Elephone C1 Max: Kann ein 130-Euro-Smartphone was?
Pro und Contra
  • günstig
  • gute Performance
  • aktuelles Android
  • mäßige Kamera-Qualität
  • alte Android-Tasten-Belegung
  • Kunststoff-Gehäuse
  • 3.0

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Das Elephone C1 Max will vor allem mit einer Dual-Kamera punkten, die restliche Hardware ist nicht sonderlich berauschend. Allerdings ist das Handy mit einem Preis von 130 Euro auch sehr günstig. Ob uns das Phablet mit HD auflösendem 6-Zoll-Display, Quad-Core-Prozessor und 2 GByte RAM überzeugen konnte, erfahrt Ihr in unserem Test.

Im Vergleich zu den letzten von uns getesteten China-Phones Umidigi C Note oder Oukitel K6000 Plus gibt es beim C1 Max kein Metallgehäuse – das Phablet steckt in einfachem und nicht besonders wertig anmutendem Kunststoff. Die Abmessungen des Gerätes betragen 164 × 83 × 8,5 Millimeter bei einem Gewicht von 227 Gramm. Unterhalb des Displays sitzen drei nicht beleuchtete haptische Android-Buttons. Diese kommen nicht mit der aktuellen Belegung „Home“, „Zurück“ und „zuletzt genutzte Anwendungen“ daher, sondern mit der längst überholten Belegung „Home“, „Zurück“ und „Menü“. Die zuletzt genutzten Anwendungen werden durch lange drücken des Home-Buttons aufgerufen.

Auf der rechten Seite des Handys sind Power-Button und Lautstärkewippe, auf der Rückseite mittig recht weit oben der Fingerabdruckscanner und links ganz oben die Dual-Kamera nebst Blitz. On top ist ein Kopfhörer-Eingang, am linken Rand findet sich der Karten-Slot, der zwei SIM- oder eine microSD- und eine SIM-Karte aufnehmen kann.

Der maximal mit 1,3 GHz taktenden Quad-Core-CPU des Typs Mediatek 6737 stehen 2 GByte RAM zur Seite, der interne Speicher ist 32 GByte groß. Im mobilen Internet unterstützt das große Handy LTE inklusive Band 20, WLAN ist nach 802.11 b, g und n an Bord. Der nicht austauschbare Akku hat eine Kapazität von 2800 mAh. Zu den weiteren Specs gehören Bluetooth und GPS.

Das 6 Zoll große Display löst zwar nur 1280 × 720 Pixel auf, die Darstellung ist bezüglich der Schärfe allerdings noch zufriedenstellend. Um einzelne Pixel zu erkennen, muss man schon ganz genau hinschauen. Farbwiedergabe und Blickwinkelstabilität des C1 Max sind ordentlich, insgesamt hat uns der Bildschirm trotz der für heutige Maßstäbe sehr niedrigen Auflösung gut gefallen.

Das C1 Max hat auf der Rückseite eine aus einer 13- und einer 5-Megapixel-Knipse bestehende Dual-Kamera. Diese Kombination soll für brilliante Farben und hohe Schärfe sorgen, außerdem lässt sich ein sogenannter Bokeh-Effekt realisieren: Bestimmte Teile innerhalb eines Bildes werden scharf, andere unscharf dargestellt. Die Ergebnisse können sich allerdings in unseren Augen nicht wirklich sehen lassen – selbst bei guten Lichtverhältnissen gibt es schon merkliches Bildrauschen, oftmals sind die Fotos alles andere als scharf und auch die angeblich brillanten Farben sind uns bei unseren Sample-Bildern nicht untergekommen. Auch die Frontkamera macht keine besonders ansehnlichen Bilder, für Selfie-Fans ist das Handy definitiv nicht geeignet.

Obwohl die Hardware mit Quad-Core-Prozessor und 2 GByte Arbeitsspeicher eine nur mäßige Performance vermuten lässt, schlägt sich das C1 Max bei den meisten Aufgaben gut. Im Test hatten wir keinerlei Hänger oder Denkpausen und das Öffnen und Wechseln von Apps ging recht schnell. Der Fingerabdruckscanner funktioniert zuverlässig, allerdings dauert es recht lange, bis er anspricht. Bei normaler Nutzung kamen wir mit einer Akkuladung locker über den Tag. Der Verbrauch im Standby ist hingegen so niedrig, dass das Telefon fast eine Woche durchhält.

Auf dem C1 Max läuft Android in recht aktueller Version 7.0. Der Hersteller hat nur ein paar kleinere Anpassungen am System vorgenommen und keine Bloatware installiert. Zur Optimierung der Akkulaufzeit gibt es einen Power Manager, zum ändern der Optik eine Theme-App. Innerhalb der Systemeinstellungen gibt es eine nützliche Option um Apps bei ausgeschaltetem Display mit Gesten zu starten, aber auch das Feature „Direct“ hat uns gut gefallen. Damit können beispielsweise Bilder in der Galerie durchgeschaltet, Songs weitergeskippt oder Fotos geschossen werden – jeweils durch aus einer bestimmten Richtung über den Näherungssensor streichen.

Das Elephone gibt es in Schwarz, Gold und in Rot.

Das angebliche Highlight des C1 Max, die Dual-Kamera, hat uns enttäuscht. Da hat uns beispielsweise die normale Kamera des ähnlich teuren Umidigi C Note um einiges besser gefallen. Unterm Strich bleibt ein Phablet mit guter Leistung, einem – obwohl nur HD auflösenden – guten Display und aktueller Software. Wer gerne mit seinem Smartphone Bilder macht, der wird mit dem Gerät allerdings nicht glücklich werden – trotz Dual-Kamera.

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