Panasonic SC-HTB496 Aufmacher
Pro und Contra
  • preiswert
  • Funk-Subwoofer
  • einfache Einrichtung
  • kein Dolby Atmos oder DTS:X
  • akustische Klarheit könnte besser sein
  • durchwachsener Bedienkomfort
  • 4.0

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Für knapp 300 Euro schickt Panasonic die Soundbar SC-HTB496 mit Funk-Subwoofer ins Rennen. Viel Ausstattung gibt es dafür nicht, auch beim Streamen beschränkt sich das 2.1-System auf das Wesentliche. TechStage zeigt, ob der Klang überzeugt.

Dass ein Markenhersteller wie Panasonic eine Soundbar samt kabellosem Subwoofer zum Schnäppchenpreis anbietet, überrascht. Trotzdem versprechen die Japaner „kinoreifen Sound mit kraftvollem und sattem Bass“. Das klingt gut, zumindest in der Theorie.

TechStage testet die Panasonic SC-HTB496 im Rahmen der Themenwelt Soundbars. Neben Einzeltests haben wir dort Hintergrundartikel veröffentlicht, etwa den Grundlagenartikel Soundbars: Fetter Klang für flache TVs.

Die SC-HTB496 ist eine schlanke 2.1-Soundbar mit kabellosem Subwoofer. Sie kann vor dem Fernseher liegend platziert werden, eignet sich aber auch für die Wandmontage. Panasonic zufolge wurde das System speziell für die Installation an der Wand unter einem Fernseher entwickelt. Dazu muss die Soundbar lediglich in die mitgelieferten Schrauben eingehängt werden, die es an der Wand zu befestigen gilt.

Mit 1,9 Kilo fällt der Lautsprecher überraschend leicht aus. In der Tiefe kommt die Panasonic-Soundbar gerade mal auf 10,1 Zentimeter. In der Breite sind es 80, in der Höhe 5,6 Zentimeter. Damit ist die SC-HTB496 recht unauffällig und drängt sich optisch nicht in den Vordergrund.

Da sich der Subwoofer per Funk verbindet und lediglich eine Steckdose benötigt, kann man ihn ebenfalls dezent platzieren. Er lässt sich mit einem Gewicht von 5,7 Kilogramm zudem leicht hin- und herbewegen und spielt sich mit 17,1 x 38,2 x 36,3 Zentimeter nicht in den Vordergrund.

Beide Komponenten haben gummierte Füße, um sensible Oberflächen schonend zu behandeln. Wie für den geringen Preis von unter 300 Euro zu erwarten, erfüllt das Material der SC-HTB496 keine Premiumansprüche. Während beim Subwoofer überwiegend mitteldichte Faserplatten mit seitlicher Stoffbespannung zum Einsatz kommen, besteht die Soundbar selbst aus schwarzem Kunststoff. Oberseite und Front sind mit Akustikstoff überzogen, der gerne wie beim Tieftöner eine Nuance strammer sitzen dürfte. Insgesamt sieht alles recht ordentlich aus, Ästheten dürften aber vor Aufregung keine schlaflosen Nächte haben.

Die SC-HTB496 ist ein 2.1-Soundsystem mit einer Gesamtleistung von 320 Watt. Die Frontlautsprecher liefern links und rechts jeweils 80 Watt, der Subwoofer steuert 160 Watt hinzu. Beim Frontlautsprecher handelt es sich um ein Ein-Wege-Einfachlautsprechersystem in Bassreflex-Bauweise. Die beiden nach vorne gerichteten Fullrange-Treiber sind jeweils 4,5 x 12 Zentimeter groß. Das Subwoofer-Chassis mit Sidefire-Prinzip bringt es auf 16 Zentimeter. Die Soundbar erzeugt virtuellen Surround-Sound und unterstützt Dolby Digital und DTS Digital Surround, aber weder Dolby Atmos noch DTS:X.

Zur Ausstattung gehören ein HDMI- sowie ein optischer Digitaleingang und ein USB-Port. Alle drei Buchsen sind versetzt, damit die Soundbar flach an der Wand anliegen kann und sich die Kabel sauber nach außen verlegen lassen. Der HDMI-Eingang verfügt über einen Audio Return Channel. Vorteil: Ist die Soundbar über ein HDMI-Kabel mit dem Fernseher verbunden, ist eine Steuerung des Lautsprechers auch per TV-Fernbedienung möglich.

Bluetooth 4.2 gestattet das Streamen von Musik per Mobilgerät. Bis zu acht Geräte lassen sich koppeln. Für das Anpassen des Klangs stehen die Modi „Standard“, „Kino“, „Sport“, „Musik“ und „Nachrichten“ zur Verfügung. Ein Display hat die SC-HTB496 nicht, sie signalisiert über zwei LEDs in bis zu fünf Farben, welcher Klangmodus und welche Eingangsquelle ausgewählt sind.

Die Einrichtung der Panasonic-Soundbar ist ein Kinderspiel. Die bevorzugte Variante erfolgt per HDMI-Kabel. Rein in den Lautsprecher, rein in den Fernseher, im Flat-TV bei Bedarf noch die externe Tonausgabe oder HDMI ARC aktivieren, fertig!

Option zwei besteht darin, Musik, Podcasts und Co. via Bluetooth auf die Soundbar zu transportieren. Um die Bluetooth-Kopplung mit einem Mobilgerät zu starten, muss man die Pairing-Taste auf dem Lautsprecher oder auf der Fernbedienung gedrückt halten. Der Lautsprecher wird namentlich wenig später auf dem ausgewählten Tablet, Smartphone oder PC angezeigt.

An der Soundbar selbst besteht die Möglichkeit, das Gerät ein- und auszuschalten, die Lautstärke zu ändern und die Eingangsquelle zu wählen. Die Fernbedienung im Scheckkarten-Format besitzt 13 Tasten. Mit ihr hat man zusätzlich Einfluss auf die Performance des Subwoofers, kann die Klangsettings „Standard“, „Kino“, „Sport“, „Musik“ und „Nachrichten“ wählen (zwei Tasten sind hierbei doppelt belegt) und hat Zugriff auf Sprungfunktionen, um zum vorherigen oder nächsten Musiktitel zu gelangen. Die Tasten sind recht schwammig, die Druckpunkte könnten ein wenig präziser ausfallen. Der Funk-Subwoofer verbindet sich automatisch. Falls dies nicht passiert, gelingt eine manuelle Kopplung über einen rückseitigen Taster.

Farbige LEDs an der Gerätefront der Soundbar signalisieren, welche Quelle gerade aktiv ausgewählt ist. Bei Bluetooth-Verbindungen leuchtet eine in Blau, USB wird durch Grün signalisiert, und ist ein Fernseher im Spiel, so wird dies optisch in Weiß untermauert. Keine zusätzliche LED leuchtet, wenn in der Soundbar der „Standard“-Modus ausgewählt ist. Im „Kino“- und „Sport“-Modus ist die LED weiß, im „Musik“- und „Nachrichten“-Setting grün. Eine hundertprozentig intuitive Bedienung ist mit den beiden LEDs und fünf Farben nicht möglich. An dieses Konzept muss man sich erst gewöhnen.

Bevor man sich ein Urteil über die Soundeigenschaften der SC-HTB496 erlaubt, sollte man sich unbedingt noch einmal ihren Preis von weniger als 300 Euro in Erinnerung rufen. Dass es sich um eine Einsteiger-Soundbar handelt, merkt man schon nach wenigen Tönen. Die Breite der Klangbühne ist überschaubar, aber ordentlich. Die Akustik kommt deutlich von vorne, tonal umhüllt wird man von dem Panasonic-Lautsprecher nicht. Im Gegensatz zu günstigen Flachbildfernsehern profitiert man jedoch von einem aufgehübschten Klangbild mit mehr Dynamik und vor allem mehr Bassvolumen.

Wünschenswert wären jedoch mehr Klarheit und Brillanz, speziell in den Höhen neigt die SC-HTB496 dazu, ein wenig zu verwischen. Kristallklare Spitzen bekommt man hier nicht serviert, einzelne Instrumente und Gesang werden nicht wie bei teureren Systemen messerscharf seziert und präzise voneinander getrennt. Für höhere Ansprüche im Heimkino eignet sich der Panasonic-Lautsprecher deshalb nicht. Im TV-Betrieb arbeitet er Stimmen recht sauber heraus, für Talkshow, Fußballspiel und die Lieblings-Daily-Soap reicht dies locker aus. Bei lautstarken und Effekt-geladenen Blockbustern stößt das 2.1-System jedoch an seine Grenzen. Hohe Pegel sind nicht die Stärke der SC-HTB496, die dann schon mal leicht blechern klingt und die quietschenden Autoreifen oder den vorbeifliegenden Hubschrauber nicht sonderlich plastisch und greifbar darstellen kann. Insgesamt wirkt die Soundbar etwas zugeschnürt, so, als könnte sie nicht hundertprozentig frei aufspielen.

Der kabellose Subwoofer leistet das, was man in dieser Preisklasse erwarten darf. Er steigert das Tieftonfundament, ohne angsteinflößend zu trampeln und das Wohnzimmer zum Beben zu bringen. Bässe sind trotzdem spürbar, auch in diesem Punkt bietet die Soundbar deutliche Vorteile gegenüber den meisten preiswerten Fernsehern.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Equalizer-Voreinstellungen fallen überschaubar aus, der Modus „Musik“ liefert jedoch ein fülligeres und wärmeres Klangbild.

Panasonic verlangt für die SC-HTB496 inklusive drahtlosem Subwoofer knapp 300 Euro. Im Internet gibt’s das Duo bei Onlinehändlern noch mal deutlich günstiger. Dabei handelt es sich um einen absolut fairen Preis, für den man getrost zuschlagen kann und keinen Fehler macht.

Klangliche Wunder darf man bei der Panasonic-Soundbar SC-HTB496 nicht erwarten: Dafür ist sie inklusive drahtlosem-Subwoofer für weniger als 300 Euro einfach schlichtweg zu preiswert. Besitzer eines günstigen Fernsehers profitieren jedoch von einer Klangverbesserung und kräftigeren Bässen. Auch, um vom Smartphone seine Lieblings-Songs via Bluetooth recht akzeptabel zum Leben zu erwecken, ist die SC-HTB496 eine vernünftige Lösung mit solider Verarbeitung.

Das Bedienkonzept mit den beiden LEDs an der Gerätefront hat noch Luft nach oben. Allerdings werden Besitzer dieser Einsteiger-Soundbar in der Regel ohnehin keine klanglichen Anpassungen vornehmen, sondern den Lautsprecher im Normalfall einmal aufstellen und dann bestenfalls die Quelle und die Lautstärke verändern.

Wer dazu bereit ist, etwas mehr auszugeben, kann von einem deutlich besseren, voluminöseren und dynamischeren Klangbild profitieren. Die extrem kompakte LG DQP5W (Testbericht) beispielsweise, die ab 480 Euro zu haben ist, wird ebenfalls mit Funk-Subwoofer ausgeliefert, unterstützt Dolby Atmos und spielt tonal schon in einer ganz anderen Liga.

Weitere Tests, etwa zur Sonos Beam (Testbericht), zur Sony Soundbar HT-G700 (Testbericht) oder zur Bose Soundbar 500 (Testbericht) haben wir in der Themenwelt Soundbars veröffentlicht.

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