TechStage | Tests, Ratgeber und Kaufberatungen zu Smartphones, Smart Home, Computer und Technik, die Spaß macht

Einsteiger-Smartphone Motorola Moto G7 Play im Test
Pro und Contra
  • lange Akkulaufzeit
  • dünn und leicht
  • übersichtliche Software
  • könnte leistungsstärker sein
  • kein NFC
  • kein Kompass
  • 4.0

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Kaufberatung: Elektrisch höhenverstellbare Tische ab 175 Euro

Gartenhäcksler ab 89 Euro: Elektro oder Benziner, mit Messer oder Walzen?

Bis zu 10 GByte: Monatlich kündbare Handytarife unter 10 Euro

Gaming-PC aufrüsten: Welche Komponenten sich jetzt lohnen

Mit einem Preis von rund 150 Euro ist das Moto G7 Play das günstigste Smartphone der diesjährigen Moto-G-Reihe. Wie es sich im Alltag schlägt, hat TechStage getestet.

Anders als bei den höherwertigen Modellen besteht das Gehäuse des Moto G7 Play nicht aus Metall und Glas, sondern hauptsächlich aus Kunststoff. Trotzdem ist die Verarbeitung insgesamt gut gelungen und lässt keinerlei Wünsche offen. Die Kanten sind nicht scharf, die Übergänge dafür nahtlos. Hässliche Spaltmaße gibt es nicht. Zudem ist das Gehäuse solide zusammengebaut und lässt sich weder mit dem Daumen deutlich eindrücken, noch gibt es unerwünschte Knarzgeräusche von sich. Die an den Seiten angebrachten Knöpfe haben einen angenehmen, guten Druckpunkt. Der Rahmen des Smartphones ist aus Metall gefertigt und matt poliert. Alles in allem finden wir das Design ansprechend.

Aufgrund des stark abgerundeten Gehäuses liegt das Motorola Moto G7 Play gut und komfortabel in der Hand, aber nicht auf dem Tisch. Die Rückseite ist ganz fein geriffelt, wodurch das Gerät sicher und griffig zu halten ist. Mit einem Gewicht 149 g und einer Tiefe von 7,99 mm ist das Motorola Moto G7 Play ein durchaus leichtes und kompaktes Telefon, das schnell in jeder Hosentasche verschwindet.

Der auf der Rückseite angebrachte Fingerabdrucksensor arbeitet flott und zuverlässig. Er ist etwas im Gehäuse eingelassen, somit lässt er sich auch ertasten und „blind“ bedienen.

Im Motorola Moto G7 Play arbeitet der Qualcomm Snapdragon 632. Der Prozessor hat mit seinen acht Kernen eine Taktfrequenz zwischen 614 und 1800 MHz. Dem Einsteiger-Prozessor stehen 2 GByte RAM zur Seite. Das ist typisch in dieser Preisklasse, wenn auch das Nokia 5.1 Plus (Testbericht) 1 GByte mehr zu bieten hat.

Im Benchmark von Antutu kommt das Motorola Moto G7 Play auf eine Punktzahl von 98.000. Damit ist es in etwa 220 Prozent schneller als das vergleichbar aufgestellte GS185 (Testbericht) des deutschen Herstellers Gigaset und 135 Prozent schneller als das Nokia 5.1 (Testbericht) . Das schnellste von uns getestete Smartphone im Einsteiger-Bereich ist das Nokia 5.1 Plus mit einem Leistungsvorsprung von 122 Prozent gegenüber dem Moto G7 Play. Mit kleinen Spielen kommt das Motorola Moto G7 Play gut zurecht und gibt diese flüssig wieder, aufwändigere 3D-Spiele bringen das Gerät schnell an seinen Grenzen. Aufgaben des täglichen Bedarfs meistert das Motorola Moto G7 Play schnell und souverän, Ruckler sind ab und an vorhanden.

ProduktTestAntutu BenchmarkVRMarkEnergieDisplayDesignSpeicher
HerstellerSmartphoneGeräteklasseTestdatumPreis in EuroOSSOCCPUGPUUXMEMScorePreis-Leistungs-Quotient in Punkte pro EuroEchtzeit-Temperatur in Grad CelsiusBildrate in FPSGesamtscoreAkkukapazität in Milliamperestunden30-Min-Quantil in ProzentLadedauer in StundenSOT in StundenHelligkeit in Candela pro QuadratmeterY in PixelX in PixelY × X in QuadratpixelDiagonale in ZollPunktdichte in Pixel-per-InchGewicht in GrammTiefe in MillimeternRAM in GByteFlash-EEPROM in GByteFrei in GByteFreier Speicher in Prozent
Gigaset CommunicationsGS185EinsteigerklasseJuli 2018179 €Android 8.1 OreoQualcomm Snapdragon 42522.6811.68315.8914.07544.3324833,7 °C1 fps2114.000 mAh25%2:31:0012:23:00450 cd/m21.440 px720 px1.036.800 px5,50 in293 ppi149 g8,80 mm2 GByte16 GByte8 GByte51 %
HMD GlobalNokia 5.1EinsteigerklasseNovember 2018149 €Android OneMediatek Helio P1837.5218.21719.2417.58872.56748728,2 °C5 fps4372.970 mAh45%1:57:0010:41:00400 cd/m22.160 px1.080 px2.332.800 px5,50 in439 ppi149 g8,27 mm2 GByte16 GByte10 GByte65 %
HMD GlobalNokia 5.1 PlusEinsteigerklasseDezember 2018229 €Android OneMediatek Helio P6056.98322.75932.5887.311119.64152229,0 °C12 fps1.0333.060 mAh43%1:49:004:55:00393 cd/m21.520 px720 px1.094.400 px5,80 in290 ppi161 g8,00 mm3 GByte32 GByte19 GByte59 %
LenovoMotorola Moto G7 PlayEinsteigerklasseApril 2019149 €Android 9 PieQualcomm Snapdragon 63250.04513.99226.028.22798.28466028,1 °C7 fps6203.000 mAh27%2:41:0014:21:00421 cd/m21.512 px720 px1.088.640 px5,70 in294 ppi149 g7,99 mm2 GByte32 GByte20 GByte63 %

Das Betriebssystem des Motorola-Smartphones ist Android in der Version 9 Pie. Der Hersteller verzichtet auf eine eigene Oberfläche und setzt stattdessen auf die optimierte Vorlage von Google. Entsprechend schnell und übersichtlich ist die Software. Bloatware oder doppelte Apps sind nicht vorhanden, es gibt aber eine Motorola-eigene Applikation, die eine Gestensteuerung ermöglicht. Darüber hinaus besitzt das Moto G7 Play eine Radio-App für den Empfang von Ultrakurzwelle (UKW). Hierzu benötigt der Nutzer einen Kopfhörer mit 3,5-mm-Klinke, der als Antenne dient. Im Lieferumfang ist er nicht dabei.

Der integrierte Speicher des Motorola Moto G7 Play hat eine Größe von 32 GByte. Nach Abzug des Betriebssystems und der Software bleiben dem Nutzer rund 18 GByte übrig. Das ist nicht sonderlich viel, deshalb ist die Erweiterung des Speichers sinnvoll. Neben einer zweiten Nano-SIM-Karte speist das Moto G7 Play zeitgleich auch eine Micro-SD-Karte mit bis zu 512 GByte. Welche Speicherkarte die beste für Android ist, haben wir ausführlich getestet: Kaufberatung & Test: Welche Micro-SD-Karte für Android?

Im Motorola Moto G7 Play sitzt ein fest eingebauter Akku mit einer Kapazität von 3000 mAh. Bei moderater Nutzung bietet das Telefon eine Laufzeit von mehr als einen Tag. Im Test mit einem kontinuierlich laufenden Video bei maximaler Display-Helligkeit hat es 14 Stunden und 21 Minuten mit einer einzigen Akkuladung erreicht. Das ist überdurchschnittlich gut, vor allem für diese Klasse. Das kabelgebundene Laden des Akkus über USB-C dauerte im Test etwas weniger als drei Stunden. Nach einer Ladezeit von 30 Minuten erreichte der Akku einen Stand von 27 Prozent.

Das Moto G7 Play hat Bluetooth und WLAN, allerdings unterstützt es nicht den schnellen ac-Standard. Darüber hinaus fehlen NFC für mobiles Bezahlen über Google Pay und ein Kompass für Fußgänger-basierte Navigation.

Die Kamera auf der Rückseite hat eine Auflösung von 13 Megapixeln. Die Bildqualität in Anbetracht der Preisklasse gut, für Schnappschüsse wird es ausreichen. Sowohl vorne als auch hinten gibt es eine LED für Szenarien mit wenig Licht.

Das Display des Motorola Moto G7 Play hat eine Diagonale von 5,7 Zoll (ca. 14,7 cm). Die Auflösung ist High-Definition+, das sind 1512 × 720 Pixel. Damit bietet der Bildschirm eine relativ geringe Pixeldichte von 294 ppi an. Das Nokia 5.1 dagegen hat 2,3 Millionen Bildpunkte und eine Schärfe von 439 ppi. Nichtsdestotrotz reicht es zum Betrachten von Texten und Grafiken vollkommen aus; nur beim genaueren Hinsehen ist der Unterschied sichtbar. Dennoch sind die etwas mehr als eine Million Pixel nicht mehr zeitgemäß.

Für den Preis von rund 150 Euro ist das Moto G7 Play von Motorola ein gutes Smartphone. Es ist klein, handlich und ordentlich verarbeitet. Besonders positiv hervorzuheben sind die lange Akkulaufzeit sowie die übersichtliche Bedienoberfläche. Wie beim Vorgänger fehlen einige Dinge, darunter NFC und Kompass. Wer auf der Suche nach einem günstigen Smartphone ist und mit den genannten Schwächen leben kann – oder etwa als erstes Handy für den Nachwuchs – dann ist das Moto G7 Play eine gute Wahl.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.