wurf gelungen. Der E-Scooter ist nicht nur stark und ausdauernd, er bringt auch viele nützliche Features wie Blinker und Federung mit. Wir haben ihn getestet.

Zugegeben: Epowerfun war uns zunächst kein Begriff. Das änderte sich, als wir im März 2021 den E-Scooter Epowerfun EPF-1 (Testbericht) in der Redaktion hatten. Er fällt dank seiner auffälligen Optik sofort ins Auge, hat einen starken Motor, einen vernünftigen Preis und er war damals einer der Ersten, der das maximale Geschwindigkeitslimit von 20 km/h plus 10 Prozent voll ausnutzte. Knapp sechs Monate später testeten wir den Epowerfun EPF-1 Pro (Testbericht). Die Pro-Variante nutzt einen etwas stärkeren Motor und hat größere Reifen. Dafür ist er aber auch deutlich teurer.

Nun zeigt Epowerfun mit der neuen Reihe EPF-2 mehrere Varianten für einen E-Scooter, die sich hauptsächlich bei Akku und Features wie Blinker oder Federung voneinander unterscheiden. Natürlich kommen auch die neuen Modelle wieder mit einer Straßenzulassung. Der EPF-2 Start ist mit gut 700 Euro der günstigste E-Scooter der Serie. Das Topmodell ist der EPF-2 XT 835 für gut 1000 Euro. Das hier besprochene Modell EPF-2 XT 600 siedelt sich nur knapp dahinter an. Es ist mit etwa 900 Euro nicht gerade billig, zeigt aber im Testbericht, dass es sein Geld wert ist. Für einen umfassenden Überblick über die Top-10-E-Tretroller empfehlen wir unsere Bestenliste der 10 besten E-Scooter.

Optisch präsentiert sich der Epowerfun EPF-2 XT 600 unauffällig und dezent. Es gibt abseits der gelben Reflektoren an der Seite und des blauen (leicht zu entfernenden) Epowerfun-Aufklebers an der Lenkstange quasi keinen Farbtupfer. Es gibt sicher Käufer, die das gut finden. Wir hätten uns jedoch zumindest eine farbenfrohe Option gefreut. Schließlich hat Epowerfun beim EPF-1 (Testbericht) noch mit vielen knalligen Versionen experimentiert. Dankenswerterweise stellt Epowerfun im Shop für 10 Euro farbige Griptapes bereit.

Bezüglich der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Alles wirkt stabil miteinander kombiniert, allerdings sind die Schweißnähte deutlich zu sehen. Der Epowerfun EPF-2 XT 600 ist dank IPX4 allseitig gegen Spritzwasser geschützt. Epowerfun verspricht, alle relevanten Ersatzteile für den E-Scooter im Online-Shop zu führen.

Das Trittbrett ist griffig und mit 51 cm x 17 cm ausreichend lang und breit. Der Lenker hat eine Höhe von 125 cm. Damit ist er ausgesprochen hoch, was den Roller auch für große Personen bis 120 kg qualifiziert. Er ist in der Höhe jedoch nicht variabel. Der Lenker ist 60 cm breit. Insgesamt hat der Roller eine Länge von 116 cm.

Sein Klappmechanismus ist einfach gehalten. Der Sicherungshebel macht einen ausreichend stabilen Eindruck. Einmal umgelegt, klappt der Lenker dank einer Öse am Hacken am hinteren Schutzblech ein. So kann der gut 20 kg schwere E-Scooter an der Lenkstange hochgehoben und getragen werden. Zusammengefaltet reduzieren sich die Maße des Epowerfun EPF-2 XT 600 auf 55 cm x 60 cm x 116 cm (H x B x L). So passt er in die allermeisten Kofferräume.

Mittig des Lenkers liegt das gut ablesbare Display. Es zeigt unter anderem wie gewohnt neben der aktuellen Geschwindigkeit die Restkapazität des Akkus und die gewählte Unterstützungsstufe an. Die Steuerung erfolgt über die Mehrfachbelegung des Knopfes, der unterhalb des Displays sitzt und gerne einen etwas besseren Druckpunkt hätte vertragen können.

Damit regelt der Fahrer auch das Front- und Rücklicht. Das Frontlicht ist ausgesprochen hell und in der Höhe variabel. Allerdings hätte es etwas besser integriert sein können. Derart exponiert haben wir die Befürchtung, dass es etwa bei einer Kollision abbricht. Das Rücklicht ist ausreichend hell. Allerdings leuchtet es beim Bremsen nicht extra auf, was schade ist.

Auf der linken Seite sitzen zwei Knöpfe zum Blinken – einer für Links, einer für Rechts. Die Blinklichter sitzen an den Enden des Lenkers und zusätzlich neben dem Hinterrad. So bleiben diese aus allen Winkeln gut zu sehen und tragen zu verbesserten Sichtbarkeit und Berechenbarkeit der eigenen Manöver bei. Sie sind ein nicht zu unterschätzender Sicherheitsaspekt.

Allerdings hätten wir uns gewünscht, dass sich die Blinker nach ein paar Sekunden selbst wieder deaktivieren oder der Fahrer über ein akustisches Signal darauf aufmerksam gemacht wird, wenn er es versäumt hat, sie wieder auszuschalten. In der aktuellen Form blinkt der E-Scooter so lange weiter, bis der Blinker aktiv wieder ausgeschaltet wird.

Der Epowerfun EPF-2 XT 600 hat mit das beste Bremssystem, welches wir bisher an einem E-Scooter gesehen haben. So aktiviert ein Daumengriff an der linken Seite des Lenkers die elektronische Motorbremse am Hinterrad. Sie lässt sich fein dosieren und arbeitet verlustfrei. Mit ihr ist es möglich, dezent abzubremsen.

Wer schnell zum Stehen kommen will, nutzt den Bremsgriff auf der rechten Seite des Lenkers. Er aktiviert die Trommelbremse im Vorderrad und gleichzeitig die Motorbremse im Hinterrad. In der Kombination kommt der Epowerfun EPF-2 XT 600 so schnell zum Stehen, wie kaum ein anderer von uns bisher getestete E-Scooter. Der Fahrer sollte sich bei einem derartigen Bremsmanöver unbedingt weit nach hinten lehnen, um nicht über die Lenkstange zu fliegen. Auch deswegen empfehlen wir dringend einen Helm (Vergleich smarter Fahrradhelme).

Der Epowerfun EPF-2 XT 600 fährt sich ausgesprochen angenehm. Das liegt an der Kombination aus hohem Radstand, 10 Zoll großen Luftreifen und Frontfederung. Bei diesem E-Scooter hat man trotz Federung stets das Gefühl der vollen Kontrolle. Gleichzeitig schlucken Luftreifen und Frontfederung viele Unebenheiten weg. Mit ihm kann auch mal eine gepflasterte Straße in vollem Tempo genommen werden. Noch besser federn nur wenige E-Scooter, etwa der GoMate Steap ER1 Evo (Testbericht).

Neben den guten Fahreigenschaften sticht der starke Motor hervor. Er steckt die allermeisten anderen E-Scooter bezüglich seiner Beschleunigungskraft in die Tasche. Er läuft mit 48 Volt, hat eine Nennleistung von 500 Watt und eine Spitzenleistung 1200 Watt. Die Endgeschwindigkeit ist wie von Epowerfun gewohnt toleranzoptimiert, nutzt also die maximal erlaubte Geschwindigkeit von 22 km/h komplett aus. Der Daumengriff für die Steuerung der Geschwindigkeit ist feinfühlig und schmerzt auch nach längerer Fahrt nicht.

Der EPF-2 XT 600 trägt die Kapazität des Akkus, nämlich 600 Wh, bereits im Namen. Damit sollen Fahrer laut Epowerfun 72 km weit kommen. Der Hersteller hat dafür einen Fahrer mit einem Gewicht von 75 kg auf gerader asphaltierter Strecke ohne Wind bei 25 Grad eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h fahren lassen. Wir gehen bei einem Fahrer mit 85 kg, viel Stopp-&-Go und hügeliger Landschaft von etwa 50 km aus. Allerdings ist der tatsächliche Wert von vielen weiteren Faktoren abhängig. Einen guten Überblick zum Thema bietet unser Reichweiten-Test: Die Top-10-E-Scooter mit dem größten Akku.

Insgesamt bietet der Epowerun EPF-2 XT 600 einen ausgesprochen großen Akku. Mit dem EPF-2 XT 835 und dem EPF-2 City 835 verkauft Epowerfun sogar zwei Modelle mit noch größerem 835-Wh-Akku.

Der Epowerfun EPF-2 XT 600 ist aktuell schwer zu bekommen. Er scheint bei den meisten Händlern ausverkauft zu sein. Wer will, kann alternativ zur etwas günstigeren City-Variante in unterschiedlichen Akku-Ausführungen greifen. Sie ähneln den XT-Varianten. Größter Unterschied: Sie haben keine Frontfederung.

Der Epowerun EPF-2 XT 600 ist einer der besten E-Scooter, den wir je getestet haben. Das liegt zum einen am richtig starken Motor in Kombination mit der hervorragenden Bremse. Auch der Fahrkomfort ist dank der großen Luftreifen und der Frontfederung hoch. Toll ist auch der Blinker. Er ist deutlich sichtbar und erhöht die Sicherheit. Der große Akku sorgt für eine hohe Reichweite.

Wenn man das Haar in der Suppe sucht, findet man es vielleicht im etwas langweiligen Design des E-Scooters. Auch leuchtet das Rücklicht beim Bremsen nicht auf und der Blinker schaltet sich nicht automatisch wieder ab oder gibt akustisch Bescheid.

Noch viele weitere richtig gute E-Scooter sammeln wir in unserer Bestenliste der 10 besten E-Scooter. Wer bereits einen E-Scooter hat, der sollte sich unseren Ratgeber Blinker, Federung, GPS & Schloss: Das wichtigste Zubehör für den E-Scooter durchlesen.

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