Decathlon E-ST 100 E-MTB
Pro und Contra
  • guter Alleskönner zum günstigen Preis
  • gute Steuerung dank Trittfrequenzsensor
  • prima Fahrgefühl
  • kein Licht, kein Ständer, kein Schutzblech
  • 4.0

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Seit einem halben Jahr fahren wir regelmäßig mit dem Decathlon E-ST 100. Dabei schlägt sich das E-Mountainbike für nur 1100 Euro richtig gut, wie unser Langzeittest zeigt.

E-Mountainbikes sind beliebt wie nie zuvor – und entsprechend in weiten Teilen ausverkauft. Nicht so das Decathlon E-ST 100. Wer es im Decathlon-Store (Kauflink) erwirbt, zahlt dafür aktuell 1100 Euro. Ein ziemlich guter Preis. Allerdings war das Fahrrad, als wir es vor etwa sechs Monaten kauften, mit 900 Euro schonmal deutlich günstiger. Die Preiserhöhung ist wohl der hohen Nachfrage geschuldet.

Noch günstiger sind E-Bikes von chinesischen Händlern, die meist aus europäischen Lagern verschicken. So kostet etwa das gute Eleglide F1 (Testbericht) nur 700 Euro und kann sogar zusammengeklappt werden. Das Eleglide M1 Plus (Testbericht) kostet nur 50 Euro mehr, klappt nicht, hat aber einen fetten Akku. In einer preislich ähnlichen Kategorie bewegt sich das Eskute Voyager (Testbericht) und überzeugt vor allem durch eine schicke Integration des großen Akkus in den Rahmen. Allen Einsteigern empfehlen wir die Lektüre unseres Ratgebers E-Mountainbikes unter 1500 Euro: Darauf gilt es bei billigen Offroad-E-Bikes zu achten.

Das Decathlon E-ST 100 mit seinen 27,5 Zoll großen Rädern kommt in einem gefälligen Design. Der sportlich geformte Alurahmen ist grau-blau lackiert. Einige gelbe Akzente sorgen für optische Highlights. Der Akku sitzt auf dem Rahmen auf. Das ist leider nicht so schön gelöst wie beim Eskute Voyager (Testbericht) und entlarvt das Decathlon E-ST 100 auf den ersten Blick als elektrischen Mountainbike. Gut gefällt uns der steile Neigungswinkel der Vordergabel, was man so vor allem aus dem Downhill-Bereich kennt. Auch wenn Decathlon überwiegend auf sehr günstige Komponenten setzt, zickt nichts nach unseren knapp 500 gefahrenen Kilometern rum.

So wie das E-MTB geliefert wird, ist es erst einmal nicht straßentauglich. Dafür fehlen ihm ein vorderes und ein hinteres Licht. Dafür empfehlen wir unseren Ratgeber: Helle Fahrradleuchten mit und ohne Akku ab 15 Euro. Was dem E-Mountainbike ebenfalls fehlt, ist ein Ständer. Auch wenn dieser nicht sicherheitsrelevant ist, empfinden wir ihn dennoch im Alltag als praktisch und notwendig. Ebenfalls praktisch und für viele notwendig sind Schutzbleche, die dem E-MTB nicht beiliegen. Zum Glück kann man beides für wenige Euro nachkaufen. Die obligatorischen Reflektoren liegen dem E-Bike bei. Auch über eine CE-Kennzeichnung verfügt das elektrische Fahrrad.

Am Lenker sitzen Bremshebel für die mechanischen Scheibenbremsen vorne und hinten. Diese sind von Tektro und greifen von Anfang an ohne Nachjustierung richtig gut. Die Bedienung der 8-Gangschaltung eines unbekannten Herstellers ist zunächst etwas ungewohnt, geht aber mit der Zeit flüssig von der Hand. In den 500 von uns gefahrenen Kilometern ist die Kette kein einziges Mal herausgesprungen. Gut: Zum einen geht der niedrigste Gang tief genug herunter, um auch schwierige Trail-Passagen zu meistern. Zum anderen ist der höchste Gang hoch genug, um auch in flotten Geschwindigkeiten noch kräftig zutreten zu können. Die Federgabel kann in ihrer Härte justiert werden und verfügt über eine Dämpfung.

Die 27,5 Zoll großen Rockrider All Terrain light-Reifen mit einer Innenweite von 2,2 Zoll des knapp 23 Kilogramm schweren E-Bikes bieten ein gutes Profil und geben auch auf anspruchsvollen Trails eine ganz gute Figur ab. Die flachen Pedale bieten ebenfalls einen guten Halt und sind aus einem festen Kunststoff gefertigt.

Der Lenker des Decathlon E-ST 100 sitzt tief, was besonders bei großen Fahrern zu einer sportlichen Haltung führt. Beim Fahren haben wir stets das Gefühl der vollen Kontrolle. Das liegt am guten Rahmen, den passenden Reifen und insgesamt gut aufeinander abgestimmten Bauteilen. Im Gegensatz zu einigen sehr günstigen China-Bikes quietscht und wackelt hier nichts. Das Decathlon E-ST 100 macht nicht nur im urbanen Umfeld eine gute Figur. So ist es etwa problemlos möglich, einen Bordstein hinaufzufahren. Auch auf schwierigen Wald-Trails kommt man mit dem E-Bike gut voran.

Am Lenker sitzt die kleine Steuereinheit mit hintergrundbeleuchtetem LD-Display. Die Anzeige gibt Auskunft über aktuelle Geschwindigkeit, Akkukapazität, Unterstützungsstufe und insgesamt gefahrene Kilometer. Das Display spiegelt etwas, kann aber dennoch in den meisten Fällen auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut abgelesen werden. Neben dem Display befinden sich neben dem Knopf zum Ein- und Ausschalten außerdem zwei Knöpfe für die Wahl der Unterstützungsstufe. Dabei startet das Decathlon E-ST 100 stets in der Stufe 1 mit der geringsten Motorunterstützung. In Stufe 2 gibt der 250-Watt-Motor alles, was er hat. Dabei ist die Motorkraft zusammen mit der gut eingestellten Gangschaltung absolut ausreichend, um auch steile Berge hinaufzukommen.

Außergewöhnlich gut hat uns die elektronische Steuerung gefallen. Da das Decathlon E-ST 100 über einen Trittfrequenzsensor verfügt, erkennt es schneller als viele andere E-Bikes mit Heckantrieb, wenn der Fahrer in die Pedale tritt und schaltet den Motor zur Unterstützung hinzu. Genauso flott schaltet die Steuerung den Motor auch wieder aus, sobald der Fahrer nicht mehr beschleunigt.

Der Akku des E-Mountainbikes Decathlon E-ST 100 hat eine Kapazität von 380 Wattstunden. Das ist weniger als etwa beim sehr günstigen Eleglide M1 Plus (Testbericht) mit seinem 450-Wattstunden-Akku. Trotzdem kommen wir bei flacher Strecke, guten Wetter, 80 Kilogramm Zuladung und überwiegend voller Unterstützung im Schnitt gut 50 Kilometer weit, bevor das E-Mountainbike für etwa sieben Stunden ans mitgelieferte Netzteil muss. Zum Laden kann der Akku entnommen werden.

Das Decathlon E-ST 100 kostet aktuell in verschiedenen Größen im Decathlon-Store (Kauflink) 1100 Euro. Derzeit ist es verfügbar, was man nicht von allen E-Bikes dieser beliebten Preiskategorie behaupten kann. Allerdings kostete es von einigen Monaten mit etwa 900 Euro noch deutlich weniger.

Im folgenden Preisvergleich zeigen wir die aktuell günstigsten verfügbaren E-Mountainbikes:

Das Decathlon E-ST 100 hat uns überzeugt. Für seinen recht günstigen Preis begleitet es uns nun schon knapp 500 Kilometer und machte bisher keine Probleme. Auch wenn hier überwiegend preiswerte Bauteile zum Einsatz kommen, arbeiten diese zuverlässig und wirken aufeinander abgestimmt. Die Reifen greifen zuverlässig, der Motor ist stark genug, der Akku ausreichend groß, die Schaltung sowie die Bremsen arbeiten gut und insgesamt vermittelt das E-Bike dem Fahrer das Gefühl, stets Herr der Situation zu sein. Einen großen Teil trägt dazu die gute elektronische Steuerung bei. Denn dank eines Trittfrequenzsensors reagiert der Motor zuverlässig auf die Pedalbewegungen des Fahrers.

Insgesamt können wir das Decathlon E-ST 100 empfehlen. Aktuell gibt es wohl nur wenige Fahrräder in dieser Preisregion, die ein ähnlich überzeugendes Gesamtpaket bieten. Ähnlich günstig ist das Voyager Eskute (Testbericht). Es sieht jedoch dank des versteckten und sehr großen 480-Wattstunden-Akkus eleganter aus.

Wer weniger Geld ausgeben will, sollte sich das Eleglide F1 (Testbericht) genauer anschauen. Für gerade einem 700 Euro kann dieses 26-Zoll-E-MTB sogar klappen. Wer sich tiefer einlesen will, dem empfehlen wir die Lektüre unseres Ratgebers E-Mountainbikes unter 1500 Euro: Darauf gilt es bei billigen Offroad-E-Bikes zu achten.

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